Opel Adam: Kaufberatung
Adams Kostüme

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Nach dem Mokka bei den kleinen SUVs nimmt Opel mit dem Adam die Kleinstwagen ins Visier. Mit seinen vielen Ausstattungsoptionen soll er stilvolle Stadtflitzer wie den Audi A1, Fiat 500 oder Mini kräftig ärgern.
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Vor fast dreißig Jahren rückte Opel auf der IAA die Kleinwagenstudie Junior ins Rampenlicht. Mit reduziertem Design samt abgerundeten Kanten und fließenden Formen wies sie interessante Parallelen zum heutigen VW Up auf. Der spätere BMW-Designer Chris Bangle stellte sich innen zudem austauschbare Cockpitmodule vor, um das Auto zu individualisieren. Elemente der Studie sollten später in der zweiten Corsa-Generation Verwendung finden. Doch unterhalb davon gab es bis auf den mit Suzuki entwickelten vanartigen Agila lange nichts. Heute kauft man Kleine aber nicht nur, weil kein Geld für Große da ist. Schicke, individuelle Stadtflitzer wie Audi A1, Mini oder Fiat 500 sind gefragt – als Teil eines modischen Lebensstils. Auch Opel will sich ein Stück vom Kuchen sichern. Allerdings will man sich dabei des fleißig praktizierten Retrostils enthalten. Der kraftvoll gezeichnete Adam ist 30 Zentimeter kürzer als der Corsa, minimal breiter, aber fast genauso hoch, was den muskulösen Auftritt unterstreicht. Knuffige Scheinwerfer samt freundlichem Lächeln im geschwungenen Lufteinlass erhöhen den Knuddelfaktor. Als Vorbote der zig Individualisierungsmöglichkeiten fällt sofort die optionale zweite Außenfarbe für das Dach auf.
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Widmen wir uns dem Kommandostand, dessen unterschäumter Instrumententräger speziell in den zweifarbigen Ausführungen so flott wie chic aussieht. Die Anmutung ist hochwertig und zeugt von guter Verarbeitung. Die Sicht nach vorn beeinträchtigen die zwar breiten, aber geschickt geschwungenen A-Säulen kaum. Und die B-Säule liegt selbst bei weit nach hinten geschobenem Sitz so, dass in Kombination mit den hinteren Seitenscheiben der klassische Schulterblick gelingt. Trotz modischer Heckgestaltung samt kräftiger C-Säule: Den Durchblick behält man auch im Rückwärtsgang dank der großen Heckscheibe. Das ist selbst für kleine Autos heute leider nicht mehr selbstverständlich. Nutzer knappen Parkraums bestellen die hinteren Parkpieper oder besser gleich den automatischen Parkassistenten. Der kostet mit 580 Euro inklusive Totwinkelwarner in den Außenspiegeln zwar 260 Euro mehr, erkennt aber auf Knopfdruck Parklücken und lenkt den Adam auf Wunsch automatisch hinein.
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Kombinationsvielfalt: Zwölf Karosserie- und drei Dachfarben stehen zur Auswahl.
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Also, wenn Ihre Wünsche das Genannte übersteigen, raten wir gleich zu Jam, was neben der Klimaanlage auch Aluräder, Tempomat, Lederlenkrad, CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Chromteile einschließt. Braucht man mehr? Eigentlich nicht. Wenn doch, kommt entweder der elegante Glam mit Panorama-Sonnendach oder der sportliche Slam mit Sportfahrwerk und zweiter Dachfarbe ohne Aufpreis infrage. So weit, so normal. Doch nun können Sie unter 12 Karosserie- und 3 Dachfarben, 31 Rad-Reifen-Kombinationen, 15 Sitz- und 3 Dachhimmeldesigns oder den bereits erwähnten Paketen, Innenraumdekoren, Spangen, Clipsen und vier grundsätzlichen Innenraumfarben wählen. Auch ein LED-Dachhimmel und hintergrundbeleuchtete Armaturentafeln finden sich im Portfolio. Selbst das ist nur ein kleiner Auszug aus der Liste, die es erlaubt, das Auto individuell von einfarbig reduziert bis kunterbunt zu konfigurieren. Erwähnenswert zudem: die technischen Extras, die Opel teils exklusiv in dieser Klasse anbietet. Etwa das beheizbare Lenkrad (350 Euro), der Totwinkelwarner im Paket mit dem automatischen Einparkassistenten oder der ausziehbare Fahrradträger FlexFix (590 Euro).
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Das Multimedia-System IntelliLink kann Smartphone-Inhalte auf den 7,5-Zoll-Touchscreen übertragen.
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Kaum durstiger, aber etwas flotter geht es mit dem 1.4er und dessen 87 PS. Zwar will auch er als Sauger gedreht werden, doch in Kombination mit dem untenrum kurz gestuften Fünfganggetriebe und angenehm kurzen Schaltwegen taugt Adam als Stadtflitzer. Das gilt in abgeschwächter Form auch für Überlandpartien und die Autobahn, zumindest bis zur Richtgeschwindigkeit; darüber tut er sich schwer. Bis 176 km/h ist ein Tempozuwachs zwar anhand des Tachos erkenn-, aber nicht wirklich erlebbar. In der Elastizität schlägt er den kleinen Motor allerdings um neun Sekunden. Bei höheren Tempi meldet sich die Maschine vernehmlich, aber nicht ungebührlich laut zu Wort. Bei gleichen Elastizitäts- und Verbrauchswerten ist die 100-PS-Variante 9 km/h flotter und eine Sekunde eher auf Tempo 100. Lohnt sich das? Eigentlich nicht. Warten Sie lieber auf den neuen Turbo-Benziner samt Sechsgangschaltung, den Opel spätestens 2014 bringen will. Auch Dieselmotoren finden sich derzeit noch keine im Portfolio; Opel will zunächst abwarten, ob hier Bedarf besteht und gegebenenfalls entsprechend reagieren.
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Auch mit Sportfahrwerk bleibt Adams Abrollverhalten komfortabel. Selbst mutwillig angesteuerte Schlaglochpassagen quittiert er lange mit Gleichmut. Im normalen Modus ist die Lenkung in der Mittellage etwas zu leichtgängig, indifferent und vermittelt den Eindruck, als wüsste die Elektronik gerade nicht genau, ob sie unterstützen soll oder nicht. Im City-Modus der Servolenkung gewährt sie dann fast volle Unterstützung, damit selbst zarteste Staturen mit dem sprichwörtlich kleinen Finger in enge Parklücken zirkeln können. Bliebe jetzt nur noch zu überlegen, zu welchen Dekoraccessoires oder Rädern Sie greifen wollen, um Ihren ganz individuellen Adam zu erschaffen. Weitere Infos und viele Bilder zum Opel Adam finden Sie oben in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
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