AUTO BILD KLASSIK - Blick ins VW Sonderheft
Das Jahrhundertauto und seine Geschwister

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Käfer und Geschwister veränderten die Welt. Viele der luftgekühlten VW machen heute glücklich, einige sind Geheimtipps. Die bunte Welt des Jahrhundert-Autos im VW-Sonderheft!
Wer klassische VW liebt, ist Teil einer großen Bewegung: Der Käfer ist mit rund 49.000 angemeldeten Exemplaren der meistgefahrene Oldtimer in Deutschland – vom zweitplatzierten Mercedes W 123 sind 27.000 hierzulande unterwegs, hat der VDA ausgerechnet. Für alle Käfer-Liebhaber hat die Redaktion von AUTO BILD KLASSIK das VW-Sonderheft herausgebracht. So etwas gab es noch nie: alle wichtigen Käfer- und Bulli-Modelle übersichtlich beschrieben, mit aktuellen Preisen und Kaufberatungen, sämtliche luftgekühlten Serien-VW vom Karmann-Ghia bis zum mexikanischen Pick-up Hormiga, erstaunliche Kleinserien und Einzelstücke. Dieses Heft ist eine Enzyklopädie - nicht nur für den Käfer, sondern alle luftgekühlten Volkswagen.

Ab 1953 baut VW gebogenes Glas ins Heckfenster ein und modernisiert den Käfer.
Sonderheft mit allen luftgekühlten VW, am Kiosk!

Evolution eines Campers: Vom den T1 Westfalia, über den T2 bis zum T3, dem letzten Bulli mit Heckantrieb.
Zum Herunterladen: Titelseite und Inhaltsverzeichnis
Die Themen im VW-Sonderheft AUTO BILD KLASSIK 1/2016: Die weggesperrten Studien: Sie durften nie in Serie gehen: Wir zeigen die Prototypen, die in geheimen Kellern stehen. • Die bunte Käfer-Welt: Vom Brezelkäfer zum Mexikaner • Enthüllt - Wer den Käfer wirklich erfand: Des Volkswagens zahlreiche Väter • Die große Bulli-Familie: Vom T1 Samba-Bus bis zum letzten Luftgekühlten • Schwimm- und Kübelwagen: 1940-1945: militärische Typen 166b und 82 • Karmann-Ghia Typ 14: 1955-1974: Design nicht nur für Damen • VW-Porsche 914/4: 1969-1976: doch kein Flop, der Volksporsche • Typ 181: 1969-1980: Ein Kübelwagen als Spaßauto • Modelle aus Lateinamerika: Caramba! Die zauberhaften Brasilianer • VW-Technik in der DDR: Was Ingenieure aus Kübel & Käfer schufen (wie zum Beispiel das Lindner-Coupé) • Die wildesten Umbauten: Kleinserien und Einzelstücke.
Brubaker Box und die 1000 Gesichter des VW Käfer

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Der Brubaker Box sieht aus, als käme er aus der Zukunft – und ist doch schon 40 Jahre alt. Kaum zu glauben, dass das Auto auf einem VW Käfer basiert. Andreas Stevens alias DJ Greyboy (Bild) aus Kalifornien fährt einen.
Bild: Micah Smith

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Der coolste Käfer der Welt hat nur eine Tür. Eine Schiebetür. Auf der Beifahrerseite. "Mit beiden Händen", erklärt DJ Greyboy. "Kräftig. Trau dich. Gut so."
Bild: Micah Smith

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Gurte? "Sorry, Mann."
Bild: Micah Smith

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Dann schmeißt Greyboy den Motor an. Ein Käfer, unverkennbar. Dieser Sound im Heck. Er würgt den ersten Gang rein, und der Brubaker Box rollt langsam durch San Diego.
Bild: Micah Smith

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Die Nadeln der vier Rundinstrumente, gut einen Meter hinter dem Holzlenkrad am Horizont zu erahnen, zittern.
Bild: Micah Smith

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Greyboy gibt Gas, der 1600er dreht lautstark auf. Alles, was geht, Tempo 100 auf dem Highway. Andere Autofahrer bremsen ab, gucken, winken, staunen über den ersten Minivan der Welt: "What the ...?"
Bild: Micah Smith

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DJ Greyboy, tagsüber Andreas Stevens, 45 Jahre, Sohn griechischer Einwanderer, Discjockey und Musikproduzent, schreit: "Kenn ich schon. Mein Box erregt mehr Aufsehen als ein verdammter Ferrari."
Bild: Micah Smith

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Kein Wunder: Vom Brubaker Box fahren weltweit ja auch nur noch 13 Stück. Zwischen 30 und 50 Exemplare – die Angaben schwanken – wurden in den 70er-Jahren gebaut. Greyboy hat im vergangenen Jahr einen davon in New Jersey gekauft. Baujahr 1974.
Bild: Micah Smith

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Glatte 5.000 Dollar. Hat noch mal 15.000 Dollar reingesteckt, denn: "Mann, ich sag dir, alle Teile aus Metall waren echt am Arsch." 600 Arbeitsstunden hat er in seinen Brubaker Box investiert.
Bild: Micah Smith

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Mit Kater an seinem Kasten-Käfer geschraubt, nach langen Nächten hinter den Plattenspielern in den vielen Musikclubs und Bars von Südkalifornien. Nur die Box aus Fiberglas war noch zu gebrauchen. Gemeinsam mit einem Freund machte Greyboy den Motor flott, den einzigen Turbo-Boxer in einem Brubaker Box. Und den Innenraum, ...
Bild: Micah Smith

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... minimalistisch wie in keinem anderen Auto. Hat aus dem Fond eine Lounge werden lassen, ...
Bild: Micah Smith

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... goldfarbener Stoff an den Wänden. Hat die markanten Stoßstangen nachgebaut, Stahl mit Holzfolie. Und den Glitzerlack aufgetragen, der seinen Brubaker wie einen Goldbarren aussehen lässt.
Bild: Micah Smith

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Der Brubaker Box hat seine Windschutzscheibe vom AMC Javelin, ...
Bild: Micah Smith

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... die Heckscheibe vom Chevy El Camino, Rücklichter vom Datsun-Pickup ...
Bild: Micah Smith

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... und viele Teile vom Ford Pinto. Zum Beispiel ...
Bild: Micah Smith

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... die Felgen.
Bild: Micah Smith

