Das elektrische Fahren auch denjenigen ermöglichen, die über kein hohes Einkommen verfügen – das ist der Kern der neuen staatlichen Förderung für Elektroautos und Plug-in-Hybride unter von 53.550 Euro. Die Details der Förderung müssen noch umgesetzt werden, aber schon jetzt deuten sich die Richtlinien an.
E-Autos und förderfähige Plug-in-Hybride bis 53.550 Euro sind wegen der Fördergrenze – 45.000 Euro Nettolistenpreis sind zu erwarten – derzeit das spannendste Preisfeld für Käufer, die den Umstieg auf den elektrischen Alltag planen. Die Fahrzeuge sollen effizient wie alltagstauglich sein – und werden durch die Förderung spürbar günstiger. Besonders interessant könnten die Autos sein, die im Test am besten abgeschnitten haben – wie im AUTO BILD-Test.
Kia EV4
5.
1,8
gut
Preis
43.240 EUR
Cupra Born
7.
Cupra
Born VZ
1,8
gut
Preis
52.770 EUR
02 LYNK & CO
8.
Lynk & Co
1,9
gut
Preis
35.995 EUR
Carwow LogoGebrauchtwagen ab 31.950 EUR
Auto Bild Logo
LeasingSparneuwagen Logo
Mazda 6e
9.
Mazda
6e EV 68,8 kWh
1,9
gut
Preis
44.900 EUR
Peugeot E-5008 Elektromotor 210
14.
Peugeot
E-5008 Elektromotor 210
2,0
gut
Preis
51.000 EUR
Der Test der passenden Fahrzeuge kombiniert Messwerte wie Reichweite, Verbrauch, Ladeverhalten oder Antriebsleistung mit Eindrücken aus dem Alltag. Gecheckt werden auch Bremsweg und Beschleunigung. Der exakte Verbrauch wird auf einer standardisierten 155-km-Runde gemessen. Dazu kommt ein Ausmessen des Innenraums samt Platzangebot, der Geräusche-Check und vieles mehr. Kurz: Jedes Auto im Test durchläuft ein aufwendiges Testverfahren, die Werte sind daher gut vergleichbar.
Diese Bestenliste zeigt die drei Modelle der förderfähigen Autos, die im Test die besten Noten erzielten. Die Testnoten rangieren zwischen 1,5 und 1,9. Unabhängig von der tatsächlichen Förderung haben wir für jedes Modell durchgerechnet, wie sich die drei Förderstufen auf den Endpreis auswirken. Also diese:
a) 3000 Euro als Grundprämie
b) 4000 Euro erhöhte Prämie (plus 1000 Euro für maximal zwei Kinder)
c) 5000 Euro Prämie (weitere 1000 Euro für monatliche Nettoeinkommen unter 3000 Euro für Familien mit zwei Kindern)

Zwei gute förderfähige E-Autos und der beste Plug-in-Hybrid

Das Förderprogramm des Bundes richtet sich an Haushalte mit kleinem bis mittlerem Einkommen. Positiv wirken sich überschaubare Unterhaltskosten aus: klarer Vorteil: Elektrofahrzeuge benötigen kaum Wartung, haben weniger Verschleißteile und sparen langfristig Geld. PHEVs bieten eine Brückenlösung mit großer Gesamtreichweite. Konkret: Diese Modelle bieten die beste Mischung aus Preis, Leistung, Reichweite und Alltag.

Platz 1: Skoda Elroq/Skoda Elroq RS – günstig mit Förderung

Der Skoda Elroq überzeugt im AUTO-BILD-Test mit viel Platz, hoher Effizienz und guter Reichweite. Sein Listenpreis von 33.900 Euro macht ihn bereits ohne Förderung zu einem der attraktivsten elektrischen Kompakt-SUV. Durch die Förderung sinkt der Preis deutlich:
  • nach Grundförderung (3000 Euro): 30.900 Euro
  • nach Familienförderung (4000 Euro): 29.900 Euro
  • nach Familienförderung mit Einkommensgrenze (5000 Euro): 28.900 Euro
Damit bietet der Elroq ein außergewöhnlich gutes Verhältnis aus Preis, Raumangebot und Reichweite. Erwägen könnte man, ob man den Wagen als besonders günstigen Tour 50 kauft – der kommt alledings ohne winterwichtige Wärmepumpe. Die unkomplizierte Bedienung und der geringe Stromverbrauch machen alle Elroqs zum Alltagsauto. Die Motorenpalette reicht von 170 PS in der Einstiegsversion 50 über 204 PS im 85 bis zu 286 PS.

