Dacia Duster (2018): Alle Infos und Bilder

Dacia Duster (2018): Alle Infos und Bilder

Dacia Duster (2018): Vorstellung, Test, Preis

Zweite Generation des Günstig-SUVs

Die Dieselmotoren des Dacia Duster bekommen eine Leistungsspritze und eine modernere Abgasreinigung. AUTO BILD hat alle Infos!

Vorstellung: Optisch nur leicht überarbeitet

Der Duster bekommt mit der neuen Generation eine markantere Front mit größerem Unterfahrschutz.

Video: Dacia Duster (2017)

So fährt sich der Duster

Dacia will immer das günstigste Auto seiner Klasse anbieten. Daran hat sich auch bei der zweiten Generation des Duster nichts geändert. Das neue SUV wurde äußerlich etwas überarbeitet, bleibt aber in den Abmessungen vergleichbar mit dem Vorgänger. Vor allem eins fällt auf: Der Duster ist markanter geworden. Die Motorhaube erhält neue Kanten, die Stoßstange ist im Bereich der Nebelscheinwerfer eckiger als noch beim Vorgänger. Die Hauptscheinwerfer rücken weiter nach außen. Um den Offroad-Look hervorzuheben, ist der silberne Unterfahrschutz deutlich größer geworden und zieht sich nun bis kurz unter den Kühlergrill hoch. An der Seite wurde die Fensterkante um ein Stück nach oben versetzt. Das hintere dritte Fenster erhält einen bulligeren Fensterrahmen mit neuen Linien im Blech. Die silberne Dachreling ist nicht mehr in Plastik eingefasst. Das Heck bekommt zur neuen Generation weiter nach außen positionierte Rückleuchten, die sehr an den Jeep Renegade erinnern. Auch hier wurde der Unterfahrschutz vergrößert. Die Serienausstattung umfasst nun auch eine Berganfahrhilfe, einen Geschwindigkeitsbegrenzer und einen Lichtsensor für das Abbelndlicht. Anfang 2018 steht die zweite Generation des Dacia Duster zu einem Preis ab 11.290 Euro bei den Händlern.

Innenraum: Erste Duster-Sitzprobe auf der IAA

Video: Dacia Duster (2017)

So fährt sich der Duster

Der Duster ist der Günstigste seiner Klasse, das wird einem auch beim Blick in den Innenraum sofort klar. Es dominiert die Farbe Schwarz, genauer gesagt: schwarzes Hartplastik. Die Verarbeitung der Türgriffe und Bedienknöpfe ist bis auf die Mittelkonsole etwas wackelig geraten. Hier haben die Schalter etwas zu viel Spiel und lassen sich in ihrer Halterung bewegen. Aber genug gemeckert! Denn wir befinden uns hier in einem günstigen SUV. Das Lenkrad liegt gut in der Hand und ist mit schwarzem Kunstleder überzogen. Der Duster bekommt das Lenkrad mit vier Speichen, das bislang schon in anderen Dacia-Modellen zum Einsatz kommt, und jetzt auch in der Tiefe verstellbar ist.

Gebrauchtwagensuche: Dacia Duster

AUTO BILD konnte sich auf der IAA bereits einen ersten Eindruck vom Interieur des Duster verschaffen.

Der kleine Monitor des Infotainments in der Mittelkonsole hat zwar nicht die größte Auflösung, das beste Duster-Feature leidet darunter aber nicht: die virtuelle Rundumsicht. Vier Außenkameras geben einen 360-Grad-Blick auf das nähere Umfeld des Dacia. Im Menü lassen sich die einzelnen Perspektiven auswählen. Für diese Preisklasse absolut top! Auch die Verarbeitung der Bedienelemente für Klimaanlage und Lüftung ist gut. Die Knöpfe zeigen die Temperatur oder die Lüftungsstufe digital und in guter Auflösung an. Auch die Grafiken der Anzeigen sind gelungen. Die neuen Sitze (gegen Aufpreis mit Lordosenstütze) lassen keinen Grund zur Beanstandung aufkommen – sie sind durchaus bequem, auch der Kunstlederbezug macht einen soliden Eindruck.

Fahren: Bessere Geräuschdämmung, direktere Lenkung

Erster Eindruck bei der Testfahrt: Im Cockpit des Duster geht es mittlerweile deutlich leiser zu.

AUTO BILD war mit dem neuen Dacia Duster schon unterwegs! Unter der Haube steckte das meistverkaufte Aggregat – bislang entschieden sich 45 Prozent der Duster-Käufer für den 1,2-Liter-Benziner mit 125 PS. Und das zu Recht, wie er auch in unserem Test-Duster bewies. Der moderne Turbo-Direkteinspritzer läuft leise, kultiviert und lebendig, ist fleißig bei der Arbeit. Apropos leise: Der Geräuschpegel an Bord des Duster ist spürbar zurückgegangen, Dacia hat mehr Dämmmaterial verbaut, darunter auch eine dickere Frontscheibe. Da klingt auch gleich das Radio besser. Der Lärmpegel war bisher immer einer der Hauptkritikpunkte gewesen. Neu ist auch die jetzt elektrisch unterstützte Lenkung, bisher kam eine (sehr schwammige) hydraulische Servolenkung zum Einsatz. Auch das ist ein Fortschritt, die geschwindigkeitsabhängig arbeitende Lenkung spricht jetzt merklich direkter an, vermittelt mehr Gefühl. Auch damit wird der neue Duster jetzt nicht gerade zu einem energischen Kurvenräuber, er federt weiterhin betont gemütlich und fährt sich auf eine angenehme Weise entspannt und unaufgeregt.

