E-Auto-Preise mit der neuen Umweltprämie

E-Autos: Innovationsprämie/Kaufprämie, Umweltbonus, Förderung, Autogipfel

Bis zu 9000 Euro: alles zur Kaufprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride

Bis 2025 wird der Staat den Kauf von E-Autos und Plug-in-Hybriden mit einer Kaufprämie bezuschussen. Insgesamt gibt es bis zu 9000 Euro. Was Sie zum Umweltbonus wissen sollten!
Der Staat hat die erhöhte Kaufprämie für elektrisch betriebene Fahrzeuge über 2021 hinaus bis 2025 verlängert. Dadurch können Käufer von E-Autos und auch Plug-in-Hybridmodellen bis zu diesem Zeitpunkt mit einem Zuschuss von bis zu 9000 Euro rechnen. Während der staatliche Basisbonus für E-Autos von 3000 Euro ohnehin bis 2025 laufen sollte, wird jetzt auch die im Corona-Programm verdoppelte Prämie weitergeführt. Das ist eines der Ergebnisse des Autogipfels vom 17. November 2020, bei dem Vertreter der Autoindustrie und mehrerer Länder, Gewerkschafter sowie die Spitzen von Union und SPD unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Zukunft der Autoindustrie berieten. Sogenannte Plug-in-Hybride – die vor allem mit Benzin oder Diesel fahren – müssen ab 2022 nun für eine Prämie eine elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern vorweisen können, ab 2025 sogar von 80 Kilometern. Insgesamt kostet die Verlängerung den Staat eine Milliarde Euro.

Kaufprämie auch rückwirkend beantragen

Die Kaufprämie kann teilweise auch nach dem Kauf des Fahrzeugs beantragt werden, denn die Innovationsprämie, die den Umweltbonus aufstockt, gilt rückwirkend für Erstzulassungen ab dem 3. Juni 2020 (hier gibt es Beispiele). Für diese mehr als 700 Modellvarianten in Deutschland gibt's die Umweltprämie, auch die doppelte Unterstützung durch Länderhilfen wird wieder möglich (siehe unten).

E-Autos: junge Gebrauchtwagen mit Garantie

10.490 €

smart ForFour EQ 60kWed passion, Elektro

8.872 km
60 kW (82 PS)
02/2019
Zum Inserat
Elektro, CO2 0 g/km*
10.590 €

Renault Twizy Intens Elektro, Elektro

500 km
8 kW (11 PS)
05/2020
Zum Inserat
Elektro, 5.8 kWh/100km CO2 0 g/km*
10.799 €

Renault ZOE zzgl Batteriemiete Life, Elektro

15.731 km
53 kW (72 PS)
03/2019
Zum Inserat
Elektro, CO2 0 g/km*
10.989 €

Renault ZOE Life ZE40, Elektro

15.000 km
43 kW (58 PS)
02/2019
Zum Inserat
Elektro, 16.4 kWh/100km CO2 0 g/km*
10.990 €

Renault ZOE Z E 40 LIfe zzgl Batteriemiete, Elektro

2.624 km
43 kW (58 PS)
06/2019
Zum Inserat
Elektro, 43 kWh/100km CO2 0 g/km*
10.990 €

Renault ZOE LIFE AUTOMATIK zzgl BATTERIEMIETE H, Elektro

1.521 km
43 kW (58 PS)
05/2019
Zum Inserat
Elektro, 14.6 kWh/100km CO2 0 g/km*
10.990 €

Renault ZOE Life Z E 40 R zgl Batteriemiete, Elektro

10.092 km
43 kW (58 PS)
02/2019
Zum Inserat
Elektro, CO2 0 g/km*
smart ForFour EQ 60kWed passion, Elektro +

