Auto-Abo: Das Rundum-Sorglos-Paket

Auto-Abo: Das Rundum-Sorglos-Paket

Wann lohnt sich ein Auto-Abo?

Wer kein Auto kaufen oder leasen will, kann dies abonnieren. Doch für wen lohnt sich ein Auto-Abo? AUTO BILD klärt auf und nennt Vor- und Nachteile!
Auto-Abo: Was ist das?
Wer bietet Auto-Abos an?
Vor- und Nachteile vom Auto-Abo
Unterschied von Auto-Abo und Leasing
Auto-Abo: Voraussetzungen
Worauf ist beim Auto-Abo zu achten?
Für wen lohnt sich ein Auto-Abo?
 
Ein Auto kann man kaufen, leasen – oder auch abonnieren. Dabei ist das Auto-Abo einer der unkompliziertesten Wege zu einem Neuwagen und besonders interessant für Autofahrer, die mit wenig Aufwand mobil sein wollen. Man zahlt eine monatliche Rate, die bis auf die Spritkosten alle Leistungen abdeckt. Um Versicherung, Steuern und Wartung muss man sich also nicht kümmern, das Auto-Abo ist sozusagen ein Rundum-Sorglos-Paket für Autofahrer. Anmelden kann man sich schnell und unkompliziert im Internet. Hört sich einfach und gut an. Doch gibt es beim Auto-Abo auch Nachteile. Für wen lohnt sich ein Auto im Abonnement?

Was ist das Auto-Abo?

Das Auto-Abo kann man bequem von zu Hause aus abschließen, ganz ohne Papierkram.

©Like2drive

Was man von TV- oder Musik-Streamingdiensten seit Jahren kennt, ist auch mit Fahrzeugen möglich. Der Nutzer zahlt bei einem Auto-Abo einen monatlichen Betrag und kann das Fahrzeug dann während der Vertragslaufzeit nutzen. Das Auto-Abo ist wie eine All-Inclusive-Flat, denn alle Nebenkosten sind in der Rate bereits enthalten. Dazu zählen Versicherung, Kfz-Steuern, Kosten für Überführung, Wartung und Verschleißteile, TÜV sowie Reifenservice. Der Nutzer muss lediglich den Sprit – oder beim E-Auto den Strom – zahlen. Will er seinen Pkw während der Nutzungsdauer waschen, trägt er diese Kosten auch. Das Auto-Abo ist nicht vergleichbar mit der kurzfristigen Nutzung wie beim Carsharing, der klassischen Automiete oder Autoleasing, welches auf mehrere Jahre ausgelegt ist. Beim Auto-Abo ist der Zeitraum deutlich kürzer, je nach Anbieter beträgt die Laufzeit zwischen einem und sechs Monaten. Abschließen können ein Auto-Abo sowohl Gewerbe- als auch Privatkunden. Die Kosten beginnen ab 199 Euro monatlich (z. B. bei Like-2-drive für einen Mitsubishi Space Star). Je höher der Fahrzeugwert, desto höher logischerweise auch der monatliche Preis. Für ein Fahrzeug aus dem Luxussegment können es über 1000 Euro im Monat werden. So kostet eine Mercedes S-Klasse bei Sixt+ (dies ist das Auto-Abo für Privatkunden, für Geschäftskunden heißt es Sixt Flat) 1345 Euro, hinzu kommt bei Sixt+ stets eine einmalige Startgebühr von 199 Euro. Übrigens handelt es sich beim Auto-Abo stets um vorkonfigurierte Fahrzeuge, in der Regel sind dann keine Änderungen an der Ausstattung mehr möglich.

Anbieter von Auto-Abos

Das Angebot an Auto-Abos ist mittlerweile umfangreich. Angeboten wird dies von Autoherstellern (u. a. Mercedes und Volvo), klassischen Autovermietungen wie Sixt oder Buchbinder sowie Unternehmen oder auch Start-ups (Cluno, Finn, ViveLaCar, Kintoflex u. m.). Neben Herstellern, die ausschließlich ihre eigenen Modelle anbieten, stehen bei Autovermietern und Start-ups meist mehrere Marken zur Auswahl. Die Angebote unterscheiden sich je nach Anbieter bei den Preisen wie auch den Leistungen. So werden beispielsweise bei Like2drive unterschiedliche Inklusiv-Kilometer-Pakete angeboten. Der Anbieter Faaren bietet neben Neuwagen auch junge Gebrauchte an, und bei Abo-a-car kann man ohne zusätzliche Kosten einen weiteren Fahrer eintragen lassen. (Flatrates der Hersteller.)

