Die besten Kombis bis 65.000 Euro im Test
Kombi statt SUV: Diese Modelle lohnen sich wirklich

Viel Platz, hoher Komfort und jede Menge Fahrspaß: AUTO BILD zeigt die besten Kombis bis 65.000 Euro im Test – vom sparsamen Hybrid bis zum Sportler.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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SUV sind angesagt, doch wer viel Platz braucht, muss nicht gleich hoch hinaus. Kombis bieten reichlich Stauraum, fahren sich oft dynamischer und sind auf langen Strecken besonders komfortabel. Und langweilig? Von wegen! Einige Modelle haben sogar echte Sportwagen-Gene.
AUTO BILD zeigt die besten Kombis bis 65.000 Euro. Vom sparsamen Plug-in-Hybrid über den langstreckentauglichen Elektro-Kombi bis zum 333 PS starken Kurvenkünstler ist alles dabei. Doch welches Modell überzeugt im Test, welches bietet am meisten fürs Geld und welches beschleunigt am schnellsten? Unsere Bestenliste zeigt die Stärken und Schwächen.
Kombis bis 65.000 Euro eignen sich besonders für Familien, Vielfahrer und alle, die viel Platz brauchen, aber kein SUV wollen. Sie verbinden große Kofferräume mit hohem Reisekomfort und meist guten Fahreigenschaften. Die Auswahl reicht vom sparsamen Plug-in-Hybrid für Pendler über den alltagstauglichen Elektro-Kombi bis zum sportlichen Allradler mit mehr als 300 PS. So kommen sowohl praktisch orientierte Fahrer als auch Fahrspaß-Fans auf ihre Kosten.
Typische Zielgruppen
- Familien: viel Platz für Kinder, Kinderwagen und Urlaubsgepäck
- Vielfahrer: hoher Langstreckenkomfort, gute Fahreigenschaften und effiziente Antriebe
- Pendler: Elektro-Kombis und Plug-in-Hybride für niedrige Betriebskosten bei regelmäßiger Lademöglichkeit
- Dienstwagenfahrer: repräsentative, komfortable und alltagstaugliche Alternative zum SUV
- Sportliche Fahrer: leistungsstarke Kombis mit präzisem Handling, viel Fahrspaß und praktischem Nutzwert
Wer einen Kombi bis 65.000 Euro sucht, hat mehrere Möglichkeiten: neu kaufen, gebraucht kaufen oder leasen. Entscheidend sind das Budget, die jährliche Fahrleistung und die Frage, wie lange das Auto genutzt werden soll.
Ein Neuwagen lohnt sich vor allem für Fahrer, die ihren Kombi viele Jahre behalten möchten. Sie profitieren von der vollen Herstellergarantie, aktueller Technik und einer frei wählbaren Ausstattung. Allerdings ist der Wertverlust in den ersten Jahren besonders hoch.
Ein Gebrauchtwagen bietet oft das beste Verhältnis zwischen Preis und Ausstattung. Gerade größere oder leistungsstarke Kombis sind nach wenigen Jahren deutlich günstiger zu haben. Wichtig sind eine nachvollziehbare Wartungshistorie, der technische Zustand und möglichst eine verbleibende Garantie. Bei elektrifizierten Modellen sollte zusätzlich der Zustand der Hochvoltbatterie geprüft werden.
Leasing eignet sich besonders für Dienstwagenfahrer und alle, die regelmäßig ein aktuelles Modell fahren möchten. Die monatliche Rate ist kalkulierbar, und das Restwertrisiko liegt beim Kilometerleasing grundsätzlich beim Leasinggeber. Allerdings gehört das Auto nicht dem Fahrer. Mehrkilometer und Schäden, die über normale Gebrauchsspuren hinausgehen, können bei der Rückgabe zusätzliche Kosten verursachen.
Kurz gesagt
- Neuwagen: volle Garantie und Wunschkonfiguration, aber hoher Wertverlust
- Gebrauchtwagen: viel Kombi fürs Geld, dafür höheres Reparaturrisiko
- Leasing: planbare Raten und regelmäßiger Fahrzeugwechsel, aber kein Eigentum
Ein Elektro-Kombi, der auch auf langen Strecken überzeugt: Der Mercedes CLA 250+ Shooting Brake holt sich mit der AUTO BILD-Testnote 1,7 (gut) den Testsieg. Seine größte Stärke ist die Kombination aus hoher Reichweite, niedrigem Verbrauch und kurzen Ladezeiten.
