Ein SUV für 40.000, 50.000 Euro oder noch mehr? Muss nicht sein. Wer ein praktisches Auto mit erhöhter Sitzposition und ordentlich Platz sucht, der findet auch unter 35.000 Euro interessante Modelle.
Und die Auswahl ist größer als gedacht. In unserer Bestenliste stehen ein Vollhybrid aus Japan, ein günstiges Familien-SUV, ein geräumiger Dacia und sogar ein Elektroauto mit 218 PS. Voraussetzung: Der Grundpreis liegt bei maximal 35.000 Euro, und im AUTO BILD-Test gab es mindestens die Note "gut".
BYD Atto 2
2.
BYD
ATTO 2 Boost
1,9
gut
ZS Hybrid+ MG
13.
MG
ZS Hybrid+
2,4
gut
Citroën C3 Aircross Turbo 100
14.
2,5
befriedigend

Für wen eignen sich Einstiegs-SUV bis 35.000 Euro?

Einstiegs-SUV bis 35.000 Euro sind vor allem für Käufer interessant, die viel Platz und eine erhöhte Sitzposition wollen, dafür aber kein Vermögen ausgeben möchten. Das Angebot reicht vom Familienauto über sparsame Hybride bis zum Elektro-SUV. Damit finden Familien ebenso passende Modelle wie Pendler, Paare oder Singles.
Typische Zielgruppen
  • Familien: Sie profitieren von viel Platz, einer erhöhten Sitzposition und variablen Innenräumen. Modelle mit großem Kofferraum bieten genügend Reserven für Kinderwagen, Einkäufe oder Urlaubsgepäck.
  • Preisbewusste SUV-Käufer: Wer von den Vorteilen eines SUV profitieren möchte, aber keine 40.000 Euro oder mehr ausgeben will, der findet bis 35.000 Euro bereits eine breite Auswahl.
  • Pendler: Für den täglichen Arbeitsweg können vor allem sparsame Hybridmodelle oder Elektro-SUV interessant sein. Hier zählen niedrige Verbrauchs- bzw. Energiekosten und guter Komfort.
  • Paare und Singles: Wer keinen großen Familien-SUV benötigt, bekommt in der Einstiegsklasse kompakte Abmessungen, eine erhöhte Sitzposition und trotzdem genügend Platz für Freizeit und Reisen.
  • Umsteiger: Auch wer bisher einen klassischen Kompaktwagen oder Kombi fährt, findet unter 35.000 Euro SUV, die mehr Übersicht und einen bequemeren Einstieg bieten, ohne beim Preis gleich in die nächsthöhere Fahrzeugklasse zu rutschen.

Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?

Ein Neuwagen bietet volle Garantie, aktuelle Technik und keine unbekannte Vorgeschichte. Gerade bis 35.000 Euro gibt es bereits einige SUV zur Auswahl. Dafür müssen Käufer mit dem anfänglich höheren Wertverlust leben. Beim Gebrauchtwagen gibt es fürs gleiche Budget oft mehr Auto, mehr Leistung oder eine bessere Ausstattung. Dafür sollten Zustand und Wartungshistorie genau geprüft werden. Junge Gebrauchte mit Restgarantie können besonders interessant sein. Leasing bietet feste monatliche Raten und erspart den späteren Verkauf. Dafür gehört das Auto nicht dem Fahrer. Mehrkilometer oder Schäden können bei der Rückgabe zusätzliche Kosten verursachen.

Testsieger: Kia EV2 42,2 kWh

Klein, geräumig und erstaunlich erwachsen: Der Kia EV2 GT-Line holt sich mit der AUTO BILD-Testnote 1,7 den Testsieg. Schon ab 26.600 Euro ist der elektrische Kleinwagen zu haben. Allerdings kostet die getestete Topversion mit ihrer umfangreichen Ausstattung stolze 36.300 Euro.
Fahrzeug-Deals

Kia

EV2 42,2 kWh

Kia EV2
Auf nur 4,06 Meter Länge bietet der EV2 überraschend viel Platz. Besonders praktisch ist die verschiebbare Rückbank, mit der sich das Platzangebot flexibel anpassen lässt. Auf der Straße überzeugt der Koreaner mit agilem Fahrverhalten, komfortabler Federung und guten Bremsen. In 8,6 Sekunden beschleunigt er auf Tempo 100.
Kia EV2
Agil, komfortabel und alltagstauglich: Der Kia EV2 überzeugt im Test mit seinem ausgewogenen Fahrverhalten.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Seine größte Schwäche ist die Reichweite: Statt der versprochenen 308 Kilometer nach WLTP schafft der EV2 im AUTO BILD-Test nur 238 Kilometer. Auf der Autobahn sind es sogar nur 198 Kilometer. Dafür gefallen die einfache Bedienung mit echten Tasten und die siebenjährige Fahrzeuggarantie.

