Skoda Yeti Outdoor: Fahrbericht

Skoda Yeti Outdoor Test: Fahrbericht und Preis

— 02.09.2015

So fährt der aufgefrischte Yeti

Skodas Yeti sieht zwar aus wie ein Geländewagen, dient aber meist eher als Alltagsauto in urbanen Gefilden. Dabei kann der kleine Yeti auch anders – vor allem mit den neuen, sparsameren Motoren.

Halbzeit beim Skoda Yeti. 2013 haben die Tschechen ihr kleines SUV runderneuert und die Modellreihe in eine eher städtische und eine eher rustikale Outdoor-Version aufgespalten. Die nächste komplette Überarbeitung steht 2017/18 an. Zeit also, auf halber Strecke einmal kurz durchzupusten. Optisch hat sich dabei kaum etwas getan. Dafür gab es umso mehr frischen Wind bei den Motoren und dem Infotainment-Angebot. Drei Turbo-Benziner und zwei Diesel stehen nun zur Wahl, alle arbeiten jetzt serienmäßig mit Start-Stopp-Automatik und Rekuperation, alle fünf erfüllen die Euro-6-Abgasnorm und sind genügsamer geworden im Verbrauch.
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Fünf Motorisierungen stehen zur Wahl

Basisbenziner ist der 1,2-Liter-TSI. Er bringt es auf 81 kW/110 PS und ist ausschließlich in Verbindung mit dem frontangetriebenen Yeti zu haben. Dafür gibt es ihn wahlweise mit manuellem 6-Ganggetriebe oder mit einem siebenstufigen DSG. Das maximale Drehmoment liegt bei 175 Nm (4000 U/min) und die Höchstgeschwindigkeit bei 179 km/h. Als Durchschnittsverbrauch gibt Skoda 5,4 Liter auf 100 Kilometer an, mit DSG ist es ein Fingerhut voll weniger.

Skoda Yeti Outdoor: Fahrbericht

Ebenfalls mit Handschaltung oder DSG ist der 1,4-Liter-TSI unterwegs. Auch ihn gibt es nur als Fronttriebler. Die Leistung des Aggregats liegt bei 92 kW/125 PS und einem maximalen Drehmoment von 200 Nm, was dann für eine Höchstgeschwindigkeit von 187 km/h reicht. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 5,8 Litern. Der gleiche Motor, aber mit einer auf 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm bei 3500 U/min gesteigerten Leistung, steckt auch im Allrad-Yeti. Das 4x4-SUV wird entweder per Hand oder DSG geschaltet, jeweils stehen sechs Stufen zur Verfügung. Das reicht dann für Tempo 195 und einen Spurt von 0 auf 100 km/h in knapp unter neun Sekunden. Der Verbrauch: 6,3 Liter auf 100 Kilometer beim Handschalter, 6,4 Liter mit DSG. Die beiden Diesel sind nun mit einem SCR-Katalysator bestückt, der auch den Ausstoß von Stickoxiden reduziert. Der 2,0-Liter Basisdiesel liefert 81 kW/110 PS sowie ein maximales Drehmoment von 250 Nm bei 3000 U/min. Mit Frontantrieb wird er manuell über fünf, als 4x4-Version ebenfalls manuell über sechs Gänge geschaltet. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 179 km/h (Allrad: 176 km/h). Auf 100 Kilometern soll der Fronttriebler laut Skoda mit 4,4 Litern auskommen, als Allradler mit 5,3 Litern.

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Skoda Yeti II Illustration Skoda E-Citigo Illustration Skoda Kodiaq Coupé Illustration
Der stärkste Diesel im Yeti bringt es nun bei zwei Litern Hubraum auf 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 340 Nm. Den Allradler gibt es wahlweise als Handschalter oder mit DSG, jeweils mit sechs Stufen, den Fronttriebler nur mit Handschaltung. Der neue Diesel genehmigt sich beim Kick aufs Gaspedal zwar eine kurze Gedenksekunde, dann aber geht es flott zur Sache. Untermalt wird das Beschleunigen von einem durchaus kräftigen Sound – bei normaler Fahrt ist der Diesel dann zwar auch noch deutlich zu vernehmen, aber sehr viel zurückhaltender. Die gefühlte Beschleunigung spiegelt sich auch in den offiziellen Fahrwerten wider: Die Höchstgeschwindigkeit kratzt an der 200-km/h-Grenze und von 0 auf 100 km/h braucht der Yeti je nach Antriebskonfiguration um die neun Sekunden.