Der 272 PS starke Stromer schafft im AUTO BILD-Test mit einer Akkuladung 551 Kilometer. Dabei verbraucht er durchschnittlich nur 16,4 kWh auf 100 Kilometer. Selbst bei zügiger Autobahnfahrt sind mehr als 400 Kilometer möglich.
Und wenn der Akku leer ist? Dank 800-Volt-Technik lädt der Mercedes mit bis zu 320 kW. Von zehn auf 80 Prozent dauert es nur 22 Minuten, Strom für rund 300 Kilometer fließt sogar in gut zehn Minuten nach.
Auch beim Fahren überzeugt der 4,72 Meter lange Shooting Brake. In 6,5 Sekunden beschleunigt er auf Tempo 100, maximal sind 210 km/h möglich. Trotz seines Gewichts von gut zwei Tonnen fährt sich der Mercedes erstaunlich leichtfüßig, liegt satt auf der Straße und federt komfortabel. Dazu kommen ein hochwertiger Innenraum und moderne Infotainment-Technik.

Der Mercedes CLA Shooting Brake überzeugt mit hoher Reichweite, schneller Ladetechnik und modernem Innenraum.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Allerdings ist der CLA kein klassisches Raumwunder. Der Kofferraum fasst 455 bis 1290 Liter, unter der Fronthaube gibt es weitere 101 Liter Stauraum. Im Fond wird es für größere Erwachsene eng. Auch der Preis hat es in sich: Mindestens 57.096 Euro werden fällig, der Testwagen kostete sogar 65.046 Euro. Dafür liefert der Mercedes einen der überzeugendsten Elektro-Kombis für die Langstrecke.
Über 100 Kilometer elektrisch fahren und trotzdem ohne Ladestopp in den Urlaub? Der Mercedes C 300 e T-Modell verbindet die Vorteile eines Elektroautos mit der Langstreckentauglichkeit eines Benziners. Mit der AUTO BILD-Testnote 2,1 (gut) sichert sich der Plug-in-Hybrid Platz zwei.
Der Antrieb hat es in sich: Ein Zweiliter-Turbobenziner und ein Elektromotor liefern zusammen 313 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment. Damit beschleunigt der Kombi in nur 6,3 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 240 km/h möglich. Dabei arbeiten beide Motoren ausgesprochen harmonisch zusammen, die Neunstufenautomatik schaltet sanft.
Besonders beeindruckend ist die elektrische Reichweite. Im AUTO BILD-Test schaffte der Mercedes mit einer Akkuladung 103 Kilometer ohne Benzinverbrauch. Anschließend übernimmt der Verbrenner. Insgesamt waren im Test 797 Kilometer möglich. Bei einem Fahrprofil mit 60 Prozent Hybrid- und 40 Prozent Elektroanteil lag der Verbrauch bei 4,3 Litern Super und 8,5 kWh Strom auf 100 Kilometer. Dank DC-Schnellladefunktion lässt sich die Batterie zudem mit bis zu 55 kW laden.

Starker Hybrid-Antrieb, hoher Reisekomfort und moderne Technik sichern dem C 300 e T-Modell Platz zwei.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Auch beim Fahrkomfort spielt die C-Klasse ihre Stärken aus. Die Lenkung arbeitet präzise, das Fahrwerk federt angenehm, und im hochwertig verarbeiteten Innenraum überzeugen bequeme Sitze und das ausgezeichnete MBUX-Infotainmentsystem. Allerdings kostet die Hybridtechnik Stauraum. Wegen der Batterie unter dem Ladeboden fasst der Kofferraum nur 360 bis 1375 Liter – für einen 4,75 Meter langen Kombi eher wenig. Preislich geht's bei 63.419,44 Euro los.
Viel Kombi, viel Reichweite und ein vergleichsweise kleiner Preis: Der BYD Seal 6 DM-i Touring zeigt, dass günstige Plug-in-Hybride nicht unbedingt aus Europa kommen müssen. Mit einem Einstiegspreis von 42.990 Euro bietet der Chinese reichlich Auto fürs Geld und sichert sich mit der AUTO BILD-Testnote 2,3 (gut) den Titel als Preis-Leistungs-Sieger.
