Porsche 911/992 Cabrio (2019)

Porsche 911/992 Cabrio (2019)

Porsche 911/992 Cabrio (2019)

Alle Infos zum neuen Elfer-Cabrio

Porsche bringt das 911 Cabriolet mit zwei Motorisierungen und einer neuen, schnelleren Verdeck-Hydraulik. AUTO BILD hat alle Infos zum offenen 911!

Vorstellung: Porsche bringt das Cabrio kurz nach dem Coupé

Kurz nach der Präsentation des neuen 911 bringt Porsche auch das 911 Cabriolet der Generation 992. Seit 1982 gab es jeden 911 auch als Cabrio. Die wichtigste Nachricht: Porsche setzt weiterhin auf ein klassisches Stoffverdeck mit fester Glasheckscheibe! In die Struktur wurden Magnesium-Elemente integriert, die das Aufblähen verhindern und den Komfort steigern sollen. Gleichzeitig macht eine neue Verdeck-Hydraulik das Öffnen und Schließen extraschnell: Das Stoffdach lässt sich in nur zwölf Sekunden elektrisch öffnen und gehört damit zu den schnellsten voll elektrischen Stoffdächern auf dem Markt. Das Prozedere funktioniert auch während der Fahrt bei bis zu 50 km/h. Besonders komfortabel: das elektrisch ausfahrbare Windschott.

Nur wenige Wochen nach dem Coupé präsentiert Porsche jetzt die Cabrio-Version des 992.

Die Front des Cabrios entspricht der des Coupés. Eine Schürze mit reichlich Lufteinlässen und stärker ausgeformte Kotflügel – die Front des neuen 911 Cabrio stünde auch einem Turbo gut zu Gesicht. Der 992 ist in der Breite gewachsen, die Fronthaube wieder klassisch geformt – sie schließt beinahe gerade mit der Schürze ab. Die Felgen messen, genau wie beim Coupé, vorne 20 Zoll, hinten 21 Zoll. Zum Hingucker dürften sich die Türgriffe des 992 entwickeln. Sie sind im Blech der Türen versenkt und fahren bei Bedarf elektrisch aus. Der Heckspoiler ist wesentlich breiter als bei allen Vorgänger-Generationen. Darunter befindet sich das durchgehende Rückleuchtenband.

Neue Porsche (2019 und 2022)

Der Basispreis liegt bei 134.405 Euro

Zum Marktstart bietet Porsche das Coupé und das Cabrio jeweils als Carrera S und als Carrera 4S an. Beide Versionen setzten auf den Dreiliter-Turbo mit 450 PS und 630 Nm und sind ab sofort bestellbar. Das hinterradangetriebene 911 Carrera S Cabriolet startet bei 134.405 Euro, das 911 Carrera 4S Cabriolet bei 142.259 Euro.

Innenraum: Der analoge Drehzahlmesser bleibt

Alle vom Coupé bekannten Cockpit-Änderungen übernimmt auch die Cabrio-Version. 

Das Cockpit haben die Designer ebenso bedacht weiterentwickelt wie das Äußere des 911. Mit dem zentralen 10,9-Zoll-Touchscreen erinnert das Armaturenbrett an Panamera und Cayenne, es kombiniert zeitlos gelungenes Design mit modernen Elementen. Entscheidender Unterschied zum Vorgänger: Der Hauptmonitor ist deutlich höher platziert als im 991 und liegt damit besser im Blickfeld des Fahrers.
Darunter ermöglichen fünf Schnellwahltasten einen intuitiven Zugriff auf Basisfunktionen. Klassisch angehaucht ist das Kombiinstrument. Bei aller Digitalisierung: So ganz kann sich Porsche nicht von der Nadel lösen, zumindest der zentrale Drehzahlmesser ist traditionell analog. Rechts und links davon versorgen zwei Monitore den Fahrer mit Informationen. Auffallend klein ist der neue Gangwahlhebel des neuen Achtgang-PDK.

Connectivity: Lifestyle-Assistent Porsche 360+

Hauptbedieneinheit des neuen Infotainment PCM ist der 10,9 Zoll große Zentralmonitor. Das Infotainmentsystem umfasst Online-Navigation und erlaubt, das der 911 mit anderen Fahrzeugen kommunizieren kann, um Daten auszutauschen. Zudem zeigt Porsche im 911 zwei neue Features: den Porsche Road Trip für Tourenplanung, Organisation und Navigation entlang zusammengestellter Routen mit speziellen Point of Interests (Hotels, Restaurants, Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten) und den Lifestyle-Assistenten "Porsche 360+", der den Alltag erleichtern soll und exklusive Erlebnisse verspricht. Was genau sich dahinter verbirgt, verraten die Zuffenhäuser aber noch nicht.

Bildergalerie Porsche 911/992 (2019)

Ausstattung: Das Stoffverdeck öffnet in zwölf Sekunden

Für das 911 Cabriolet hat Porsche eine neue, schnellere Verdeck-Hydraulik entwickelt. Das Stoffdach öffnet in nur zwölf Sekunden bei bis zu 50 km/h. Außerdem gibt es ein elektrisches Windschott für die Cabrio-Version des 911, um Verwirbelungen im Innenraum zu minimieren. Durch die Neupositionierung der Motorlager soll das 911 Cabriolet außerdem verwindungssteifer sein als der Vorgänger 991. Zudem gibt es erstmals für einen offenen 911 das PASM-Sportfahrwerk mit zehn Millimeter Tieferlegung.

