Vorstellung und Preis: Model 3 startet knapp unter 50.000 Euro

Es gibt kaum ein E-Auto, das sich einer so großen Beliebtheit erfreut wie der Tesla Model 3. Mitte 2017 ging die Limousine als viertes Tesla-Serienmodell an den Start, seit 2019 stromert das Model 3 auch über Deutschlands Straßen. Mit über einer Million verkauften Exemplaren ist der amerikanische Konkurrent zum BMW i4 das meistverkaufte Elektroauto der Welt.
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Erst kürzlich hat Tesla deutlich an der Preisschraube gedreht. Mit einem Basispreis von 49.990 Euro liegt der Netto-Listenpreis nun über 40.000 Euro – damit bekommt das Model 3 nicht mehr die volle BAFA-Umweltprämie. Wer die "Performance"-Variante haben will, muss sogar mindestens 63.490 Euro auf den Tisch legen.
Sehr viel teurer wird es aber nicht, denn die Liste der Ausstattungsmöglichkeiten ist sehr kurz. Neben Lackierung, Innenraumfarbe und Felgen lässt sich noch ein erweiterter "Autopilot" bestellen.

Tesla Model 3: die Preise im Überblick

• Tesla Model 3: ab 49.990 Euro
• Tesla Model 3 Long Range AWD: ab 59.490 Euro
• Tesla Model 3 Performance AWD: ab 63.490 Euro

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Facelift: Interieur des Model 3 wird wohl noch aufgeräumter (Update!)

Offenbar arbeitet Tesla an einem Facelift des Model 3 – um die Limousine für die Kunden attraktiver zu machen und Kosten zu sparen. Die aufgefrischte Version mit dem Codenamen "Highland" dürfte derjenigen ähneln, die 2021 für das Model S und Model X eingeführt wurde.
Schwerpunkt der Änderungen am Model 3 sei es, die Anzahl der Komponenten und die Komplexität im Innenraum zu reduzieren und gleichzeitig die Funktionen, die Tesla-Kunden schätzen (einschließlich des großen Zentraldisplays), zu verbessern, wie Reuters unter Berufung auf interne Quellen berichtet.

Neue Montagemothoden sollen Kosten senken

Äußerlich sind keine großen Änderungen geplant, aber mit dem Model S als Referenz könnte Tesla versuchen, die Karosserie des Model 3 einfach zu verfeinern. Mit neuen, kostensparenden Montagemethoden soll das Exterieur dann einfacher, und damit günstiger zu produzieren sein.
Veraussichtlich im dritten Quartal 2023 dürfte das überarbeitete Model 3 dann im Tesla-Werk in Shanghai in Produktion gehen Es wird auch im US-amerikanischen Werk in Fremont produziert, ein genauer Zeitplan ist aber noch nicht bekannt.

Gebrauchtwagen-Test: Hohe Gebrauchtpreise machen Neuwagen attraktiver

2019 ging das Model 3 in Europa an den Start. Jetzt tauchen erste Exemplare mit höheren Laufleistungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt auf. Die hohe Nachfrage sorgt aber für happige Preise. Dazu kommt, dass eine Förderung durch Staat oder Hersteller nur dann möglich ist, wenn der Gebrauchte unter 15.000 Kilometer gelaufen ist und nicht länger als 12 Monate erstzugelassen war. Der Gebrauchte darf auch nicht bereits durch den BAFA-Umweltbonus gefördert worden sein.
Tesla Model 3 Long Range
Relativ hohe Gebrauchtwagenpreise und BAFA-Förderung nur bis 15.000 Kilometer Laufleistung machen die Anschaffung eines neuen Model 3 attraktiver.

Wegen der relativ hohen Gebrauchtwagenpreise rät AUTO BILD trotz Wartezeit eher zu einem förderfähigen Neuwagen. Wer dennoch an der Anschaffung eines gebrauchten Model 3 interessiert ist, der sollte ein paar Punkte beachten.
Die Verarbeitung der Elektro-Limousine wurde zwar kontinuierlich besser, schlecht entgratetes Plastik und schwankende Spaltmaße sind aber immer noch ein Problem – zumindest bei Modellen, die nicht in China gebaut wurden. Der zu erwartende Wartungs- und Reparaturaufwand ist aber erfreulich gering.
AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt
Image Tesla Model Y Long Range Dual Motor AWD *20"LMF *LEDER
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Tesla Model Y Long Range Dual Motor AWD *20"LMF *LEDER
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Rechtliche Anmerkungen
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Batterie und Antrieb verfügen über acht Jahre Garantie (192.000 Kilometer), sollten aber eher länger halten. Wenn der Akku kaputtgeht, wird es teuer: Rund 14.000 Euro kostet ein neues Batteriepaket. Auch die Panoramascheibe kann für Ärger sorgen, so kommt es immer wieder zu Spannungsrissen im Glas. Eine neue Scheibe schlägt mit ca. 750 Euro zuzüglich Einbaukosten zu Buche. Und wer häufig das Gaspedal durchdrückt, sollte auch die Antriebswellen im Auge behalten. Diese können wegen des hohen Drehmoments schon mal leiden.

