Euro-NCAP-Crashtest im Dezember 2015

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Übersicht: Euro-NCAP-Crashtest Dezember (2015)

— 02.12.2015

Vorweihnachtlicher Sternenregen

Euro NCAP hat 15 Autos auf ihre Crashsicherheit geprüft. Elfmal gab's fünf Sterne, zweimal vier. Zwei Autos erreichten nur drei bzw. zwei Sterne. Wir verraten, welche.

Ein Riesenknall zu Weihnachten: Euro NCAP hat im letzten Crashtest des Jahres 2015 15 Autos gecrasht. Elf davon bekamen die höchste Wertung, darunter der Opel Astra, der BMW X1, der Mercedes GLC, der Jaguar XF und der Renault Talisman. Vier Sterne schafften der Pick-up Nissan NP300 Navara und Lifestyle-Lasterchen Mini Clubman. Nicht so gut lief's für BMW Z4 und Lancia Ypsilon: Die schon recht betagten Autos erreichten lediglich drei bzw. zwei Sterne.
Überblick: Alle Crashtests

Auch Kompakte mit Bestnote

Ein schöner Jahresabschluss: Die meisten der gecrashten Autos schafften die Bestnote. Und es sind keineswegs nur große Luxusmodelle, die fünf Sterne erreichten. Auch Kompakte können in Sachen Sicherheit Oberklasse sein, das beweisen Opel Astra, Renault Mégane und Infiniti Q30 genauso wie die Kompakt-SUVs BMW X1, Mercedes GLC und Kia Sportage.

ADAC Christbaum-Crashtest

Opel Astra: Der Rüsselsheimer schafft die geforderten Premium-Sicherheitsstandards locker-lässig, hat in jeder Disziplin reichlich Luft über der Latte. Besonders gut ist der Fußgängerschutz, lediglich die A-Säulen könnten schwere Verletzungen verursachen. Schwachstellen zeigt der kompakte Opel nicht, alle Passagiere sitzen auf allen Plätzen sicher.
Ausführliche Infos: Opel Astra Crashtest

Der Mégane fährt souverän fünf Sterne ein.

Renault Mégane:
Klapprige Franzosen – das war einmal. Der Mégane hat im aktuellen Crashtest alle Aufgaben solide gelöst. Ob Frontalcrash, Seiten- oder Heckaufprall: Passagiere jeden Alters und jeder Größe sitzen überall gut geschützt. Auch die Ausrüstung mit Sicherheitsassistenten ist genau wie der Fußgängerschutz für die Experten in Ordnung.

Renault Talisman: Erst 2016 kommt der Talisman zu uns nach Deutschland, schon jetzt wurde er gecrasht. Ist er tatsächlich ein Glücksbringer? Ja, sagt Euro NCAP und vergibt fünf Sterne. Interessanterweise schneidet die Mittelklasse in allen drei der vier Disziplinen ein wenig schlechter ab als der kompakte Bruder. Lediglich bei den Assistenzsystemen kann der Neue ein paar Pünktchen mehr holen.

Renault Talisman: Vorstellung und Preise

Renault Talisman
Infiniti Q30: Nissans Nobelmarke ist der Einstieg in die Kompaktklasse souverän gelungen, zumindest in Sachen Crashsicherheit. Der Q30 hat sämtliche vom Euro NCAP gern gesehenen Sicherheitshelfer an Bord, sogar eine aktive Motorhaube. Beim Fußgängerschutz schafft der kompakte Japaner folgerichtig beeindruckende 91 Prozent. Erwachsene sitzen überall gut, lediglich beim Heckaufprall ist die Gefahr eines Schleudertraumas ziemlich groß. BMW X1: BMW konnte laut Euro NCAP zeigen, dass Passagiere jeglicher Größe auf allen Plätze bei allen Crash-Arten sicher sitzen. Lediglich der Oberkörper ist beim Frontalcrash nicht "gut", aber immerhin noch "ausreichend" bzw. "mittel" geschützt. Abzüge gab's beim Fußgängerschutz für die Oberkante des Kühlergrills, die schwere Verletzung verursachen könnte.
Ausführlicher Text: BMW X1 Crashtest

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Mercedes GLC: Fünf Sterne für den Sternenträger! Beim Erwachsenenschutz beeindruckt der GLC mit 91 Prozent, beim Kinderschutz gibt's ebenso souveräne 89 Prozent. Wird ein Fußgänger angefahren, ist eine Kopfverletzung eher unwahrscheinlich, sogar die bei den meisten anderen Fahrzeugen gefährlichen A-Säulen leuchten beim GLC grün. Rot ("Schlecht") sind nur die äußeren Bereiche der Kühler-Kante markiert.

Kia Sportage: Erwachsene und Kinder sitzen überall sicher.

Kia Sportage: Am Insassenschutz des Koreaners gibt es nichts zu meckern. Auffällig ist dagegen der im Vergleich zu X1 und GLC "schlechte" Fußgängerschutz: Rund um die Windschutzscheibe ist das Risiko, dass Fußgänger sich am Kopf verletzen, relativ hoch. Insgesamt erreicht der Kia 66 Prozent der möglichen Punkte und übertrifft damit genau wie beim Kapitel Assistenzsysteme (71 Prozent) gerade noch so die Fünf-Sterne-Marke.

