Sitzprobe Lincoln Continental

Lincoln Continental im Test (Detroit 2016): Sitzprobe

— 13.01.2016

American way of Luxus

Auf der NAIAS 2015 gehörte die Studie des Lincoln Continental zu den Highlights. Ein Jahr später präsentieren die Amis die Serienversion der Luxus-Limousine. Sitzprobe!

Lincoln bringt den Continental zurück: Auf der Detroit Auto Show (11. bis 24. Januar 2016) stellt die Ford-Tochter die Serienversion der Limousine vor, die ein Jahr zuvor für viel Furore auf der NAIAS gesorgt hatte. Lincolns neues Flaggschiff wird ab Herbst 2016 zu einem Einstiegspreis von 50.000 Dollar (umgerechnet 46.000 Euro) auf dem US-Markt angeboten. AUTO BILD hat die Neuauflage des Continental in der Sitzprobe genau unter die Lupe genommen.

Im Vergleich zur Studie hat die Serienversion Glanz verloren

Video: Lincoln Continental (Detroit 2016)

Der Luxus Lincoln

Optisch orientiert sich Lincoln an der imposanten Studie von 2015. Dennoch: Beim Serienmodell haben die Designer sich zurücknehmen müssen. So trägt der Continental deutlich weniger Chrom und hat einen Teil von seiner schlichten Eleganz eingebüßt. Die Rückleuchten sind größer als die des Concept Cars, erinnern aber immer noch entfernt an Audi. Die im unteren Fensterrahmen angebrachten Türöffner, die voll elektrisch auf Knopfdruck arbeiten, haben es in die Serienversion geschafft. Ihre Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man instinktiv mit einem mechanischen Feedback rechnet. Steigen wir ein und werfen einen Blick ins Innere des Continental: Das Layout des Cockpit ist nahezu identisch mit dem der Studie und typisch amerikanisch. Das ausgestellte Exemplar bietet einen Materialmix aus hellbeigem und grauem Leder, dunklem Holz und Hartplastik, das sich nicht wirklich hochwertig anfühlt.

Luxus heißt im Lincoln nicht üppiges Platzangebot

Nicht nur Sitzriesen kommen an ihre Grenzen: In Reihe zwei lässt der Continental Kopffreiheit vermissen.

Schön weich sind die Sitze, die vom Gestühl in Privatjets inspiriert sein sollen. Die einzelnen Polster lassen sich separat verstellen, sodass der Sitz optimal an die Wünsche der Insassen angepasst werden kann. Die Oberschenkelauflage ist zweigeteilt und lässt sich links und rechts unterschiedlich einstellen. Neben ihrer Anschmiegsamkeit punktet das Gestühl mit der Massagefunktion, Kühlung und Heizung. Nach eigenem Bekunden nimmt Lincoln mit dem Continental die Langversionen von Oberklasse-Limousinen wie dem 5er BMW ins Visier. Dementsprechend geht der Continental als Chauffeurs-Limousine durch. Klar, dass sich von hinten rechts aus – da wo bekanntlich der Chef sitzt – der Beifahrersitz fernsteuern lässt. In der Mittelarmlehne können die Fond-Passagiere das Radio bedienen. Und auch für eine üppige Beinfreiheit ist gesorgt. Aber: Die Kopffreiheit ist nicht nur für Sitzriesen eingeschränkt. Nicht wirklich standesgemäß.

Beim Antrieb vertraut Lincoln auf einen 3,0-Liter V6-Biturbo, der im Continental rund 400 PS an den Allradantrieb mit Torque-Vectoring schickt. Ein V8 ist nicht geplant, dafür aber eine Hybrid-Version, die sowohl für den amerikanischen als auch für den chinesischen Markt besonders wichtig ist. Denn auch dort möchte Lincoln den Continental anbieten.

Die Highlights der Detroit Auto Show (NAIAS 2016)


Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Ok, ok, an den europäischen Standard kommt der Continental nicht ran. Trotzdem: Schön zu sehen, dass Lincoln sich optisch an der Studie orientiert hat und die US-Luxus-Limo wiederaufleben lässt.

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