Von der Luftwaffe in die Formel 1: Jack Brabham wurde 88 Jahre alt

Formel 1 2014

— 19.05.2014

Formel-1-Legende Brabham verstorben

Der Australier, der in der Saison 1966 als einziger Pilot der Geschichte in einem selbstkonstruierten Wagen den WM-Titel gewann, wurde 88 Jahre alt



Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Jack Brabham ist am Montagmorgen in seinem Haus an der australischen Goldkste im Alter von 88 Jahren verstorben. Zur Todesursache machte die Familie keine genauen Angaben, allerdings litt die Motorsport-Legende seit geraumer Zeit an einer Leberkrankheit. In einer Stellungnahme wird sein Sohn David zitiert: "Es st ein sehr trauriger Tag fr uns alle", so der Filius, der ebenfalls Berufsrennfahrer wurde.

Brabham jun. erklrt weiter: "Er hatte ein unglaubliches Leben und mehr erreicht, als man sich ertrumen kann. Durch sein unglaubliches Vermchtnis lebt er weiter." Seine berufliche Laufbahn begann sein Vater, Sohn eines Lebensmittelhndlers, als Mechaniker bei der australischen Luftwaffe. Das Wissen dazu hatte er sich angeeignet, nachdem er im Alter von 15 Jahren die Schule verlassen und einen Job in einer Kfz-Werkstatt mit Kursen an der Abendschule verbunden hatte.

Spter verkaufte der geschftstchtige junge Mann dann Motorrder. Brabham begann kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit Autorennen auf Schotterbahnen, so genannten Dirttracks. Nebenbei konstruierte er auch seinen ersten eigenen Sportwagen. 1950 zog Brabham nach Grobritannien um und schaffte es fnf Jahre spter in die Formel 1. Der Australier gewann 1959 in Monaco sein erstes Rennen und im gleichen Jahr den Titel mit Cooper, was er 1960 wiederholte. 1966 gelang ihm dieses Kunststck als bis heute einziger Fahrer in einem selbst konstruierten Wagen.

Brabham sorgte fr eine der kuriosesten Szenen der Motorsport-Geschichte, als er mit seinem Wagen mangels Sprit stehen blieb, das Auto mehrere hundert Meter bis ber die Ziellinie schob und so als Vierter noch die Weltmeisterschaft gewann. Zwischen 1955 und 1970 bestritt er 126 Rennen in der Knigsklasse, in denen er 14 Siege feierte und 13 Mal auf der Pole-Position stand. McLaren-Teamchef Ron Dennis, schon zu Cooper-Zeiten an Brabhams Seite, sagte einst ber seinen am Zeichenbrett genauso wie auf der Rennstrecke begabten Schtzling: "Er hat etwas Einziges erreicht, was ihm niemals jemand nachmachen wird."

1978 wurde er fr seine Errungenschaften von Knigin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Brabham hinterlsst die drei Shne Geoff, Gary und David, die aus seiner Beziehung mit Ehefrau Betty stammen. Einer seiner Enkel, Sam, strebt ebenfalls eine Rennfahrerlaufbahn an und ist derzeit in der Britischen Formel Ford aktiv.

Fotoquelle: xpb.cc

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