Bei Autos wird Software zukünftig im Mittelpunkt stehen. Und ähnlich wie bei Smartphones mit iOS und Android werden sich nur wenige Anbieter auf dem Automobilmarkt durchsetzen. Stellantis ist zusammen mit iPhone-Zulieferer Foxconn, Chiphersteller Qualcomm und Tech-Größe Amazon bestens aufgestellt. Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit soll eine einfache und intuitive Bedienung der Fahrzeuge erlauben.
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Einen ersten Ausblick auf diese Software gibt Stellantis auf der CES mit dem "Chrysler Synthesis Cockpit Demonstrator" – dahinter verbirgt sich nichts anderes als das zukünftige Cockpit für Opel, Fiat, Alfa Romeo, Peugeot, Jeep und Co. Das deutete Stellantis-Chef Carlos Tavares in seiner Keynote in Las Vegas unmissverständlich an.
Wann kommt die neue Software? Nach ersten Vermutungen dürfte es 2024 so weit sein. Aber das kann sich bei Softwareentwicklungen immer noch verschieben, wie VW mit CARIAD schmerzlich erfährt. Stellantis dürfte mit Amazon möglicherweise auf den verlässlicheren und erfahreneren Partner gesetzt haben.

Cloudbasierte Vernetzung im Fahrzeug

Und was kann das Amazon-Cockpit? Die Studie im Chrysler-Gewandt zeigt das sogenannte "STLA Smart Cockpit", ein skalierbares und over-the-air updatebares Betriebssystem.
Amazon-Cockpit STLA
Längst stark verbreitet, bald auch tiefenintegriert im Auto: Synchronisation mit persönlichen Anwendungen wie dem Kalender.

Im Fokus steht ein persönlicher Assistent auf Basis künstlicher Intelligenz, der bei der Fahrzeugbedienung unterstützt, die Vernetzung mit anderen Geräten wie Handys und Smartphones herstellt sowie Daten über eine Cloud austauscht.

Fahren im autonomen Level 3

Konkret kümmert sich der Assistent um alles, was wir mit Mobilität verbinden – etwa das Abholen von Freunden, das Ansteuern des nächsten Cafés, das Einplanen von Ladestopps oder die Unterhaltung über die Screens während des Aufladens. Gefahren wird teilautonom im Level 3.
Amazon-Cockpit STLA
Beim autonomen Fahren Level 3 sind auch Videoanrufe im Auto erlaubt.

Die Big Player bei der Auto-Software

Die Begleitung eines Assistenten über den gesamten Tag hat Amazon bereits 2019 auf der CES gezeigt. Und auch Google zeichnete so einen Tagesablauf mit der Unterstützung seiner Software für Fahrzeuge. Die Tech-Giganten sind sich offenbar einig, wohin die Reise geht und wie sie in der Automobilbranche Fuß fassen. Während Stellantis nun auf Amazon setzt, kooperieren Volvo und Renault schon mit Google.
Apple hingegen wird vermutlich keine Betriebssoftware (sogenannte Middleware) für Fahrzeuge anbieten, dafür im Bereich der Funktionssoftware mit Benutzeroberflächen stärker in Erscheinung treten als beim bisherigen Apple CarPlay. Und damit zeichnet sich bereits – und nicht besonders überraschend – ab, welche Hersteller bei der Software auf dem Automobilmarkt den Ton angeben (werden).