LA Auto Show 2009
Schwarzenegger auf der LA Auto Show

Die Krise ist zwar noch allgegenwärtig, doch die Stimmung hellt sich auch bei den amerikanischen Autobauern auf. Die Akzente auf der LA Auto Show 2009 setzen aber die Deutschen. Und der Gouvernator kam gucken.
Na also, sie können doch noch lachen: Nachdem die Autobosse ein Jahr lang Trauer tragen mussten, zieht so langsam wieder ein leichtes Lächeln über ihre Krisengesichter. Das Tal ist zwar noch nicht durchschritten, doch zumindest die Sohle scheint erreicht. Die Absatzzahlen stabilisieren sich ein wenig, die akute Konkursgefahr für die drei großen US-Hersteller ist vorerst abgewandt, das Stimmungsbarometer weist wieder nach oben. Das zumindest ist 2009 der zentrale Eindruck von der LA Auto Show. Wurde dort im vergangenen Jahr bei Schummerlicht auf blanken Böden allenfalls noch der Trauermarsch geblasen, wummern jetzt wieder optimistische Klänge aus den Boxen. An den Autos lehnen wieder Modells, von der Decke scheinen wieder gleißend helle Strahler und die Krise wird zum Gespenst von Gestern.
Der Trend in Los Angeles 2009 geht in Richtung Kompaktwagen

Bild: Thomas Geiger
Ford Fiesta ist der neue Star

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Noch länger – und wahrscheinlich sogar vergebens – wird man auf die für Europäer wichtigste Neuheit der Messe warten müssen: den VW up Lite. Der 3,84 Meter lange Stromlinien-Dreitürer aus Wolfsburg ist die mittlerweile fünfte Variation des kommenden Kleinwagens und wird diesmal von einem Diesel-Hybrid angetrieben: zwei Zylinder, 0,8 Liter Hubraum und 68 PS reichen (im Teamwork mit dem E-Motor) für 160 km/h und sorgen dank konsequenten Leichtbaus für 2,44 Liter Verbrauch – sparsamer ist kein anderer Viersitzer der Welt, schwärmen die Niedersachsen. Dennoch führt VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg den kleinen Knauser nur als Denkmodell, mit dem die Entwickler alle Möglichkeiten auf der künftigen Kleinwagen-Plattform ausloten wollen. Und das ist vielleicht kein dummer Schachzug. Denn so richtig reif für den Aufstand der Zwerge scheinen die Amerikaner doch noch nicht zu sein. Die Hersteller mögen die Zeichen der Zeit vielleicht verstanden haben – aber die Kunden kaufen nach wie vor lieber Geländewagen und Pick-ups. Seit der Benzinpreis seine schmerzhaften Höhenflüge – zumindest vorerst – beendet hat, stehen deshalb die alten Dickschiffe wieder ganz oben in der Zulassungsstatistik. Und einstmals gefeierte Kleinwagenstars wie der Mini oder der Smart stürzen fast ins Bodenlose: Der Baby-Benz hat von Oktober auf November zwei Drittel eingebüßt, der Nachwuchs-BMW hat 44 Prozent verloren.
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