BMW 1er, VW Golf: Test, Motor, Preis, Kompakte
Sportdress für den Alltag: VW Golf R-Line tritt gegen BMW 1er mit M-Sport-Paket an

Den Golf mit 1,5-Liter-Benziner gibt es nun auch in einer 130-PS-Variante. Im Vergleichstest lassen wir ihn gegen den BMW 118i antreten.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Platz 1 mit 555 von 800 Punkten: VW Golf 1.5 eTSI. Fahrwerk und Lenkung gewohnt ausgewogen, sparsam. Bedienung/Infotainment aber machen nervös und konfus.
Platz 2 mit 532 von 800 Punkten: BMW 118i. Etwas flotter sprintend, leichter bedienbar und hochwertiger anmutend, aber teurer. Punkte lässt er bei Lenkung, Laufkultur, Komfort.
Platz 2 mit 532 von 800 Punkten: BMW 118i. Etwas flotter sprintend, leichter bedienbar und hochwertiger anmutend, aber teurer. Punkte lässt er bei Lenkung, Laufkultur, Komfort.
Der Passant ist ganz aus dem Häuschen: "Wow, ein Golf R, nehme ich an?" Wir bedauern, der hat bürgerliche 130 PS. R-Line, vier Endrohr-Attrappen und aufpreispflichtige, viel Komfort raubende 18-Zöller (490 Euro) lassen den Golf nach Hochleistung aussehen. Der mit 136 PS aus einem 1,5-Liter-Dreizylinder kaum stärkere BMW 1er wirkt mit M-Sport-Paket und 10-Millimeter-Tieferlegung ebenfalls wie eine spaßbringende Sportversion. (Wichtige Tipps für den Neuwagenkauf im Internet.)
Bei der Bedienung kann der Golf nicht mithalten

Schwer zu verstehen: Bei der knopflosen Bedienung nur über Touchscreen gibt der Golf oft Rätsel auf.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Die Connectivity ist verhältnismäßig langsam, die Assistenzsysteme sind dafür umso energischer – zumindest verbal: "Fuß vom Gaspedal!", lautet die Aufforderung beim Segeln, also beim ausgekuppelten Dahinrollen. Wir schlagen einen freundlicheren Ton vor: "Bitte ausrollen lassen."
Die Abstimmung des 1ers wirkt ein wenig harsch

Wenig komfortabel: Das M-Paket macht den 1er härter und legt ihn tiefer, die Lenkung führt ein Eigenleben.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der 118i verfügt nur über drei Zylinder, mit den erwarteten Abstrichen bei der Laufkultur. Der etwas unruhige Geradeauslauf, den wir kürzlich bei einem anderen 1er bemängelten, lässt sich diesem sportiv aufgemachten Exemplar allerdings nicht nachsagen.
An der Kasse verliert der BMW gegen den VW

Teure Kompakte: In vollem Testwagen-Ornat kostet der Golf 36.160, der BMW sogar satte 40.120 Euro.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der BMW verliert Punkte bei Kaufpreis, Lenkung, Laufkultur und Verbrauch, sein Wendekreis ist größer, und nach hinten ist er unübersichtlicher. Der Golf punktet zudem mit praktischen Details wie dem höhenverstellbaren Ladeboden. Was den Passanten nicht umhaut, aber doch freut. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)
Das Fazit: Beide bieten zu unbescheidenen Preisen Top-Fahrsicherheit, 1-a-Bremsleistungen und Spitzen-Sitze. Am liebsten würden wir aus diesen beiden Kandidaten einen nahezu optimalen Kompakten zusammenbauen: Antrieb, Fahrwerk und Lenkung vom Golf, Bedienung/Infotainment vom 1er.
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