Krümel im Sitz, Staub auf dem Cockpit, Flecken auf den Polstern ... Der Innenraum vieler Autos wird schneller schmutzig als gedacht. Mit der Zeit kann es auch richtig unhygienisch werden.
Um das Auto innen zu reinigen werden oft viel zu aggressive Mittel genutzt. Andere gehen in der falschen Reihenfolge vor oder arbeiten mit zu viel Wasser. Das Ergebnis sind Schlieren, angegriffene Oberflächen oder Dreck der nicht richtig beseitigt wird, so dass es zu Gerüchen kommt und der Innenraum schneller altert. Mit der richtigen Methode wird der Innenraum dagegen in kurzer Zeit perfekt sauber – und bleibt es auch länger.

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Innenraum und Cockpit reinigen: Kurzanleitung

  • Müll und lose Gegenstände entfernen: Am besten einen Müllbeutel mit ins Auto nehmen und alles direkt entsorgen – so bleibt nichts liegen.
  • Fußmatten herausnehmen und reinigen: Beim Herausnehmen leicht zusammenfalten, damit kein Schmutz auf die Teppiche rieselt.
  • Innenraum gründlich aussaugen: Mit passenden Aufsätzen arbeiten und gründlich vorgehen – das erleichtert die weitere Reinigung deutlich.
  • Cockpit und Kunststoffflächen abwischen: Zunächst trocken entstauben, bei stärkerem Schmutz mit leicht angefeuchtetem Mikrofasertuch nacharbeiten.
  • Sitze (Stoff oder Leder) reinigen: Sitzflächen sind besonders beansprucht und nehmen Schmutz sowie Hautfette auf – entsprechend gründlich reinigen.
  • Scheiben von innen säubern: Für streifenfreie Ergebnisse in zwei Schritten arbeiten: zuerst trocken vorreinigen, dann mit Glasreiniger und sauberem Tuch nachwischen.
  • Lüftungsschlitze und Ritzen nicht vergessen: Mit Pinsel oder weicher Bürste reinigen, bei Bedarf vorsichtig mit dem Staubsauger nachhelfen.

Fehler bei der Auto-Innenreinigung führen zu Schäden

Bei der Innenreinigung passieren schnell Fehler, die zum Teil teure Folgen haben können. Falsche Reiniger können Displays dauerhaft beschädigen, zu viel Feuchtigkeit führt im schlimmsten Fall zu Schimmel, und falsche Mittel lassen Kunststoffe fleckig oder stumpf werden. Wer hier ungenau arbeitet, riskiert schnell sichtbare Schäden.

Fehler bei der Innenraumreinigung

❌ Spülmittel oder Haushaltsreiniger verwenden

Spülmittel und andere Haushaltsreiniger sind für den Innenraum meist ungeeignet. Sie können Kunststoffe angreifen, Oberflächen ausbleichen oder klebrige Rückstände hinterlassen, die neuen Schmutz sogar anziehen. Besser sind spezielle Innenraumreiniger, die auf die Materialien im Auto abgestimmt sind.

❌ Zu viel Wasser einsetzen

Zu viel Feuchtigkeit ist einer der häufigsten Fehler. Wasser zieht schnell in Teppiche, Polster und Dämmstoffe ein – und trocknet dort nur langsam. Das kann unangenehme Gerüche verursachen und im schlimmsten Fall Schimmelbildung begünstigen. Deshalb immer sparsam arbeiten und Materialien nur leicht feucht reinigen.

❌ Nicht von unten nach oben reinigen

Wer unten anfängt, verteilt den Schmutz später wieder nach unten. Die richtige Reihenfolge lautet: von oben nach unten. Erst Dachhimmel, dann Cockpit und Oberflächen, zum Schluss Sitze und Fußraum. So wird bereits gereinigter Bereich nicht erneut verschmutzt.

