Millionenstrafe für Streusalz-Kartell — 08.12.2008

Gesalzene Rechnung

Kaum zu glauben: Auch beim Streuen auf Deutschlands Straßen wird getrickst. Das Kartellamt ging jetzt im Südwesten gegen Unternehmen wegen Preisabsprachen vor und verhängte eine saftige Strafe.

Wegen Absprachen auf dem Streusalz-Markt hat das Bundeskartellamt gegen die Heilbronner Südsalz GmbH ein Bußgeld von 15,6 Millionen Euro verhängt. Von Experten erwartet worden war eine Buße im hohen einstelligen Millionenbereich. Zwischen 1998 und 2007 hat die Südsalz GmbH laut Kartellamt in Südbayern und Baden-Württemberg Preise abgesprochen. Außerdem sollen Absatzgebiete untereinander aufgeteilt worden sein. Beteiligt waren auch die Wacker Chemie aus München und zwei Händler.

Die Südsalz GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Südwestdeutschen Salzwerke AG (SWS). SWS-Vorstand Ulrich Kowalski hatte Ende Oktober wegen der Affäre um illegale Preisabsprachen seinen Hut genommen. Das Land Baden-Württemberg ist mit 45 Prozent neben der Stadt Heilbronn mit 46,6 Prozent Hauptaktionär der Südwestdeutschen Salzwerke.

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