Neues "Superhorn" soll Außenlautsprecher, Hupe und Alarmanlage kombinieren

Limousine und SUV bekommen demnach den leistungsstärkeren AMD-Ryzen-Prozessor mit vier Kernen fürs Infotainment, der bereits in den Plaid-Versionen von Model S und Model X zum Einsatz kommt, sowie auch deren Benutzeroberfläche für den Touchscreen. Eine weitere Änderung, die die großen Brüder bereits hinter sich haben: Das 12-Volt-System wird künftig von einer Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt.
Außerdem sollen Model 3 und Model Y laut dem Leak nun auch eine Heckscheibe mit Akustikverglasung bekommen und eine komplett neue Funktion, die in den Screenshots "Superhorn" heißt. Hupe, Alarmanlage und Außenlautsprecher sind dabei kombiniert.
Zu guter Letzt übernimmt man für das Model 3 wohl noch einiges an Technik, die das Model Y bereits an Bord hat. So gibt es beim Performance-Modell offenbar Veränderungen am Antrieb, die mehr Leistung zulassen und die Limousine möglicherweise etwas schneller machen.

Motoren und Reichweite: bis zu 602 Kilometer nach WLTP

Zum Modelljahr 2021 verpasste Tesla dem Model 3 ein Motoren-Update. In der Basis gibt es jetzt einen 239 kW (325 PS) starken E-Motor an der Hinterachse. In der Topversion des Model 3 geben zwei E-Maschinen bis zu 377 kW (510 PS) sowie 660 Nm maximales Drehmoment an alle vier Räder ab. Für maximale Reichweite stellt Tesla das "Long Range AWD"-Modell bereit. Zwei E-Motoren leisten hier bis zu 366 kW (498 PS) und maximal 493 Nm Drehmoment.
Auch bei den Akkus hat Tesla zum Modelljahr 2021 noch einmal nachgelegt. Das Standard-Model-3 bekommt einen 60 kWh-Akku. Damit ist eine Reichweite von bis zu 491 Kilometern nach WLTP drin. Die beiden Allradvarianten "Long Range AWD" und "Performance AWD" haben seit 2021 einen 82-kWh-Akku im Unterboden. Dieser ermöglicht eine maximale Reichweite von 602 Kilometern. Die leistungsstärkere Performance-Version schafft es auf "nur" 547 Kilometer.

Technische Daten im Überblick:

Model 3 Standard Range
Model 3 Long Range AWD
Model 3 Performance AWD
Abzweigung
Motor
Abzweigung
Abzweigung
Batteriekapazität
Abzweigung
Abzweigung
Antrieb
Abzweigung
Abzweigung
Leistung
Abzweigung
Abzweigung
Max. Drehmoment
Abzweigung
Abzweigung
0-100 km/h
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschwindigkeit
Abzweigung
Abzweigung
Stromverbrauch kombiniert nach WLTP
Abzweigung
Abzweigung
Max. Reichweite nach WLTP
Abzweigung
Elektromotor
60 kWh
Hinterradantrieb
239 kW kW (325 PS)
420 Nm
6,1 s
225 km/h
14,4 kWh/100 km*
491 km*
Dual-Elektromotor
82 kWh
Allradantrieb
324 kW kW (440 PS)
493 Nm
4,4 s
233 km/h
14,7 kWh/100 km*
602 km*
Dual-Elektromotor
82 kWh
Allradantrieb
377 kW (510 PS)
660 Nm
3,3 s
261 km/h
16,5 kWh/100 km*
547 km*

Design und Abmessungen

Der Tesla Model 3 kommt mit einem schlichten Design, das komplett darauf verzichtet, sportlich oder aggressiv zu wirken. Die bisher in Chrom gehaltenen Zierleisten an Fenstern und Türgriffen sind zum Modelljahr 2021 geschwärzt worden. Mit knapp 4,70 Meter Länge ist die Limousine 28 Zentimeter kürzer als Teslas Oberklasse-Ableger Model S.
Tesla Model 3
Schwarze Scheibenrahmen und Türgriffe markieren die Modellpflege des Model 3.

