Infografik Spritpreise ADAC Mai 2012

Spritpreise: 1. Halbjahr 2015

— 01.07.2015

Höchstpreise zur Reisezeit

Zu Beginn der Reisezeit erreichen die Spritpreise den bisherigen Jahreshöchststand. In der Halbjahresbilanz lagen sie aber unter denen des Vorjahres.

Sommerzeit, Reisezeit – und die Spritpreise steigen weiter. Wie der ADAC meldet, erreicht Super E10 mit durchschnittlich 1,466 Euro pro Liter den vorläufigen Jahreshöchststand. Auch der Dieselpreis sei in der letzten Juni-Woche gestiegen, er kostete im Schnitt 1,229 Euro pro Liter. Insgesamt seien die Spritpreise somit rund 20 Cent teurer als noch zu Jahresbeginn, so der Autoclub.
ADAC rät: Lieber am frühen Abend tanken
Autofahrer tanken am günstigsten am frühen Abend – nach 20.00 Uhr aber steigen die Preise um bis zu 14 Cent! Das ist das Ergebnis eines Tankstellenvergleichs, für den der ADAC von März bis Mai 2015 alle Preisveränderungen an den Zapfsäulen der fünf großen Markenanbieter Shell, Aral, Esso, Total und Jet ausgewertet hat. Während Aral und Shell die Preise demnach bereits ab 20.00 Uhr wieder erhöhten, stiegen die Preise bei Total und Jet erst um 22.00 bzw. 23.00 Uhr. Jet habe nachts bis zu 9 Cent mehr für Super E10 und für Diesel verlangt – Esso habe 13 Cent, Shell sogar 14 Cent aufgeschlagen. Jet-Stationen seien oft an innerstädtischen, wettbewerbsintensiven Standorten mit hohem Absatz. "Hier liegen auch die Spritpreise der Konkurrenten meist nur einen Cent darüber", betonte der ADAC.
Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de, befürchtet, dass die Tankstellenbetreiber entlang der Hauptreiserouten die Situation ausnutzen und "für die eigene Preisoptimierung nutzen" könnten. Er rät daher, vor Fahrtantritt und während der Fahrt via Internet, Navigationssystem, Smartphone-App oder Apple Watch die Preise entlang der geplanten Route zu vergleichen. Wenn möglich, sollten Autofahrer in den frühen Abendstunden tanken, da die Preise nachts und am Morgen in der Regel besonders hoch seien.

Im Halbjahr fünf Milliarden Euro gespart

Super E10: Tagesdurchschnittswerte, Angaben in Cent je Liter. Quelle: clever-tanken.de

Trotz der aktuellen Höchstpreise sieht die Halbjahresbilanz wegen der günstigen Wintermonate erfreulich aus, meldete der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am 30. Juni – der Rohölpreis sei "derzeit so niedrig wie vor sechs Jahren". Super E10 liege im ersten Halbjahr 2015 mit durchschnittlich rund 1,36 Euro pro Liter knapp 13 Cent unter dem Vergleichswert im ersten Halbjahr 2014. Diesel sei mit rund 1,20 Euro je Liter sogar 17 Cent günstiger, so der MWV. Bei etwa gleich hohem Gesamtverbrauch sei die Tankrechnung damit fünf Milliarden Euro niedriger ausgefallen. "Die Zahlen belegen, dass die Tankstellen die Veränderungen ihrer Einkaufskosten an die Verbraucher weitergegeben haben", so MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen.
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Diesel: Tagesdurchschnittswerte, Angaben in Cent je Liter. Quelle: clever-tanken.de

Einen weiteren möglichen Grund für sinkende Spritpreise vermutet das Bundeskartellamt in der 2013 eingerichteten "Markttransparenzstelle", die die Spritpreise der gängigsten Kraftstoffsorten an deutschen Tankstellen in Echtzeit einsammelt und über Dienste von ADAC, Spritpreismonitor oder clever-tanken.de (ein Kooperationspartner von autobild.de) an den Autofahrer weiterreicht. Kartellamt-Chef Andreas Mundt glaubt an eine "gewisse Wirkung" der Markttransparenzstelle – selbst wenn es wohl vermessen sei zu sagen, dass durch ihre Arbeit die Preise dramatisch nach unten gegangen seien. Dafür werde der Benzinpreis einfach von zu vielen Faktoren beeinflusst.
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