Kia Optima: Der zweite Kia im Dezember-Crashtest erreicht fast identische Werte wie das Kompakt-SUV Sportage. In allen vier Disziplinen erreicht der Optima die Bestnote, beim Fußgängerschutz und den Assistenzsystemen reicht es aber nur knapp.

Euro-NCAP-Crahtest: Dezember 2015

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Jaguar XE/XF: Ob Mittel- oder Oberklasse, in einem Jaguar ist die Verletzungsgefahr nach den Testergebnissen von Euro NCAP vergleichsweise gering. Sicher sind vor allem Erwachsene, hier erreichen die beiden Limousinen jeweils 92 Prozent, ein Top-Wert. Auch sonst zeigten die beiden Briten kaum Schwächen.

Lexus RX: Der RX macht optisch einen auf wilder Hund, in Sachen Sicherheit ist er aber zuverlässig wie eine Schweizer Bank. Zumindest größtenteils: Die Brust von Rückbänklern ist bei einem Frontalcrash nur "schwach" geschützt.

Nicht mehr zeitgemäß: Ypsilon

Der Lancia Ypsilon (zwei Sterne) wird nur noch in Italien verkauft.

Es hat sich in den vergangenen Jahren viel getan in Sachen Crashsicherheit, vor allem, was die Ausrüstung mit Sicherheitsassistenten angeht. Ziemlich dürftig ist aber nach wie vor die Ausstattung des Lancia Ypsilon (nur ESP), der unter anderem deshalb gerade einmal zwei Sterne einfuhr. Doch auch bei der Sicherheit hapert es. Beim Frontalcrash gab's null Punkte: Vorne und vor allem hinten sei der Schutz miserabel, so die Experten. Die gute Nachricht ist: Der Ypsilon wird nur noch in Italien verkauft.

Punktabzüge beim BMW Z4

Der BMW Z4 muss mit drei Sternen nach Hause gehen. Auch beim Bayern fehlt es an Sicherheitsassistenten: Was in anderen Modellen der Münchner selbstverständlich ist (Notbrems- und Spurhalteassistent, Tempomat) fehlt hier. "Seit der Z4 im Jahr 2009 auf den Markt kam, wurden die Testkriterien von Euro NCAP vier Mal geändert. Wäre der heute getestete Z4 damals gecrasht worden, hätte er nach den damals gültigen Euro NCAP-Kriterien fünf Sterne geholt. Das haben unsere internen Tests gezeigt", erklärt ein Konzernsprecher. Die heute von Euro NCAP geforderten Fahrerassistenzsysteme seien 2009 weder entwickelt noch gefordert gewesen und hätten im Laufe der Weiterentwicklung eines bestehenden Fahrzeugs nicht vollumfänglich nachgerüstet werden können.

Beim sechs Jahre alten Z4 fehlt es an Assistenzsystemen.

Einen genaueren Blick ist auch die Benotung in der Kategorie Erwachsenenschutz wert. Auf beiden Sitzen sind die Insassen gut geschützt. Dennoch erreichte der Roadster hier lediglich 69 Prozent (drei Sterne), weil laut Euro NCAP keine Daten für den seitlichen Pfahltest vorlagen – weshalb es dafür auch keine Punkte gab. Marie Brasseur, Sprecherin von Euro NCAP, erklärt: "Seit vielen Jahren ergänzt Euro NCAP die eigenen Testergebnisse mit Daten der Hersteller. In diesem Jahr haben wir zusätzlich den Frontalcrash auf kompletter Breite hinzugenommen und den Autoherstellern erlaubt, selbst die Wirksamkeit ihrer Seitenairbags zu demonstrieren. BMW hat darauf verzichtet, einen seitlichen Pfahltest durchzuführen, da dies das Gesamtergebnis des Z4 nicht verändert hätte." Der Konzernsprecher bestätigte AUTO BILD dies.

Vier Sterne für Mini Clubman und Nissan NP300 Navara

Der Mini Clubman hat mit einer Gesamtbewertung von vier Sternen gut abgeschnitten. In den Kategorien Insassenschutz Erwachsene und Fußgängerschutz schaffte der kompakte Lifestyle-Kombi sogar die Bestnote. Nicht zufrieden waren die Tester aber mit der Kindersicherheit; sie bemängelten, dass in der Serienversion der Beifahrerairbag nicht abgeschaltet werden kann, hierfür benötigt man einen Extra-Schalter – vier Sterne. Vier Sterne gab es auch im Kapitel Assistenzsysteme: Es fehlt ein Spurhalteassistent. Nissans Pick-up NP300 Navara schrammt nur ganz, ganz knapp am fünften Stern vorbei. Kritikpunkte: Erwachsene Passagiere auf der Rückbank könnten bei einem Frontalcrash schwere Verletzungen am Oberkörper erleiden. Nicht alle Kindersitze lassen sich im Fond sicher befestigen. Und: Es fehlt ein Spurhalteassistent.

Euro-NCAP-Crahtest: Dezember 2015

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Autor: Maike Schade

Stichworte:

Euro NCAP Unfall

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