Galerie VW ID.3 (2020)

Galerie VW ID.3 (2020)

VW ID.3 (2020): Test, Preis, technische Daten, Abmessungen, Bilder, Batterie, Elektroauto

Langstrecke mit der Serienversion des VW ID.3: So lautlos, so gut!

Endlich ist die Serienversion des VW ID.3 fertig. AUTO BILD ist mit ihm nicht nur Langstrecke gefahren, sondern hat ihn auch den Kumpels vorgestellt.
Die Serienversion des VW ID.3 ist endlich fertig! Natürlich hat AUTO BILD sich hinters Steuer gesetzt und ist mit ihm Langstrecke gefahren. Aufs Land, um herauszufinden, was die Kumpels zu dem Elektroauto sagen. Aber: Schon nach 300 Metern müssen wir stoppen. Allerdings nicht wegen technischer Probleme, sondern wegen der Bedienung. Wo, zum Teufel, nullt man hier den Tageskilometerzähler? Wir, AUTO BILD-Redakteur Andreas May und der Fotograf Herr Roschki, touchen also zwei Minuten auf dem Screen rum, fluchen. Aber schaffen es nicht. Rechnen wir eben immer minus 14.
Mobile E-Auto-Ladegeräte

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Preis: 1016,29 Euro

*Preise: Stand 23.11.2020

Der Motor ist immer hinten

Wir surren los, ganz lautlos geht das. Geht auch gut, 310 Nm Drehmoment sind ordentlich, 204 PS auch. Unser ID.3 ist eine 1st Edition mit mittlerer Batterie, also im Idealfall 420 Kilometer Reichweite laut WLTP-Messung. Das Elektroauto gibt es in drei Größen: 330, 420 und 550 Kilometer. Die Batterien sind immer unten für tiefen Schwerpunkt und sportliches Fahren, der Motor ist immer hinten, also Heckantrieb wie beim Käfer damals.

Der erste Ladestopp dauert länger

Aber erst mal runter von der Autobahn und tanken. Das testen wir bei Ionity, Abfahrt Kassel, denn hier soll es schnell gehen, unser ID.3 kann ja bis zu 100 kW (Topmodell bis zu 125 kW). Sagen die von VW. Wir trinken Kaffee, laden in 48 Minuten auf 94 Prozent und bereden mit dem Audi e-tron-Fahrer von nebenan das Debakel. "Ich lade mit 150 kW und ihr nur mit 66. Der kann doch mehr, was ist da los?", fragt er. Ja, VW, was ist da los?

Augmented Reality wird nachgeliefert

Die Sprachsteueurung und die Ladezeit des Infotainments waren bei unserem Testwagen noch ausbaufähig.

©F. Roschki

Zurück im Auto. Der ID.3 fährt klasse. Fahrwerk können sie bei VW, Lenkung auch, Elektronik nicht. Wir gucken auf einen kleinen Bildschirm hinterm Lenkrad, da wird die Geschwindigkeit digital angezeigt, fürs Head-up-Display haben sie endlich die alberne Plexiglas-Scheibe aus Passat und Tiguan in Rente geschickt, die Zahlen in der Windschutzscheibe sind gestochen scharf. Später soll sogar Augmented Reality möglich sein, dann werden die Pfeile genau da hingebeamt, wo abgebogen werden soll. Alle, die jetzt als Erste einen ID.3 kriegen, müssen deshalb Anfang nächsten Jahres in die Werkstatt zum Update. Vielleicht haben sie bei VW bis dahin auch das Navi im Griff; ich habe der Sprachbedienung fünfmal gesagt, wo ich hin will, sie dann angeschrien und das Ziel von Hand eingegeben. Und als ich zwischendurch die Fahrdaten mit Verbrauch und Akkustand abrufen wollte, war zwischen einer und zehn Sekunden Reaktionszeit alles drin.

Die Kumpels sind begeistert

Ein Fahrrad passt in den elektridschen ID.3 genauso gut wie in einen Kombi.

