E-Auto für die Urlaubsreise: Umfrage widerlegt Vorurteile
Das Elektroauto ist reif für den Urlaub

Mit dem E-Auto in den Urlaub? Nicht jeder kann sich das vorstellen. Eine aktuelle Studie zeigt: Immer mehr Menschen verreisen mit dem E-Auto – und es scheint zu funktionieren!
Bild: Manuel Kamuf
- Raphael Schuderer
Mit dem E-Auto eine Fernreise unternehmen? Viele Autofahrer befürchten, auf diese Weise die halbe Urlaubszeit an der Ladesäule zu vertrödeln. Doch die Erfahrungen von Elektroauto-Urlaubern sind überwiegend positiv, wie eine repräsentative Umfrage des Fuhrparkmanagers Alphabet zeigt. 79 Prozent der E-Auto-Besitzer sind bereits mindestens einmal mit ihrem Fahrzeug verreist. Fast alle (94 Prozent) E-Autofahrer können sich vorstellen, mit ihrem Wagen in den Urlaub zu stromern.
Die überwiegende Mehrheit (65 Prozent) der E-Auto-Besitzer kann sich eine längere Reise über die Landesgrenzen hinaus vorstellen. Im Juli 2026 wurden insgesamt 1270 Autobesitzer, darunter 248 Halter eines E-Autos, durch das Institut Toluna befragt.
Verbrenner-Fahrer skeptischer als 2024
Weit weniger überzeugt von der Urlaubstauglichkeit der E-Mobilität sind dagegen die Menschen ohne Elektroauto: Aus dieser Gruppe würde nur rund die Hälfte (51 Prozent) das E-Auto für die Fahrt in den Urlaub nutzen, in derselben Umfrage im Jahr 2024 waren es noch mehr (57 Prozent). Ein Vorurteil? Könnte sein! Von den 1022 befragten Autobesitzern ohne E-Auto haben nur magere 16 Prozent selbst einmal eine Urlaubsreise im Elektroauto unternommen.
Auch das Alter der Befragten hat Einfluss auf die elektrischen Reisepläne: Besonders groß ist die Reiselust in der Gruppe der unter 30‑Jährigen. Fast drei Viertel (73 Prozent) von ihnen können sich vorstellen, mit dem E-Auto in den Urlaub zu fahren. In der Generation 60 plus sind es dagegen nur noch 43 Prozent. Auffallend: Die Reisebereitschaft mit Elektroantrieb nimmt mit zunehmendem Alter ab.
Gen-Z will elektrisch fahren
"Für junge Menschen ist der Umstieg fast selbstverständlich. Das zeigen auch unsere Erfahrungen im direkten Kundenkontakt: Die Gen Z wünscht sich deutlich häufiger einen E-Dienstwagen, weil sie das Fahrgefühl und die niedrigeren CO2‑Emissionen schätzt", verrät Uwe Hildinger, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung bei Alphabet Deutschland.
Langstreckenangst reduziert – 1000 Kilometer wagen nur wenige
Und auch längere Strecken verlieren ihren Schrecken: Während 2024 nur 30 Prozent aller E-Auto-Besitzer eine Strecke zwischen 500 und 1000 Kilometern elektrisch zurückgelegt hätten, sind es mittlerweile bereits 39 Prozent. Megadistanzen über 1000 Kilometer würden allerdings nur noch 16 Prozent mit dem Elektroauto fahren, vor zwei Jahren waren es noch etwas mehr (17 Prozent).
"Elektromobilität ist für viele längst im Alltag angekommen. Die Reichweite spielt dabei nahezu keine Rolle mehr. Das liegt auch an dem großen, technologischen Fortschritt, den die neuen Modelle in den vergangenen Jahren ermöglicht haben", so Hildinger.
Fazit
Das E-Auto scheint sich auch für die Urlaubsreise als zuverlässiges Transportmittel zu etablieren. Nur lange Strecken über 1000 Kilometern würden die wenigsten elektrisch fahren – verständlich. Leider wurde nicht abgefragt, wie viele Autofahrer sich für eine solche Langstrecke in einen Verbrenner setzen würden.
Service-Links