Beim 911 Cabrio bleibt Porsche dem Stoffverdeck treu – und zwar seit 1982.

Serienmäßig kommt der 992 mit neuer
Sicherheitsausstattung: zum Beispiel dem Wet-Mode, der den Fahrer bei einsetzendem Regen warnt und die Fahrhilfen entsprechend voreinstellt. Die besonders sicherheitsoptimierte Abstimmung der Assistenten lässt sich per Taste (oder aufpreispflichtigem Sport Chrono-Paket-Drehregler am Lenkrad) abrufen. Stets mit an Bord ist zudem der Warn- und Bremsassistent. Optional können 911-Besitzer ihren Wagen mit einem Nachtsichtassistenten (Wärmebild), einer 360-Grad-Kamera oder Abstandsregeltempomat mit Stop-and-Go-Funktion samt autonomer Nothaltefunktion ausrüsten. Serienmäßig gibt es beim Cabrio einen Parkassistenten inklusive Rückfahrkamera.

Motor: 450 PS mit oder ohne Allrad

Zunächst nennt Porsche nur eine Motorenoption: die S-Variante des 911 Carrera mit 450 PS (30 PS mehr als bisher). Hinter der Leistungsangabe verbirgt sich der bekannte, aber weiterentwickelte drei Liter große Turbo-Boxer mit sechs Zylindern. Im Carrera S gibt der Motor seine Kraft an die Hinterräder ab. Das Cabrio soll dann in 3,9 Sekunden auf 100 km/h (3,7 Sekunden mit Sport Chrono-Paket) beschleunigen, den Topspeed gibt Porsche mit 306 km/h an. Minimal langsamer (304 km/h) in der Endgeschwindigkeit ist das 4S Cabrio. Dank Allrad soll die offene Version in 3,8 Sekunden auf Landstraßentempo (3,6 Sekunden mit Sport Chrono-Paket) sprinten.

Fahren: Der offene 992 ist agiler ist sein Vorgänger

Die Freiluft-Fraktion des Porsche 911 Carrera kommt erstmals in den Genuss eines Sportfahrwerks, das bis zu 100 Mal pro Sekunde die Vertikalbewegung der Karosserie prüft und die Härte der Dämpfer anpasst. Das Resultat ist eine merklich bessere Agilität gegenüber dem keineswegs schlechten Vorgänger. Zudem federt das 911er Cabrio viel feinfühliger an, was den Komfort deutlich erhöht. Damit verliert auch das straffere Sportfahrwerk seinen Schrecken. Offenfahren ist ein Fest für die Sinne. Das Cabrio hat alle fahrdynamischen Vorzüge des Coupés geerbt, auch wenn es aufgrund des fehlenden Dachs nicht ganz so verwindungssteif ist, was ein wenig Dynamik raubt. Sträubte sich der Vorgänger bisher ein wenig gegen das Einlenken, stürzt sich der offene 992 lustvoll auf jede Richtungsänderung. Dabei lässt sich das 911 Cabrio dank der sehr präzisen Lenkung intuitiv und mit großer Leichtigkeit um die Kurven zirkeln. Der Oben-Ohne Sportler macht es dem Piloten einfach, unglaublich schnell zu sein. Das liegt auch am variablen Allradantrieb, der die Kraft beim Herausbeschleunigen auf die Vorderräder leitet und so das Cabrio förmlich aus der Kurve zieht. Angenehmer Nebeneffekt: Der Allradantrieb und die Hinterachslenkung kaschieren auch das Gewicht von 1635 Kilogramm.

Technische Daten und Preis: Das Cabrio fährt über 300 km/h

Porsche 911 Carrera S Cabriolet • Motor: Sechszylinder-Turbo • Hubraum: 2981 ccm • Leistung: 331 kW (450 PS) • max. Drehmoment: 530 Nm • Getriebe: Achtgang-Doppelkupplung • Antrieb: Hinterrad • Höchstgeschwindigkeit: 306 km/h • Beschleunigung von 0 auf 100: 3,9 s (3,7 s mit Sport Chrono-Paket) • Preis: ab 134.405 Euro.
Porsche 911 Carrera 4S Cabriolet • Motor: Sechszylinder-Turbo • Hubraum: 2981 ccm • Leistung: 331 kW (450 PS) • max. Drehmoment: 530 Nm • Getriebe: Achtgang-Doppelkupplung • Antrieb: Hinterrad • Höchstgeschwindigkeit: 304 km/h • Beschleunigung von 0 auf 100: 3,8 s (3,6 s mit Sport Chrono-Paket) • Preis: ab 142.259 Euro.
Zum Vergleich: Die geschlossene Version des 911 Carrera S startet bei 120.125 Euro, das Carrera 4S Coupé bei 127.979 Euro.

Autoren: Jan Götze, Wolfgang Gomoll

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