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Ausstattung: Der Duster wird modern

Vor allem die Sicherheit der Passagiere wurde deutlich verbessert.

Der Dacia Duster bekommt jetzt eine Klimaautomatik und einem schlüssellosen Zugang. Windowbags für alle Passagiere, die an einem Fenster sitzen, sorgen im Ernstfall für mehr Unfallsicherheit. Beim Einparken hilft die neue Multiviewkamera, die sich automatisch einschaltet, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird. Bei den Assistenzsystemen kommen ein Totwinkel-Warner und eine automatische Aktivierung des Abblendlichts dazu. Außerdem werden mit der neuen Generation eine Berganfahrhilfe und ein Bergabfahrassistent eingeführt. Für die Allradmodelle bietet Dacia den sogenannten 4x4 Monitor an: Auf dem Mitteldisplay können Seitenneigung, Gefälle und ein Kompass angezeigt werden. Entscheidet man sich für das aufpreispflichtige Infotainment Media Nav Evolution sind eine Bluetooth-Schnittstelle, je ein USB- und AUX-Anschluss sowie das Navigationssystem inklusive.

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Motoren und Preise: Zwei neue Diesel-Aggregate (UPDATE!)

Nur ein paar Monate nach der Markteinführung des aktuellen Duster spendiert Dacia zwei neue Dieselmotoren, die künftig den Namen "Blue dCi" tragen. Der neue Basisdiesel dCi 95 leistet jetzt mit 95 Pferdestärken und 240 Newtonmetern fünf PS und 30 Nm mehr als sein Vorgänger. Auch der stärkere Diesel (dCi 115) bekommt eine Fünf-PS-Leistungsspritze, entwickelt jetzt 115 PS. Die Leistungssteigerungen wurden unter anderem mit Hilfe eines höheren Einspritzdrucks erreicht. Dadurch soll sich bei beiden Motorisierungen der Sprint von null auf hundert um über eine Sekunde verkürzen. Der Normverbrauch wird weiterhin für beide Diesel mit 4,4 Liter angegeben. Wichtige Neuerung: Beide Diesel sind jetzt mit einem SCR-Kat und AdBlue-Abgasreinigung ausgestattet. So soll der Schadstoffausstoß reduziert werden.
Des Weiteren wird der Duster mit zwei Benzinern (SCe 115 und TCe 125) angeboten. Der kleinere SCe 115 ist später auch mit Flüssiggasantrieb erhältlich. Der stärkste Diesel beziehungsweise Benziner ist wahlweise auch mit Allradantrieb erhältlich. Das Doppelkupplungsgetriebe EDC ist ausschließlich für den Top-Diesel dCi 115 bestellbar, mit Allrad ist der Selbstzünder nur mit Handschalter erhältlich. Der neue Duster startet mit Frontantrieb ab 11.290 Euro. Mehr Extras gibt es in der Ausstattungslinie "Comfort" für 13.500 Euro. Die Allradmodelle haben einen Einstiegspreis von 15.400 Euro in der Basis. Top-Modell der Duster-Baureihe ist der "Prestige" ab 15.950 Euro.

Dacia Duster (2018): Alle Infos und Bilder

Gebrauchtwagen: Duster fahren ab 6500 Euro

Als die erste Generation des Dacia Duster 2010 auf den Markt kam, war noch nicht mal ESP serienmäßig an Bord. Das hatte lediglich der teuerste Allrad-Diesel. Mit dem Facelift 2014 hat sich das geändert, entsprechend variieren auch die Preise für gebrauchte Duster: Während besonders spartanisch ausgestattete Vorfacelift-Modelle ab 6500 Euro zu haben sind, muss man für die überarbeitete Version aus zweiter Hand mindestens 8000 Euro einplanen – bei einem Auto, das neu ab 10.690 Euro zu haben war. Wertverlust ist also kein Thema beim Duster.
Kurz nach der Markteinführung bestellte AUTO BILD einen 1.5 dCi 110 4WD Prestige zum 100.000-Kilometer-Dauertest, das Ergebnis: Note 4. Nach 33.000 Kilometern musste das Getriebe ersetzt werden, später kamen noch eine kaputte Tankanzeige, ein wackeliges Fahrersitzgestell und ein defekter Kupplungsnehmerzylinder dazu. Unser Kummerkasten bestätigt diesen Eindruck, viele Duster-Besitzer klagen über Motor- oder Getriebeschäden beim dCi 110. Beim TÜV fallen vor allem Mängel auf, die von schlechter Wartung zeugen: defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer und defekte Abgasanlagen.

Autoren: Andreas Huber, Elias Holdenried, Katharina Berndt, Dirk Branke

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