Reifenwechsel selbstgemacht

Reifenwechsel

— 13.10.2015

Tipps zum Reifenwechsel

Von Winter auf Sommer und zurück: Zweimal im Jahr steht für die meisten Autofahrer der Reifenwechsel auf dem Plan. Doch der Weg in die Werkstatt muss nicht immer sein.

Ich gebe es ja zu: In Sachen Reifenwechsel, genauer gesagt Räderwechsel, bin ich faul. Statt selbst Hand anzulegen, zahle ich der Werkstatt im Frühjahr und Herbst jeweils 45 Euro. Bis jetzt. Denn ich habe beschlossen: Das kann ich selbst, investiere 20 Euro in einen Rangierwagenheber und 20 Euro in einen Drehmomentschlüssel. Nach einer Stunde schrauben weiß ich: So leicht habe ich selten Geld gespart. Nach Abzug der Anschaffungskosten sind es zwar erst mal nur fünf Euro, ab nächstem Frühjahr dafür umso mehr.
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Radschlüssel oder Radkreuz: Mit diesem Werkzeug lösen Sie die Radmuttern. Der einfache Radschlüssel liegt beim Bordwerkzeug. Ein Radkreuz kostet im Zubehör- oder Baumarkt etwa zehn Euro.

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Es gibt gute Gründe für den Reifenwechsel in der Werkstatt

Allerdings muss man sagen, dass es durchaus Gründe gibt, den Reifenwechsel in der Werkstatt durchführen zu lassen. Da wäre zum Einen die Möglichkeit, hier seine Reifen einlagern zu lassen. Das kann man zwar auch unabhängig von der Montage machen, doch bei vielen Werkstätten kostet die Einlagerung weniger, wenn man dort auch den Wechsel machen lässt. Los geht's bei rund sieben Euro pro Rad und Saison. Und schließlich hat nicht jeder genug Platz im Keller, seine Sommer- und Winterreifen selbst zu verstauen. Zudem nimmt einem die Werkstatt die Arbeiten, die mit der Einlagerung einhergehen ab. Sichtprüfung auf Schäden, Reifenreinigung und Erhöhung des Reifendrucks seien hier nur exemplarisch erwähnt. Umsonst sind diese Dienste in den meisten Fällen allerdings nicht.
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RDKS an Bord? Dann ab zum Profi

Wenn die Reifen mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgerüstet sind, muss der Wechsel in der Werkstatt durchgeführt werden.

Ein weiterer Grund, weshalb ein Reifenwechsel in der Werkstatt durchgeführt werden muss, ist der Check des direkten Reifendruck-Kontrollsystems (RDKS). Sofern ein solches bei Ihnen verbaut ist, müssen Sie beim Profi vorstellig werden. Er überprüft die Sensoren in den Reifen, die über ein Funksystem die Daten an eine zentrale Steuereinheit übermitteln. Wer einen Wagen mit indirektem RDKS fährt, hat diese Sorgen nicht – in seinen Rädern stecken keine Sensoren, die es zu prüfen gilt.
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Tipp: Online gekaufte Reifen in die Werkstatt schicken lassen

Den neuen Reifen auf die Felge zu ziehen, sollte man dem Fachmann überlassen. Er wuchtet den Reifen im Anschluss noch aus.

Natürlich kommt auch um den Besuch einer Werkstatt nicht herum, wer ein paar neue Reifen auf seine Felgen aufziehen lassen muss. Sei es, dass der alte Reifen zu wenig Profil hat, oder zu alt ist. In beiden Fällen muss Ersatz her. Der kann entweder direkt in der Werkstatt oder im Zubehör-Handel gekauft werden. Wer seinen Reifen online kauft, kann ihn sich auch direkt in die Werkstatt schicken lassen, die ihn montieren soll. Allerdings berechnen die Werkstätten oft geringere Preise für Montagearbeiten, wenn sie auch den Reifen und/oder die Felge verkauft haben. Die Kosten für das Aufziehen eines neuen Reifens auf die Felge, das Auswuchten und die abschließende Montage auf den Wagen schwanken stark. Ab etwa drei Euro ziehen die Profis das Gummi auf die Felge. Mit Auswuchten werden mindestens 13 Euro fällig. Mindestens vier Euro muss man für Montieren am Wagen einrechnen. Wer ein eingelagertes oder mitgebrachtes Rad neu auswuchten und Montieren lässt, kann etwa acht Euro pro Rad einplanen.

Der richtige Zeitpunkt: Wer früh dran ist, spart Zeit und Nerven

Achtung: Da so gut wie alle Autofahrer die "O bis O"-Regel beherzigen, also im Oktober auf Winterreifen und rund um Ostern wieder auf Sommerreifen wechseln, kommt es in dieser Zeit in den Werkstätten sowohl zu zeitlichen, wie auch zu materiellen Engpässen. Im Klartext: Einen Termin zum Reifenwechsel bekommt man nur mit ausreichend Vorlauf und wer neue Reifen kaufen möchte, muss unter Umständen auf sie warten. Wer das umgehen möchte, sollte das Projekt Reifenwechsel also lieber ein paar Wochen vor dem allgemeinen Ansturm auf die Werkstätten angehen.
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Autor: Stefan Szych

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