E-Auto statt Diesel: Abwrackprämie in Frankreich

E-Auto statt Diesel: Abwrackprämie in Frankreich

— 09.10.2015

Frankreich zahlt 10.000 Euro

In Deutschland gab es schon vor "Dieselgate" Rufe nach einer Kaufprämie für Elektroautos – bislang vergeblich. In Frankreich wird der Wechsel vom Diesel zum Stromer immer lukrativer.

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Abwrackprämie für Rostlauben ja, Kaufhilfe für Elektroautos nein: So lautet bisher die Taktik der Bundesregierung bei ihrem Eingriff in den deutschen Automarkt. 2500 Euro sogenannte Umweltprämie wurden 2009 für ein stillgelegtes Fahrzeug gezahlt, um den darbenden deutschen Herstellern unter die Arme zu greifen. Dagegen beschränken sich die Anreize zum Erwerb eines Stromers hierzulande bislang auf Sonderrechte und steuerliche Vorteile für Gewerbekunden.

Das kosten E-Autos mit und ohne Kaufprämie

Das sieht in Frankreich ganz anders aus: Umweltministerin Ségolène Royal kündigte am Freitag (9. Oktober 2015) im französischen Fernsehen an, die bereits bestehende Abwrackprämie für Dieselautos auszuweiten. Demnach sollen Kunden bald 10.000 Euro kassieren, wenn sie ihren mehr als zehn Jahre alten Selbstzünder gegen ein Elektroauto tauschen. Schon jetzt unterstützt die Regierung Hollande den Kampf gegen Stickoxid-Stinker (in Frankreich rund 60 Prozent Marktanteil): Seit April und noch bis zum Jahresende 2015 gibt es 10.000 Euro Zuschuss beim E-Auto-Kauf und 6500 Euro Zuzahlung bei Hybriden, wenn der stillgelegte Diesel mehr als 13 Jahre auf dem Buckel hat. Hauptprofiteur ist bislang Renault, der den Absatz seines Stromers Zoë deutlich steigern konnte.

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In Deutschland hatten schon vor dem Abgasskandal bei VW der Bundesrat und einzelne Politiker wie Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) eine Kaufprämie für elektrisch betriebene Fahrzeuge gefordert. Der Nissan Leaf als weltweit meistverkauftes Elektroauto würde dann in Deutschland nur noch 13.060 Euro (plus 79 Euro Batteriemiete pro Monat) kosten, der Basispreis für einen VW e-Up würde auf 13.900 Euro sinken.

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