Marktstart und Preis: Die Serienversion wird teurer als der VW-Bruder

Als dynamischer Seat-Ableger lässt Cupra keine Gelegenheit aus, auf seinen sportlichen Markenkern zu verweisen. So auch mit dem UrbanRebel Concept: Die 435 PS starke Studie wurde auf der IAA in München präsentiert und sieht aus wie ein Tourenwagen. Tatsächlich soll sie aber ein kompaktes Elektroauto für die Stadt vorwegnehmen, das 2025 auf Basis der MEB-Plattform starten soll. Wahrscheinlich wird es sich um Cupras Variante des neuen Einstiegs-Elektroautos von VW handeln (VW ID.1 bzw. ID.2). Diese Strategie sind die Marken auch schon bei den Elektroautos Born und ID.3 gefahren. Aber die spanische Variante wird deutlich teurer als der elektrische Kleinwagen aus Wolfsburg. Während VW einen Basispreis von 20.000 Euro anstrebt, hat Cupra bereits verkündet, dass es bei 25.000 Euro losgehen wird. Das Elektroauto soll demnach zwischen Massen- und Premium-Segment positioniert werden. (Diese Elektroautos kommen bis 2026!)
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Serienversion: Die Abmessungen dürften sich nicht groß ändern

Auf der IAA verkündete Cupras CEO Wayne Griffiths, die Studie sei bereits nah an der Serie. Die fertige Version werde den provokanten Stil des Showcars übernehmen. "Wenn man den Flügel am Heck und den Frontspoiler wegnimmt, kommt man dem Auto, das wir 2025 einführen wollen, schon sehr nahe", so Griffiths. Ganz so einfach dürfte es allerdings nicht sein, denn es ist damit zu rechnen, dass die Serienversion noch deutlich entschärft wird. Außerdem erwarten wir vier statt zwei Türen, wie es die AUTO BILD-Illustration zeigt. Wahrscheinlich wird die Serienversion schlicht Urban heißen und mit zackiger Lichtsignatur sowie großen Lufteinlässen an der Front kommen. Die Abmessungen dürften sich dagegen bis zur Serie nicht mehr großartig ändern:
● Länge: 4080 mm
● Breite: 1795 mm
● Höhe: 1444 mm

Antrieb: Leistungsdaten werden deutlich entschärft

Die Studie soll dauerhaft 250 kW (340 PS) schaffen und Peak-Leistungen von bis zu 320 kW (435 PS) erreichen. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt sie nur 3,2 Sekunden. Laut "Automotive News" wird die Serienversion deutlich entschärft: In den Verkauf soll demnach ein Antrieb gehen, der aus einem 170 kW (231 PS) starken Elektromotor und einem 55-kWh-Akku besteht. Um aus dem Stand auf Landstraßentempo zu kommen, benötigt das Auto laut dem Bericht mehr als doppelt so lange wie das Showcar: 6,9 Sekunden. Die Reichweite soll bei 400 Kilometern liegen. (So kommen Sie an die eigene Wallbox!)

Studie: Brutales Design und Flügeltüren beim Showcar

Der Urban Rebel feiert sein Messedebüt mit einer Überraschung. Bis jetzt war nämlich nicht bekannt, dass der Spanier mit Flügeltüren ausgestattet ist. Ein absolutes Highlight, das eigentlich nur Supersportlern vorbehalten ist. Das passt zum beeindruckenden ersten Eindruck den AUTO BILD auf der IAA bekommen hat. Wirkt das Concept Car auf Bildern beinahe verspielt, ist er im echten Leben überaus brutal.
Cupra UrbanRebel Concept
Der Heckflügel mit umlaufendem LED-Band erinnert stark an die 2015er Studie des Honda Civic Type R, kommt aber nicht in Serie.
Der mächtige Schlund an der Front, die scharfen "Rotorblätter" in den Felgen und der gigantische Spoiler schinden mehr als Eindruck. Dabei ist der Innenraum des Rebel direkt aus dem Rennsport übernommen worden. Schalensitze, Hosenträgergurte und das Snap-off-Lenkrad schaffen es natürlich nicht in die Serie, sind aber bei der Studie durchaus passend. Cupra möchte weiterhin den sportlichen Ton bei Seat spielen und sich weiter als eigene Marke etablieren. Die Studie macht das auf alle Fälle klar und würde sicher viel lieber auf der Rennstrecke sein, als in irgendeinem Studio.