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Das skurrile Auto stammt aus einem Entwurf des ehemaligen GM-Designers Curtis Brubaker. Er startet das Auto als Kit Car, sammelte Geld von Investoren ein. Doch nach nur drei Autos sprangen die wieder ab.
Bild: Micah Smith

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Am Ende baute die Firma Automecca noch ein paar Dutzend Brubaker Box und verkaufte sie unter dem Namen "Sports Van". "Eine traurige Geschichte", sagt Greyboy und arbeitet sich durch das Vierganggetriebe.
Bild: Micah Smith

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"Das Auto ist eine Skulptur. Allein die Idee mit nur einer Tür." Sie macht das Auto – nicht nur von der Fahrerseite aus betrachtet – zu einem einmaligen Designstück. Falls der Wagen nach einem Unfall auf der Beifahrerseite liegen bleibt, ...
Bild: Micah Smith

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... kann man den Box durch eine Luke im Dach verlassen. Nur deshalb ist das Auto, das wie ein Mondmobil aussieht, überhaupt zugelassen.
Bild: Micah Smith

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Greyboy fährt eh nur oben offen. Weil die Käfer-Pedale nach vorn und oben versetzt wurden, ...
Bild: Micah Smith

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... sitzt der DJ - genau wie Autor Hauke Schrieber (Bild) - in seinem Box entspannt zurückgelehnt. Er sucht einen Musiksender im Radio, das da eingebaut ist, ...
Bild: Micah Smith

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... wo sich in normalen Autos die Fahrertür befindet.
Bild: Micah Smith

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"So kann mir keiner an den Knöpfen rumfummeln", ruft Greyboy und fingert mit der linken Hand an den Reglern.
Bild: Micah Smith

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Doch viel von Musik ist bei dem Lärm eh nicht zu hören.
Bild: Micah Smith

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Greyboy war bislang keine 800 Kilometer mit seinem Goldstück unterwegs. Für die täglichen Fahrten benutzt er seinen Toyota Prius. Der sei das genaue Gegenteil: total uncool, aber voll vernünftig.
Bild: Micah Smith

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Ausfahrten im Brubaker sind für ihn Feiertage. Am Ziel der Fahrt, dem Fiesta Island Park vor San Diego, steigt ein Mann vom Fahrrad und fragt DJ Greyboy, was das denn für ein cooler Van sei. "Siehst du", sagt Andreas Stevens, "die Leute erkennen ihn sofort als das, was er sein soll. Als einen Van."
Bild: Micah Smith

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Hört sich an wie ein VW, sagt der Biker. "Ist aber ein Brubaker Box", antwortet Greyboy. Der Mann zuckt mit den Schultern. "Nie gehört." Offiziell zugelassen ist dieses unglaubliche Stück Auto allerdings in der Tat als ein Volkswagen. Als der coolste Volkswagen der Welt.
Bild: Micah Smith

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Der coolste, aber nicht der einzige. Außergewöhnliche Vehikel, die auf dem Käfer aufbauen, entstanden so einige. Fahrzeuge aus dem VW-Konzern und darüber hinaus. Ihnen ist gemein, dass in allen ein Käfer drin steckt. Hier kommt unsere Auswahl!
Bild: Werk

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Wir starten mit dem Plattenwagen. Nutzfahrzeuge aus eigener Produktion hatte VW in den Anfangstagen noch nicht zur Verfügung, geschweige denn kleine Transporter, mit denen man im Werk Motoren und ähnliches von Band zu Band schaffen konnte.
Bild: Hersteller

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Also zimmerten sich die VW-Leute aus Fahrgestell und Motor vom Käfer den Plattenwagen, um ihn als Lastesel für kurze Strecken im Werk und drumherum einzusetzen. Mit der Kabine hinten, ein umgekehrter Pick-up also.
Bild: Angelika Emmerling

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Dieser Plattenwagen inspirierte den niederländischen VW-Importeur Ben Pon senior bei einem Besuch in Wolfsburg so sehr, dass er ein Nutzfahrzeug auf Käfer-Basis skizzierte. Der Anstoß für die Entwicklung des VW Typ 2, besser bekannt als Bulli.
Bild: Sven Krieger

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Am 8. März 1950 liefen die ersten zehn Transporter in Wolfsburg vom Band. Sie bauten auf einer verstärkten Bodenplatte auf, alles weitere war Käfertechnik, auch die Motoren. Das bedeutet, dass die ersten T1 mit überschaubaren 25 PS auskommen mussten.
Bild: Werk

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Trotzdem erarbeitete sich der Bulli schnell einen Ruf als zuverlässiger Begleiter für alle Fälle, sei es als Transporter, als Pritsche oder als Bus. 1955 bekam er das, was wir heute ein Facelift nennen, mit einigen Aufwertungen im Innenraum und mehr Leistung.
Bild: Uli Sonntag

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Sämtliche Varianten des T1 waren (und sind) geradezu wahnsinning beliebt, der König unter den Bullis ist aber der Samba. Schon ein Jahr nach Stapellauf kam der Bus mit den 23 Fenstern und hält bis heute seinen Kultstatus.
Bild: Roman Rätzke

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Anfang der 1960er hatte die Deutsche Post ein Problem. Trotz spezieller Modifikationen war im Käfer einfach nicht genug Platz für Briefe und Päckchen. Die Lösung: der VW Typ 147. Der war größer als ein Goggo-Transporter, praktischer als der Käfer, aber kleiner als der Bulli.
Bild: Sven Krieger

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Gemeinsam mit Westfalia entwickelte und baute VW den 147, der alsbald aber nur noch unter seinem Spitznamen Fridolin firmierte. Technik gab es im VW-Regal genug, nicht nur den vertrauten 1200er-Boxer, der im Heck des 147 seinen Dienst versieht.
Bild: Markus Heimbach

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Leider gehörte 1964, als der Fridolin in Serie ging, Rostschutz noch nicht zum Serienpaket eines Neuwagen. Das führte dazu, dass viele Exemplare im täglichen Einsatz bei Wind und Wetter verschlissen wurden und gute Fridolin heute selten sind.
Bild: Uli Sonntag

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Der VW Typ 181 war nie das, was er sein sollte. Gedacht als witziges Spaßauto machte er bei Behörden Karriere. Dabei war seine technische Basis (Käfer-Motor, Bodengruppe vom Karmann Ghia, Hinterachse vom T1 Bulli) eigentlich veraltet und mit den Anforderungen an einen Geländewagen völlig überfordert.
Bild: Werk

