Das Auto-Abo hat sich in den vergangenen drei Jahren als neuer Mobilitäts-Trend entwickelt, der gerade in den letzten Wochen rasant an Fahrt aufnimmt. Ursache für die immer stärker werdende Nachfrage sind in jüngster Zeit vor allem die langen Lieferzeiten für Neuwagen. Immer mehr Kunden nutzen ein Auto-Abo, um die Wartezeit bis zur Auslieferung des Neuwagens zu überbrücken.
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Aber auch der Boom bei den Elektroautos hat dazu beitragen, dass Auto-Abos derzeit immer beliebter werden. Denn das Auto-Abo ist eine gute Möglichkeit, erst einmal auszuprobieren, ob ein E-Auto überhaupt zum eigenen Bedarf passt – ohne das Risiko einer Fehlanschaffung. Doch wie funktioniert ein Auto-Abo überhaupt, welche Leistungen sind in der Monatsrate enthalten, welche Anbieter gibt es am Markt, welche Fahrzeuge bekommt man für wie lange, und wie hoch sind die Kosten? AUTO BILD beantwortet die wichtigsten Fragen!

Was ist das Auto-Abo?

Was man von Zeitschriften seit vielen Jahrzehnten kennt und in jüngerer Vergangenheit auch bei TV- oder Musik-Streamingdiensten im Trend liegt, ist auch beim Autobesitz möglich. Der Nutzer zahlt bei einem Auto-Abo einen monatlichen Betrag und kann das Fahrzeug dann während der Vertragslaufzeit nutzen.
Das Auto-Abo funktioniert wie ein All-inclusive-Tarif, denn alle Nebenkosten sind in der Rate bereits enthalten. Dazu zählen VersicherungKfz-Steuern, Kosten für Überführung, Wartung und Verschleißteile, Hauptuntersuchung, GEZ sowie Reifen. In der Regel verfügt ein Abo-Auto über Ganzjahresbereifung, so dass sein Nutzer sich nicht mit Wechsel und Einlagerung herumplagen muss.
Der Abonnent muss lediglich den Sprit – oder beim E-Auto den Strom – zahlen. Darum spricht man bei Abo-Autos auch gerne über eine echte Flatrate, die anders als beim Leasing komplett transparent ist.

Beim Auto-Abo entstehen nur wenige Zusatzkosten

An Zusatzkosten entstehen nur kleine Ausgaben für Autowäschen und Scheibenreiniger. Das Auto-Abo ist nicht vergleichbar mit der kurzfristigen Nutzung wie beim Carsharing, der klassischen Automiete oder dem Autoleasing, welches auf mehrere Jahre ausgelegt ist.
Denn beim Auto-Abo ist der Zeitraum in der Regel kürzer, je nach Angebot beträgt die Laufzeit zwischen einem Monat und drei Jahren.
Am häufigsten sind Vertragslaufzeiten zwischen sechs Monaten und einem bis zwei Jahren. Abschließen können ein Auto-Abo sowohl Gewerbe- als auch Privatkunden. Die Kosten beginnen bei weniger als 200 Euro. Je höher Fahrzeugwert und Ausstattung, desto teurer logischerweise auch der monatliche Preis.
Für ein Fahrzeug aus dem Luxussegment können es mehr als 1000 Euro im Monat werden. Übrigens handelt es sich beim Auto-Abo stets um vorkonfigurierte Fahrzeuge, in der Regel sind dann keine Änderungen an der Ausstattung mehr möglich.

Anbieter von Auto-Abos

Das Angebot an Auto-Abos wächst stark. Waren es anfänglich vor allem unabhängige Start-ups, die die Geschäftsidee aus den USA auf den deutschen Markt brachten, versuchen seit 2021 immer mehr Autohersteller, markengebundene Abos zu etablieren. Für Kunden ist das eine gute Nachricht: Mit der wachsenden Anbieterzahl steigt die Menge der verfügbaren Abo-Autos, und die größere Auswahl drückt auf die Preise.
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Neben Abo-Pionier Volvo, der bereits seit 2017 mit "Care by Volvo" Autos zum Flatrate-Tarif offeriert, haben inzwischen auch Mercedes, Land-Rover/Jaguar und die Volumenhersteller Stellantis (Peugeot, Citroën, Opel), Mini, VW und kürzlich Ford werkseigene Abos in Deutschland gestartet.
Der chinesische Newcomer Lynk & Co bietet das Plug-in-Hybridmodell O1 im monatlich kündbaren Abo an. Preis: 500 Euro mit 1250 Kilometern inklusive. Dazu kommen klassische Autovermieter wie Sixt, Hertz und Europcar, die ebenfalls vom Trend zum Abo profitieren wollen.

