Günstig tanken, das war einmal. Die Folgen des Ukraine-Kriegs haben die Spritpreise weit über die 2-Euro-Marke getrieben. Auch der Tankrabatt der Bundesregierung scheint beim Blick auf die Preistafeln weitgehend wirkungslos geblieben zu sein; nach einem kurzen Dipp stiegen die Preise vielerorts wieder heftig über die 2 vor dem Komma.
Die Sommerferien rücken immer näher – wie können Autofahrer den Tank vollmachen und dabei maximal sparen? Der ADAC hat im Mai 2022 die Preisentwicklung an den Tankstellen beobachtet. Daraus resultieren handfeste Tipps, wie Sie im dauernden Auf und Ab der Preise den Überblick behalten!
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Neuer Trend an der Tanke: Der höchste Preis gilt frühmorgens, dann rutscht die Preiskurve bei Benzin und Diesel im Tagesverlauf nach unten. Am günstigsten ist es zwischen 20 und 22 Uhr. Aber dazwischen gibt es immer wieder kleine Sprünge nach oben, und zwar meist gegen 10, 13, 16, 18 und 20 Uhr. Ab 23 Uhr schießt der Preis wieder rasant in die Höhe.

12 Cent weniger pro Liter Diesel sind drin

Der ADAC folgert: "Allein durch die Wahl des richtigen Tankzeitpunkts lässt sich viel Geld sparen." Wer kann, sollte also erst am frühen oder – noch besser – späteren Abend an die Zapfsäule fahren.
Bei Diesel beträgt die durchschnittliche Differenz zwischen dem morgendlichen Allzeithoch und dem abendlichen Tief bis zu zwölf Cent pro Liter! Bei einer 50-Liter-Tankfüllung sind das rund acht Euro Ersparnis. Für Benziner ist die Preiskurve ähnlich beschaffen, doch die Spitzen fallen weniger heftig aus: Hier beträgt die Differenz laut ADAC maximal zehn Cent pro Liter.
Diese Schwankungen sind signifikant höher als noch im Jahr zuvor: 2021 ermittelte der ADAC lediglich sieben Cent Preisunterschied für den Liter Benzin und sechseinhalb Cent für Diesel.

Bis zu sieben Preissprünge pro Tag

Die Untersuchung ergab, dass es im Tagesverlauf maximal sieben Ausreißer nach oben gibt. Damit hat sich die Zahl der Preissprünge seit 2021 nicht erhöht. Es kann sich hier bereits lohnen, nur eine Stunde zu warten, um einige Cent pro Liter weniger zu zahlen.
Spritpeistafel an Tankstelle
Die Preise für Benzin und vor allem für Diesel sind in Deutschland in bislang ungeahnte Höhen gestiegen.
Am teuersten sei Sprit hingegen nachts (wenn viele kleinere Stationen geschlossen sind und dadurch das Angebot verknappt wird) sowie am frühen Morgen, wenn viele Menschen im Berufsverkehr unterwegs sind, erklärt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken. Aber: "Ausnahmen bestätigen die Regel."

Beim Tanken sparen mit Internet, Navi oder App

Generell sollten sich preisbewusste Autofahrer im Internet, im Navi oder per App darüber informieren, welche Tankstelle in der Umgebung die günstigsten Preise hat. Hilfe beim Spritsparen gibt es bei clever-tanken.de, bei billig-tanken.de oder beim ADAC sowie in Navigationssystemen oder Apps für Smartphone, Tablet und Apple Watch.
Wer sein Smartphone im Auto nutzt – sinnvollerweise über eine Handyhalterung (hier zehn Smartphone-Halter im Test) –, der findet die günstigste Zapfsäule auch per Spracheingabe.

Tiefpreisgarantie und Rabattgutscheine fürs Tanken

Im Internet und in Apps bieten sich noch weitere Sparmöglichkeiten: So bieten clever-tanken.de und die HEM-Tankstellen eine Tiefpreisgarantie für jeweils 30 Minuten. Heißt: Für diesen Zeitraum bekommt der App-Nutzer den besten Preis im Umkreis von fünf Kilometern garantiert (Einzelheiten hier).
Eine ähnliche Preisgarantie bietet Shell seinen ClubSmart-Mitgliedern. Zudem gibt es oftmals Rabattgutscheine oder -Coupons zu entdecken. Hier heißt es, gängige Rabatt-Portale zu nutzen.

Zum Tanken runter von der Autobahn

Reisende, die an einer Autobahntankstelle haltmachen, müssen meist besonders tief in die Tasche greifen. Der ADAC ermittelte bereits im Sommer 2019 in einer deutschlandweiten Preisanalyse an über 14.000 Tankstellen: Wer an Autobahnen tankt, zahlt im Durchschnitt gut 20 Cent je Liter mehr als an Zapfsäulen im übrigen Straßennetz (21,4 Cent Aufschlag für einen Liter Super E10 und 23,8 Cent für einen Liter Diesel). Daran dürfte sich bis heute nicht viel geändert haben, im Gegenteil.
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Minutengenauer Spritpreis-Check

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Anders ausgedrückt: Clevere Reisende mit zehn Minuten Zeit zum Abfahren von der Autobahn und einem 50-Liter-Tank sparen beim Volltanken mit Superbenzin mehr als zehn Euro, mit Diesel üblicherweise sogar fast zwölf Euro.
Das gilt auch für Tankstellen im Umkreis von Autobahnausfahrten, obwohl die Spritpreise hier noch um gut zwei Cent höher liegen als im restlichen Straßennetz abseits der Schnellstraßen (eine ADAC-Liste mit autobahnnahen Tankstellen gibt es hier). Zwischen den einzelnen Wochentagen stellte der ADAC indes nur geringe Preisunterschiede fest.

Tanken im Ausland: In diesen Ländern ist der Sprit billiger

Beim Reisen ins Ausland sollte man daran denken: Deutlich billiger ist der Sprit in Österreich, Tschechien, Polen und Luxemburg – teurer dagegen in Dänemark, den Niederlanden und vor allem in Italien.
Doch Tanktourismus lohnt sich nicht, wenn der Umweg zu groß wird. Daher sollten Sie vorher kalkulieren, ob nicht die Strecke die Ersparnis wieder auffrisst. Hierzu ist es wichtig, den Verbrauch des eigenen Autos zu kennen.
Und, so reizvoll günstige Spritpreise in manchen Ländern auch sein mögen: Eine Extra-Tour über die Grenze lohnt sich nur in den seltensten Fällen, zumal sie auch Zeit kostet. Ausrechnen lässt sich die potenzielle Ersparnis zum Beispiel über einen Umweg-Rechner.