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Als Cabrio eignete er sich auch nicht. Dafür war er zu sparsam ausgestattet. Und um als Freizeitauto fürs Wochenende durchzugehen, musste der Käufer einfach zu tief in die Tasche greifen. Was also tun?
Bild: Uli Sonntag

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Den Verantwortlichen war es vor allem wichtig, dass der 181 nicht mit diesem Ahnen in Verbindung gebracht wurde. Daher nannte man ihn kurzerhand Kurierwagen und erklärte ihn zum Mehrzweckfahrzeug für Straße und Gelände. Unter diesem Vorzeichen schlug er sich gar nicht schlecht, ...
Bild: autobild.de

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... bietet er doch vier Personen problemlos Platz. Entfernt man Verdeck und Türen, umtost der Fahrtwind die Insassen. Speziell in den USA machte der 181, kurzerhand "the Thing" genannt, Karriere. Dort war und ist er als ulkiges Spaßauto beliebt.
Bild: Super Plus

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Auch das ist ein Käfer? Ja, wenigstens, solange es ums Fahrwerk geht. Die Gebrüder Fritz und Ernst Beutler bauten dieses wunderschöne, langgestreckte Coupé zum Genfer Salon 1954 auf einem Käfer-Chassis auf.
Bild: Uli Sonntag

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Die Karosse besteht aus einem Stahlgerippe mit Aluhaut, Motor und Bremsen stammen von einem Porsche 356 B. Deshalb trägt der Wagen auch die Bezeichnung Beutler-VW-Porsche Typ 57. Dieses Auto steht im Zeithaus der Autostadt Wolfsburg. Erhältlich war es auch als Cabriolet.
Bild: Uli Sonntag

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Technisch ganz ähnlich und nicht weniger schön als der Beutler Typ 57 ist dieser VW von Ghia-Aigle. Er stammt aus der Feder von Giovanni Michelotti und baut auf einem VW 1200 Export auf, dessen Motorleistung ein Kompressor um 50 Prozent erhöht.
Bild: Wolfgang Gröger-Meier

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1957 stellte Ghia-Aigle den Wagen auf dem Genfer Salon vor. Wahrscheinlich ist, dass es sich um das einzige je in dieser Form umgebaute Fahrzeug handelt.
Bild: Wolfgang Gröger-Meier

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Kleinserien-Spezialist Rometsch aus Berlin verblüffte die deutsche Autowelt 1950 mit dem Beeskow Cabrio und dem Coupé. Elegant, filigran und sportlich wirkten die beiden auf der Berliner Auto-Ausstellung zwischen jeder Menge aufgebrezelter Vorkriegsmodelle. Dabei verbarg sich unter der Aluhaut gar nichts Spektakuläres: ...
Bild: Markus Heimbach

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... Nur hatten Friedrich Rometsch und Auto-Architekt Johannes Beeskow Bodengruppe und Motor des Käfer so wunderbar neu eingekleidet. Nichtsdestotrotz markierte dieses Paket den Startpunkt für eine rasante Entwicklung. Denn ...
Bild: Markus Heimbach

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... die Beeskow-Modelle waren nach kurzer Zeit speziell in Glamour-Kreisen so gefragt, dass Friedrich Rometsch sogar in Hollywood eine Filiale eröffnete.
Bild: Uli Sonntag

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VW war von diesem Erfolg gar nicht angetan. Die Wolfsburger weigerten sich, Rometsch mit Fahrgestellen zu beliefern, was die Firma dazu zwang, verunfallten Käfern hinterher zu jagen.
Bild: Uli Sonntag

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Der von Bert Lawrence gezeichnete Nachfolger fürs Rometsch Coupé war dann trotz aufwändiger Zweifarb-Lackierung und Panoramascheibe auch eher gut gemeint als eine realistische Chance zu haben. Jedoch: Heute gehören Rometsch-Fahrzeuge ganz selbstverständlich zur Sammlung des Zeithauses von VW!
Bild: dpa

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Nein, das ist kein 356er Porsche. Der Stuttgarter Karossier Dannhauer & Stauss schneiderte dem Käfer 1300 Anfang der Fünfziger diese schönen Kleider. 40 PS sorgten für ordentlichen Vortrieb und ermöglichten immerhin 120 km/h Spitze.
Bild: Werk

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Rund 100 Stück des Dannhauer & Stauss-Cabriolet wurden gebaut, fünf davon haben, so wird spekuliert, in fahrbarem Zustand überlebt. Das macht den Dannhauer & Stauss zum Luxus-Käfer für frühe Genießer des Wirtschaftswunders.
Bild: Werk

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Der Käfer liefert die technische Basis. Und alle anderen bauen darauf schöne bzw. schönere Autos auf. Wer die letzten Bilder aufmerksam betrachtet hat, könnte diesen Eindruck gewinnen. Und möglicherweise hatte ihn auch VW-Chef Heinrich Nordhoff, denn er beriet sich schon Anfang der 50er mit Wilhelm Karmann über den Typ 14.
Bild: Werk

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Der erschien schließlich 1955 als Coupé und teilte sich mit dem Käfer Radstand und Fahrwerk. Italienische Optik und deutsche Solidität gepaart mit dem überschaubar kraftvollen Herzen des Käfer. Sollte das gutgehen? Es sollte. Der Karmann Ghia wurde für beide Unternehmen zu einem Erfolg, mit dem sie nicht gerechnet hatten.
Bild: Werk

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Frühe Wagen sind unter anderem an ihren tief sitzenden Scheinwerfern zu erkennen. Die Maschine in ihrem Heck leistet anfangs 30 PS. 1957 kam zum Karmann Ghia Coupé das Cabrio dazu. Bei Karmann do Brasil liefen beide Jahre später ebenfalls vom Band.
Bild: Christian Bittmann

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Bis in den Juli 1974 wurde der Karmann Ghia gebaut. Mit dem letzten Facelift gab es nochmal größere Heckleuchten und massivere Stoßfänger. Und den 50 PS-Motor aus dem Käfer 1302.
Bild: Christian Bittmann

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Der Käfer ist ein tolles Auto. Günstig, zuverlässig, praktisch und niedlich noch dazu. Das erkannten auch die Amerikaner schnell, nachdem der 'Bug' bei ihnen zu haben war. Und, er bietet einen weiteren Vorteil: Befreit ...
Bild: Werk

