Land Rover Discovery (2016): Fahrbericht

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Land Rover Discovery Land Rover Discovery Land Rover Discovery

Land Rover Discovery (2016): Fahrbericht

— 17.02.2017

Der neue Disco macht richtig Spaß

Der neue Land Rover Discovery hat fast eine halbe Tonne abgespeckt und bietet sieben Erwachsenen Platz. So fährt die fünfte Disco-Generation!

Der neue Land Rover Discovery ist ein Offroad-Tausendsassa für bis zu sieben Erwachsene. Ab Ende März 2017 steht er für mindestens 50.500 Euro bei den Händlern. Die Evolution hat Spuren hinterlassen: Das schnittige Design polarisiert nicht mehr, und auch unter dem Blech hat sich beim Landy einiges getan.
Alle Informationen zum neuen Land Rover Discovery

Der Discovery ist ein echter Siebensitzer: Auch in der dritten Reihe können Erwachsene bequem sitzen.

Siebensitzer – wie oft haben wir das schon gehört. Die vollmundig angepriesene Fünf-plus-zwei-Konfiguration ist bei anderen Modellen meist eine unbefriedigende Notlösung: In der dritten Reihe reicht der Platz bestenfalls für Schulkinder, im Kofferraum ist bei voller Besetzung kaum mehr Raum für Gepäck. Der neue Discovery kann das besser. Nicht die Sache mit dem Gepäck, aber die Siebensitzigkeit. Großes Indianer-Ehrenwort: Sogar ganz hinten sitzt ein Zweimeter-Mann ohne unerwünschten Körperkontakt. Besser noch, dieser lange Lulatsch hat auch in Reihe zwei ausreichend Platz, und ganz vorne sowieso.

Sitze umklappen per App

Die Sitze lassen sich elektrisch umklappen, sogar per Handy-App aus der Ferne.

Genial ist der elektrische Verstellmechanismus, mit dem sich das Gestühl aufrichten und zusammenfalten lässt – per App, Touchscreen oder Knopfdruck. Ohne das Gepäckrollo zurücklassen zu müssen, ohne Einbußen beim Sitzkomfort, ohne Verstellen der Kopfstützen. Trotzdem hat die Sache drei Haken: Der enge Ein- und Ausstieg ist eine Aufnahmeprüfung in den Verein der Schlangenmenschen, die mittlere Sitzbank muss händisch in Position geschoben werden, und der Grundpreis für das Verschwindibus-Arrangement liegt inklusive diverser Zwangskombinationen bei 15.000 Euro.

Land Rover Discovery (2017): Vorstellung

480 Kilo leichter dank Alubauweise

Der kommt fast überall durch: Die fünfte Generation des Discovery ist wieder ein echter Offroader.

Genug Theorie, jetzt wird gefahren. Der neue Land Rover Discovery ist ein echter Geländewagen, einer der abseits befestigter Wege mehr kann als die gerade so modernen Hochsitze. Und auch mehr als die meisten seiner Fahrer! Das kannten wir zwar auch vom Vorgänger, neu ist, wie gut der Landy nun auch auf der Straße gut fährt. Er ist um bis zu 480 Kilogramm leichter geworden – merkt der Fahrer in jeder Kurve. Ohne nennenswerte Seitenneigung, mit straffer Lenkung und bisher von den Briten nicht gekannter Präzision macht der neue Discovery richtig Spaß. Auch wenn er kein Sportwagen ist. Ist ja auch kein Wunder bei einem Leergewicht von immer noch gut zwei Tonnen.

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Beim Fahren zeigt sich der Discovery komfortabel

Bügelt alles weg: Land Rover hat dem Discovery jetzt auch das kommode Federn beigebracht.

Das nutzt dem Landy aber beim Komfort. Denn Land Rover hat ihm das Federn beigebracht. Tendenziell straff ausgelegt, bügelt er die kleinen und großen Gemeinheiten der Straßenbauer einfach weg. Windgeräusche gibt es kaum. Und auch der von uns gefahrene Vierzylinder-Diesel bleibt selbst dann akustisch dezent im Hintergrund, wenn er mal in den roten Bereich drehen muss – was eh selten vorkommt. Die zwei Lader machen dem gerade mal zwei Liter großen Selbstzünder ordentlich Beine. Der kleinere Lader sorgt dafür, dass es beim Anfahren nahezu kein Turboloch mehr gibt, der größere sorgt für satte 500 Newtonmeter Drehmoment. So surft es sich entspannt auf der Drehmomentwelle. Land Rover gibt 8,3 Sekunden für den Sprint auf 100 und eine Spitzengeschwindigkeit von 207 km/h an.

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Sollte im Alltag vollkommen ausreichen, den größeren Sechszylinder braucht kein Mensch! Zumal der kleinere Motor ein echter Kostverächter ist. Er soll mit gerade mal 6,3 Litern je 100 Kilometer auskommen, selbst abseits der realitätsfremden Normmessung dürften es selten mehr als acht Liter werden.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Echte Schwächen? Fehlanzeige! Vielleicht der Preis. Unter 50.500 Euro geht nichts, der von uns gefahrene Diesel mit 240 PS kostet schon 54.400 Euro – ohne Extras! Richtig viel Geld, aber nicht ernsthaft weniger als vergleichbare Audi Q7 und BMW X5. Trotzdem gut angelegt, die sind ja schließlich nur SUVs.

Autoren: Georg Kacher, Stefan Voswinkel

Stichworte:

Allradantrieb SUV

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