86161 Augsburg, Mercedes-Benz AG | smart Niederlassung Augsburg

Renault Twizy Intens Elektro, Elektro +

32051 Herford, Rosenhäger-Mattern GmbH & Co. KG

Renault ZOE zzgl Batteriemiete Life, Elektro +

35039 Marburg, Autohaus Wahl Hessen GmbH & Co. KG I Renault/Skoda Marburg

Renault ZOE Life ZE40, Elektro +

32051 Herford, Rosenhäger-Mattern GmbH & Co. KG

Renault ZOE Z E 40 LIfe zzgl Batteriemiete, Elektro +

35394 Gießen, Autohaus Wahl Hessen GmbH & Co. KG I Renault/Skoda Gießen

Renault ZOE LIFE AUTOMATIK zzgl BATTERIEMIETE H, Elektro +

13156 Berlin, Renault Retail Group Deutschland GmbH - Niederlassung Berlin-Pankow

Renault ZOE Life Z E 40 R zgl Batteriemiete, Elektro +

22763 Hamburg, Renault Retail Group Deutschland GmbH - Niederlassung HH-OTM

E-Autos bis 40.000 Euro profitieren am meisten

Am meisten profitieren Käufer eines reinen E-Autos bis 40.000 Euro Netto-Listenneupreis (mit 16 Prozent Mwst. 46.400 Euro brutto). Sie können mit einem Nachlass von insgesamt mehr als 9000 Euro (inklusive reduzierter Mehrwertsteuer) rechnen. Grund: Als Element des Corona-Konjunkturprogramms verdoppelte der Bund seinen Anteil auf 6000 Euro. Ohne Einfluss ist dies auf die Prämie der Hersteller – sie beteiligen sich wie bisher mit bis zu 3000 Euro. Der erhöhte Zuschuss des Bundes war bislang bis Ende 2021 befristet. Die Verdopplung des Bundesanteils gilt auch für teurere E-Autos sowie für Plug-in-Hybridmodelle (siehe FAQ unten). Zudem spart man derzeit bei der Mehrwertsteuer.

Elektroautos und Plug-in-Hybride bis 40.000 Euro netto

Umweltbonus läuft generell bis 2025

Anfang 2020 war der normale Umweltbonus für neue Elektroautos, Plug-in-Hybride und Wasserstofffahrzeuge bereits erhöht und bis 2025 verlängert worden. Zudem wurde das Antragsverfahren vereinfacht – und es gilt auch für Leasingfahrzeuge, allerdings gestaffelt. Die Umweltprämie verteilt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das dem Wirtschaftsministerium zugeordnet ist. Die Autohersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche E-Autos auf den Markt bringen, auch im Massenmarkt. Um die Klimaziele 2030 zu schaffen, sind bis dahin sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland notwendig, so steht es im "Masterplan Ladeinfrastruktur" der Bundesregierung. Hier gibt es eine Übersicht aller neuen E-Autos bis 2024.

Neue E-Autos (2020 bis 2024)

Innovationsprämie fängt an zu wirken

Nach Einführung eines Umweltbonus 2016 zogen die Zulassungszahlen elektrifizierter Fahrzeugen seit der Erhöhung des Zuschusses durch die Innovationsprämie zuletzt spürbar an. Die Prämie wurde fast 320.000 Mal beantragt (genaue Zahlen siehe unten). Bei Interesse am Umweltbonus für die Elektromobilität: Hier geht es zum Online-Antragsformular, hier zur offiziellen Förderliste des zuständigen BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Im folgenden FAQ beantwortet AUTO BILD alle Fragen zum Prozedere:

Alle Infos zur Elektro-Kaufprämie

Wie hoch ist der Elektro-Umweltbonus?

