Nach einem Boom in den vergangenen Jahren schrumpft das Netz an Wasserstofftankstellen in Deutschland spürbar. Bundesweit sind zurzeit 79 H2-Tankstellen offiziell in Betrieb, tatsächlich geöffnet sind davon allerdings nur 69. Eine Handvoll weiterer Wasserstofftankstellen sind entweder gerade außer Betrieb, in Planung, im Genehmigungsverfahren oder in der Test- bzw. Inbetriebnahmephase. Das H2Life-Infoportal liefert aktuelle und verlässliche Daten über die Verfügbarkeit von H2-Tankstellen. Zum Vergleich: Aktuell bieten in Deutschland rund 14.400 konventionelle Tankstellen Benzin, Diesel und Autogas an.
Die Lagerung von Wasserstoff ist eine große Herausforderung, weil das leichteste aller Gase nur unter großem Druck oder weltraumkalt verflüssigt aufbewahrt werden kann. Die Herausforderung liegt daher in der Wasserstoff-Infrastruktur, sprich neben dem Speichern das Verteilen des kostbaren Energieträgers. Pkw tanken das klimaneutrale Gas bei minus 40 Grad und 700 Bar Druck. Zum Vergleich: der typische Reifendruck beim Auto liegt bei etwas über zwei Bar. Entsprechend kostenaufwendig sind Wasserstofftankstellen.
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Rechtliche Anmerkungen
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Warum schrumpft das Netz der H2-Tankstellen?

Die erste öffentliche H2-Tankstelle auf der Welt wurde 1999 in München eingeweiht. Es folgte eine Zeit der Wasserstoff-Euphorie, in der Folge entstanden viele Standorte mit Technik, die jetzt veraltet ist. Aber auch eine moderne H2-Tankstelle an der Hamburger Speicherstadt wurde 2024 abgerissen – kurioserweise, um die Einordnung des Stadtteils als Unesco-Weltkulturerbe nicht zu gefährden.
Dabei ist die Grundidee der Wasserstoffnutzung im Verkehr gut: Immerhin erlaubt Wasserstoff wie E-Autos lokal emissionsfreie Mobilität, und grünes Hydrogen ist komplett klimaneutral. Doch diese Träume sind verflogen, die alten H2-Tankstellen müssten nach aktuellem Stand modernisiert werden.
Wasserstoff-Tankstelle mit Zapfsäule für H2
Zum Tanken muss Wasserstoff auf mindestens minus 40 Grad Celsius erwärmt werden. Wasserstoff als Energieträger wird durch Elektrolyse erzeugt, bei seiner Fusion mit Sauerstoff entstehen Strom und Wasser.
Bild: Matthias Brügge/AUTO BILD
Bis in die Zwanzigerjahre dachte man, Wasserstoffautos könnten neben Elektroautos eine gewichtige Rolle bei der Verkehrswende spielen. Wasserstoff sollte ein wichtiger Energieträger für emissionsfreie Mobilität werden. Aber bislang kamen nur wenige Fahrzeuge auf den Markt, mit Hyundai Nexo, Toyota Mirai (in zwei Generationen) und Opel Vivaro-e Hydrogen sind es nur wenige Wasserstofffahrzeuge.
Aktuell sind gerade einmal 1802 Wasserstoffautos in Deutschland zugelassen (Stand 1. Januar 2025). Immerhin: Vom Hyundai Nexo kommt eine Neuauflage. Da es sich aber nicht abzeichnet, dass diese Pkw zu einer maßgeblichen Flotte anwachsen, lohnt sich die Modernisierung nicht, Standorte werden also geschlossen, bis Ende Juni 2025 sollen elf Tankstellen verschwinden.

Tanken Pkw anderen Wasserstoff als Lkw?

Pkw tanken wie Lkw und andere schwere Nutzfahrzeuge den gleichen Wasserstoff, aber mit anderem Druck. Während Personenwagen das Gas mit 700 Bar tanken, können schwere Lkw und Busse nur mit 350 Bar betankt werden. Weil der Verwendung von Wasserstoff im gewerblichen Transportverkehr größere Chancen eingeräumt werden, dürfte das Netz der Standorte für Lkw mit Brennstoffzelle im Gegensatz zum Pkw-Netz wachsen. So sollen Wasserstofftankstellen mit neuester Technik in Düsseldorf und Ludwigshafen öffnen. Das Ziel vom Betreiber H2-Mobility: Regionale Schwerpunkte, sogenannte Wasserstoff-Hubs sollen entstehen.
Toyota Mirai II auf Wasserstoff-Tankstelle in Münster
Wer Wasserstoff tanken will, muss eine der wenigen H2-Tankstellen in Deutschland gezielt anfahren – etwa diese in Münster (NRW).
Bild: Matthias Brügge/AUTO BILD

Ist Wasserstoff der Energieträger der Zukunft?

Noch 2023 schien das Potenzial von Brennstoffzellenautos riesig. Mittlerweile ist die Euphorie verflogen: Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass grüner Wasserstoff, so er denn verfügbar ist, anderen Anwendungen vorbehalten werden soll – von der Industrie bis zum Lkw-Verkehr.
Der Betrieb von Wasserstofftankstellen ist kostspielig und wird durch den H2-Verkauf nicht gedeckt. Somit ist das Schrumpfen der Anzahl der Pkw-Tankstellen bei den wenigen Autos verständlich. Die Verwendung von grünem H2 für Lkw erscheint dagegen als Zukunftsmodell.