Höhere Rabatte beim Autokauf
Trendwende: Steigende Rabatte machen Neuwagen günstiger

Neuwagen in Deutschland werden wieder günstiger. Das ergab der neue CAR Auto-Report. Grund: steigende Rabatte. Was derzeit das größte Schnäppchen ist – und welcher Hersteller ausschert!
Bild: DPA
Wer sich in Deutschland ein neues Auto kaufen möchte, ist derzeit in einer so guten Verhandlungsposition wie seit Jahren nicht mehr. Denn: Händler und Hersteller räumen immer höhere Rabatte für Neuwagen ein – gezwungenermaßen.
"Der Kunde ist wieder König", titelte das Duisburger Center Automotive Research (CAR) schon bei seinem Auto-Report im Juni 2023. Und im Juli sind die Rabatte weiter gestiegen: Mittlerweile werden bei den 30 meistgekauften Neuwagen – überwiegend Verbrennerfahrzeuge – durchschnittlich 17,4 Prozent Nachlass eingeräumt, wie die Marktforscher um Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer ermittelten. Ein Wert, so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr.

Beim Mini Cooper SE als Neuwagen sind derzeit die höchsten Rabatte in Deutschland rauszuholen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Das höchstrabattierte Modell unter den erwähnten 30 Topsellern auf dem deutschen Markt ist der Cupra Formentor mit 26,3 Prozent. Aus dem Listenpreis von 36.870 Euro wird dank 5274 Euro Abzug ein Durchschnitts-Neupreis von 31.596 Euro.
Das Erstaunliche: Waren es sonst meist Importmarken, die durch Preisnachlässe hierzulande Marktanteile erobern wollten, mischen die deutschen Hersteller mittlerweile munter mit bei der Rabattschlacht. Es seien Audi, BMW-Mini, Opel, Ford, VW sowie die VW-Tochter Seat, die ihre Rabatte stärker als der Durchschnitt angehoben hätten, heißt es in der CAR-Erhebung. Den größten Rabattsprung seit Januar hat der Audi A3 zu verzeichnen, und zwar um 8,3 Prozentpunkte auf jetzt 18,8 Prozent.

Für den ID.3 und seinen größeren Bruder ID.4 senkte VW zuletzt die Rabatte – nicht jedoch in China.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Die Umkehr vom Verkäufer- in einen Käufermarkt begann im Februar 2023 und hat mehrere Gründe. So scheint sich – wie von vielen Experten vorausgesagt – der Preiskampf vor allem bei E-Autos in China langsam, aber sicher auch auf Europa mitsamt Deutschland auszuweiten.
Der wichtigste Grund aber heißt: Angebot und Nachfrage. Lange Zeit beherrschten Produktionsengpässe durch Teilemangel und lange Lieferzeiten, speziell bei E-Autos, das Bild. Mittlerweile aber sind die Auftragsbestände der Autobauer zu großen Teilen abgearbeitet. Doch jetzt ist die Nachfrage zurückgegangen. Neuwagenkäufer sind bei der derzeitigen Wirtschaftslage mit hoher Inflation und steigenden Kreditzinsen zurückhaltend geworden.
Der Weg zum Händler oder, noch besser, der vorherige Blick ins Internet – zum Beispiel in den Automarkt von AUTO BILD – lohnt sich also wieder. Dennoch sollte man nichts überstürzen: Die Entwicklung der Neuwagenrabatte der letzten Jahre lasse vermuten, dass auch in den nächsten Monaten mit steigenden Nachlässen zu rechnen sei, prognostiziert das CAR-Institut.
Service-Links




















