Alfa Romeo Stelvio QV Nring (2018): Test

Alfa Romeo Stelvio QV Nring (2018): Test

Alfa Romeo Stelvio QV Nring (2018): Test, Motor, Preis

So fährt der Stelvio QV Nring

Alfa legt zum 108. Geburtstag eine Stelvio QV-Sonderversion auf. AUTO BILD ist die Nring-Edition auf dem Nürburgring gefahren!
Auf den ersten Blick ist die filigrane Eleganz italienischer Autobauerkunst beim neuen Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio "Nring" nicht zu erkennen. Das erste SUV von Alfa Romeo wirkt in der auf 108 Exemplare limitierten Sonderversion äußerlich noch brutaler als in der Standardversion. Die für dieses limitierte Modell kreierte Sonderfarbe "Grigio Circuito", ein mattgrauer Farbton, unterstützt diesen maskulinen Auftritt nachhaltig, akzentuiert durch Außenspiegelkappen aus Kohlefaser und speziellen Seitenschweller mit Kohlefasereinsätzen.
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Sondermodell, aber mit Standard-Motor

Die Farbe ist exklusiv für das Sondermodell und heißt "Grigio Circuito".

Braucht solch eine markante Erscheinung noch mehr Power? Nein, findet man in Mailand bei Alfa Romeo. So atmet hinter dem Kühlergrill aus Carbon der aus dem Standard Quadrifoglio bekannte 2,9-Liter-V6-BiTurbo-Benziner mit 510 PS und bietet dem Stelvio Nring in jeder Lebenslage genügend Power. In Idealfällen beschleunigt der Stelvio in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dazu muss nur der Fahrmodusschalter auf "Race" gestellt werden, und schon wechselt das 8-Gang Automatikgetriebe von ZF die Gänge in nur 150 Millisekunden. Der Vortrieb des limitierten Stelvio endet erst bei 283 km/h. Auf der langen Start-Ziel-Geraden der GP Strecke des Nürburgrings erreichen wir rund 230 km/h, es ginge wohl mit mehr Mut noch schneller, aber dann kommt schon der scharfe Knick nach rechts. Hier zeigen die bei diesem Sondermodell verbauten Bremsen von Brembo ihre Wirkung. Gegenüber der Serie besitzt die Nring-Version die sonst für 7500 Euro optionalen Bremsscheiben aus einem Kohlefaser-Keramik-Verbundstoff.

Leichtes Untersteuern in der Kurve

Ganz zart schiebt der Stelvio auf der Rennstrecke über die Vorderräder nach außen. Das aktive Sperrdifferenzial an der Hinterachse mit "Alfa Active Torque Vectoring" sowie die intelligente zentrale Steuereinheit "Alfa Chassis Domain Control", die alle elektronisch adaptierbaren Komponenten von Fahrwerk, Antriebsstrang und Motor miteinander vernetzt, lässt kontrollierbares Über- und Untersteuern zu. Kaum durch den Scheitelpunkt der Kurve durch, liegt die volle Power von 600 Nm wieder an und lässt den mattgrauen Stelvio aus der Kurve heraus schnellen. Begleitet vom durchdringenden Sound aus den vier Endrohren.

Neue Alfa Romeo (2018, 2019, 2020, 2021, 2022)

Kleine Details für den Innenraum

Rote Ziernähte und allerlei Carbonteile sind im Innenraum schön fürs Auge.

Sound gibt es in der Nring Version auch im Innenraum. Serienmäßig ist ein Hi-Fi-Soundsystem von Harmann/Kardon in Verbindung mit dem Infotainmentsystem Alfa Connect verbaut. Auf der GP-Strecke des Nürburgrings interessieren uns aber mehr die sportiven Details. Das mit Leder bezogene Lenkrad ist griffig, rote Ziernähte und allerlei Carbonteile sind schön fürs Auge. Ebenso der Rennschalensitz von Sparco mit seinem Rückenteil aus Sichtcarbon. Er erfüllt aber auch seinen Zweck, bietet speziell im Schulterbereich guten Halt. Aber weil die meisten der 108 gebauten Stelvio Nring wohl auf der Straße gefahren werden, haben die Sattler den Rennsitz gut gepolstert, so dass unsere Anfahrt zum Nürburgring durchaus bequem und komfortabel ablief.

Limitierung geht auf Gründungsjahr zurück

Warum überhaupt 108 Exemplare? Das geht auf das Gründungsjahr von Alfa Romeo im Jahr 1910 zurück. Die Marke wird in diesem Jahr 108 Jahre alt. Der Zusatzname "Nring" ist schon eindeutiger. Alfa Romeo fuhr kürzlich in einem Stelvio einen Rundenrekord auf der berühmten Nordschleife des Nürburgrings. Aber auch die langjährige Historie, mit Siegen von den 1930er bis in die 1990er Jahre hinein, als Nicola Larini in einem Alfa Romeo 155 V6 Ti beide DTM Läufe auf dem Eifelkurs gewann, standen bei der Namensgebung Pate.

Käufer erhalten Fahrertraining

Große Brembo-Bremsen helfen bei der Verzögerung.

Wer selbst den Nürburgring professionell erfahren möchte, hat als Nring-Käufer die Gelegenheit dazu. Der stolze Preis von 128.520 Euro beinhaltet ein "Welcome Kit" mit Rennfahrerhandschuhen, Autofahrerschuhen und einem Sportfahrerlehrgang auf dem Nürburgring. Die Exklusivität des Nring Sondermodells wird durch ein Echtheitszertifikat von FCA Heritage bestätigt. Normalerweise gibt es dieses nur für historische Modelle der Marke. Beim Stelvio Nring belegt die "Geburtsurkunde" die Seltenheit des Modells und macht sich gerahmt auch schön an der Wand im Büro, wenn zwischen den Meetings die Sehnsucht nach dem Nürburgring mal wieder groß ist.

Alfa Romeo Stelvio QV Nring (2018): Test

Autor: Bernd Schweickard

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