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... man die Bodengruppe von der Karosserie und modifiziert erstere noch ein wenig, dann hat man auf einmal ein Mobil, mit dem man am Strand oder in der Wüste herumheizen kann. Gesagt, getan - das ist in der Sonne Kaliforniens auch dem Klima im Auto zuträglich - und der Buggy ist fertig.
Bild: Werk

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Bruce Meyers war der erste, der eine selbst entwickelte Kunststoffhaut auf ein gekürztes Käferfahrgestell pflanzte und den Manx Buggy (Bild) schuf. Der inspirierte nicht nur alle weiteren Buggy-Bauer stilistisch, er gab außerdem den Anstoß für zahlreiche Wüstenrennautos auf Käferbasis.
Bild: Werk

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Innerhalb der rührigen Umbauer-Szene, die sich daraufhin entwickelte, war Rudolf Kühn aus Hamburg der erste Deutsche, der mit dem HAZ (Bild) einen Buggy in Kleinserie auf den Markt brachte.
Bild: Sven Krieger

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Schnell, spritzig, wendig und spaßig ist so ein HAZ im Übermaß. Speziell, wenn wie beim Fotoauto ein Typ-4-Einspritzer mit 80 PS im Heck heult. Aber auch eine Herausforderung für den Besitzer. Der sollte gut schrauben können, denn abgesehen von der Käfer-Technik ist am HAZ nichts von der Stange.
Bild: Sven Krieger

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Als europäischer Pionier im Buggybau gilt das belgische Unternehmen Apal. Deren Jet Buggy, zumindest dieser, wird bei nicht mal 650 Kilo Leergewicht von einem 85 PS starken Boxer angetrieben. Diese Mischung verwuschelt die Frisuren sämtlicher Mitfahrer, ...
Bild: Uli Sonntag

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... sorgt aber für ein nicht enden wollendes Grinsen im Gesicht. Crashsicher ist so ein Buggy selbstverständlich nicht ansatzweise - was den Hype Ende der 80er-Jahre brachial einbremste - aber er lässt seinen Fahrer im Sommer Mitleid mit den Fahrern moderner, windgeschützter Cabrios empfinden.
Bild: Uli Sonntag

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Typische Zutaten für einen Buggy sind die mit Glasfaser verstärkte Kunststoffkarosserie und ein frisierter Motor. Unterscheidungsmerkmal ist die Frage, ob die Bodengruppe des Käfers verkürzt wird oder nicht.
Bild: Werk

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Soll sie gekürzt werden, wird der Buggy leichter und wendiger. Es bedarf aber auch eines kundigen Schraubers, der exakt weiß, wo und wie er (oder sie) die Bodenplatte auftrennen und wieder zusammensetzen muss.
Bild: Werk

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Rassig wie ein Ford GT 40 sieht der Fiberfab Bonito aus. Atemberaubend das Design, großartig die Formen. Dieser Wagen gehört nach Le Mans, denkt man unwillkürlich. Bis zum ersten Drehen am Zündschlüssel. Denn ...
Bild: Christian Bittmann

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... dann zerstört der im Heck rasselnde Käfer-Boxer jede Illusion von Geschwindigkeit. Aber nur, um sie durch etwas anderes zu ersetzen. Durch ungefiltertes Fahrgefühl und die Gewissheit, dass dieser Traum kein Traum bleiben muss. Oder besser musste.
Bild: Christian Bittmann

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Ein oller Käfer plus 4.500 Mark fürs Kit Car und ein paar launige Arbeitsstunden mit Freunden in der Garage, schon hatte man in den 70ern einen wieselflinken Sportler vor der Tür stehen. Kein Wunder, dass der Bonito damals der Traum vieler Bastler war.
Bild: Christian Bittmann

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Man nehme die Bodengruppe und den Motor vom Käfer, ändere Details wie die Wagenheberaufnahmen, die Befestigung der Vorderachse und den Mitteltunnel und messe dem Wagen neue Kleider an. Fertig ist der Millionenseller für Südamerika namens Brasilia.
Bild: Werk

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Etwas weniger eng als der Brasilia ist der VW SP2 mit dem Käfer verwandt, denn in seinem Heck boxert ein Flachmotor mit wahlweise 54 oder 65 PS. Den Einfluss des deutschen Ahnen kann aber auch der SP2 nicht leugnen. Denn er basiert auf dem brasilianischen VW 1600. Und der wiederum hat sein Fahrgestell vom Käfer.
Bild: Werk

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Ähnliches gilt für den VW Puma. Der ist ab 1974 technisch ein Brasilia und daher ebenfalls eng mit dem Käfer verwandt. Zunächst schob den schnittigen Sportler ein 1500er Boxer an, später kamen ein 1600er und kurzeitig sogar eine Version namens GT 1800S dazu.
Bild: Martin Meiners

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Dieser flache Silberling stammt aus der Schweiz. Sein Schöpfer ist der Arzt Dr. Emil Enzmann. Unter dem Blech sitzt ein VW 1100. 1957 stellte Enzmann seinen Wagen auf der IAA in Frankfurt vor, bis 1968 entstanden 100 Spider, Cabrios und Hardtops. Seit 2001 wird der Enzmann wieder gebaut.
Bild: Werk

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Und damit ist es Zeit, die Medaille von der anderen Seite zu betrachten. Die folgenden Autos sehen auf den ersten Blick zwar nach Käfer aus. Beim zweiten Hinsehen tun sich im Vergleich zum Standard-Käfer aber einige Unterschiede auf.
Bild: Werk

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Sowohl Beutler aus der Schweiz als auch Ledl aus Österreich baute den Käfer zum Pritschenwagen um, im Fall der Schweizer vor allem, um ihn selbst als Dienstwagen zu nutzen. Das Exemplar hier gehört zur Volkswagen-Sammlung.

