Autosalon Genf 2020: Coronoavirus

Genf 2020: Autosalon wegen Coronavirus abgesagt

Coronavirus verhindert Genfer Autosalon

Der Autosalon Genf 2020, eine der wichtigsten Automessen der Welt, kann wegen des Coronavirus nicht stattfinden. Den Ausschlag gab ein Verbot der Schweizer Regierung.
Das Coronavirus hat nun auch spürbare Auswirkungen auf eine der wichtigsten Automessen der Welt, den Genfer Autosalon 2020 (geplant vom 5. bis 15. März). Nachdem zunächst mehrere führende Hersteller ihre Teilnahme infrage gestellt hatten, fällt das Event ausgerechnet an seinem 90. Jubiläum komplett aus. Grund: Der Schweizer Bundesrat verbot am 28. Februar wegen der inzwischen in mehreren Erdteilen grassierenden Epidemie Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Laut einer Kabinettserklärung stuft der Bundesrat die Situation als "speziell" im Sinne des Epidemiengesetzes ein. Das Verbot gilt bis mindestens 15. März. Betroffen von dem Erlass sind vor allem Sportereignisse im Land wie zum Beispiel Fußball- und Eishockeyspiele, aber auch die traditionelle Basler Fasnacht.

Absage wurde lange hinausgezögert

Die Veranstalter des Genfer Salons hatten aus Angst um die Zukunft der Messe lange mit der Absage gezögert, doch der öffentliche Druck wurde zuletzt immer größer. Viele Autobauer – darunter auch die deutschen – hatten sich hinter den Kulissen bereits auf eine Nichtteilnahme geeinigt. Der japanische Hersteller Toyota hatte verkündet, nur mit reduziertem Personal in der Schweiz vertreten zu sein. Ähnliches galt für Mazda. Zudem wurden bereits im Vorfeld die für April geplante Auto China in Peking auf unbestimmte Zeit verschoben, der Genfer Uhrensalon wurde gecancelt.

150 Welt- und Europapremieren waren geplant

Den Genfer Salon gibt es seit 1905, er eröffnet traditionell im März die Autosaison. Ursprünglich waren für dieses Jahr rund 150 Welt- und Europapremieren geplant, darunter VW Golf 8 GTI, BMW M340d, Mercedes-AMG GLE 63 Coupé, Leon Cupra und Audi A3. Erwartet worden waren wie in den Vorjahren mehrere Hunderttausend Besucher. Allerdings sinkt wegen der Digitalisierung allgemein die Bedeutung großer Automessen – auch für Genf hatten mehrere Marken wie Ford, Opel und Lamborghini aus Kostengründen von vornherein abgesagt.

Coronavirus greift längst weltweit um sich

Das in China zuerst aufgetauchte Coronavirus greift inzwischen rund um den Globus um sich – also auch in Europa. So sind in Norditalien ganze Regionen abgeriegelt, in Deutschland liegt die Zahl der Infektionen bei rund 45 (Stand 28. Februar). In der Schweiz waren laut Innenminister Alain Berset bis zum 28. Februar 15 Menschen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Mehr als 100 Menschen seien in Quarantäne. Viele Experten fürchten massive Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft – die Autoindustrie gilt als eine der am stärksten betroffenen Branchen.
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