Bei gleichbleibender Höhe von 1,44 Metern wirkt das Model 3 daher etwas gedrungener als das Model S. Der Radstand von 2,88 Metern soll viel Platz für Passagiere bieten. In der Basis steht das Model 3 auf 18-Zoll-Rädern, auf Wunsch verbaut Tesla 19-Zöller. Die "Performance"-Version steht serienmäßig auf 20 Zoll großen Rädern.

Abmessungen im Überblick:

• Länge: 4,69 Meter
• Breite: 1,85 Meter
• Höhe: 1,44 Meter
• Radstand: 2,88 Meter
• Kofferraum: 385 Liter (720 Liter bei umgelegter Rücksitzbank)
• Ladevolumen vorne: 58 Liter

Innenraum: durchdacht und stark reduziert

Ein Blick in den Innenraum des Amerikaners zeigt ein sehr luftiges und minimalistisches Bild. Knöpfe und Drehregler sucht man hier vergeblich, lediglich die Fensterheber und zwei Daumenräder am Lenkrad sind noch vorhanden. Den Rest erledigt ein 15 Zoll großes zentrales Touch-Display, über das sich alles einstellen lässt. Auch die Tachoanzeige übernimmt das Zentraldisplay, vor dem Lenkrad ist kein weiterer Bildschirm.
Tesla Model 3
Viel Touch-Bedienung, wenig Knöpfe: Der Innenraum des Tesla Model 3 wirkt modern und übersichtlich.

Serienmäßig wird in einem dunkel ausgestatteten Innenraum Platz genommen, auf Wunsch ist auch helle Polsterung erhältlich. Durch ein großes Glasdach, das sich von vorne bis hinter die zweite Sitzreihe zieht, wirkt das Raumgefühl noch offener und geräumiger. Der Kofferraum fasst bis zu 385 Liter, bei umgelegter Rückbank sind es sogar 720 Liter. Vorne im "Frunk" sind noch einmal zusätzliche 58 Liter Stauraum.

Kaufberatung: Das Basismodell ist völlig ausreichend

Im Bereich der elektrischen Mittelklasse-Limousinen hat das Tesla Model 3 bislang nur wenig Konkurrenz. Aktuell sind der Polestar 2 und BMW i4 die einzigen Mitbewerber. Der BMW ist mit einem Basispreis von 56.500 Euro aber gute 6.000 Euro teurer als der Amerikaner, der Polestar kostet in der Basis rund 2500 Euro mehr. Dazu besticht das Model 3 mit seinem cleanen, schlichten Design und einem guten Raumangebot. Auch die Liste der Sonderausstattung ist recht kurz.
Optional erhältlich sind lediglich andere Außenfarben, Felgen, Innenraumbepolsterung und teilautonomes Fahren. Letzteres bietet vor allem auf langen Strecken mehr Komfort; man darf sich aber nicht vollständig auf die Technik verlassen und muss immer wachsam bleiben. Bei ruhiger Fahrweise sind mindestens 400 Kilometer Reichweite drin.
Dabei reicht das Basismodell vollkommen, doch die Doppelmotor-Allradler bieten Internetfunktionen, Satellitenkarten, besseren Audiosound und brutale Beschleunigung. Der Griff zur Maximalreichweite ist nicht zwingend ein Muss.

Vergleichstest: Model 3 dynamischer als der Polestar 2

2020 hatte der Polestar 2 mit Dual-Motor und 300 kW (408 PS) den Tesla Model 3 Performance mit 377 kW (510 PS) im AUTO BILD-Vergleichstest herausgefordert. Der Elektro-Volvo überzeugt mit seinem intuitiven Infotainment – es handelt sich um ein Android-System mit Google-Funktionen. Dazu verzichtet der Innenraum vollständig auf tierische Materialien. Das Interieur wirkt zwar hochwertig, doch an einigen Stellen weist die Verarbeitung Mängel auf.
Tesla Polestar 2    Tesla Model 3
Vergleichstest mit dem Polestar 2: Der Tesla Model 3 ist das dynamischere E-Auto, besser verarbeitet zeigte sich aber der Polestar.

Qualitätsprobleme gibt es auch beim Tesla, die neueren Modelle aus China sollen aber eine deutlich bessere Verarbeitung bieten. Geht es ums Fahren, hat das Model 3 klar die Nase vorn. Seine Mehrleistung und das agile Fahrverhalten machen den Tesla zum dynamischeren Fahrzeug. Unterm Strich ist der Polestar 2 in diesem Test aber das bessere (Elektro-)Auto.

Von

Sebastian Friemel