Unter der Haube arbeiten ein 98 PS starker 1,5-Liter-Benziner und ein Elektromotor mit 197 PS zusammen. Die Systemleistung beträgt 212 PS. Im AUTO BILD-Test beschleunigte der Kombi in 9,3 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 180 km/h möglich. Besonders interessant ist die Reichweite: Rein elektrisch schaffte der BYD 97 Kilometer, zusammen mit dem 65-Liter-Benzintank waren es beeindruckende 1162 Kilometer.
Auch beim Verbrauch kann der Plug-in-Hybrid punkten. Im Test mit 60 Prozent Hybrid- und 40 Prozent Elektroanteil benötigte er durchschnittlich 3,7 Liter Super und 7,8 kWh Strom auf 100 Kilometer. Mit leerem Akku waren es 6,1 Liter Benzin. Praktisch: Anders als viele Plug-in-Hybride lässt sich der BYD auch an einer DC-Ladesäule laden, allerdings nur mit maximal 26 kW.
Mit bis zu 1162 Kilometern Gesamtreichweite gehört der BYD zu den Ausdauer-Künstlern.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Mit 4,84 Metern Länge gehört der Seal 6 zu den größeren Kombis unserer Auswahl. Der Kofferraum fasst 500 bis 1535 Liter, auch im Fond gibt es ordentlich Platz. Das Fahrwerk federt auf längeren Bodenwellen angenehm, reagiert auf kurze Unebenheiten allerdings etwas störrisch.
Schwächen zeigt der BYD bei der Bedienung. Viele Funktionen verstecken sich im Touchscreen, der Spurhalteassistent greift teilweise hektisch ein. Dazu kommen eine gefühllose Lenkung, eine hohe Sitzposition und eine geringe Zuladung von nur 392 Kilogramm.
Trotzdem bietet der Seal 6 DM-i Touring viel Platz, sparsame Antriebstechnik und enorme Reichweite zu einem attraktiven Preis. Die getestete Comfort-Version kostet 49.990 Euro und bleibt damit deutlich unter unserer Grenze von 65.000 Euro.
Ein Kombi mit Sportwagen-Genen! Der Cupra Leon Sportstourer VZ sprintet in nur 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist damit der Beschleunigungs-Sieger in unserem Test. Für den kräftigen Antritt sorgen ein Zweiliter-Turbobenziner mit 333 PS, 420 Newtonmetern Drehmoment und Allradantrieb. Erst bei 250 km/h ist Schluss.
Doch der Cupra kann mehr als geradeaus schnell fahren. Seine präzise Lenkung, das einstellbare Fahrwerk und die variable Kraftverteilung machen ihn zum echten Kurvenkünstler. Dazu kommen hervorragende Sportsitze und starke Bremsen: Aus Tempo 100 steht der Spanier nach nur 34 Metern.

333 PS, Allrad und 4,9 Sekunden auf Tempo 100: Der Cupra ist der Sprinter im Feld.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Trotz aller Sportlichkeit bleibt der Leon ein praktischer Kombi. Der Kofferraum fasst 620 bis 1600 Liter, auch im Fond gibt es ordentlich Platz. Weniger überzeugend sind das beim Kick-down etwas träge DSG, die straffe Federung und die deutlichen Abrollgeräusche. Zudem verlangt der Turbomotor nach Super Plus. Der Einstiegspreis liegt bei 54.260 Euro, die getestete Extreme-Version kostet 62.910 Euro. Damit bleibt der sportliche Alleskönner unter unserer Preisgrenze von 65.000 Euro.
Wer viel Platz braucht, muss nicht automatisch SUV fahren. Moderne Kombis sind komfortabel, praktisch und oft überraschend sportlich. Unsere Tests zeigen: Auch beim Fahrspaß haben sie einiges zu bieten.
AUTO BILD kombiniert im Fahrzeugtest objektive Messwerte mit intensiven Alltagseindrücken. Gerade bei Kombis zählen nicht nur Platzangebot und Kofferraumvolumen, sondern auch Fahrkomfort, Sicherheit, Verbrauch und Fahrdynamik. Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten.
