Sechs Mittelklasse-Kombis: Vergleich — 14.10.2011
Hebt Hyundai jetzt ab?
Billigheimer? Das war früher mal. Der Hyundai i40 will preiswerter und besser sein als die etablierte Kombi-Konkurrenz. Das muss er uns beweisen – im Vergleich mit fünf anderen Lademeistern der Mittelklassse.
Wir sparen Ihnen – und uns – an dieser Stelle die Story vom Aufstieg des tapferen koreanischen Autoherstellers. Denn Hyundai – ein Name, den wir vor 20 Jahren nicht mal aussprechen konnten – ist zum Angstgegner der Branche geworden. Deutsche, französische und japanische Autobauer nennen den Konzern (Hyundai gehört auch Kia) auf die Frage, wer in den nächsten Jahren zum stärksten Gegner aufsteigt. Das liegt nicht nur daran, dass kein anderer Hersteller –
Skoda mal ausgenommen – in den letzten zwei Jahrzehnten vergleichbare Erfolge vorweisen konnte. Nun kommt dazu, dass sich Hyundai vom Anbieter günstiger Klein- und Kompaktwagen wandelt – zum Hersteller mit einer hochwertigen, chic gestylten, aber noch immer preiswerten Palette.
Überblick: Alle News und Tests zum Hyundai i40
Video: Hyundai i40 & Co
Kombis im Vergleich
Nachdem
Hyundai VW & Co bisher nur in Nischen mit Autos wie dem
ix35 und dem
Veloster angegriffen hat, kommt nun die große Attacke auf die Mittelklasse. Im Fachjargon heißt sie D-Segment, aber wir könnten zu dieser Kategorie bürgerlicher Familienautos auch Passat-Klasse sagen. Will man Marketingfachleuten glauben – und wer wollte das nicht? –, werden sie je zur Hälfte von Firmenkunden und Familien gekauft. Da will Hyundai mit dem i40 mitmischen. Um zu zeigen, wie ernst es ihnen ist, stellten die Koreaner nicht nur einen deutschen Chefdesigner ein (Thomas Bürkle, von dem man weiß, dass er einen Mercedes-Oldtimer fährt), sondern baute auch ein Entwicklungszentrum in Rüsselsheim – direkt bei
Opel ums Eck. Vielleicht sieht der
i40 deswegen von hinten ein wenig wie ein
Insignia aus. Obwohl das eigentliche Vorbild für den koreanischen Kombi nicht aus Rüsselsheim, sondern aus Wolfsburg kommt.
Bis auf einen Millimeter ist der Hyundai genauso lang wie der VW, hat aber sechs Zentimeter mehr Radstand und ist fünf Millimeter schmaler. Wichtiger aber, dass er den
Passat im Preis unterbietet: Je nach Ausstattung kostet er bis zu 8000 Euro weniger. Damit ist er natürlich auch eine Gefahr für Konkurrenten wie
Skoda Superb Combi,
Mazda 6 Kombi,
Peugeot 508 SW und
Volvo V60.
Ob sich diese etablierten Kombis mit dem Hyundai i40 auf einen neuen Klassen-König einstellen müssen oder sich gegen den Emporkömmling locker verteidigen können, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es in in AUTO BILD 40/2011 oder als Download im Heftarchiv.
Hintergrund: So testet AUTO BILD
Heinrich Lingner
Fazit
Kleine Jungs, die davon träumen, Autotester zu werden, denken dabei kaum an Dieselkombis. Sollten sie aber. Denn diese Autos machen Spaß! Und es war selten so spannend wie diesmal mit dem neuen Hyundai i40. Der in Korea gebaute, doch in Rüsselsheim maßgeblich entwickelte Kombi kommt der etablierten Konkurrenz aus Europa und Japan bedrohlich nahe. Der Hyundai-Konzern wird in nächster Zukunft ganz selbstverständlich bei den Großen mitspielen. Denn was dem i40 noch fehlt, das werden sie schnell lernen in Seoul und Rüsselsheim.
Kommentare zum Artikel (96)
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Hallo SPDler, Ihren Forderungskatalog hat die DDR doch voll erfüllt:-) Und keiner wollte hinüber, aber alle rüber:-)) Manches vom Ansatz aber gar nicht dumm. Aber warum sollte man die Preise zugunsten des ÖPNV erhöhen? Damit die Schwarzfahrer in den Städten jeden Meter fahren können anstatt zu gehen oder damit die Menschen jeden Tag noch länger unterwegs sind und den doppelten Weg nebst dreimal Umsteigen in Kauf nehmen müssen? Vielleicht sollte man die Arbeitsplätze örtlich besser verteilen und die Menschen sollten vielleicht wieder mehr gehen und Fahrradfahren.
Ob es Methode ist, dass der Passat sogar gewinnt, *ohne* sein Kofferraumvolumen in Litern zu nennen? Liebes AB-Team, bissel suggestiv, Eurer Test/Eure Testbewertung, was?
Ein
Ratloser Leser
Idiotische Autos.
Wir fordern:
1. Strafsteuer für Spritschlucker und Autos die schneller als 120 km/h fahren können
2. Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen 120 u. Landstrassen 70 km/h
3. Neuwagen dürfen maximal nur noch 120 g co2 ausstoßen.
4. Deutliche Erhörung der Treibstoffpreise (besonders Diesel) zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs
5. Verbot von Geländewagen (auch SUV) und große Familienvans.
Der Skoda ist der ausgewogenste Kombi im Test. Der Hyundai sieht einfach nur lächerlich aus.
ist jeder selber schuld, wenn er (unnötig mehr) geld für den passat ausgibt und meint ein besseres auto als den superb zu fahren.
immerhin löblich dass im VW-marketing-käseblatt (autobild) auch andere automarken als VW erwähnt werden.