Connectivity-Test: Mercedes
So gut ist Mercedes vernetzt

Das Thema Connected Car, also vernetztes Auto, ist enorm wichtig. Wie schlagen sich die aktuellen Mercedes-Modelle im Test?
- Stefan Voswinkel
- Max Wiesmüller
Video: Mercedes E-Klasse (2016)
Das kann die neue E-Klasse
Alle News und Tests zu Mercedes
Wie bei den Konkurrenten BMW und Audi steuert der Fahrer das Mercedes-System "Comand Online" nicht über einen Touchscreen, sondern mit einem großen Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole. In C-, S-, GLE- und
V-Klasse sowie im AMG GT gibt es zusätzlich ein Touchpad, ähnlich dem Mausersatz eines Notebooks. Damit kann der Fahrer auch Ziffern und Buchstaben etwa für Adressen und Rufnummern eingeben. Im Test mit der C- und S-Klasse klappte die Eingabe per Touchpad zuverlässig, wenn auch nicht deutlich
flotter als mit dem konventionellen Drehknopf – dafür aber ohne Ablenkung, weil der Blick auf der Straße blei
ben kann. Allerdings: Während Audi
und BMW das Touchpad bereits in den
meisten Modellen eingeführt habem, ist es bislang nur für fünf Mercedes-Typen verfügbar.
Wie funktioniert die Einrichtung?
Mercedes macht uns das nicht gerade einfach: An drei Stellen muss der Kunde Bluetooth-Telefonie, Musikwiedergabe und Internetzugriff separat freischalten. In den Fahrzeugen der Konkurrenz genügt eine einmalige Einrichtung. Sind die Hürden der Einrichtung überwunden, klappt die Bedienung gut. Mehr zum Thema bei computerbild.de!
Drive-Kit Plus
Obwohl Comand Online bereits mit einer Fülle an Mercedes-Apps wie Facebook, Google-Suche und mehr kommt, gibt es für zusätzlich 500 Euro den "Drive Kit Plus". Er erweitert die Dienste um den Zugriff auf Twitter, Google+ und Siri im Auto. Die "Digital Drivestyle App" zeigt Drive-Kit-Kunden zudem den aktuellen Standort ihres Autos auf einem iPhone. Und wer eine Smartwatch hat, bekommt zudem direkt ans Handgelenk Verkehrsinfos und Warnungen vor Gefahren – all das macht den Drive Kit Plus zu einer netten, aber auch verzichtbaren Spielerei.
Weitere Assistenzsysteme

C-Klasse: Dank neuer Technik hält sie auf der Autobahn die Spur. Bitte nicht nachmachen!
Bild: Sven Krieger
➤360-Grad-Kamera für einfacheres Einparken: Dabei errechnet das System aus den Bildern verschiedener am Auto angebrachter Kameras ein Gesamtbild.
➤Eine Einpark-Automatik: Der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen, das Lenken übernimmt das Auto. Klappt gut, aber nur in großen Parklücken.
➤Collision Prevention: Ist der Fahrer gerade unachtsam oder droht ein Crash, drückt der Aufprall-Verhinderer beherzt auf die Bremse. Das soll Unfälle im Stadtverkehr vermeiden. Im City-Test funktionierte das System sehr gut. Bei mehrspurigen, kurvenreichen Passagen in der Stadt ließ sich das System aber aus dem Konzept bringen, weil es andere Autos nicht klar den Fahrspuren zuordnen konnte.
➤Distronic Plus: In dichtem Verkehr kann der Fahrer eine Soll-Geschwindigkeit wählen, die das Auto je nach Verkehrslage hält. Schert ein anderes Fahrzeug ein, bremst der Mercedes selbstständig und folgt dem Vorausfahrenden in sicherem Abstand. Das klappt sogar zuverlässig bis zum Stillstand, sollte plötzlich ein Stau entstehen.
➤Lenkassistent und Stop&Go-Pilot: Der Lenkassistent korrigiert unsaubere Lenkmanöver und hält den Wagen in der Spur. In der C-, E-, GLE- und S-Klasse sowie im CLS übernimmt er Stop&Go-Fahrten vollständig: Der Fahrer kann die Hände vom Lenkrad nehmen und dem Assistenten die Arbeit überlassen. Das funktioniert, solange der Vorausfahrende keine Sperenzchen treibt: Fährt der zickzack, folgt ihm der Mercedes dabei. Bei höheren Geschwindigkeiten mahnt ein Warnsymbol, die Hände am Steuer zu lassen. Die Übersicht aller Modelle finden Sie in der Galerie.
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