Leichtes Gelände ist kein Thema

Der Skoda Yeti Outdoor macht auch im leichten Gelände eine gute Figur.

Der Allradantrieb des Yeti Outdoor taugt nicht nur im Winter auf glatten Straßen oder auf schlüpfrig regennasser Fahrbahn: In Maßen kommt der Yeti durchaus auch in leichtem Gelände klar. Ruppige Feld-, vermatschte Waldwege, Wiesen, kleinere Bachdurchfahrten – kein Thema, wie unsere rund 650 Kilometer lange Testfahrt durch die Karpaten zeigt. Der Allradantrieb selbst hatte nie Schwierigkeiten, den 1,6 Tonnen schweren kleinen Kraxler voranzubringen. Das Limit für die Geländetauglichkeit wird woanders gesetzt: Mit einer Bodenfreiheit von 180 mm liegt der Outdoor-Yeti zwei Zentimeter tiefer als etwa der VW Tiguan, mit dem er sich die Basis teilt und liegt auf nahezu der gleichen Höhe wie ein VW Golf Alltrack. 18 Zentimeter reichen bei weitem nicht, um einem Jeep oder Land Rover ernsthaft Konkurrenz machen zu können – aber für Förster, Landwirte, in Wintersportgebieten und Co langt das allemal. Hinzu kommt, dass der 4x4-Yeti sich mit einer Anhängerlast von maximal 2100 Kilogramm durchaus auch als Zugfahrzeug empfiehlt. Und nicht zu vergessen: Eine Zuladung von 645 Kilogramm ist bei einem gerade mal 4,22 Meter langen Kompakt-SUV auch nicht zu verachten. Der VW Golf etwa ist vier Zentimeter länger, packt aber höchstens 520 Kilogramm.

Wir haben den neue Yeti 650 km durch die Karpaten gescheucht und ihn dabei nicht geschont.

Der Allradantrieb des Yeti arbeitet per Haldex-Kupplung. Im normalen Fahrbetrieb entkoppelt die elektronische Lamellenkupplung die Hinterachse weitgehend von den Antriebskräften, der Yeti wird zum Fronttriebler. Erst, wenn die Sensoren Bedarf an der Hinterachse melden, wird Drehmoment auch dorthin geschickt. Das funktioniert gut und ohne, dass der Fahrer etwas davon mitbekommt. Zusätzlich unterstützt eine elektronische Differenzialsperre das Anfahren auf unterschiedlich griffigen Fahrbahnen. Gegen Aufpreis ebenfalls an Bord der Allradler: der Off-Road-Assistent, in dem es neben einer Bergabfahrhilfe auch spezielle Geländeprogrammierungen für ABS und Antriebsschlupfregelung gibt. Alles zusammen sorgt dafür, dass sich der Yeti Offroad abseits asphaltierter Straßen sehr passabel schlägt.

Einstiegspreis von unter 20.000 Euro

Auf der Straße fährt sich der Yeti nach dem Motoren-Facelift wie gehabt. Die Lenkung ist ein wenig zu leichtgängig, das Fahrwerk angenehm komfortabel abgestimmt. Innen bietet er vor allem vorne viel Platz und guten Sitzkomfort, hinten geht es etwas enger zu. Der Kofferraum ist variabel und leicht zu beladen. An der Instrumentierung muss man nicht herumrätseln, alles liegt gut erreichbar. Über SmartLink sind nun auch diverse Gerätschaften einfacher mit dem Musik- und Navigationssystem zu verbinden. Aktuell startet die Preisliste jetzt mit dem 110 PS starken 1,2-Liter-TSI bei 19.890 Euro. Wer dagegen mit dem 150-PS-Offroader und DSG auch mal ins Gelände will, der muss schon mindestens 30.990 Euro anlegen.

Technische Daten Skoda Yeti Outdoor 2.0 TDI: Hubraum: 1968 ccm • Leistung: 110 KW (150 PS) • maximales Drehmoment: 340 Nm bei 3000 U/min • Antrieb: permanenter Allradantrieb • Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h • 0-100 km/h: 9,2 Sekunden • Kofferraumvolumen (normal/erweitert): 501/1705 Liter • Durchschnittsverbrauch: 5,5 l (D)/100 • 144 g CO2/km • Basispreis: 30.990 Euro.

Autor: Jürgen Wolff

Stichworte:

Kompakt-SUV

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