TESTNOTE

1,7
Kia EV2 42,4 kWh

Bremsweg-Bester: Honda HR-V e:HEV

Wenn es darauf ankommt, steht der Honda HR-V besonders schnell. Aus Tempo 100 kommt das Hybrid-SUV mit warmen Bremsen bereits nach 33,1 Metern zum Stillstand. Auch kalt überzeugt der Japaner mit nur 34,8 Metern. Damit sichert er sich den Titel als Bremsweg-Bester unserer Auswahl.
Fahrzeug-Deals

Honda

HR-V e:HEV

Honda HR-V e:HEV
Doch der HR-V kann noch mehr. Auf 4,36 Meter Länge bietet er besonders im Fond erstaunlich viel Platz. Clever sind die sogenannten Magic Seats: Die Rücksitze lassen sich so hochklappen, dass sogar ein Fahrrad quer hinter die Vordersitze passt. Der Kofferraum fasst 319 bis 1289 Liter. Auch die einfache Bedienung mit echten Drehreglern gefällt.
Honda HR-V
Der Honda HR-V überzeugt mit cleverem Raumkonzept, sparsamem Hybridantrieb und überraschend viel Platz im Fond.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der 131 PS starke Vollhybrid verbraucht im AUTO BILD-Test durchschnittlich 6,1 Liter Super auf 100 Kilometer. In 9,6 Sekunden beschleunigt er auf Tempo 100. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, die Lenkung angenehm direkt. Mit einem Einstiegspreis von 34.700 Euro ist der Honda kein Schnäppchen – dafür bietet er viel Platz, eine hohe Alltagstauglichkeit und vor allem hervorragende Bremsleistungen.

TESTNOTE

2,3
Honda HR-V e:HEV

Familien-Tipp: Opel Frontera 1.2 Direct Injection Turbo

Viel Platz zum kleinen Preis: Der Opel Frontera ist unser Familien-Tipp. Auf nur 4,39 Meter Länge bietet er ordentlich Raum für Passagiere. In den Kofferraum passen 460 bis 1600 Liter.

Fahrzeugempfehlung

Opel

Frontera 1.2 Direct Injection Turbo

2,3
gut
  • Pro Iconlässt sich sparsam fahren
  • Pro Icongünstiger Einstiegspreis
  • Contra IconEinstieg hinten erschwert
  • Contra Iconnur einfache und wenig Fahrassistenz
Auch der Preis ist heiß: Der 136 PS starke Mildhybrid startet bei nur 25.700 Euro, der getestete Wagen kostet 27.700 Euro. Im AUTO BILD-Test genehmigt er sich 6,4 Liter Super auf 100 Kilometer.
Opel Frontera
Viel SUV fürs Geld: Der Opel Frontera punktet mit großzügigem Platzangebot und einem attraktiven Einstiegspreis.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Sportlich ist der Frontera nicht. Dafür fährt er komfortabel, lässt sich einfach bedienen und bietet viel Auto fürs Geld. Abstriche gibt es bei den Assistenzsystemen und der Anhängelast von 1250 Kilogramm.

TESTNOTE

2,3
Opel Frontera 1.2 Direct Injection Turbo

Beschleunigungs-Sieger: Leapmotor B10 BEV

218 PS für weniger als 35.000 Euro: Der elektrische Leapmotor B10 ist der Sprinter im Quartett. Sein E-Motor treibt die Hinterräder an und beschleunigt den 1,85-Tonner in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Schluss ist bei 170 km/h.
Fahrzeug-Deals

Leapmotor

B10 BEV

Leapmotor B10
Los geht es bei 32.400 Euro, selbst der getestete B10 in Topausstattung kostet nur 33.900 Euro. Die 67,1-kWh-Batterie ermöglicht im AUTO BILD-Test 344 Kilometer Reichweite.
Leapmotor B10
218 Elektro-PS und Heckantrieb zum Kampfpreis: Der Leapmotor B10 bringt viel Leistung für wenig Geld.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
Nicht alles überzeugt: Fahrdynamik, Bremsen und Bedienung zeigen Schwächen, auch einige Assistenzsysteme nerven mit übereifrigen Eingriffen. Trotzdem bietet der B10 erstaunlich viel Elektro-SUV fürs Geld.