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Was die Italiener können, das können wir schon lange. Dachte sich Ende der 50er offenbar jemand bei VW. Und gab den Auftrag für diesen am Fiat 500 Jolly angelehnten Strandkäfer mit Flatterdach und Korbstühlen. 1960 entstand das Einzelstück bei Karmann in Osnabrück.
Bild: Werk

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Ein Käfer zwar, aber doch irgendwie mehr. Das ist das auf dem Brezelkäfer basierende, wunderschöne Hebmüller Cabriolet. Die Rückbank fehlt, ein hoch bauendes Verdeck ebenfalls. Die Motorhaube vollendet gekonnt die Form, ...
Bild: Roman Raetzke

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... die am Bug des Käfer beginnt. Dazu kommen die schicke Zweifarb-Lackierung und zarter Luxus im Innenraum. Alles in allem ein Fahrzeug, das enorme Sehnsüchte weckt. Da insgesamt nur 696 Exemplare gebaut wurden, ist so ein Hebmüller auch noch wertvoll. Sammler bezahlen bis zu 200.000 Euro.
Bild: Margret Hucko/ AUTOBILD

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Wie viele Behörden fuhr in den 60er und 70er Jahren auch die Deutsche Post Käfer. Allerdings nicht so gemütlich und kommunikativ wie der Rest der Bevölkerung. Den Post-Käfern fehlten Beifahrersitz und Rückbank, um Platz für Briefe und Päckchen zu schaffen.
Bild: Verein zur Erhaltung historischen Postgutes

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Einige Exemplare bekam die Post sogar mit Rechtslenkung, was der Sicherheit der Briefträger dienen sollte. Denn so mussten diese nicht an jeder dritten Kreuzung auf der Straßenseite aus dem Auto aussteigen, um die Kästen zu leeren. Weil der Platz im Käfer dennoch endlich ist, entstand der Fridolin (s. Bild Nr. 36).
Bild: Wolfgang R. Reimann (Volkhard Stern / Museum für Kommunikation-Ffm)

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Und alle so: Ooooooooooh. Niedlich! Ja, aber nicht nur.
Bild: Sven Krieger

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Filmheld Herbie hatte nämlich nicht nur auf der Leinwand geradezu magische Fähigkeiten, wenn es darum ging, mit seinem 1200er Motor ausgewachsene Sportwagen abzuledern.
Bild: dpa

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Das Produktionsteam hat einige Filmautos tatsächlich modifiziert, u.a. mit einem 200 PS starken Porsche-Aggregat, einer geänderten Hinterachse, neuen Bremsen und besseren Reifen. Im 2005er Film "Herbie - Fully Loaded" soll sogar ein V8 zum Einsatz gekommen sein.
Bild: dpa

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Auf die Debatte, ob man sowas darf, wollen wir uns nicht einlassen. Sondern einfach festhalten, dass es geschah. Unternehmer Sirri Karabag aus Hamburg hat den 1600er-Motor eines 97er Käfer gegen eine Elektro-Antriebseinheit getauscht und ...
Bild: Roman Rätzke

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... den Reevolt e-Käfer geschaffen. Der hat 35 PS, läuft 105 km/h Spitze und hält dank der 80 Kilo schweren Batterie auf der Vorderachse sogar besser die Spur als seine benzingetriebenen Brüder. Die Reichweite liegt bei ca. 120 Kilometern.
Bild: Roman Rätzke

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Die fetten Schlappen, die Spoilerlippe und der Lufteinlass hinter der Fahrertür lassen darauf schließen, dass das hier nicht einfach nur ein Käfer ist. Und tatsächlich, der Carmaxx Bugster aus Österreich ist eigentlich ein 270 PS starker Porsche Boxster S, ...
Bild: Ronald Sassen

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... dem die Karosserie eines 1303 übergezogen wurde. Die Maße beider Fahrzeuge stimmen in der Länge bis auf wenige Millimeter überein, was die Hochzeit zwar möglich, aber ziemlich kompliziert machte. Bei der OP kam ein Über-Käfer mit der Fahrdynamik eines waschechten Porsche heraus.
Bild: Ronald Sassen

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Immer noch nicht sattgesehen am Wolfsburger Krabbeltier und seiner Familie? Dann bitte hier entlang. Dort warten die wildesten Tuning-Käfer aller Zeiten auf Sie.
Bild: Lena Barthelmeß
VW T3 Camper: Welcher ist der richtige?

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Camping ist Kult, und Bullis sind in Mode. Die ideale Verbindung beider Trends heißt VW T3. In der Entwicklungsgeschichte des Bulli markiert der T3 den Übergang zwischen gestern und heute. AUTO BILD KLASSIK sucht den besten T3-Camper aus sieben Modellen!
Jetzt Exemplar finden: VW T3
Bild: Christian Bittmann

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Fachleute erkennen die luftgekühlte Urversion des Westfalia T3 Camper am fehlenden zweiten Kühlergrill vorn, kaschiert durch einen breiten Zierstreifen. Erst 1982 stellte VW auf wassergekühlte Boxermotoren um und beendete damit auf dem Heimatmarkt das Kapitel Luftkühlung.
Bild: Roman Raetzke

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Dem bewährten, heute teuren und gesuchten Zweiliter-Boxer im Heck verdankt der selten gewordene "Lufti" einen Großteil seines klassischen Charmes.
Bild: Christian Bittmann

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Er klingt und fährt sich wie ein alter VW, nur versickert leider viel Kraft in der Automatik. Schon ab 100 km/h wird es zäh, auch wenn theoretisch 122 km/h möglich sind.
Bild: Christian Bittmann

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Altmodisch in Farbe, Form und Ausführung. Hubdach und Einrichtung erinnern an die Westfalia-Vorgänger.
Jetzt Exemplar finden: VW T3
Jetzt Exemplar finden: VW T3
Bild: Christian Bittmann

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Die Westfalia-Einrichtung erfüllt noch heute ihren Zweck. Dank der klassischen Geräuschkulisse fährt viel Nostalgie mit.
Bild: Christian Bittmann

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Die Farbgebung steckt noch tief in den 70ern, aber die Einrichtung mit Klappbett und Drehsitzen ist clever und komplett.
Bild: Christian Bittmann

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Im Vergleich mit späteren T3-Typen wirkt der Westfalia von 1980 dünn und sparsam. Die Dreistufenautomatik war ein selten bestelltes Extra. Um zügig zu beschleunigen, fehlt irgendwie immer der passende Gang. Wer nicht in Eile ist, hat aber trotzdem Spaß.
Bild: Christian Bittmann

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Die Arbeitsflächen und der Klapptisch sind ausreichend groß. Kleiner Kühlschrank, Zwei-Platten-Herd.
Bild: Christian Bittmann

