Waschanlage

Auto-Frühjahrsputz: Tipps

7 Fehler beim Frühjahrsputz im Auto

Egal ob innen oder außen: Bei der Autoreinigung werden immer wieder wichtige Stellen vernachlässigt. AUTO BILD sagt, woran Sie beim Frühjahrsputz unbedingt denken sollten!
Spätestens im Frühling sollte das Auto mal wieder ordentlich geputzt werden: Die letzten Salzreste des Winters müssen runter, die Strapazen der kalten, unbeständigen Witterung weggewaschen werden. Klar ist eine Autowäsche der erste große Schritt in Sachen Frühjahrsputz, aber einfach nur einmal in die Waschstraße fahren reicht nicht. Ein paar Dinge, werden von vielen Autofahrern meistens vergessen oder vernachlässigt. AUTO BILD hat sieben häufige Fehler beim Frühjahrsputz gesammelt und gibt Tipps, wie sie zu vermeiden sind.

1. Keine Extra-Pflege für die Alufelgen

"Die Autowaschanlage hat ja auch Felgenbürsten" – das beschreibt die Haltung vieler Autofahrer zum Thema Felgenreinigung ziemlich treffend. Dabei sollte man gerade schönen Alurädern bei der Autowäsche eine Extrabehandlung mit speziellem Felgenreiniger gönnen. Der löst nämlich auch hartnäckigen Bremsstaub, sodass die Felgen danach wieder glänzen wie neu. Wichtig: Die Einwirkzeit der Reiniger beachten. Erst dann wirken sie wirklich effektiv. Hier lohnt es sich auch einen Euro mehr zu investieren, denn richtig gute Felgenreiniger lösen den meisten Schmutz schon von selbst. Welche Reiniger gut sind, lesen Sie im AUTO BILD Felgenreiniger-Test

2. Denken, die Klimaanlage sei wartungsfrei

Tipp: Den Frühjahrsputz nutzen, um endlich mal den Innenraumfilter zu wechseln.

©Ralf Timm

Viele Autofahrer leben in dem Irrglauben, die Klimaanlagebenötige keine Pflege. Doch gerade nach dem Winter ist eine Desinfektion wichtig. Denn viele Autofahrer nutzen die Klimaanlage nur zum Kühlen. Und so bleibt sie den ganzen Winter über aus und versprüht jetzt im Frühling beim Einschalten einen unangenehmen Geruch. Schuld daran sind Bakterien und Pilze. Jetzt hilft nur noch eine Desinfektion. Die kann man aber ganz einfach selber machen. Dafür gibt es spezielle Reiniger, die entweder direkt auf den Verdampfer gesprüht oder im Innenraum verdampft werden. Alternativ kann man die Klimaanlage auch gleich beim Profi warten lassen. Das sollte ohnehin alle zwei Jahre auf dem Programm stehen. Denn mit der Zeit verliert die Klimaanlage Kühlmittel. Wie die Klimaanlage richtig genutzt und gepflegt wird, erklärt AUTO BILD hier

3. Versiegelung des Autolacks vergessen

So wichtig wie die Autowäsche selbst ist es, den Wagen danach mit einer ordentlichen Schutzschicht auszustatten. Autowachs macht es neuen Verschmutzungen schwer und schützt vor Korrosion. Idealerweise trägt man es zweimal jährlich von Hand auf (hier geht's zur Anleitung Auto wachsen). Das Heißwachs aus der Waschanlage ist okay, hält aber längst nicht so lange und glänzt auch nicht so schön. Die einfache Alternative sind Sprühwachse, sie sind besonders leicht aufzutragen, wenn auch nicht so leistungsfähig wie klassische Wachse. Wenn der Lack bereits stumpf wirkt, sollte man ihm zuvor eine Politur gönnen. Wichtig: Ein Wachs wählen, das auch vor UV-Strahlung schützt.

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4. Winter-Scheibenreiniger weiter nutzen

Sommer-Scheibenreiniger haben spezielle Zusätze für die Herausforderungen im Sommer.

