Die elf besten Tipps zum Spritsparen: Wann ist Tanken am günstigsten?
Zu dieser Uhrzeit sind Benzin und Diesel am günstigsten!

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Tanken? Wer auf die Uhrzeit achtet, wird mit vergleichsweise niedrigen Spritpreisen belohnt. Hier sind elf Tipps für Autofahrer, wie man seine Kosten für Benzin und Diesel reduzieren kann!
Bild: DPA
Inhaltsverzeichnis
- 1. Tanken Sie zur richtigen Zeit
- 2. So spart man beim Tanken mithilfe von Internet, Navi oder App
- 3. Fahren Sie zum Tanken von der Autobahn ab
- 4. Verringern Sie das Gewicht, erhöhen Sie den Reifendruck
- 5. Reduzieren Sie den Luftwiderstand
- 6. Gut gewartete Autos verbrauchen weniger Sprit
- 7. Wie die richtige Fahrweise Sprit sparen hilft
- 8. Wie viel Sprit die Klimaanlage und andere Verbraucher fressen
- 9. Schalten Sie den Motor öfter mal aus
- 10. Vermeiden Sie Kurzstreckenfahrten
- 10. Lassen Sie das Auto auch mal stehen
Bei der Fahrt zur Tankstelle entscheiden mehrere Faktoren, ob man eher günstig oder richtig teuer tankt. Derzeit liegen die aktuellen Spritpreise in Deutschland bei gut 1,80 Euro für den Liter Superbenzin E10, für Diesel etwas darüber. Dennoch ist Kraftstoff für Verbrennerfahrzeuge weiterhin teuer und wird auf Sicht (Stichwort CO2-Abgabe) immer teurer. Das heißt im Umkehrschluss: Sparen lohnt sich!
Wer sich also vor dem Ansteuern der Zapfsäule Gedanken über sein Verhalten macht, kann bei jedem Tankstopp bei einer Modellrechnung von 50 getankten Litern Sprit mehrere Euro sparen. Das summiert sich, vor allem für Vielfahrer. AUTO BILD liefert zehn wertvolle Spartipps für Autofahrer!
Um Geld für Kraftstoff zu sparen, sollten Autofahrer zum optimalen Zeitpunkt tanken. Die richtige Zeit zum Tanken ist üblicherweise abends zwischen 20 und 22 Uhr. Weitere günstige Tankzeiten sind 8 bis 10 Uhr sowie 12 bis 13 Uhr. Auch der Zeitraum von 18 bis 19 Uhr ist oft empfehlenswert. Keinesfalls sollte man im morgendlichen Berufsverkehr kurz nach 7 Uhr oder in der Nacht die Zapfsäule ansteuern.

Mit dem richtigen Zeitpunkt beim Tanken können hohe Spritpreise an der Tankstelle einfach umfahren werden.
Bild: dpa
Mancherorts gibt es bis zu sechs Preisspitzen am Tag – insbesondere an den Markentankstellen. An ein und derselben Tankstelle kommt es schon mal zu Unterschieden von bis zu 15 Cent pro Tag. Innerhalb einer Stadt können es sogar bis zu 22 Cent sein. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Der wichtigste Rat von Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer des Vergleichsportals Clever Tanken (gehört zur AUTO BILD-Gruppe): "Behalten Sie die Kraftstoffpreise an häufig genutzten Tankstellen genau im Blick. Über Apps, das Navigationsgerät oder das Internet lassen sich die günstigsten Tankstellen der Umgebung ermitteln. Zudem können Tankstellen in der App von Clever Tanken als Favoriten angelegt werden."
Hilfe beim Spritsparen gibt es auch bei billig-tanken.de oder beim ADAC sowie in Navigationssystemen oder Apps für Smartphone, Tablet und Apple Watch. Wer sein Smartphone im Auto nutzt – sinnvollerweise über eine Handyhalterung (10 Smartphone-Halter im Test) –, der findet die günstigste Zapfsäule auch per Spracheingabe.
Reisende, die an einer Autobahntankstelle haltmachen, müssen meist besonders tief in die Tasche greifen. Der ADAC ermittelte 2019 in einer deutschlandweiten Preisanalyse an über 14.000 Tankstellen einen durchschnittlichen Preisaufschlag von gut 20 Cent je Liter (21,4 Cent bei Super E10 und 23,8 Cent bei Diesel) im Vergleich zum übrigen Straßennetz. Daran dürfte sich bis heute nicht viel geändert haben.