TESTNOTE

1,5
Skoda Elroq

Auch im Förderrahmen: das Topmodell Skoda Elroq RS

Die RS-Version setzt mit stärkerer Leistung von 324 PS und sportlicher Abstimmung samt adaptivem Fahrwerk noch einen drauf. Trotz deutlich besserer Ausstattung bleibt der RS mit 53.050 Euro knapp unter der Fördergrenze:
  • nach Grundförderung: 50.050 Euro
  • nach Familienförderung: 49.050 Euro
  • nach Familienförderung mit Einkommensgrenze: 48.050 Euro
Skoda Elroq RS
Das Topmodell Skoda Elroq RS 85 liegt noch im Rahmen der neuen E-Auto-Förderung.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Damit rutscht selbst der sportlichste Elroq in die Preisklasse gut ausgestatteter Kompaktmodelle mit Verbrennungsmotor.

Platz 2: VW Golf GTE Hybrid – hohe Qualität, große Gesamtreichweite

Der VW Golf GTE verbindet eine ordentliche elektrische Reichweite mit der großen Gesamtreichweite eines effizienten Hybridantriebs, systemisch sind ein 1,5-Liter-Motor mit 177 PS und eine E-Maschine mit 116 PS harmonisch verbunden. Eine Systemleistung von 272 PS, bei einer Akkukapazität von 19,7 kWh machen den Golf-typisch hervorragend verarbeiteten Wagen zum praktischen Alltagsfahrzeug. Der GTE bietet eine Synthese aus vollelektrischem Fahren und verbrennergewohnter Reichweite. Sein Listenpreis (Basisversion) beträgt 45.950 Euro, was ihn förderfähig für die neue Prämie macht:
  • nach Grundförderung: 42.950 Euro
  • nach Familienförderung: 41.950 Euro
  • nach Familienförderung mit Einkommensgrenze: 40.950 Euro
VW Golf GTE
Ein guter Kompromiss zwischen elektrischem Antrieb und Verbrennermotor: Der VW Golf GTE als Plug-in-Hybrid.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Wer Wert auf Premium-Anmutung und maximale Flexibilität legt, findet im Golf GTE eine erstklassige Lösung. Die Kombination aus elektrischem Pendeln und verbrennergestützter Langstrecke macht ihn zu einem idealen Kompromiss für Fahrer, die noch nicht vollständig elektrisch unterwegs sein wollen oder können.

TESTNOTE

1,9
VW Golf GTE Hybrid

Platz 3: Kia EV3 – viel Technik, hohe Effizienz

Der Kia EV3 zeigt im Test eine beeindruckende Effizienz und eine moderne technische Ausstattung. Sein Listenpreis liegt bei 35.990 Euro, wodurch er ebenfalls sehr stark von den drei Förderstufen profitiert:
  • nach Grundförderung: 32.990 Euro
  • nach Familienförderung: 31.990 Euro
  • nach Familienförderung mit Einkommensgrenze: 30.990 Euro
Kia EV3
Das kompakte SUV Kia EV3 schneidet im AUTO BILD-Test mit der Note 1,9 ab.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Bei diesen Preisen wird der EV3 zu einem der attraktivsten Familien-Elektroautos unterhalb der Fördergrenze. Wie bei allen E-Autos fallen keine klassischen Verschleißkosten wie beim Verbrenner an, und der EV3 zeigt im Test ein angenehm niedriges Verbrauchsniveau. Ausreichende Reichweite und ein klassenmäßig herausragender Laderaum machen ihn zum idealen Alltagsbegleiter.

TESTNOTE

1,9
Kia EV3
Die neue Förderung macht E-Autos spürbar günstiger – ein guter Kauf ist sicher, wenn man zu einem der am besten getesteten Autos greift. Hier ist der Skoda Elroq ist Preis-Leistungs-Sieger und kostet nach Förderung so viel wie ein normaler Kleinwagen. Auch als RS bleibt er innerhalb der Fördergrenze. Der Kia EV3 bietet moderne Technik und hohe Effizienz zum starken Einstiegspreis. Der VW Golf GTE könnte das richtige Auto für diejenigen sein, die maximale Reichweite, hohe Qualität und elektrische Pendeldistanzen miteinander verbinden wollen.