❌ Displays mit Reinigern behandeln

Ein häufiger und teurer Fehler: Displays werden wie Glasflächen behandelt. Aggressive oder alkoholhaltige Reiniger können die empfindliche Beschichtung angreifen und zu Schlieren, matten Stellen oder dauerhaften Schäden führen. Deshalb Displays nur mit einem leicht angefeuchteten Mikrofasertuch reinigen – im Zweifel ganz ohne Reiniger.

❌ Polster zu nass machen statt gezielt reinigen

Polster sollten nicht "durchgeweicht", sondern gezielt behandelt werden. Zu viel Reiniger oder Wasser verteilt den Schmutz oft nur tiefer im Material und verlängert die Trocknungszeit erheblich. Besser: Reiniger sparsam auftragen, einarbeiten und mit möglichst wenig Feuchtigkeit nachwischen.

1. Vorbereitung der Autoinnenreinigung

Vorab alle Reinigungs- und Pflegeprodukte sowie Putzutensilien in greifbarer Nähe hinstellen. Wichtig: Haushalts- und Geschirr-Spülmittel haben im Auto nichts verloren. Sie greifen den Kunststoff an. Folgendes wird benötigt:
  • Staubsauger oder Kleingeld für den Staubsauger in der SB-Anlage
  • Putzeimer mit lauwarmem Wasser
  • Saubere Microfasertücher
  • Schwamm
  • Cockpitreiniger
  • Polsterreiniger
  • ggf. Lederreiniger
  • Imprägnierspray
  • Scheibenreiniger
  • Fensterleder oder Küchenkrepp
  • kleine Bürste oder Pinsel
  • Faden

2. Innenraum entmüllen

Als Erstes geht es ans Grobe: Müll und lose Gegenstände raus dem Auto! Alte Parktickets wegwerfen, gegebenenfalls Mülleimer oder Aschenbecher leeren.

3. Staubsaugen und Fußmatten reinigen

Ob die Rasselbande wirklich helfen will? Alles in allem, halb so schlimm: Eine gründliche Innenreinigung dauert nicht den ganzen Tag.
Bei SB-Waschanlagen gibt es oft Mattenbürster. So werden die Fußmatten super schnell sauber.
Bild: AUTO BILD
Weiter geht's mit dem Aussaugen. Dafür die Fußmatten aus dem Auto nehmen und beiseitelegen, dann mit dem Staubsauger das Auto aussaugen. Am besten mit dem Kofferraum anfangen und sich nach vorne arbeiten. Dabei nicht das Saugen unter der Bodenabdeckung vergessen. Um Ledersitze zu schonen, unbedingt einen weichen Bürstenaufsatz verwenden. Auch Seitenfächer der Türen oder Becherhalter können zum Entfernen grober Verschmutzungen ausgesaugt werden. Aber Vorsicht: nicht zu stark aufdrücken, ansonsten kann es schnell zu Kratzern kommen.
Fußmatten werden ausgeklopft und ebenfalls abgesaugt. Ein besonders gutes Ergebnis erzielen die Mattenbürster in den SB-Waschanlagen – da lohnt es sich einen Euro zu investieren. Besonders hartnäckige Flecken werden mit einem Polsterreiniger behandelt.

4. Armaturen und Cockpit

Für das Cockpit reichen oftmals schon ein weiches Microfasertuch und lauwarmes Wasser aus. Wer bei den Armaturen hartnäckige Flecken hat, greift zu einem milden Cockpitspray. Es gibt welche mit Silikon für Glanz, aber auch Reiniger speziell für matte Oberflächen. Das Reinigungsmittel auf ein Microfasertuch sprühen, die Oberflächen gleichmäßig damit abreiben und trocknen lassen. Vorsicht bei den Airbags im Lenkrad, im Armaturenbrett der Beifahrerseite und den Sitzflanken: Falsche Mittel können die Sollbruchstellen angreifen!

