Innenraumreinigung

Auto Innenraumreinigung

— 15.02.2005

Putzen wie die Profis

Bei der Innenraumreinigung des Autos helfen die Tipps der Profis. AUTO BILD erklärt, wie sie optimalerweise vorgehen und welche Mittel am besten sind.

Seien wir ehrlich – meist gönnen wir unseren Autos nur eine Katzenwäsche. Schnell durch die Waschstraße, einmal über die Polster saugen und flüchtig die Fußmatten ausklopfen. Das war's. Nach ein paar Wochen wirkt der Innenraum zunehmend schmuddelig, Flecken kommen noch dazu, und wirklich frisch riecht es auch nicht mehr. Da hilft nur eine Grundreinigung. Nicht erschrecken, klingt schlimmer als es ist. Mit den Tipps der Profi-Putzer kann sich das Ergebnis bald sehen lassen. Vorweg der Arbeitsplatz: Eine trockene Garage mit Wasser und Strom sowie Putzutensilien wie Microfasertuch, Schwämmchen und Bürsten sollten vorhanden sein. Dazu Glasreiniger, Polsterschaum, Fleckenwasser und Kunststoffpflege.

1. Kofferraum und Reserveradmulde Auch wenn das Ersatzrad nur selten zum Einsatz kommt, im Stauraum unter dem Kofferraumteppich sammelt sich schnell Schmutz. Da hilft oft schon gründliches Saugen. Bei hartnäckiger Verschmutzung mit Seifenwasser auswaschen und trocken reiben. Kofferraummatten werden abgesaugt, mit einer feuchten Wurzelbürste abgeschrubbt, bei Bedarf noch mal abgesaugt. Hartnäckigen Dreck mit Fleckenwasser oder Spezialmittel beseitigen.

Himmel, Armaturen, Scheiben und Spiegel

2. Autohimmel Mit Innenraumreiniger und einem Schwämmchen lässt sich der Autohimmel am besten reinigen. Sonnenblenden dabei nicht vergessen. Bei Kunststoff die Wurzelbürste benutzen und mit einem feuchten Lappen nachwischen. Ein Stoffhimmel wird gesaugt. Vorsicht, einige Dachhimmel reagieren empfindlich auf zu festen Druck. Nur vorsichtig reiben, um das Material nicht zu strapazieren.

3. Armaturenbrett Um das Armaturenbrett zu putzen, reicht meist klares Wasser, denn einige Reiniger oder Sprays können dem Kunststoff schaden. Cockpit-Sprays sind Geschmackssache. Es gibt solche mit Silikon für Glanz, aber auch welche für matte Oberflächen.

4. Scheiben und Spiegel Drei Schritte für klare Sicht: erst einsprühen, dann mit dem Microfasertuch wischen, zum Schluss mit fusselfreiem Küchentuch nachreiben. Vorsicht bei der Heckscheibe mit Heizdrähten – nur in Längsrichtung arbeiten. Vorgehensweise: vorne anfangen und gegen den Uhrzeigersinn arbeiten. Vorher alle Fenster ein Stück öffnen, um auch die Oberkanten zu reinigen. Tipp: Die Windschutzscheiben-Innenseite lässt sich besser von der Beifahrerseite aus putzen. Reste von Aufklebern und Vignetten vorher mit einem Schaber entfernen oder mit einem Lösungsmittel einweichen. Und keine Zeitungen zum Trockenreiben verwenden – das gibt hässliche Schmierspuren.
Aufkleber und Vignetten entfernen: So klappt es optimal

Sitze, Teppiche, Türverkleidungen, Cockpit

5. Sitze, Teppiche, Türverkleidungen Wie beim Dachhimmel mit einem Auto-Shampoo oder Schaum die Stoffe "einseifen", mit wenig Wasser arbeiten und auf gute Trocknung achten – Gefahr von Schimmel! Im Schaum bleibt der Schmutz hängen, sodass er einfach abgesaugt werden kann. Hilfreich sind dabei Nass-/Trockensauger, die in Bau- oder Supermärkten auf Zeit gemietet werden können. Zuerst kommt die Fahrerseite dran. Groben Schmutz von Sitz und Teppichboden saugen, Innenreiniger aufsprühen, mit der Wurzelbürste nacharbeiten und anschließend nochmals absaugen. Hartnäckige Flecken mit Fleckenwasser oder Spezialmittel angehen. Auch die Pedalgummis nicht vergessen. Danach geht es weiter hinter dem Fahrersitz, mit der Rückbank, der Rückenlehne und dem Teppich. Erst dann folgt die Beifahrerseite: Luftschlitze, Handschuhfach, Aschenbecher, Sitz und Teppichboden. Hinter dem Beifahrersitz ebenfalls Rückbank, Lehne und Teppich bearbeiten. Die Rückbank umklappen, darunter saugen und gründlich sauberwischen.

6. Ledersitze Erster Schritt: Leder sorgfältig abbürsten. Nur bei starker Verschmutzung einen Spezialreiniger wie Lederpflegeschaum einsetzen, sonst reicht normaler Innenreiniger. Zweitens: unbedingt trocken reiben, bevor das Leder mit Pflegelotion und Schwamm eingerieben werden kann. Immer darauf achten, großflächig zu arbeiten, damit es keine Flecken auf dem Leder gibt. Drittens: noch mal mit einem sauberen Tuch nachreiben. Achtung: Die Sitze müssen immer gut durchtrocknen, sonst besteht ebenfalls Fleckengefahr. Von Hausmittel-Tricks wie Körpercreme als Lederpflege raten Autosattler ab.

7. Cockpit Alle Kunststoffteile im Auto lassen sich mit einem entsprechenden Pflegemittel schnell wieder auffrischen. Dazu die Mittel direkt auf einen Schwamm sprühen und die Kunststoffteile einreiben. Um einen natürlichen Glanzgrad zu erzielen, sollten die Flächen mit einem Microfasertuch abgerieben werden. Vorsicht rund um den Airbag: Falsche Mittel können die Sollbruchstellen angreifen! Einige Hersteller empfehlen deshalb nur reines Wasser zum Säubern. Haushalts- oder Geschirrspülmittelmittel können den Kunststoff angreifen und zu Spannungsrissen führen.
# Innenraumreinigung
1.

Glasreiniger

2.

Polsterschaum

3.

Innenreiniger

4.

Lederpflege

5.

Kunststoffpflege

6.

Microfastertücher

7.

Bürsten

8.

Staubsauger

9.

Nass-/Trockensauger

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