Planung ist alles: Autobahntankstellen mit deutlich höheren Preisen sollten Reisende unbedingt meiden, wenn sie Geld sparen wollen.
Bild: Sven Krieger
Anders ausgedrückt: Zehn Minuten mehr Zeit können beim Volltanken locker zehn Euro einbringen. Das gilt auch für Tankstellen im Umkreis von Autobahnausfahrten, obwohl die Spritpreise hier noch um gut zwei Cent höher liegen als im restlichen Straßennetz abseits der Schnellstraßen (eine ADAC-Liste als PDF mit autobahnnahen Tankstellen gibt es hier). Zwischen einzelnen Wochentagen stellte der ADAC allerdings nur geringe Preisunterschiede fest. (Ist das Bunkern von Sprit erlaubt? Regeln für Reservekanister!)
Je 100 Kilogramm Mehrgewicht im Auto schlagen mit rund einem halben Liter auf den Verbrauch zu Buche. Höchste Zeit also, das Auto von Müll und anderen unnützen Dingen zu befreien. Wer noch einen vollwertigen Ersatzreifen (mindestens 20 Kilogramm) im Auto transportiert, sollte diesen durch ein sogenanntes Tire-Fit-Set mit Mini-Kompressor (gibt es für rund 20 Euro) ersetzen. Auch schwere Taschen oder Koffer, Getränkekisten oder Kindersitze gehören auf Dauer nicht ins Auto.
Wer es auf die Spitze treiben möchte, kann auch die hinteren Kopfstützen der ungenutzten Rückbank, den doppelten Ladeboden oder die Kofferraumabdeckung in der Garage parken. Alles, was nicht benötigt wird: raus damit! Aber: Warndreieck, Warnwesten und Verbandskasten müssen drinbleiben!

Prüfen Sie alle 14 Tage den Druck in den Reifen. Sie können auch einen etwas höheren Wert wählen, als vom Hersteller empfohlen.
Bild: Thomas Ruddies
Auch der richtige Reifendruck spielt beim Verbrauch eine große Rolle. Bereits 0,5 Bar weniger in den Pneus, als der Hersteller es empfiehlt, steigern den Verbrauch um fünf Prozent. Prüfen Sie deshalb rund alle 14 Tage den Druck in den Reifen. Sie können auch einen höheren Druck als vom Hersteller empfohlen wählen. Maximal 0,5 Bar mehr setzen zwar den Fahrkomfort runter, sparen aber bis zu 0,2 Liter Sprit auf 100 Kilometer.
Je windschnittiger ein Fahrzeug ist, desto besser schneidet es beim Verbrauch ab. Wer seine Fahrräder auf dem Dach transportiert, muss mit rund 40 Prozent mehr Verbrauch rechnen. Am Heck fällt der höhere Verbrauch hingegen deutlich geringer aus – um 20 Prozent.

Wer Fahrrad- und Gepäckträger nicht braucht, sollte sie vom Dach abmontieren. Das verringert Gewicht und Luftwiderstand.
Bild: KAMEI
Wer also gerade nichts auf dem Dach transportieren muss, sollte auch den Träger abmontieren, denn auf 100 Kilometer frisst er zwischen 0,5 und 1 Liter Kraftstoff.
Achten Sie auf regelmäßige Wartung und den Einsatz wertiger Schmiermittel wie beispielsweise Leichtlauföl: Optimierte Motoröle (so finden Sie das richtige Öl für Ihr Auto) können bis zu drei Prozent Kraftstoff sparen. Auch die Zündanlage verdient Aufmerksamkeit: Verschleiß der Zündanlage (Zündkerzen und auch Zündkerzenstecker) und falsche Motoreinstellung kosten Sprit.
Zudem sollte der Luftfilter in regelmäßigen Abständen kontrolliert und rechtzeitig gewechselt werden. Ein verdreckter Filter reduziert die Motorleistung und lässt den Verbrauch ansteigen. Und letztlich spart auch der Kauf von Leichtlaufreifen Kraftstoff: Jeweils fünf Prozent weniger Rollwiderstand sparen einen Prozent Treibstoff.
Kräftig beschleunigen, früh schalten
Es ist ein Gerücht: Wer sein Auto langsam auf Touren bringt, spart auch dementsprechend Sprit. Diese Fehlannahme führt allerdings zu höherem Verbrauch. Schalten Sie zum Kraftstoffsparen nach dem Losfahren direkt in den zweiten Gang, beschleunigen Sie das Fahrzeug danach zügig durch, und schalten Sie so früh wie möglich hoch. Vermeiden Sie innerstädtisch allerdings hohe Drehzahlen: In der Stadt reichen meist 2000 Motorumdrehungen aus.