5. Lenkrad und Lüftungsgitter säubern

Einsprühen, abwischen, nachpolieren – perfekte Sicht mit wenigen Handgriffen.
Mit einem Pinsel oder einen kleinen Bürste lässt sich der Staub in den kleinsten Ritzen entfernen.
Bild: AUTO BILD
Das Lenkrad wird täglich angefasst, deswegen ist hier bei der Autoinnenreinigung Sorgfalt gefragt. Dabei je nach Lenkrad entweder einen Kunststoff- oder Lederreiniger anwenden. Tipp: Für kleine Rillen und Ritzen einen Wollfaden und einen Pinsel nutzen. So lässt sich der Staub in den Spalten ganz einfach herausfegen. Mit einem Pinsel kommt man ebenfalls gut in die Lüftungsgitter und auch Ritzen rund um das Radio lassen sich damit von Staub befreien.

6. Scheiben und Spiegel

Auch die Säuberung von Spiegeln und Fenstern ist wichtiger Bestandteil der Autoinnenreinigung. Innen werden die Scheiben zuerst mit einem trockenen Microfasertuch abgewischt, so verschwinden erste Fett- und Staubschichten. Reste von Aufklebern und Vignetten vorab mit einem Schaber entfernen oder mit einem Vignettenentferner beseitigen. Die Scheiben und Spiegel besser nicht direkt einsprühen. Glasreiniger gehört ins Tuch – sonst kann er auf Displays oder empfindliche Oberflächen laufen und dort Schäden verursachen. Anschließend mit einem zweiten Tuch oder Fensterleder trockenwischen. Für die Windschutzscheibe helfen Reiniger mit Teleskopstange. Bei Heckscheiben mit Heizdrähten nur in Längsrichtung arbeiten. Tipp: Fenster vor dem Putzen leicht öffnen, damit auch die Oberkante sauber wird.

7. Polster und Ledersitze

Flecken auf Autositzen, Teppichen sowie Tür- und Seitenverkleidungen mit Vinyl- oder Polsterbezug lassen sich mit einem Polsterreiniger entfernen. Die Angaben auf der Verpackung genau lesen und die Einwirkzeit beachten. Das Mittel zuerst an einer verdeckten Stelle auf Farbechtheit prüfen. Dann den Polsterreiniger großflächig auftragen, einwirken lassen und anschließend mit einem feuchten Microfasertuch oder einem Schwamm abnehmen. Bei starken Verschmutzungen mit viel Druck arbeiten. Ist die Stelle gereinigt, wird sie mit einem sauberen, trockenen Tuch nachgewischt. Alternativ können die Rückstände mit einem Nass-Trockensauger abgesaugt werden. (Welcher Polsterreiniger wirklichh gut ist, lesen Sie im Polsterreiniger-Test.)
Tipp: Bei hartnäckigen Verschmutzungen lohnt sich das Leihen eines Waschsaugers. Der sprüht den Reiniger direkt auf den Autositz und saugt dann die Flüssigkeit und den Dreck wieder auf. In vielen Drogerien lassen sich die Geräte sogar kostenfrei ausleihen. Voraussetzung: das passende Putzmittel im Markt kaufen. Zum Trocknen alle Türen und die Heckklappe aufstellen, damit sich kein Schimmel bildet. Danach den Sitz mit einem Imprägnierspray für Textilien versiegeln.
Bei Ledersitzen einen milden Lederreiniger auf einen Schwamm auftragen und auf dem Sitz verteilen. Wichtig: von Naht zu Naht in eine Richtung vorarbeiten. Wer belüftete Autositze hat, sollte zu einem Reinigungsschaum greifen. So setzen sich die Löcher im Leder nicht zu. Danach mit einem feuchten (nicht nassen!) Tuch über die Sitze wischen. Das Leder muss bei guter Durchlüftung trocknen, damit es nicht schimmelt. Für hartnäckige Flecken eignet sich ein spezielles Waschbenzin für Leder. Das A und O für langlebige Ledersitze ist die Rückfettung, deswegen nach der Reinigung am besten noch eine spezielle Pflegelotion auftragen. (Detaillierte Infos zur Lederpflege gibt es hier.)