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"Gazelle" heißt der schöne, mittelbraune Lack. Die hellbraunen Möbel in Eiche-Dekor und die grün-beigen Sitz- und Vorhangstoffe sind nicht retro, sondern original.
Jetzt Exemplar finden: VW T3
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Bild: Christian Bittmann

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Das typische Hubdach mit Segeltuchwänden macht aufrechtes Stehen am Zweiflammen-Herd erst möglich. Im Dach ist eine zweite Liegefläche untergebracht, sodass insgesamt vier Leute im Westfalia schlafen können.
Bild: Roman Raetzke

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Der T3 von 1980 passt dank zwei Meter Höhe in eine normale Garage. Für Familien mit Kindern wäre er der ideale Reisebegleiter und zudem ein bezahlbarer klassischer Camper. Doch leider lassen sich wegen fehlender Dreipunktgurte auf der Rückbank keine Kindersitze montieren.
Bild: Christian Bittmann

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Aber entspannter reist es sich im alten Westfalia ohnehin zu zweit. Kurz gesagt: Einrichtung und Motor machen den Unterschied. Von allen sieben T3 fühlt sich der Westfalia am ältesten, beinahe noch nach T2 an. Die Rolle des Liebhaber-Oldtimers spielt der Joker aber perfekt.
Bild: Roman Raetzke

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Das "Huckepack"-System der Firma Tischer Freizeitfahrzeuge hat noch heute seinen Reiz. Küche, Dusche und Toilette sind an Bord. Dank des großen Alkovens gibt es vier vollwertige Schlafplätze und bei Bedarf kann die Aufsatz-Kabine am Ziel abgehoben werden – großer Auftritt.
Bild: Roman Raetzke

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Während der 450 Kilo leichte Pfahlbau auf dem Campingplatz stehen bleibt, geht es mit der ganzen Familie in der Doppelkabine (VW-Fan-Sprech: Doka) in die Stadt zum Einkaufen, zum Sightseeing in die Umgebung oder an den Strand.
Jetzt Exemplar finden: VW T3
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Bild: Roman Raetzke

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In den Kofferraum unter der frei gewordenen Ladefläche passen bis zu 1000 Liter Gepäck, Klapprad oder Gummiboot. Genial! Kein Wunder, dass die Doka zu den besonders begehrten Bulli-Varianten gehört.
Bild: Roman Raetzke

17/84
Die Doka mit Tischer-Aufbau hat viel drauf, ...
Bild: Roman Raetzke

18/84
... aber zu wenig PS und deswegen schwer zu schleppen. Der Saugdiesel holt aus 1,6 Litern Hubraum zähe 50 PS.
Bild: Roman Raetzke

19/84
Einfach und effektiv: In der Wagenmitte gibt es zwei weitere Sitzplätze. Die Einrichtung ist schlicht und zweckmäßig.
Bild: Roman Raetzke

20/84
Zum Fahren reicht die linke Tachohälfte aus, einen Drehzahlmesser gibt es nicht.
Jetzt Exemplar finden: VW T3
Jetzt Exemplar finden: VW T3
Bild: Roman Raetzke

21/84
Mit dem überforderten 50-PS-Saugdiesel schleppt sich die T3-Tischer-Kombination mit Tempo 70 durchs Land, auch wenn 87 km/h im Schein stehen.
Bild: Roman Raetzke

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Kein Bücken beim Einsteigen, viel Platz in der Küche, eine gut nutzbare Sitzecke und das immer einsatzbereite Doppelbett im ersten Stock sprechen für diese früher teure, heute seltene Camper-Spielart. Aber: Wer den Urlaub am Ziel verbringen möchte, muss sich was Stärkeres suchen – oder einen dicken Audi-TDI einbauen.
Bild: Roman Raetzke

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Scharf kalkulieren und dabei auf nichts verzichten: Wer so denkt, kann sich bis heute seinen individuellen T3-Camper aus dem Reimo-Katalog zusammenstellen. Möbel für den Innenausbau ...
Bild: Roman Raetzke

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... und Dächer für den T3 gehören nach wie vor zum Sortiment der Firma aus der Nähe von Darmstadt. Im Feld der mittlerweile klassischen T3-Camper ist das ein einmaliger Vorteil.
Bild: Roman Raetzke

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Dass dem Erstbesitzer vor 30 Jahren ein günstiger Transporter als Basis für den Umbau diente, ist heute allenfalls am leichten Rost rund um die nachträglich eingesetzten Fenster zu erkennen. Der Rest ist Profi-Arbeit.
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Bild: Roman Raetzke

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Die Innenarchitektur, komplett mit kleinen und großen Stauräumen, Kleiderschrank, Küchenblock, variabler, großer Tischplatte und vier Schlafplätzen auf zwei Stockwerken ist durchdacht und solide.
Bild: Christian Bittmann

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Design und Qualität der Innenausstattung erinnern an das Vorbild Westfalia. Zwei-Flammen-Herd mit Abdeckung.
Bild: Christian Bittmann

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Hinten nagelt gedämpft der aufgeladene 1,6-Liter-Diesel. Mit 70 PS fährt er sich ähnlich wie der gleich starke, luftgekühlte Zweiliter-Sauger.
Bild: Christian Bittmann

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Die "Energie-Zentrale" dient als gut erreichbare Steuerung für Strom und Gas.
Bild: Christian Bittmann

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Bild: Christian Bittmann

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Aus der Sitzbank lässt sich mit wenigen Handgriffen eine bequeme Liegefläche machen.
Bild: Christian Bittmann

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Das nützliche Hochdach ermöglicht aufrechtes Stehen. Der zeitgenössische Paulchen-Fahrradträger am Heck beweist, dass hier jemand mit Erfahrung am Werk war.
Bild: Roman Raetzke

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Die Leistung genügt für maßvolle Beschleunigung, der Reimo ist kein Verkehrshindernis. Das ideale Marschtempo liegt bei knapp über 100 km/h, alles darüber verursacht nur unnötigen Stress.
Bild: Roman Raetzke

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Gangwechsel machen mit dem halbmeterlangen, nur vage auf langen Wegen durch die Kulisse irrenden Schaltmast zwar keinen besonderen Spaß, ...
Bild: Christian Bittmann

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... sie lohnen sich aber: Bei ruhiger, vorausschauender Gangart begnügt sich der Turbodiesel mit 8,5 Litern auf 100 Kilometer.
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Bild: Roman Raetzke