©Sonax

"Scheibenreiniger soll die Scheibe säubern. Eine Unterteilung in Winter und Sommer ist nur Geldmacherei" – so oder so ähnlich könnte es an manchem Stammtisch klingen. Dabei ist das ein Vorurteil, das vielen Autofahrern spätestens das Leben schwer macht, wenn die Insektenreste an den Scheiben kleben oder die Wischerblätter an der Scheibe festfrieren. Denn Winter- und Sommerreiniger haben spezielle Zusätze für die jeweilige Jahreszeit. Winterscheibenreiniger punkten bei Frost und Streusalz. Sommerreiniger sind besonders stark beim Entfernen von Insektenresten auf der Scheibe. Deswegen sollte der Winterreiniger in den letzten Winterwochen aufgebraucht und gegen eine Sommer-Mischung getauscht werden. Welche Sommer-Scheibenreiniger gut sind, zeigt der AUTO BILD-Produkttest

5. Autoscheiben nur von außen putzen

Gerade nach dem Winter ist es wichtig, die Autoscheiben auch einmal gründlich von innen zu säubern. Denn durch die ganze Heizungsluft und den Gebläseeinsatz im Winter bildet sich ein trüber Belag, der die Sicht verschlechtert. Um wieder für klaren Durchblick zu sorgen, eignet sich gewöhnlicher Scheibenreiniger. Einfach aufsprühen, mit einem Microfasertuch nachwischen und anschließend für streifenfreie Sicht mit einem Fensterleder oder Küchenkrepp die Reste abnehmen.
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6. Gummidichtungen vernachlässigen

Türdichtungen und Gummis werden von den meisten Autofahrern bei der Pflege vernachlässigt. Doch gerade im Winter werden sie durch die kalten Temperaturen stark strapaziert. Ohne Pflege werden sie mit der Zeit spröde und rissig, was letztlich zu Undichtigkeiten führt. Um die Gummis zu pflegen, wird zunächst der Schmutz mit einem Tuch und warmem Wasser entfernt. Anschließend werden sie mit einer speziellen Pflegelotion oder Hirschtalg aus der Tube behandelt, das macht sie wieder geschmeidig. Tipp: Eine solche Behandlung vor dem Winter, schützt vor Festfrieren.

7. Flüssigkeits-Check vergessen

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht in die Kategorie "Putzen" gehört, sollte man die Gelegenheit der Autoreinigung nutzen und mal einen Blick auf die Füllstände einiger Behälter werfen: Motoröl, Kühlwasser, Scheibenwischwasser. Wie Sie den Ölstand richtig prüfen, lesen Sie hier. Alles zum Nachfüllen des Kühlmittels ist hier beschrieben. Um das Scheibenwischwasser aufzufüllen, nehmen Sie einfach einen Fertigmix oder ein Konzentrat mit der entsprechenden Menge Wasser und füllen den Behälter bis zur Markierung auf.

Allgemeine Tipps zum Frühjahrsputz im Auto

Immer vom Groben ins Feine: Vor einer Wäsche zuerst grobe Verschmutzungen außen mit dem Hochdruckreiniger entfernen, gegebenenfalls Vorreiniger auftragen um den Schmutz zu lösen. Erst danach mit der Wäsche beginnen. Das Auto innen zunächst ausräumen, Müll wegwerfen, danach saugen. Vor der Reinigung der Oberflächen ggf. ebenfalls kurz vorsichtig absaugen (Achtung, Kratzer!), um den Staub zu entfernen.
• Handwäsche oder Waschstraße: Eingefleischte Autofans bevorzugen die lackschonende Handwäsche, aber heutzutage muss man in der Waschstraße nicht mehr um seinen Lack fürchten. Wichtig ist, darauf zu achten, dass mit Textilbürsten gereinigt wird. Außerdem sollte man Regentage für die Wäsche bevorzugen. Dann sind Verschmutzungen bereits durch den Regen eingeweicht.
Lack begutachten: Vor der Lackpflege sollte man sich einen Moment Zeit nehmen, um das Auto nach Kratzern oder Lackabplatzern abzusuchen. Je nachdem wie tief Kratzer sind, reicht eventuell eine Korrektur mit einem Kratzerentferner und einer Versiegelung, um dem Rost keine Angriffsfläche zu bieten. Tiefere Schäden, sollten professionell ausgebessert werden.
Weitere Pflegetipps:

Fotos: Thomas Ruddies

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