Ebbe im Tank? Beherzigt man ein paar Tipps, dann sind pro Tankfüllung mehrere Euro Ersparnis drin!
Bild: DPA
Ähnlich verhält es sich auf Landstraße und Autobahn. Hier gilt: je niedriger Drehzahl und Tempo, desto niedriger der Verbrauch. Auch hier lässt sich der Verbrauch durch langsameres Fahren reduzieren. Denn bei hohem Tempo steigt nicht nur der Durst, sondern auch der Luftwiderstand.
Beispiel: Mit 160 km/h auf der Autobahn liegt der Verbrauch um die Hälfte über dem bei Tempo 100. Ein Fahrzeug, das bei 100 km/h 6,5 Liter verbraucht, braucht bei 160 km/h schon bei fast zehn Liter Kraftstoff. Wer auf der Landstraße mit 80 km/h unterwegs ist und auf der Autobahn nicht schneller als 120 km/h fährt, kommt minimal später am Ziel an, hat aber am Ende aber mehr Sprit im Tank als ein Schnellfahrer.
Die runden, roten Temposchilder in Deutschland zeigen die Höchstgeschwindigkeit an und sind keine Pflichtgeschwindigkeit! Niemand muss bei 130 km/h auch wirklich dieses Tempo fahren. Weniger geht immer, mehr allerdings nicht!
Vorausschauend fahren und Benzin sparen
Wer weniger abbremst, muss weniger stark beschleunigen und spart damit Kraftstoff. Ist eine rote Ampel in Sicht, Gang rausnehmen und rollen lassen. Muss nur wenig gebremst werden, reicht oft auch die Motorbremse (nicht auskuppeln, Gang drin lassen und vom Gas gehen). Dank Schubabschaltung verbrauchen moderne Motoren dann kein Benzin. Nebenbei werden auch die Bremsen geschont.
Auch das "Lückenspringen" ist nicht ratsam: Was im Reißverschlussverfahren gewollt ist, lohnt sich bei fließendem Verkehr nicht und kostet bis zu 30 Prozent mehr Kraftstoff.
Sprit und Geld sparen auf Reisen
Die Fahrt regelmäßig zu unterbrechen, ist wichtig, vor allem auf langen Touren. Dennoch kostet jedes neue Anfahren extra Benzin. Daher am besten rechtzeitig festlegen. Auf der Autobahn gilt: Je weniger abrupt der Spurwechsel, desto mehr Vortrieb bleibt erhalten – und der Fuß muss nicht wieder aufs Gas.
Ein beliebter Spritfresser ist die Klimaanlage, denn sie zapft Bewegungsenergie vom Motor ab. Das steigert den Verbrauch im Stadtverkehr um rund 1,8 Liter auf 100 Kilometer. Auch zugeschaltete elektrische Verbraucher erhöhen den Verbrauch, die Lichtmaschine wird stärker gefordert. So nuckeln auch kleine Verbraucher wie die Heckscheibenheizung an der Benzinleitung. In der Stunde muss man mit rund 0,1 Liter Sprit rechnen.
Wer an einem Bahnübergang länger steht, der sollte nicht nur im Sinne des Umweltschutzes den Motor ausstellen – denn auch im Leerlauf verbraucht der Motor Sprit. Gleiches gilt für eine längere Rotphase an einer Ampel. Viele moderne Autos machen das dank Start-Stopp-Automatik schon automatisch.
Große Spritfresser sind Kurzstrecken. Gleich nach dem Motorstart liegt der Verbrauch zwischen 30 und 40 Litern auf 100 Kilometer. Nach einem Kilometer liegt er schon bei 20 Litern. Nach rund vier Kilometern ist der Motor warm, und der Verbrauch normalisiert sich. Wer also nur mal eben zum Bäcker um die Ecke will, der sollte das Auto stehen lassen und lieber zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Und nebenher hält das Auto auch länger: Die meisten Kilometerriesen sind Langstreckenautos.
Zu guter Letzt: Bilden Sie Fahrgemeinschaften, und lassen das eigene Auto stehen. Wer gemeinsam statt einzeln fährt, schont die Umwelt und spart Kraftstoff – das gilt für Fahrer und Mitfahrer. Vielleicht lohnt sich auch mal ein Blick aufs Angebot im öffentlichen Personenverkehr, sprich: Bus und Bahn, die gerade dank Deutschlandticket in vielen Metropolen konkurrenzfähig sind.
Service-Links
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