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Attraktiv und sinnvoll ausgestattet: Die drehbaren Pilotensessel sind bequemer als die im Westfalia, der fünfte Gang senkt das Geräuschniveau.
Bild: Christian Bittmann

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Ausgewogenheit ist die große Stärke der T3-Hochdach-Version von Reimo. Der vielseitige Bulli hat von allem genug und von nichts zu wenig. Mit 110 km/h lassen sich auch Langstrecken bequem bewältigen.
Bild: Christian Bittmann

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Ist das noch ein T3 oder schon ein LT? Keine Frage, der Karmann macht was her. Die Front mit den eckigen Leuchten und "Projekt Zwo"-Nebelscheinwerfern am Kühlergrill unterstreichen den erwachsenen Auftritt des Gipsy.
Bild: Roman Raetzke

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Obwohl in alle Richtungen nur wenige Zentimeter dazugekommen sind, wirkt er innen dank schlauer Aufteilung, Duschbad und nicht zuletzt aufgrund des ...
Bild: Christian Bittmann

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Bild: Christian Bittmann

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Zum gediegenen, zeitgeistigen Auftritt tragen die originale Einrichtung aus Echtholz, "Qualitätspolster in Chesterfield-Rautenverarbeitung", Fransen und Vorhänge bei.
Bild: Christian Bittmann

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Der größte Vorteil des Karmann ist eigentlich kaum messbar: einfach ankommen, parken, Markise rauskurbeln, und der Urlaub beginnt. Während die anderen noch Gepäck umschichten, Vorzelt aufbauen oder Betten beziehen müssen. Herrlich!
Bild: Christian Bittmann

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Der Gipsy atmet vergangene Langzeitqualität, kostete Ende der 80er fast 70.000 Mark und erinnert an Omas Wohnzimmer. Wer diesen Look nicht mit liebevoller Ironie betrachten kann, muss sich einen Atlantic oder Dehler kaufen.
Bild: Christian Bittmann

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Dank der vielen Einbauschränke und des großen Dachgepäckträgers ist der Gipsy für langes Herumreisen ideal. Weil die Maße die eines normalen T3 übersteigen, braucht es für enge Altstadtstraßen etwas Training.
Bild: Roman Raetzke

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Der Turbodiesel hat an dem Kasten ordentlich zu schleppen. Das Leergewicht beträgt trotz hohen Alu-Anteils über zwei Tonnen, die Aerodynamik ist verheerend.
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Bild: Christian Bittmann

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Im Gegensatz zum identisch motorisierten Reimo liegt das ideale Reisetempo beim Karmann unter 100 km/h. Kann also gut sein, dass der Gipsy zwar ein großartiger Camper ist, aber vielen T3-Liebhabern einfach eine Nummer zu groß.
Bild: Christian Bittmann

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Bequeme Velourssitze, dazu typische (und sehr harte) Kopfstützen. Die Viergangbox mit extrem langen Schaltwegen erfordert Gefühl. Theoretisch schafft der Gipsy 115 km/h.
Bild: Christian Bittmann

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Der Karmann Gipsy ragt aus dem Vergleich heraus, ist eher Wohnmobil als Camper. Hohes Gewicht und großflächiger Aufbau drosseln das Tempo. Allerdings muss sich im Karmann niemand hetzen, weil das Zuhause immer dabei ist. Ein T3 mal ganz anders.
Bild: Roman Raetzke

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Dieser T3 ist nicht nur wegen Hochdach und 20 Millimeter Extra-Federweg ein Höhepunkt der T3-Evolution. Er hat alles und kann alles: California Atlantic mit Allradantrieb, zuschaltbaren Differenzialsperren, ABS, Servolenkung, Klimaanlage, ...
Bild: Roman Raetzke

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... Tempomat, elektrischen Fenstern und Spiegeln sowie einer geschmackvollen Innenausstattung, die auch nach mehr als 200.000 Kilometern noch wie neu aussieht.
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Bild: Roman Raetzke

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Zum Grundpreis von rund 54.000 Mark addierten sich seinerzeit fast 20.000 Mark an Extras. Mehr Geld war bei VW nicht loszuwerden.
Bild: Roman Raetzke

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Perfekt: Der Ausbau im Westfalia-Stil stammt von VW, die weiß-graue Einrichtung ist solide, modern, etwas kühl, aber nicht ungemütlich.
Bild: Roman Raetzke

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Grau in grau: Das Cockpit eines späten T3 fühlt sich wertiger und solider an als das kratzige Plastik-Ambiente der Urmodelle.
Bild: Roman Raetzke

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Maximal motorisiert: Unter jeder Menge unübersichtlich verlegter Kabel und Schläuche steckt der 2,1 Liter große und 112 PS starke Wasserboxer. Gut für 150 km/h Spitze.
Bild: Roman Raetzke

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Der Nobel-T3 hat reichlich Stauraum, die Rückbank lässt sich zur Liege umklappen.
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Bild: Roman Raetzke

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Edel-(Stahl): Zwei-Flammen-Kochstelle und die Spüle. Als Gesamtkunstwerk ist dieser Atlantic ein Luxusgut, doch alles hat seinen Sinn. Es gibt ...
Bild: Roman Raetzke

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... feste, gut passende Sitze in der ersten Reihe, Kopfstützen für die Rücksitze, endlich einen dritten Dreipunktgurt ab Werk und drollige kleine Vorhänge im Panoramafenster des Hochdachs.
Bild: Roman Raetzke

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Die Möbel erinnern an Billy und Pax, doch nach über 25 Jahren klappern wie weder noch knarzen sie. Der California war ein sparsamerer Joker ab Werk, der Atlantic Vanagon seine Edel-Version.
Bild: Roman Raetzke

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Hier steckt noch der seit 1985 erhältliche "Syncro"-Antrieb drin. Im Geländegang und mit eingelegten Differenzialsperren wühlt sich der Atlantic auch durch den Matsch. Abseits davon gibt er sich komfortabel und verbindlich, er kann Offroad und Langstrecke.
Bild: Roman Raetzke

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Kurz gesagt: Im Atlantic steckt alles, wovon T3-Liebhaber träumen. Mit seiner kompletten Ausstattung und der geballten technischen Kompetenz bei gleichzeitig geringen Abmessungen ist er noch heute ideal für den Urlaub – wäre er nicht so rar und wertvoll.
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Bild: Roman Raetzke

