Farbtrends bei Autos

— 30.04.2013

Matt: Der Lack ist ab

Erfolgreicher Trend oder kurzlebige Mode? Beim Mattlack sind die Meinungen geteilt. Das sagen Autokäufer, Fahrzeug- und Lackhersteller dazu.



Chic oder prollig? Am Mattlack scheiden sich seit einigen Jahren die Geister. Zeit für Autohersteller, Farbe zu bekennen, ob sich der vollmundig angekündigte Trend durchsetzen konnte. Laut einer aktuellen Umfrage der TNS Infratest Automobilmarktforschung kennen zwar 75 Prozent der Befragten den stumpfsamtigen Oberflächenlook, doch ein Viertel findet das "zu protzig". Das Deutsche Lackinstitut schreibt die matte Lackierung – meist in dunklen Farben – nach wie vor Fahrern sportlicher Modelle zu.

Autopflege: Die Tücken des matten Lacks

Umfrage

'Würden Sie ein Auto mit Mattlack kaufen?'

BMW etwa bietet die Optik für den M3, M5, M6 sowie 5er, 6er und 7er an. Offiziell ist von einer "anhaltend hohen Nachfrage" die Rede, Zahlen will BMW aber nicht nennen. Mercedes bietet fast alle Baureihen in Matt an. Dort heißt es nur: "Nachfrage positiv". Audi verrät immerhin, dass jeder dritte Kunde des auf 333 Stück limitierten R8 GT sich für Mattlack entschieden hat. Kein Geheimnis ist, dass für Matt lackierte Modelle satte Aufpreise verlangt werden. Los geht es bei rund 2100 Euro (Mercedes A-Klasse). BMW steigt bei 3300, Audi bei 4300 Euro ein. Nur der Auto-Zwerg Smart kostet in Mattgrau günstige 500 Euro Aufschlag. Ein weiterer Matt-Makel: Pflege sowie Ausbesserung von Kratzern und Macken sind noch immer viel aufwendiger – auch wenn etwa der Lackhersteller BASF Coatings einen Matt-Reparaturlack entwickelt hat, mit dem sich der passende "Glanzgrad" wiederherstellen lässt.

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Günstiger als mit Lack wird der Farbwechsel auf Zeit per Folierung (Kosten ab ca. 1350 Euro).  Folienproduzenten wie 3M oder Hexis bestätigen eine steigende Nachfrage, weiterhin auch nach mattem Schwarz. "Wer heute aber auffallen will, lässt mattmetallic folieren", sagt Alexander Saalmann, Geschäftsführer von Hexis. Seine Einschätzung des Matt-Trends: "Massengeschmack wird das sicher nicht." Die Folierungs-Spezialfirma Re-Styling bestätigt, dass das Geschäft jährlich um rund 20 Prozent wächst, in Sachen Matt aber ist der Lack schon wieder ab. Heinrich Bartel, technischer Leiter bei Re-Styling: "Bis vor ein paar Monaten haben wir 70 Prozent der Fahrzeuge – vor allem Porsche 911 und Audi – in Matt foliert. Mittlerweile bevorzugen die Kunden wieder Glanz. Matt kann keiner mehr sehen."

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