CES 2018: Harman, Cockpit S-Klasse

CES 2018: Harman, Cockpit S-Klasse

Harman: Cockpit-Studie

Einblick in die nächste S-Klasse

Mega-Display wie bei Byton, neueste QLED-Technik und noch mehr Sprachfunktionen: So könnte das gerade eingeführte MBUX in der S-Klasse aussehen!
Daimler stellt auf der CES in Las Vegas sein neues Infotainmentsystem MBUX auf. Zuerst wird es in der Mercedes A-Klasse in Serie gehen. Doch Mercedes kündigte bereits während der Pressekonferenz an, dass die S-Klasse nachziehen wird. Die neue Hard- und Software wird aber erst in der nächsten S-Generation 2020 kommen. Allerdings gibt es auf der CES 2018 schon einen konkreten Ausblick auf das, was uns im Cockpit der neuen Oberklasselimousine erwarten wird – und zwar am Stand von Harman! Der Zulieferer tüftelte bereits zusammen mit NVIDIA und Mercedes am MBUX, und laut Insidern sollen sie auch am Infotainmentsystem der S-Klasse mitarbeiten. Ein Zulieferer würde natürlich nie offiziell sagen, dass er exklusiv für einen bestimmten Hersteller produziert. Man will sich alles offen halten, hofft natürlich auch auf andere Kunden. Immerhin gehört auch der VW-Konzern zu Harmans Kunden. Daher steckt das Infotainmentsystem auf der Messe auch nicht in einem Mercedes, sondern neutral in einem Maserati GranCabrio. Wie von Harman gewohnt, gewährt es einen Ausblick auf das gesamte Spektrum des kommenden Infotainmentsystems. Bei Mercedes werden sicherlich Grafiken und Funktionen abweichen. Dennoch wird wohl vieles davon in die nächste S-Klasse und später auch E-Klasse stecken.

Byton SUV Concept (2019): Elektroauto, Preis, Test, Reichweite

20-Zoll-Display wie im Byton SUV-Concept

Der Schein trügt: Trotz Maserati-Lenkrad sehen wir hier Elemente von Harman, die so ähnlich in der nächsten S-Klasse kommen.

Da wäre zum einen das gigantische Hauptdisplay in 20 Zoll (Byton lässt grüßen), welches sich von der Mittelkonsole bis zur Beifahrertür erstreckt. Besonders elegant: Um nicht allzu dominant im Raum zu stehen, lässt sich das Display zu zwei Dritteln in der Armatur versenken. Übrig bleibt dann nur ein schmaler Bildschirmstreifen mit den wichtigsten Infos. Bei der Displaytechnik profitiert Harman vom neuen Mutterkonzern Samsung. Harman spricht von der "Cadmium-free Quantum Dot Light-Emitting Diode (QLED)" und den bekannten (OLED) Bildschirmen. Der Fahrer wird mit seinem Benutzerprofil im System angemeldet. Alle Einstellungen richten sich nach seinem Profil, das in der Harman-Cloud hinterlegt ist. Habe ich dort gespeichert, dass ich zum Start des Fahrzeug gerne Wetterinformationen sehen möchte, dann werden diese sogleich auf den Displays angezeigt. Auch das Menü lässt sich personalisieren. Haben wir ja bereits beim MBUX gesehen.

Mercedes MBUX Infotainmentsystem (2018)

Sprachsteuerung erlaubt auch Fahrzeugdiagnose

Auch die drei Drehregler im Demofahrzeug sind mit OLED-Bildschirmen bestückt und können unterschiedlich konfiguriert werden. Sie lassen sich als Uhr, Fahrmodi-, Temperatur- oder Lautstärkeregler nutzen. Das gibt's bereits in Serie – und zwar im neuen Audi A8. Über einen der Drehregler wählt der Fahrer im Harman-Demofahrzeug zwischen den drei Sprachdiensten von Samsung Bixby, Amazon Alexa und IBM Watson. Bei Mercedes dürfte der Weckruf dann "Hey, Mercedes!" heißen. Die Sprachsteuerung bei Harman erlaubt auch Fahrzeugdiagnosen. So erklärt der Dienst, warum etwa eine Warnleuchte blinkt und was man zur Fehlerbehebung tun muss. So eine Funktion stellt auch Zulieferer Continental mit Amazon Alexa auf der CES vor. Das Feature wird also sicherlich kommen und Autofahrern in Zukunft viel Stress ersparen. Eine weitere Neuheit der CES, Wireless Android Auto, finden wir auch im Demofahrzeug. Legt man das Smartphone in die induktive Ladeablage, werden diverse Apps in den Hauptbildschrim übertragen und sind so im Auto verfügbar.

Die Highlights der CES 2018: Cockpits von morgen

Samsung bringt Smartphone-Know-how mit

Qualität und Bedienbarkeit der Harman-Bildschirme sind top – da merkt man die Unterstützung von Samsung.

Beeindruckend ist die Qualität, die Harman mit seinen Bildschirmen erreicht hat. Alles fühlt sich hochwertig und gut an. Samsung trägt zudem mit seinem umfangreichen Smartphone-Know-how dazu bei, dass auch die Cockpits smart werden und dabei nutzerfreundlich bleiben. Das fiel der Autoindustrie in den vergangenen Jahren eher schwer. Mit Samsung und Harman hat man da offenbar einen guten Partner, wie man bei Mercedes bereits an den vielen positiven Reaktionen zum MBUX sieht. An dieser Stelle sei erneut betont, dass Harman einen Ausblick auf das gesamte Spektrum bietet, das später in der S-Klasse stecken könnte. Man sollte sich aber auch nicht wundern, wenn man ähnliche Displays und Elemente bei künftigen Modellen des VW-Konzerns wiederfindet, mit dem Harman ebenfalls zusammenarbeitet. Denn einige Menüstrukturen des Demo-Cockpits erinnern an die des VW-Konzerns, wie beim neuen Audi A8 und im Porsche-Cayenne. Außerdem zeigt Harman auf der CES die Basisversion seines digitalen Cockpits für günstigere Modelle. AUTO BILD wird das System in einem späteren Artikel vorstellen.

CES 2018: Harman, Cockpit S-Klasse


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