Auto-Abo vom Mineralölmulti

Bei den Vertragsbedingungen und Details entsprechen diese Angebote eher Langzeitmietwagen. Mit dem Shell-Recharge-Abo gehört auch ein Mineralölmulti zu Abo-Anbietern, der sich mit seiner Fahrzeug-Palette besonders zukunftsträchtig aufstellt: Bestellbar sind nur E-Autos.

Um das beste Angebot zu finden, kommen Interessenten um einen ausführlichen Vergleich und das Studium des Kleingedruckten nicht herum. Laufzeit, Kilometerpauschale, Anzahl der Fahrer, Lieferfrist, Abholung oder Anlieferung, Mindestalter, Startgebühr? All das gilt es in Erwägung zu ziehen.
Tipp: Geht es um schnelle Verfügbarkeit, lohnt ein Blick auf das VW-Abo. Betrieben wird es von der Abteilung Financial Services; die sitzt an der Quelle und verspricht, ID-Elektromodelle innerhalb von zwei Wochen zu liefern. Das ist konkurrenzlos schnell. Hat ein möglichst preiswertes Modell Priorität, machen nach AUTO BILD-Beobachtungen freie Anbieter wie Like2Drive, Finn oder Cluno die attraktivsten Angebote.

Welche Autos gibt es im Abo?

Kurze Antwort: fast alle Modelle, die es auch im Handel gibt. Ob Kleinwagen wie Opel Corsa, Mittel- und Oberklasse-Limousinen oder sogar Sportwagen – je nach Anbieter gibt es eine breite Auswahl.
Populär sind wie auf dem gesamten Fahrzeug-Markt SUV- und Elektro-Modelle. So bietet Like2Drive etwa den sehr gefragten Tesla Model 3 an, der gerade bei AUTO BILD einen Alltagstest absolviert. Cluno hat den Nissan Leaf zu günstigen Preisen im Angebot (ab 399 Euro), Finn ist mit dem Polestar 2 am Start, und bei ViveLaCar warten beispielsweise Mazda MX 30 und Kia Soul EV auf Abonnenten.
Aber auch die Hersteller selbst setzen auf  E-Autos im Abo. Volkswagen Financial Services etwa bietet den ID.3 an, Mercedes-Benz Rent die Baureihen EQAEQC und EQV.

Vor- und Nachteile des Auto-Abos

Vorteile
- Volle Kostenkontrolle (Steuern & Versicherung sind in der monatlichen Rate inkludiert)
- Neuwagen ohne hohe Anschaffungskosten fahren
- Viel Auswahl: Immer die neuesten Modelle mit der neuesten Technologie
- Flexibilität durch kurze Vertragslaufzeiten
- Einfacher und schneller Anmeldeprozess, meist komplett digital
- Hersteller- und Modellübergreifende Angebote
- Man kann unterschiedliche Technologien testen (Hybrid- oder E-Autos)
- Einige Anbieter bieten auch eine Kaufoption nach Vertragsende an
Nachteile
- Start- bzw. Anmeldegebühr (bei einigen Anbietern)
- Freikilometerpauschale mitunter niedrig (bei einigen Anbietern)
- Auto wird lediglich gemietet, kein Eigentum
- Übernahmetermin lässt sich selten ganz genau planen
- Bei einigen Anbietern gibt es Einschränkungen wie Mindestalter oder jährliche Fahrleistung
- Es sind vorkonfigurierte Fahrzeuge, keine Änderungen mehr möglich
Wann lohnt sich ein Auto-Abo?
Beim Auto-Abo muss lediglich der Sprit bezahlt werden, der Rest ist in der monatlichen Rate inkludiert.

Was unterscheidet das Auto-Abo vom Leasing?

Beim Auto-Abo erhält man für einen monatlichen Festbetrag wie auch beim Leasing ein Fahrzeug für eine bestimmte Laufzeit. In beiden Fällen gehört der Pkw dem Nutzer nicht. Es gibt jedoch auch Unterschiede zwischen diesen beiden Möglichkeiten. So sind die Laufzeiten beim Auto-Abo geringer als beim Leasing, wo man sich für mindestens 12 Monate verpflichtet. Das Auto-Abo kann zudem meist schnell online erledigt werden und bietet einen flexibleren Fahrzeugwechsel.
Weil die Laufzeiten beim Auto-Abo kürzer sind und es sich hierbei um ein All-inklusive-Paket handelt, sind die monatlichen Beiträge jedoch auch höher. So beträgt die monatliche Rate für einen BMW 5er Touring beim Anbieter Faaren beispielsweise mindestens 990 Euro. Dafür sind jedoch alle Leistungen abgedeckt, und der Nutzer muss nur noch die Spritrechnung und eventuelle Fahrzeugwäschen zahlen. Fährt er mehr Kilometer als vertraglich festgelegt, müssen diese selbstverständlich auch bezahlt werden.
Das Autoleasing ist meist günstiger, dafür werden jedoch nicht alle Leistungen abgedeckt. Zwar gibt es Zusatzpakete, aber ein vergleichbares All-inclusive-Paket, das beispielsweise Steuern, Reifenwechsel, Verschleißteile und Co abdeckt, gibt es beim Leasing nicht. Vorteilhaft ist jedoch, dass einige Leasingfahrzeuge nach eigenen Wünschen konfiguriert werden können, was beim Auto-Abo oftmals nicht möglich ist.
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Doch Vorsicht: Wer ein Auto-Abo abschließt, sollte immer darauf achten, dass er schlussendlich keinen Leasing-Vertrag unterschreibt! Denn bei einigen Auto-Abo-Anbietern schließt man genau diesen ab, obwohl man sich für ein Abo entscheidet. Der Vorteil eines Abos liegt unter anderem auch darin, dass die Schufa nicht belastet wird.