TESTNOTE

2,1
Leapmotor B10 BEV

Lademeister: Dacia Bigster Hybrid 155

Hier passt richtig was rein: Der Dacia Bigster ist der Lademeister. Sein Kofferraum schluckt 546 bis satte 1851 Liter. Die Rückbank ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt, lässt sich per Fernentriegelung umlegen, und auch im Fond gibt es ordentlich Platz.

Fahrzeugempfehlung

Dacia Bigster hybrid 155

Dacia

Bigster Hybrid 155

2,4
gut
  • Pro Iconsehr funktional
  • Pro Icongroßer Kofferraum
  • Contra Iconunkultivierter Antrieb
  • Contra Iconmäßige Fahrleistungen
Der 155 PS starke Vollhybrid startet bei 28.890 Euro, der getestete Bigster kostet 31.290 Euro. Beim Sparverbrauch sind 4,0 Liter Super auf 100 Kilometer möglich, auf der AUTO BILD-Testrunde waren es allerdings 7,5 Liter.
Dacia Bigster
Der Dacia Bigster ist das Raumwunder der Runde: Er bietet bis zu 1851 Liter Ladevolumen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Kritik gab es beim Ausweichverhalten des getesteten Vorserienwagens mit optionalen 19-Zoll-Reifen. Dacia erklärte anschließend, Fahrdynamikregelung und Fahrwerksbalance der Serienautos optimiert zu haben.

TESTNOTE

2,4
Dacia Bigster

Wer für maximal 35.000 Euro ein SUV sucht, muss längst nicht mehr nur auf kleine Basismodelle schauen. Unsere Auswahl zeigt: Für das Geld gibt es gute Vollhybride, geräumige Familien-SUV und sogar Elektroautos mit mehr als 200 PS. Entscheidend ist deshalb weniger die Größe als die Frage, welche Stärken im Alltag wirklich wichtig sind.

So testet AUTO BILD

AUTO BILD kombiniert objektive Messwerte mit Eindrücken aus dem Alltag. Bewertet werden Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. Neben Platz, Bedienung und Komfort zählen unter anderem Bremsweg, Verbrauch und Fahrleistungen. Bei Elektroautos kommen Reichweite und Ladeleistung hinzu. Denn ein günstiges SUV muss nicht nur beim Preis überzeugen, sondern auch im Alltag.

Häufige Fragen zu guten SUV bis 35.000 Euro

Was kostet ein gutes SUV?

Schon unter 35.000 Euro gibt es geräumige und gut ausgestattete SUV mit verschiedenen Antrieben. Wichtig ist allerdings, welche Ausstattung im Grundpreis steckt.

Benziner, Hybrid oder Elektro?

Das hängt vom Einsatz ab. Benziner sind unkompliziert, Hybride können besonders im Stadtverkehr sparen. Beim Elektro-SUV sind vor allem Reichweite und Ladeleistung wichtig.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Nicht nur auf den Listenpreis. Platz, Verbrauch, Komfort, Sicherheitsausstattung und laufende Kosten sind ebenfalls wichtig. Teure Extras können ein vermeintliches Schnäppchen schnell verteuern.

Sind günstige SUV familientauglich?

Durchaus. Entscheidend sind ein ausreichend großer Kofferraum, ein gut nutzbarer Fond und ein variabler Innenraum.

Fazit

Unter 35.000 Euro gibt es mehr gute SUV, als man vielleicht denkt. Testsieger Kia EV2 überzeugt mit Fahrkomfort und viel Platz, schwächelt aber bei der Reichweite. Der Honda HR-V glänzt mit kurzen Bremswegen und Variabilität, der Opel Frontera mit viel Platz zum kleinen Preis. Der Dacia Bigster schluckt bis zu 1851 Liter Gepäck, der elektrische Leapmotor B10 bringt sogar 218 PS mit. Damit muss ein günstiges SUV keineswegs nach Verzicht aussehen. Welches Modell am besten passt, hängt vor allem davon ab, ob Platz, Preis, Verbrauch oder Antrieb wichtiger sind.