8. Türverkleidung und Türdichtungen

Oft ist die Türverkleidung der Fahrerseite besonders dreckig, Kratzer und Abdrücke von Schuhen sind keine Seltenheit. Den groben Schmutz mit einem feuchten Microfasertuch abwischen und ggf. mit Reiniger nachhelfen. Wichtig: Die Gummidichtungen benötigen besondere Pflege, sonst werden sie spröde und brüchig. Dafür Türdichtungs-Pflegetücher oder eine Pflegelotion verwenden. Alternativ geht auch Hirschtalg aus der Tube, den es schon ab drei Euro im Drogeriemarkt gibt. Die pastenartige Masse wird auf einen Schwamm oder einen trockenen Lappen aufgetragen und in das Gummi einmassiert. Das schützt auch vor Festfrieren.

9. Autohimmel

Beim Dachhimmel ist besondere Vorsicht geboten: Die empfindlichen Stoffe reagieren schnell auf Feuchtigkeit und Reinigungsmittel – und Fehler sind sofort sichtbar, etwa durch Flecken oder Wasserränder. Deshalb immer zuerst mit einem trockenen Mikrofasertuch versuchen, Verschmutzungen vorsichtig zu lösen. Viele Flecken lassen sich so bereits entfernen. Reicht das nicht aus, kann ein spezieller Polsterreiniger helfen. Dafür vorab die Sitze mit Handtüchern oder Folie abdecken, da man über Kopf arbeitet und Reiniger heruntertropfen kann. Das Mittel sparsam auftragen, kurz einwirken lassen und anschließend mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch abwischen. Wichtig: Den Lappen regelmäßig in frischem Wasser auswringen und nur mit möglichst wenig Feuchtigkeit arbeiten. Ist der Dachhimmel stark verschmutzt, sollte die Verkleidung für eine gründliche Reinigung im Zweifel ausgebaut werden.

10. Gerüche entfernen

Zur Innenreinigung gehört auch das Entfernen unangenehmer Gerüche. Häufige Ursachen sind Essensreste, verschüttete Getränke oder ein voller Aschenbecher. Nach einer gründlichen Reinigung verschwinden viele Gerüche bereits von selbst. Bleibt der Mief, helfen einfache Hausmittel: Ein offener Behälter mit Kaffeepulver kann Gerüche über Nacht binden. Wichtig ist aber, die Ursache zu beseitigen – sonst kommt der Geruch schnell zurück. Hält der Geruch weiterhin an, liegt das Problem oft an der Klimaanlage. Dort können sich Bakterien und Feuchtigkeit sammeln. Spezielle Reinigungs- und Desinfektionsmittel schaffen hier Abhilfe (mehr zur Klimaanlagen-Desinfektion). In besonders hartnäckigen Fällen hilft nur noch eine professionelle Ozonbehandlung. Sie entfernt selbst tiefsitzende Gerüche, kostet aber meist zwischen 100 und 200 Euro.
Weitere Tipps zur Geruchsbeseitigung lesen Sie hier

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Autoinnenreingung: Kosten und Zeit

Wer den Innenraum selbst reinigt, kommt vergleichsweise günstig weg. Für Mikrofasertücher, Innenraumreiniger, Glasreiniger und eventuell einen Polsterreiniger fallen in der Regel zwischen 10 und 30 Euro an. Viele Produkte reichen zudem für mehrere Anwendungen. Ein Staubsauger ist meist vorhanden oder kann an der Tankstelle genutzt werden. Eine gründliche Reinigung dauert etwa 45 bis 60 Minuten.
Deutlich teurer ist die professionelle Innenreinigung: Je nach Fahrzeuggröße und Verschmutzung verlangen Aufbereiter meist zwischen 80 und 250 Euro, bei starken Verschmutzungen oder Zusatzleistungen auch mehr. Dafür spart man Zeit und erhält oft ein sichtbar gründlicheres Ergebnis – etwa bei Polstern, Gerüchen oder schwer zugänglichen Stellen.