Voraussetzungen für das Auto-Abo

Je nach Anbieter variieren nicht nur die Vertragslaufzeit, die Preisgestaltung und die Kündigungsfristen, sondern auch die Voraussetzungen, um ein Auto-Abo abschließen zu können. Dies gilt es im Einzelfall zu prüfen. Meist sind diese Voraussetzungen für ein Auto-Abo jedoch zu erfüllen:
- Einige Anbieter verlangen bei der Erstanmeldung eine Anmeldegebühr
- Das Mindestalter liegt zwischen 18 und 23 Jahren (variiert je nach Anbieter)
- Das Höchstalter beträgt maximal 75 Jahre (variiert je nach Anbieter)
- Ein Wohn- oder Firmensitz in Deutschland ist notwendig
- Ein EU-Führerschein ist erforderlich, den man mindestens zwei/drei Jahre besitzt (variiert je nach Anbieter)
- Mit einer negativen Schufa ist der Abschluss eines Abos nicht möglich 

Worauf sollte man bei einem Auto-Abo achten?

Auto-Abos bieten bereits einige Anbieter an. Und dabei gibt es nicht nur Unterschiede bei der Preisgestaltung, sondern unter anderem auch dem Fahrzeugangebot, der Wartezeit bis zum Erhalt des Fahrzeuges sowie den Kündigungsfristen. Hat man das passende Angebot für sich gefunden, sollte man sich in jedem Fall die Bedingungen aufmerksam durchlesen. Wie viele Kilometer darf ich fahren? Wie ist der Pkw versichert, und wie hoch ist die Selbstbeteiligung? Ist eine Kaution zu hinterlegen? Wie sind die Austauschmodalitäten? Da sich die Angebote der Anbieter teilweise erheblich voneinander unterscheiden, sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und diese gründlich vergleichen.

Wie laufen Übergabe und Rücknahme?

Die Übergabe findet beim Vertragshändler statt, der mit dem Auto-Abo-Anbieter zusammenarbeitet. Das kann durchaus mal ein paar hundert Kilometer entfernt sein. Meist wird daher auch – oft gegen Aufpreis – ein Lieferservice angeboten. Bei der Abholung gilt das Gleiche: entweder beim Händler oder gegen Aufpreis mit Abholung.
Bei der Planung des Übernahmetermins ist jedoch etwas Vorsicht geboten. Meist handelt es sich um einen "unverbindlichen Liefertermin". Diesen Termin darf der Lieferant um bis zu sechs Wochen überziehen, ohne dass sich daraus das Recht ergibt, vom Vertrag zurückzutreten.
Bei der Rückgabe prüft ein beauftragter Gutachter, ob und was für Schäden am Fahrzeug vorhanden sind. Was als Schaden und was noch als Gebrauchsspur gilt, ist genau definiert. Interessant ist in diesem Zusammenhang, welche Richtlinien angelegt werden. Das sollte bereits vor der Anmietung abgeklärt werden. Außerdem sollte auch bei der Übergabe genau darauf geachtet werden, ob evtl. bereits kleinere Schäden am Fahrzeug vorhanden sind und ob alles vollständig an Bord ist. Ansonsten unbedingt auf dem Lieferschein vermerken!

Lohnt sich ein Auto-Abo für mich?

Wer ein neues Auto nur für einen überschaubaren Zeitraum fahren möchte und dies nicht besitzen will, für den kann das Auto-Abo eine interessante Option sein. Allerdings lässt sich der Übernahmetermin im Vorhinein selten auf den Tag genau planen. Dafür muss man sich keine Gedanken um den Service des Pkw, dessen Anmeldung, Reparaturen oder den Verkauf machen und auch keine teuren Überraschungen fürchten.
Durch die monatlichen Zahlungen sind Wartungskosten abgedeckt und der Wertverlust spielt ebenfalls keine Rolle. Wer zudem gerne unterschiedliche Modelle fährt, kann das Auto deutlich häufiger wechseln als beim Leasing oder Kauf.



Von

Adele Moser