©F. Roschki

Aber was sagen eigentlich die Kumpels zum ID.3? "Wow", sagen sie. "So viel Bums! So viel Spaß! So wenig Lärm! So entspannend!" Sagt auch Jens Laabs, 54, Kälteanlagentechniker, Seat-Leon-ST-Fahrer. Nächstes Jahr will er seinen sechs Jahre alten Spanier gegen den Nachfolger eintauschen, 150-PS-Benziner, 32.285 Euro, sagt der Konfigurator. Jetzt lädt er sein Fahrrad in den ID.3, es passt genauso rein wie in seinen Kombi, und ich sage ihm: Ein ID.3 mit mittlerer Batterie und guter Ausstattung kostet unter 40.000 Euro, und dann gehen 6000 Euro Prämie vom Staat ab und 3480 Euro von VW, also fast 10.000 Euro. Dann fährt Jens zum ersten Mal im Leben ein E-Auto, es macht klick, Jens grinst. Weitere Pluspunkte für den ID.3: Jens fährt nur 10.000 Kilometer im Jahr, so wie der Durchschnitts-Deutsche und er könnte zuhause laden.

Der Duster-Fahrer ist skeptisch

Fassen wir es kurz: VW muss die Leute in die Autos kriegen, der Rest ist ein Selbstläufer. Außer bei Carsten Reitz, 52, Kfz-Meister, und Markus Reiß, 54, Außendienstler. Carsten fährt Dacia Duster für 13.500 Euro: "Zum Listenpreis könnte ich 30 Jahre Duster fahren und die Autos immer nach zehn Jahren wegschmeißen." Markus fährt mit seinem Dienstwagen Audi A4 Avant 80.000 Kilometer pro Jahr, klar, dass er nie ein E-Auto kaufen würde. Obwohl: "Der ID.3 liegt gut, den haben sie klasse hingekriegt, wuselig, kleiner Wendekreis, macht Spaß."

Schmutzanfälliges Hartplastik in den Türen

Nach 532 Kilometern haben wir 18 kWh verbraucht – sind aber auch nicht besonders sparsam gefahren.

©F. Roschki

Bis aufs viele Hartplastik, das wir bei Kumpel Dennis Hoos, 42, in der Werkstatt inspizieren. Wir sagen nie mehr, dass der Tesla Model 3 billiges Hartplastik hat, das kriegt VW auch hin, nur dass es hier auch schmutzanfällig ist. An den Türen oben und unten finden sich fiese Spuren nach einem Tag. Dann hebt der Meister das Auto hoch, zeigt auf die Batterie unter einer Aluabdeckung am gesamten Boden: "Wenn der ’nen Seitentreffer kriegt, wird’s teuer. Batterie rausnehmen, wenn sie äußere Beschädigungen hat, Eigensicherheit herstellen.“ Nee, Dennis, wir wollen jetzt nicht über Crashs reden, lieber fahren, fahren, fahren. Das macht Spaß. So viel, dass wir nach 532 Kilometern 18 kWh im Durchschnitt verbraucht haben, der Normverbrauch bei etwas sparsamerer Fahrweise soll bei 15,5 kWh liegen.

Technische Daten

VW ID.3 1st Edition • Motor: Permanentmagnet-Synchronmaschine • Leistung: 150 kW (204 PS) • max. Drehmoment: 310 Nm • Batteriekapazität: 58 kWh • Antrieb: Hinterradantrieb/Eingangautomatik • L/B/H: 4261/1809-2070 (mit Außenspiegeln)/1568 mm • Leergewicht: 1794 kg • Kofferraum 385-1267 l • 0­-100 km/h: 7,3 s • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h • Verbrauch: 15,5 kWh/100 km • Reichweite (WLTP): 420 km • Preis: ab 29.507 Euro (inkl. Umweltbonus).

Galerie VW ID.3 (2020)

Autor:

Fotos: F. Roschki

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