Audi Q3/Q5: Vergleich — 07.06.2011
Ist kleiner feiner?
Mit dem Q3 präsentiert Audi erstmals ein kompaktes und preiswerteres SUV auf Tiguan-Basis. Macht es den größeren Q5 überflüssig? AUTO BILD hat die beiden zum ersten Schnuppervergleich gebeten.
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Nachwuchs bei den SUVs
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Wir sehen es nicht, aber unter dem Blech gehen die beiden Q-Brüder getrennte Wege. Die jeweilige Basis ist unterschiedlich. Während der Q5 vom A4 abstammt, nutzt der Q3 die Gene des Tiguan der Konzernmutter VW. Im Klartext: quer eingebauter Motor statt Längseinbau, hydraulische Lamellenkupplung statt quattro-Antrieb mit Mittendifferenzial. Der Q5 ist also immer mit Allradantrieb unterwegs, den Q3 gibt es in der Basisversion als reinen Fronttriebler – eine Spar-Antriebsalternative. Aber auch sonst hat der Q3 einige Überraschungen parat. In Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic (für die starken TDI und TFSI) öffnet die Kupplung im Schiebebetrieb – der Q3 rollt dann ohne Motorbremse und spart Sprit (Freilauf). Start-Stopp an der Ampel und ein System zur Batterieladung beim Bremsen und Rollen (Rekuperation) bringen alle Q3 serienmäßig mit. Unterm Strich bietet der Kleine weniger, aber modernere Technik, der Große mehr Auswahl bei den Motoren (143 bis 270 PS), Assistenzsystemen und Zubehör. Für den Normalanspruch reicht der Q3, Ambitionierte finden mehr beim Q5.Bei dieser Gegenüberstellung muss naturgemäß der Kleine Federn lassen. Hier hat Audi mit dem spitzen Bleistift gerechnet, dennoch ist der Q3 keine karge Hütte. Auf den ersten Blick wirkt das Interieur gewohnt hochwertig. Alles sauber gearbeitet, liebevoll arrangiert, die Schalter rasten satt ein. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt ihn schon, den Zwang zum Sparen. So ist die untere Hälfte des Armaturenträgers über die gesamte Breite aus hartem Glatt-Kunststoff und nicht weich geschäumt wie beim Q5. Das setzt sich in den Türverkleidungen fort, hier drohen frühzeitige Abnutzungserscheinungen, die den Kunststoff schmuddelig erscheinen lassen. Und auch der Deckel des Handschuhfachs ist labiler als beim größeren Bruder, das zeugt nicht gerade von Solidität. Was bringt er serienmäßig mit, der neue Q3? Alles, was am nötigsten ist, von der Klimaanlage bis zum Radio "Chorus". Der Q5 punktet hier mit einer Klimaautomatik, 17- statt 16-Zoll- Rädern und einigen Komfort-Details, die es beim Q3 überhaupt nicht gibt. Zum Beispiel die Fernentriegelung der Rücksitzlehnen vom Kofferraum aus, die verstellbaren Rücksitz-Rückenlehnen oder die Heckklappen-Fernentriegelung in der Fahrertür.
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Dazu kann der Q5-Kunde eine längs einstellbare Rückbank für 200 Euro ordern – auch hier guckt der Q3-Interessent in die Röhre. In die Tasche greifen muss er zudem beim ausklappbaren Farbdisplay. Der große Sieben-Zoll-Bildschirm für Navi und Unterhaltung kostet circa 1500 Euro, beim Q5 ist ein Display serienmäßig. Macht am Ende ein Ausstattungsplus für den Q5, der sich zudem durch mehr Extras aufrüsten lässt. Beim Grundpreis spielt der Q3 zunächst einmal groß auf. 29.900 Euro ist die Einstandssumme, das sind 6900 Euro weniger als für den billigsten Q5. Und das bei gleicher Motorisierung. In beiden SUV steckt in der Basis ein Zweiliter-Diesel mit 140 beziehungsweise 143 PS (Q5). Ein klares Votum also für den Benjamin? Das ist nicht ganz so einfach, wie es scheint. Denn wir müssen genau hinschauen, was er dafür bietet.Punkt eins: Frontantrieb. Der billigste Q3 kommt ohne Allradtechnik – gibt es beim Q5 gar nicht. Wir müssen also fairerweise die Allrad-Modelle vergleichen. Und da sind es knapp 5000 Euro Unterschied. Dann das Farbdisplay, das sind circa 1500 Euro weniger. Bleibt bei annähernd gleicher Ausstattung ein Preisvorteil von 3500 Euro. Die genauen Ausstattungsumfänge mit Zahlen auf Euro und Cent rückt Audi erst zur Präsentation im Juni heraus. Bis dahin bleibt als grober Anhaltspunkt eine Differenz von 35 Hundertern – und die kann durchaus ein Kaufargument sein.
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Kommentare zum Artikel (124)
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Kleinwagen Van von Opel mit Premium SUV zu vergleichen, ist doch schon etwas kindlich. Aber gibt es den Premium Hersteller Opel in 2 Jahren überhaupt noch?
40 Mille für die potthässliche Gurke Kuh3 ? Dafür bekomme ich ja gleich 2 Meriva, MIT
PANORAMADACH!!! Lasst Euch ruhig weiter veräppeln!!! Pseudo-Premium-Gewäsch hier...
Da bin ich voll deiner Meinung Navi ist absolut überteuert und das I-Phone ist da absolut ausreichend. Zusammen mit der Bluetothverbindung. aber bei der Schaltung sind und bleiben mir 2000,- Euro einfach zuviel! Zudem ich gerne schalte, so ist das halt.
Du kaufst dir ein 40 000 Euro Auto und willst dann 2000 Euro an der Automatik sparen? Wenn du beim Kauf sparen willst, dann musst du dir einen Kleinwagen kaufen, aber keinen Q5. Wenn schon, dann lieber das sinnlose Panoramadach einsparen oder das überteuerte Navi.
na für 2000,- Euro mehr kann man aber schon etwas schalten auch im Stop And Go bin ich der Meinung, das sind immerhin ca. 5% mehr!