In jede Kategorie fließen sowohl messbare Werte als auch subjektive Eindrücke ein. Bei Kombis achten die Tester besonders auf das Raumangebot im Fond, die Variabilität des Kofferraums, die Zuladung und den Langstreckenkomfort. Auch Fahrverhalten, Lenkpräzision und Bremsweg spielen eine wichtige Rolle. Bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden kommen Reichweite, Stromverbrauch und Ladeleistung hinzu.
Ergänzt werden die Messwerte durch Erfahrungen aus dem Alltag – etwa zur Bedienbarkeit, Sitzqualität oder Geräuschdämmung. Am Ende entscheidet die Gesamtnote. Denn ein guter Kombi muss nicht nur viel Gepäck schlucken, sondern auch komfortabel, sicher und möglichst wirtschaftlich unterwegs sein.
Die wichtigsten Fragen zu Kombis bis 65.000 Euro
Für wen lohnt sich ein Kombi?
Kombis eignen sich besonders für Familien, Vielfahrer und Menschen mit hohem Platzbedarf. Sie bieten große Kofferräume, viel Reisekomfort und meist ein dynamischeres Fahrverhalten als vergleichbare SUV. Auch für Dienstwagenfahrer sind sie eine interessante Wahl.
Wie viel Kofferraum sollte ein guter Kombi haben?
Ein geräumiger Kombi bietet idealerweise mindestens 500 Liter Kofferraumvolumen. Bei umgeklappter Rückbank sind je nach Modell 1500 Liter oder mehr möglich. Wichtig sind außerdem eine niedrige Ladekante, eine breite Öffnung und ein möglichst ebener Ladeboden.
Ist ein Kombi besser als ein SUV?
Das hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab. Kombis sind häufig leichter, aerodynamischer und verbrauchen dadurch weniger Energie. Zudem fahren sie sich aufgrund ihres niedrigeren Schwerpunkts oft agiler. SUV bieten dagegen eine höhere Sitzposition und meist einen bequemeren Einstieg.
Welcher Antrieb lohnt sich bei einem Kombi?
Wer häufig lange Strecken fährt, ist mit einem sparsamen Diesel oder Benziner gut bedient. Plug-in-Hybride lohnen sich vor allem bei regelmäßiger Lademöglichkeit und vielen kürzeren Fahrten. Elektro-Kombis können eine gute Alternative sein, wenn Reichweite und Ladeleistung zum eigenen Fahrprofil passen.
Wie viel sollte man für einen guten Kombi ausgeben?
Bereits für 30.000 bis 40.000 Euro gibt es gut ausgestattete Kombis mit viel Platz und moderner Sicherheitstechnik. Zwischen 40.000 und 65.000 Euro kommen leistungsstärkere Motoren, hochwertigere Materialien und zusätzliche Komfortfunktionen hinzu. Entscheidend ist, welche Ausstattung tatsächlich benötigt wird.
Ist ein Kombi als Familienauto geeignet?
Ja, Kombis gehören zu den praktischsten Familienautos. Kinderwagen, Reisegepäck und Sportausrüstung lassen sich meist problemlos verstauen. Wichtig sind ausreichend Platz auf der Rückbank, gut erreichbare Isofix-Befestigungen und eine hohe Zuladung.
Lohnt es sich, einen Kombi zu leasen?
Leasing kann sich besonders für Dienstwagenfahrer und Menschen lohnen, die regelmäßig ein neues Auto fahren möchten. Die monatlichen Raten sind planbar, und beim Kilometerleasing trägt grundsätzlich der Leasinggeber das Restwertrisiko. Wer seinen Kombi viele Jahre behalten möchte, fährt mit einem Kauf unter Umständen günstiger.
Fazit
Wer viel Platz und Fahrspaß sucht, braucht kein SUV. Unsere Bestenliste zeigt, wie vielseitig moderne Kombis sind. Der Mercedes CLA 250+ Shooting Brake überzeugt als Testsieger mit hoher Reichweite und kurzen Ladezeiten. Der BYD Seal 6 DM-i Touring bietet besonders viel Auto fürs Geld, während der Cupra Leon Sportstourer VZ mit 333 PS und sportlichem Fahrverhalten begeistert. Ob Elektroauto, Plug-in-Hybrid oder klassischer Benziner: Bis 65.000 Euro gibt es für fast jeden Anspruch den passenden Kombi.
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