E-Auto: Kaufprämie, Kürzung, Audi, BMW, Mercedes
Prämienkürzung trifft deutsche Premiumhersteller besonders hart

Die Förderung der Elektromobilität durch die Kaufprämie sinkt ab dem kommenden Jahr. Eine Folge: 2024 wird nur noch ein Bruchteil der E-Autos deutscher Premiumhersteller bezuschusst – allerdings nicht ungewollt.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Schon ab dem kommenden Jahr gibt's beim Umweltbonus für Elektrofahrzeuge weniger Geld vom Staat, ab 2024 sinkt die Preis-Obergrenze der Modelle auf 45.000 Euro. Die geplanten Änderungen bekommen deutsche Premiumhersteller dann besonders zu spüren: Nur noch ein Bruchteil der angebotenen Batteriefahrzeuge von BMW, Mercedes-Benz und Audi werden ab dem übernächsten Jahr beim Kauf gefördert.
Dieses Ergebnis steht in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des CSU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange, wie die "Augsburger Allgemeine" am 26. August 2022 berichtete. Bei Mercedes sinkt demnach die Zahl der förderfähigen Modelle (verschiedene Varianten) im derzeitigen Portfolio von 40 auf sieben, bei BMW von 47 auf zwei und bei Audi von 13 auf fünf.
Von Herstellern wie Hyundai, Kia oder Seat bleiben dagegen Stand jetzt alle aktuellen reinen E-Modelle in der staatlichen Förderung. Gleiches gilt auch für die deutschen Autobauer VW (e-Up, ID.3, ID.4, ID.5), Opel (Corsa-e, Mokka-e) und Smart sowie für die Volkswagen-Tochter Skoda mit dem Enyaq (Kaufberatung Elektroautos).
Durch den Wegfall der Zuschüsse für Plug-in-Hybride fallen der Regierungsantwort zufolge bei Mercedes-Benz zudem 68 Modellvarianten aus der Förderung, bei BMW sind es 34 und bei Audi 27. Dass ab September 2023 nur noch Privatpersonen eine Hilfe bekommen, könnte sich nach Langes Einschätzung ebenfalls negativ auf deutsche Hersteller auswirken. Bisher waren bei Mercedes 78 Prozent der geförderten Fahrzeuge nicht privat genutzt, bei BMW rund 66 und bei Audi 71 Prozent.
Von diesen Autos fallen 2024 die meisten aus der Förderung
Unions-Fraktionsvize Lange kritisierte die Maßnahme der Regierung als "Gift für den Automobilstandort Deutschland". Statt eine verkehrspolitische Gesamtstrategie für klimafreundlichen Individualverkehr vorzulegen, gefährde die Ampel mit ihrer Wirtschaftspolitik einseitig Arbeitsplätze in der deutschen Schlüsselindustrie, so der CSU-Verkehrsexperte.
Diese E-Autos werden auch weiterhin gefördert
Allerdings kommt der von Lange kritisierte Effekt wenig überraschend – und ist zudem nicht ungewollt. So soll sich laut Koalitionsvertrag die Förderung der Elektromobilität in Deutschland "nur noch auf Kraftfahrzeuge konzentrieren, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben". Sprich: Kein Geld mehr für (oft große) Plug-in-Hybride mit (oft großem) Verbrennungsmotor, Zuschüsse nur noch für umweltfreundliche batterieelektrische Klein- und Mittelklassewagen.
Zudem sollen so Haushaltsmittel eingespart werden, da mutmaßlich kaufkräftige Kunden teurerer Modelle ihren Neuwagen meist auch ohne staatlichen Zuschuss finanzieren können.
Mit Material von Reuters
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