Preise von BMW X3 und X4 steigen über die 50.000-Euro-Grenze

Nach vier Jahren auf dem Markt ist es 2021 Zeit für ein Facelift der SUVs BMW X3 und X4. Das "LCI" (Life Cycle Improvement) läuft nach klassischem Muster ab: aufgefrischte Optik, etwas mehr Ausstattung, bessere Vernetzung, überarbeitete Motoren. Vom Facelift profitieren auch X3 M und X4 M Competition, die zudem mehr Power bekommen. Produktionsstart ist im August 2021, die Markteinführung erfolgt kurz darauf. Die Preise beginnen bei 51.000 Euro für den X3 bzw. 55.000 Euro für den X4. X3 und X4 M Competition kosten ab 97.600 Euro respektive 97.600 Euro. (Wichtige Tipps für den Neuwagenkauf)
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X3 und X4 Facelift mit flacheren Scheinwerfern und größere Niere

Die optischen Modifikationen fallen für ein Facelift recht umfangreich aus. So ist der Nierengrill größer geworden und zu einem Teil zusammengewachsen. Die Scheinwerfer sind einen Zentimeter flacher geworden und verfügen serienmäßig über Voll-LED-Technik. Optional gibt es Matrix-LED (Serie beim X4) oder Laser-Scheinwerfer. Die Frontschürze wurde überarbeitet und mit neuen Lufteinlässen bestückt. Am Heck verraten eine Schürze mit neuem Unterfahrschutz, andere Endrohrblenden und Rückleuchten mit schwarzer Umrandung sowie vollständig neuer Grafik das Facelift. Die vorher der X-Line vorbehaltenen Seitenschweller sind jetzt serienmäßig an Bord. Neue Lackfarben runden das Facelift ab.
BMW X3
Die neuen Rückleuchten mit überarbeiteter 3D-Grafik sind besonders auffällig.

Leichtere Felgen für BMW X3 und X4 M

Weiterhin steht auch das sportliche M-Paket in der Preisliste, wobei M40i und M40d zur besseren Unterscheidung eigene Seitenspiegel und Endrohrblenden bekommen. X3 M und X4 M erhalten ebenfalls angepasste Schürzen, die denen von M3/M4 nachempfunden sind. Zwei neue Farben ("Sao Paulo Gelb" und "Bay Blue Metallic") und neue 21-Zoll-Felgen, die pro Rad zwei Kilogramm Gewicht einsparen sollen, sind ebenfalls zu haben (zum großen AUTO BILD-Sommerreifen-Test 2021). Ansonsten übernehmen die Topmodelle die Veränderungen der schwächeren Geschwister.
BMW X4 M Competition
Die M-Schürze ist komplett neu gestaltet. "Sao Paulo Gelb" ist eine der beiden exklusiven neuen M-Farben.

Infotainment mit serienmäßigem 10,25-Zoll-Bildschirm

Im Innenraum hat sich auf den ersten Blick etwas weniger getan. Neue Zierleisten und Bezüge zieren das Cockpit, Dreizonen-Klimaautomatik ist jetzt Serie. Das iDrive mit Curved-Display aus i4 und Co hat es nicht in X3 und X4 geschafft. Stattdessen gibt es die Mittelkonsole vom 4er, die M Competition-Modelle übernehmen die Konsole von M3 und M4. Dort sitzt jetzt bei allen X3/X4 auch der Startknopf. Serienmäßig ist ein 10,25-Zoll-Bildschirm fürs Infotainment verbaut, 12,3 Zoll kosten Aufpreis.
BMW X3
Auch nach dem Facelift bleibt es beim alten iDrive, das Curved-Display wird man wohl erst im Nachfolger sehen.

