Audi bietet ab 2026 keine neuen Modelle mit Verbrennungsmotor mehr an. Weitere Hersteller – und die Politik – werden nachziehen, oder haben es bereits getan (keine Verbrenner mehr in Großbritannien ab 2030, Renault verzichtet spätestens 2035). Aber was passiert beim Verbrenner-Aus mit den Restwerten? Soll ich überhaupt noch einen Diesel oder Benziner kaufen?
Ich kenne die Geschichte eines Autohändlers, der nach der Dieselkrise 2017 im Wochentakt über seinen Hof marschierte und die dutzenden herumstehenden Diesel-Gebrauchtwagen im Preis reduzierte. "Jeder Gang macht mich ein paar 10.000 Euro ärmer", sagte er. Der Grund: Viele Kunden wollten damals keinen Diesel mehr. Heute ist der Dieselanteil auf knapp 23 Prozent gesunken. Und heute geht es noch viel mehr um Zukunftsängste, um CO2-Neutralität, um den Green Deal. Das war’s dann mit Diesel und Benziner – jedenfalls bei Audi. Der Autobauer will ab 2026 keine neuen Autos mit Verbrenner mehr bauen. Was wird aus meinem Benziner, aus meinem Diesel, wenn 2030 oder 2035 Schluss sein sollte mit den Neuzulassungen für Verbrenner? Was ist, wen ich ihn nach acht Jahren – so lange behalten Deutsche ihr Auto im Durchschnitt – wieder verkaufen will?
Vattenfall-Wallboxen
Vattenfall-Wallbox

Vattenfall-Wallbox + Ökostrom

Vattenfall-Ladepakete samt günstiger Wallboxen mit Hardware-Bonus: Charge Amps Halo™ ab 299 Euro

In Kooperation mit

Vattenfall-Logo

Auto-Experte Professor Dudenhöffer sagt: "Wenn der Benzinpreis nicht so stark steigt, werden Benziner auch weiterhin laufen – und dann irgendwann langsam auslaufen. Ich vermute nicht, dass die Restwerte fallen werden." Das Problem: Als Treibstoff werden Benzin und Diesel schon jetzt immer teurer. Nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums (Automobile Wertschöpfung 2030/2050) wird der Rohölpreis, der den Kraftstoffpreis neben dem 64-prozentigen Steueranteil maßgeblich beeinflusst, 2025 bei rund 83 US-Dollar/Barrel und 2040 bei rund 110 US-Dollar/Barrel liegen. Strom – wichtig für alle, die an E-Autos denken – soll im gleichen Zeitraum in etwa auf dem Niveau von heute bleiben. Die EU diskutiert eine weitere Verschärfung der CO2-Vorschriften. Der Pkw-Flotten-Ausstoß soll auf null Gramm pro Kilometer sinken!

Welche Fakten zur Zukunft des Verbrenners kennen wir noch?

▶ Gibt es ein Ausstiegsdatum, wird es einen Bestandsschutz für gebrauchte Verbrenner geben. Sie dürfen weiter gefahren werden. Wie lange gilt das? Weiß man nicht, aber Spanien hat es schon gesagt: ab 2050 gar keine Verbrenner mehr.
▶ Diesel und Benziner, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen, werden die saubersten und teuersten je gebauten sein: durch Euro 7, die neue Abgasnorm ab 2025.
▶ Auch die Hersteller stecken im Dilemma: Sie müssen heute entscheiden, ob der neue Golf, der neue A3 oder die A-Klasse überhaupt noch mit Verbrenner auf den Markt kommen sollen. Denn die Entwicklung der nächsten Generation beginnt jetzt.
▶ Es wird weniger Menschen und Autos geben. Die Bevölkerung Deutschlands wird von heute 83 Millionen bis 2050 auf knapp 72 Millionen zurückgehen.
▶ Besonders um 2030, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er-Jahre Rentner werden, wird ein wachsender Teil der Bevölkerung Autos nicht mehr selbst steuern (können) und auf andere, automatisierte Verkehrsmittel umsteigen.
Vattenfall-Wallboxen
Vattenfall-Wallbox

Vattenfall-Wallbox + Ökostrom

Vattenfall-Ladepakete samt günstiger Wallboxen mit Hardware-Bonus: Charge Amps Halo™ ab 299 Euro

In Kooperation mit

Vattenfall-Logo

Autohersteller wie VW wollen bereits um 2030 herum bis zu 70 - 80 Prozent ihrer neuen Autos nur noch elektrifiziert verkaufen. Das heißt aber auch: Sie bauen dann auch noch Verbrennungsmotoren. Meine Prognose: Für moderne Neuwagen, egal ob Benziner oder Diesel, wird der Gebrauchtwagenpreis bis 2030 ziemlich stabil bleiben. Erst danach wird der Markt sich – in Deutschland – verändern, werden die Preise und Restwerte sinken. Immer wichtiger wird, sich ein Auto auch leisten zu können. Denn egal, ob es dann bereits eFuels oder bioFuels in größerer Menge gibt: Der Sprit wird teurer sein. Und in dem Maße, wie die Ladeinfrastruktur verbessert wird und die Batterien – heute noch das teuerste an einem elektrischen Auto – günstiger werden, wird sich das Verhältnis umkehren: Dann wird es nämlich teurer, NICHT elektrisch zu fahren. Dieser Zeitpunkt, schätzen Experten, könnte bereits zwischen 2025 und 2030 erreicht werden.