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Beim Namen Dehler denken viele alle an den Profi, das üppige Nobelmodell des Jachtbauers aus dem Sauerland. Der war weniger ein Fall für Profi-Camper als für gewiefte Geschäftsleute, die den mobilen Heim-Arbeitsplatz als "Sonder-Kfz Bürofahrzeug" von der Steuer absetzten und abends im Vier-Sterne-Hotel schliefen.
Bild: Roman Raetzke

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Der Dehler 2+2 mit dem Werbeslogan "Machen Sie mehr aus Ihrem Multivan" ist anders. Pragmatischer, bescheidener, günstiger. Aber spannend! Auch der 2+2 trägt das nach aerodynamischen Gesichtspunkten gestylte Hochdach.
Bild: Roman Raetzke

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Innen kommt dadurch eine Stehhöhe von 1,86 Meter zustande. Wo Joker, Reimo und Atlantic oben zwei weitere Schlafplätze bieten, findet sich bei diesem Dehler Gepäckraum.
Bild: Christian Bittmann

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Platz zum Schlafen gibt es nur unten, auf der umklappbaren Rücksitzbank der Bluestar-Basis.
Bild: Christian Bittmann

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Der laufruhige und drehfreudige 92-PS-Motor hinterlässt den besten Eindruck im Vergleich. Kein anderer T3 hängt so gut am Gas und fährt sich so agil wie der 2+2.
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Bild: Christian Bittmann

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Außerdem ist er der Leiseste (gemessen jeweils bei 80 km/h im höchsten Gang). Die eher knappe Camping-Ausrüstung und die geschmeidige Motorisierung machen den Dehler zum Charakterdarsteller.
Bild: Roman Raetzke

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Wo andere einen fest montierten Holzschrank im Heck tragen, baumelt beim 2+2 hinten links ein übergroßer, abnehmbarer Kleidersack. Im Rücken des Fahrers steht ein Hochschrank, aus dem sich Duschwanne, Brause, Spiegel und Zahnputzbecher-Halter ausklappen lassen. Duschen im Wohnzimmer – bizarr!
Bild: Christian Bittmann

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Das klingt alles nützlich, doch im Detail hakt es: Die Kühlbox ist klein, die Nasszelle ein Styling-Gag, und die Einrichtung zeigt Alterserscheinungen. Das Plastik der Designermöbel ist zum Teil verzogen, ...
Bild: Christian Bittmann

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... die Passungen geraten aus den Fugen. Für kurze Zwischenstopps auf dem Weg zum Ferienhaus ist der Dehler ideal. Camping können andere besser.
Bild: Christian Bittmann

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Im Cockpit klare Bedienung, die Sitze sind bequem mit breiter Sitzfläche und großen Lehnen.
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Bild: Christian Bittmann

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Insgesamt macht der Dehler mit seinem runden Dach einen sportlichen Eindruck. Er soll theoretisch 158 km/h rennen!
Bild: Christian Bittmann

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Dem Dehler 2+2 gelingt ein überzeugender Spagat zwischen Designerstück und Großserie. Individualisten, die Fahrspaß wollen, aber nicht immer im Auto schlafen, sind hier richtig.
Bild: Roman Raetzke

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Multivan gleich Multitalent: Diese Rechnung geht immer noch auf. Der lässige Redstar hat viele Fähigkeiten und genießt zudem den Sonderstatus, zu den wirklich allerletzten T3 aus deutschösterreichischer Produktion zu gehören.
Bild: Roman Raetzke

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Nachdem die "Limited Last Edition" (LLE, 2500 Stück) im Frühjahr 1992 ruck, zuck ausverkauft war, schob VW noch rund 500 Redstar für Mitarbeiter nach: alle in Graz bei Steyr-Puch gebaut, ...
Bild: Roman Raetzke

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Bild: Christian Bittmann

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Zwar würde der 92-PS-Wasserboxer an Ort und Stelle unser Glück perfekt machen, doch mit dem Diesel lässt es sich gut und unaufgeregt leben. Er beschleunigt den Redstar auf 127 km/h.
Bild: Roman Raetzke

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Allürenfrei und überraschend leise, passt der 70-PS-Motor prima zu den Anforderungen des Alltags. Außerdem tut er sich hier deutlich leichter als im Reimo und im Gipsy.
Bild: Roman Raetzke

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Raum zum Reisen, weniger zum Wohnen. Bis zu fünf Insassen passen rein, zwei können am Klapptisch sitzen. Die Einzelsitze sind demontierbar.
Bild: Christian Bittmann

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Wer hier Schnickschnack sucht, ist fehl am Platz.
Bild: Christian Bittmann

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Gewöhnungsbedürftig: Erst wenn mühsam alle Gardinen zugeknüpft sind, wird hinten Schlafen ohne Zuschauer möglich.
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Bild: Christian Bittmann

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Das klappt, allerdings lässt sich die Rückbank nicht demontieren. Daher stellt sich die Frage: Ist der Multivan auch ein Camper? Jein! Die Wülste der Rückbank drücken etwas beim Liegen.
Bild: Christian Bittmann

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Der Redstar ist mit seinen lackierten Außenspiegeln und breiten Alus mehr Pkw als Nutzfahrzeug. Darin liegt sein Geheimnis: auf 4,57 Metern Außenlänge Platz für alles Mögliche zu bieten. Im Normalzustand hält der Multivan mit sieben Sitzplätzen und vier Dreipunktgurten ausreichend Kofferraum bereit. Familien lieben ihn dafür.
Bild: Christian Bittmann

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Auch wenn eine Liegefläche an Bord ist, wird aus dem Multivan kein Camper. Dazu fehlen Stehhöhe, Küchenblock und Schränke. Die anderen T3 im Vergleich werden im Urlaub schöner, während sich der Redstar für den Alltag empfiehlt.
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Bild: Roman Raetzke

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Fazit: Am Ende liegt der Reimo vorn, weil er das beste Gesamtpaket bietet. Er ist bezahlbar, wirtschaftlich und schnell genug. Außerdem kann er noch mit Neuteilen bestückt werden. Mit Wasserboxer wäre er perfekt.
Zwei Nummern kleiner: Welcher VW Golf 2 ist der richtige?
Zwei Nummern kleiner: Welcher VW Golf 2 ist der richtige?
Bild: Roman Raetzke
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