Modernisierung für Sprachassistent und Navigation

Größere Neuerungen gibt es in der Systemtiefe. So versteht der Sprachassistent jetzt Befehle für die Bedienung von Fensterheber, Klimaanlage oder Fahrmodi. Die cloudbasierte Navigation "BMW Maps" soll schneller, genauer und einfacher zu bedienen sein. Außerdem kann sie bei der Parkplatzsuche unterstützen. Neben Apple- lassen sich auch Android-Smartphones kabellos anbinden. Dazu wurde die Komplexität der Ausstattungslinien und Extras reduziert, was die Konfiguration vereinfachen soll.

Mehr Sicherheit dank neuer Fahrassistenten

Bei den Fahrassistenten ist neuerdings der Driving Assistant Professional bestellbar. Er beinhaltet einen aktiven Tempomaten mit verbesserter Unterstützung im Stadtverkehr, einen Rettungs-, Lenk- und Spurhalteassistent sowie einen Kreuzungswarner und eine City-Notbremsfunktion. Ebenfalls neu im Programm ist der Drive Recorder, der im Stile einer Dashcam Fahraufnahmen speichern kann. Der Park-Assistent verfügt jetzt über den automatischen Rückfahrassistenten anderer BMW-Modelle.

48-Volt-Startergenerator für fast alle Motor-Varianten des BMW X3/X4

Nach den Dieseln hat BMW zum X3/X4-Facelift auch die Benziner mit einem 48-Volt-Startergenerator ausgerüstet. Der Generator kann den Verbrenner mit bis zu elf PS unterstützen und soll sowohl Verbrauch als auch Fahrleistungen positiv beeinflussen. Zu haben sind nach wie vor drei Diesel zwischen 190 und 340 PS und drei Benziner zwischen 184 und 360 PS. Der mittlere Benziner im 30i leistet statt 252 jetzt 245 PS. Entgegen mancher Erwartungen bleibt es weiterhin bei einem einzigen Plug-in-Hybrid, namentlich dem 30e mit 292 PS Systemleistung und rund 50 Kilometer elektrischer Reichweite. Achtgang-Automatik und Allradantrieb sind bei allen Motorvarianten stets Serie.

BMW X3 M und X4 M mit 50 Nm mehr Drehmoment

Den Topmodellen X3 M Competition und X4 M Competition hat BMW mehr Power verpasst. Der Dreiliter-Biturbo-Reihensechser leistet zwar nach wie vor 510 PS, er drückt mit 650 Nm jetzt aber 50 Nm mehr Drehmoment auf die geschmiedete Leichtbau-Kurbelwelle. Letztere wurde direkt aus M3 und M4 übernommen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt jetzt in 3,8 statt 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt mit M Drivers Package bei 285 km/h.
BMW X4 M Competition
Der S58 bekommt als einziger Motor mehr Power. Alle anderen Antriebsvarianten müssen mit gleich viel oder weniger PS auskommen.

Grundpreis von BMW X3 und X4 nach dem Facelift 3200 Euro höher

Produktionsstart für die gelifteten X3 und X4 sowie die M-Modelle ist im August 2021. Kurz danach werden die ersten Exemplare bei den Händlern stehen.
BMW X4 M Competition
Die Preise der kompakten X-Geschwister steigen kräftig an, die M-Modelle rücken der 100.000-Euro-Grenze noch näher.
Die Preise sind nach der Überarbeitung kräftig gestiegen: War der X3 bisher noch ab 47.800 Euro zu haben, kostet der Einstieg jetzt 51.000 Euro. Für einen X4 sind mindestens 55.000 Euro anzulegen. Wer eines der Sportmodelle will, der muss mindestens 97.600 Euro für den X3 M Competition bzw. 99.600 Euro für den X4 M Competition bezahlen. (Diese neuen Autos kommen 2021!)

Fazit

BMW überarbeitet seine Mittelklasse-SUVs. An den entscheidenden Stellen halten neue Software und optische Aufwertungen Einzug. Die ganz großen Veränderungen bleiben dabei jedoch aus, weitere Plug-in-Hybride oder eine neue Infotainment-Generation sucht man vergeblich. Dafür steigen naturgemäß die Preise.