Mercedes S-Klasse Facelift (2017): Erlkönig

Mercedes S-Klasse Facelift (2017): Assistenten, Motoren, Preis

— 17.03.2017

Das kann das S-Klasse Facelift

Mercedes gönnt der S-Klasse nach vier Jahren ein Update. AUTO BILD hat alle Infos zu den neuen Assistenzsystemen – und erste Eindrücke von der Mitfahrt!

Mercedes modernisiert die S-Klasse. Das Flaggschiff der Stuttgarter bekommt dabei nicht nur eine optische Frischzellenkur, neue Scheinwerfer und überarbeitete Schürzen inklusive, auch bei der Technik legt Daimler nach. Gerade beim Thema Assistenzsysteme hat Mercedes mit der neuen E-Klasse den Standard erhöht, sodass die S-Klasse etwas in Hintertreffen geriet. Das ändert sich zur Markteinführung des Facelifts im Herbst 2017. Schon jetzt durfte AUTO BILD im Prototypen mitfahren.

Kreisverkehr voraus – die S-Klasse weiß es schon

Dass sich der Luxus-Benz einem Kreisverkehr nähert und deshalb automatisch die Geschwindigkeit reduziert, bekommt der Fahrer durch eine Grafik im Display angezeigt.

Bei den Assistenzsystemen verkündet Mercedes stolz, dass das S-Klasse Facelift einen weiteren Schritt in Richtung autonomes Fahren macht. Dahinter verbirgt sich diese Neuerung: Ab dem Facelift greift die aktive Abstandsregelung Distronic beim automatisierten Fahren auf Kartenmaterial von Here zurück, sodass Kreisverkehre, Mautstellen, Kurven und Kreuzungen hinterlegt sind und automatisch angebremst werden. In der Realität funktioniert es so: Vor einem Kreisverkehr erscheint im Instrumentenbildschirm das Kreisverkehrsymbol, damit der Fahrer informiert ist, was die S-Klasse so treibt. Dann reduziert der Benz die Geschwindigkeit und der Fahrer übernimmt für die Einfahrt ins Rondell die Kontrolle. Sobald der Kreisverkehr verlassen ist, unterstützt der aktive Lenkassistent wieder und lenkt (vom Fahrer überwacht) weiter – natürlich nur bei eingeschalteter Distronic. Brav hält die S-Klasse die Geschwindigkeitslimits ein, zirkelt den Prototypen automatisiert durch die Kurven und folgt in Baustellen zuverlässig die Spur. Fehlen die Fahrbahnmarkierungen fordert das System den Fahrer zur Übernahme auf.

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Autonomes Fahren Level 2: S-Klasse braucht Feedback vom Fahrer

Angleich an die E-Klasse: Auch die modernisierte S-Klasse kann per Smartphone-App automatisch parken.

Auch die automatisierten Abbrems- und Beschleunigungsmanöver gehen dem Prototypen geschmeidig von der Hand. Den Geschwindigkeitsbereich, in dem die Distronic arbeitet, haben die Entwickler auf E-Klasse-Niveau angehoben. Zwischen 0 und 210 km/h (bislang 200 km/h) hält die S-Klasse die Spur und Abstand zum Vorausfahrenden. Jedoch nur, solange der Fahrer durch die Hände am Lenkrad, Gasgeben, Bremsen oder die neuen Touch-Knöpfe am Lenkrad bestätigt, dass er noch aufmerksam ist. Tut er es nicht, gibt es zunächst ein optisches, dann ein akustisches Warnsignal. Im Notfall bremst die S-Klasse bis zum Stillstand ab, ein Notruf wird abgesetzt und die Türen entriegelt, damit Rettungskräfte den offenbar nicht handlungsfähigen Fahrer erreichen können.

Spurwechsel leicht gemacht

Zusätzlich hat Mercedes den aktiven Spurwechsel-Assistenten überarbeitet. Auf mehrspurigen Straßen reicht bei aktivierter Distronic jetzt ein Antippen des Blinkerhebels, um die S-Klasse die Spur wechseln zu lassen. Die Sensoren geben den Spurwechsel frei, sobald sich eine Lücke auftut. Ist die Nachbarspur blockiert, die Lücke zu klein oder ein anderes Fahrzeug nähert sich von hinten, merkt sich die S-Klasse den Wunsch des Fahrers für zehn Sekunden und führt ihn aus, sobald sich die Möglichkeit ergibt.

Neue Scheinwerfer und aufgefrischte Optik: Noch tarnt Mercedes die S-Klasse.

Was die Motoren betrifft, verrät Mercedes noch nichts. AUTO BILD vermutet jedoch, dass das Mercedes S-Klasse Facelift neu entwickelte Motoren bekommt. Der neue Dreiliter-Reihensechszylinder-Benziner mit der Bezeichnung M256 soll dank Turboaufladung bis zu 408 PS (300 kW) leisten. Den Dreiliter-Reihensechszylinder-Diesel (OM656) gibt es in zwei Varianten: die stärkere leistet 313 PS (230 kW), die gedrosselte bringt es auf 286 PS (210 kW). Während die Motoren für das neue Spitzenmodell schon feststehen, ist über die neue Optik noch nicht so viel bekannt.

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Im Innenraum dürfte sich das Facelift der S-Klasse vor allem beim Thema Connectivity weiterentwickeln, um den Respektabstand zur E-Klasse wiederherzustellen. AUTO BILD rechnet mit zwei nahtlos verbundenen und hochauflösenden Monitoren statt des bislang zweigeteilten Bildschirms. Das Lenkrad bekommt wohl ein überarbeitetes Design und ist mit den Touch-Flächen aus der neuen E-Klasse ausgerüstet – das hat Mercedes in der Pressemittelung zu den Assistenzsystemen indirekt bestätigt. Das S-Facelift debütiert im Frühjahr 2017.

Aktuelle S-Klasse ab 63.000 Euro als Gebrauchtwagen kaufen

Seit 2013 ist die Mercedes S-Klasse der Baureihe W222 auf dem Markt. Die Preise für gebrauchte Exemplare beginnen bei rund 63.000 Euro – dafür gibt es die Limousine als S 350 (258 PS). Für einen gebrauchten S 500 werden etwa 75.000 Euro fällig. Ein S 600 mit Vorbesitzer liegt deutlich darüber: Für die Topversion sollten Interessenten mindestens 107.000 Euro einplanen. Sobald das Facelift auf den Markt kommt, dürften die Preise allerdings fallen.

Autor: Peter R. Fischer

Stichworte:

Luxuslimousine

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