Vor- und Nachteile vom Auto-Abo

Vorteile
- Volle Kostenkontrolle
- Neuwagen ohne hohe Anschaffungskosten fahren
- Viel Auswahl: Immer die neuesten Modelle mit der neuesten Technologie
- Flexibilität durch kurze Vertragslaufzeiten
- Einfacher und schneller Anmeldeprozess
- Hersteller- und Modellübergreifende Angebote
- Man kann unterschiedliche Technologien testen (Hybrid- oder E-Autos)
 
Nachteile
- Start- bzw. Anmeldegebühr (bei einigen Anbietern)
- Freikilometerpauschale mitunter niedrig (bei einigen Anbietern)
- Auto wird lediglich gemietet, kein Eigentum
- Bei einigen Anbietern gibt es Einschränkungen wie Mindestalter oder jährliche Fahrleistung
- Es sind vorkonfigurierte Fahrzeuge, keine Änderungen mehr möglich

Was unterscheidet das Auto-Abo vom Leasing?

Beim Auto-Abo muss lediglich der Sprit bezahlt werden, der Rest ist in der monatlichen Rate inkludiert.

Beim Auto-Abo erhält man für einen monatlichen Festbetrag wie auch beim Leasing ein Fahrzeug für eine bestimmte Laufzeit. In beiden Fällen gehört der Pkw dem Nutzer nicht. Es gibt jedoch auch Unterschiede zwischen diesen beiden Möglichkeiten. So sind die Laufzeiten beim Auto-Abo geringer als beim Leasing, wo man sich für mindestens 12 Monate verpflichtet. Das Auto-Abo kann zudem meist schnell online erledigt werden und bietet einen flexibleren Fahrzeugwechsel. Weil die Laufzeiten beim Auto-Abo kürzer sind und es sich hierbei um ein All-inklusive-Paket handelt, sind die monatlichen Beiträge jedoch auch höher. So beträgt die monatliche Rate für einen BMW 5er Touring beim Anbieter Faaren beispielsweise mindestens 990 Euro. Dafür sind jedoch alle Leistungen abgedeckt, und der Nutzer muss nur noch die Spritrechnung und eventuelle Fahrzeugwäschen zahlen. Fährt er mehr Kilometer als vertraglich festgelegt, müssen diese selbstverständlich auch bezahlt werden. Das Autoleasing ist meist günstiger, dafür werden jedoch nicht alle Leistungen abgedeckt. Zwar gibt es Zusatzpakete, aber ein vergleichbares All-Inclusive-Paket, das beispielsweise Steuern, Reifenwechsel, Verschleißteile und Co abdeckt, gibt es beim Leasing nicht. Vorteilhaft ist jedoch, dass einige Leasingfahrzeuge nach eigenen Wünschen konfiguriert werden können, was beim Auto-Abo nicht möglich ist. (Auto-Abo Cluno: All-Inclusive-Flatrate.)

Voraussetzungen für das Auto-Abo

Je nach Anbieter variieren nicht nur die Vertragslaufzeit, die Preisgestaltung und die Kündigungsfristen, sondern auch die Voraussetzungen, um ein Auto-Abo abschließen zu können. Dies gilt es im Einzelfall zu prüfen. Meist sind diese Voraussetzungen für ein Auto-Abo jedoch zu erfüllen:
- Einige Anbieter verlangen bei der Erstanmeldung eine Anmeldegebühr
- Das Mindestalter liegt zwischen 18 und 23 Jahren (variiert je nach Anbieter)
- Das Höchstalter beträgt maximal 75 Jahre (variiert je nach Anbieter)
- Ein Wohn- oder Firmensitz in Deutschland ist notwendig
- Ein EU-Führerschein ist erforderlich, den man mindestens zwei/drei Jahre besitzt (variiert je nach Anbieter)
- Mit einer negativen Schufa ist der Abschluss eines Abos nicht möglich 

Worauf sollte man bei einem Auto-Abo achten?

Auto-Abos bieten bereits einige Anbieter an. Und dabei gibt es nicht nur Unterschiede bei der Preisgestaltung, sondern unter anderem auch dem Fahrzeugangebot, der Wartezeit bis zum Erhalt des Fahrzeuges sowie den Kündigungsfristen. Hat man das passende Angebot für sich gefunden, sollte man sich in jedem Fall die Bedingungen aufmerksam durchlesen. Wie viele Kilometer darf ich fahren? Wie ist der Pkw versichert, und wie hoch ist die Selbstbeteiligung? Ist eine Kaution zu hinterlegen? Wie sind die Austauschmodalitäten? Wo kann ich mein Fahrzeug abholen, oder wird es geliefert? Da sich die Angebote der Anbieter teilweise erheblich voneinander unterscheiden, sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und diese gründlich vergleichen.  

Lohnt sich ein Auto-Abo für mich?

Wer ein neues Auto nur für einen überschaubaren Zeitraum fahren möchte und dies nicht besitzen will, für den kann das Auto-Abo eine interessante Option sein. Man muss sich keine Gedanken um den Service des Pkw, dessen Anmeldung, Reparaturen oder den Verkauf machen und auch keine teuren Überraschungen fürchten. Durch die monatlichen Zahlungen sind Wartungskosten abgedeckt und der Wertverlust spielt ebenfalls keine Rolle. Wer zudem gerne unterschiedliche Modelle fährt, kann das Auto deutlich häufiger wechseln als beim Leasing oder Kauf.

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Fotos: Like2drive

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