Bis zum 2. Juni 2020 gab es 6000 Euro bei Kauf oder Leasing eines reinen E-Autos (BEV) oder eines Wasserstofffahrzeugs mit einem Listenneupreis von bis zu 40.000 Euro (jeweils 3000 Euro vom Bund und vom Hersteller). Seit dem 3. Juni 2020 hat sich der Umweltbonus für diese Kategorie durch die sogenannte Innovationsprämie auf 9000 Euro (6000 Bund/3000 Hersteller) erhöht. Für teurere Elektro- oder Wasserstoffautos bis 65.000 Euro Nettopreis stieg der Zuschuss von 5000 Euro (2500/2500) auf 7500 Euro (5000/2500). Wer ein Plug-in-Hybridfahrzeug (PHEV; mit Elektro- und Verbrennungsmotor) in der niedrigen Preisklasse kauft, der erhielt bislang eine Prämie von 4500 Euro (2250/2250), nun sind es 6750 Euro (4500/2250). Für entsprechende Fahrzeuge bis 65.000 Euro wuchs der Bonus offiziell am 8. Juli, aber rückwirkend zum 3. Juni 2020, von 3750 (1875/1875) auf 5625 Euro (3750/1875). Der erhöhte Umweltbonus gilt nach der Verlängerung des Programms bis Ende 2025. Allerdings werden PHEV ab 2022 nur noch gefördert, wenn sie eine Mindestreichweite von 60 Kilometer haben (derzeit 40 Kilometer), ab 2025 müssen es mindestens 80 Kilometer sein.
Zwei Vorteile gibt es auch bei der Mehrwertsteuer: 1. Sie sank auch beim Autokauf zum 1. Juli 2020 (bis 31. Dezember 2020) von 19 auf 16 Prozent. 2. Durch den sinkenden Herstelleranteil (der Listenpreis wird netto gerechnet) sparen private Autokäufer auch noch einen Teil der auf den Kaufpreis entfallenden Mehrwertsteuer.

Wo kann ich die Kaufprämie beantragen?

Wie schon die Abwrackprämie für Altautos 2009 verwaltet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch diese Prämienauszahlung.

Wer darf einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

Wird der Kauf aller Elektroautos gefördert?

Nein, es gibt die Prämie nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 65.000 Euro (siehe oben). Eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge gibt es hier, sie wird kontinuierlich erweitert.

Wie kommt man als Autokäufer an die Prämie?

Anträge für die Prämien können nur online beim BAFA gestellt werden. Der Schriftweg steht nicht zur Verfügung.

Wie lange läuft das Programm?

Die bis 2025 geltende Förderung gilt nun auch für die Innovationsprämie: Der vorübergehend erhöhte Umweltbonus aus dem Konjunkturprogramm ist bis Ende 2025 wirksam.

Welche Unterlagen sind nötig?

Wer die Prämie bekommen will, der muss eine Rechnungskopie vom Autohändler sowie den Zulassungsnachweis auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) vorlegen. Dafür hat man nach Eingang des Antrags beim BAFA einen Monat Zeit. Achtung: Um den Bonus vom Staat für ein E- oder Hybridauto zu bekommen, muss auf der Rechnung vom Autohändler stehen, dass der Hersteller eine Prämie in gleicher Höhe vom Netto-Kaufpreis bereits abgezogen hat. Die Dokumente können beim Antrag als Kopie hochgeladen werden.

Werden auch Gebrauchtwagen gefördert?

Ja, der Umweltbonus wird nicht nur für Neufahrzeuge gezahlt, sondern auch bei der Zweitveräußerung, beim Weiterverkauf. Das heißt, auch junge gebrauchte Elektrofahrzeuge können die Umweltprämie kassieren. Voraussetzungen: Der Wagen wurde am 4. November 2019 oder später innerhalb der EU erstzugelassen (generell gilt ein maximales Alter von zwölf Monaten), er ist noch nicht mehr als 15.000 Kilometer gelaufen und wurde noch nicht gefördert. Die Förderung erfolgt in Höhe der Zuschüsse für Neufahrzeuge von 40.000 bis 65.000 Euro, also 7500 Euro für E-Autos und 5625 Euro für Plug-in-Hybridmodelle. Allerdings gibt es eine prozentuale Preisgrenze, die der Gebrauchte nicht überschreiten darf. Alle Einzelheiten sind in einem Merkblatt des BAFA nachzulesen.

Wie ist das Prozedere bei einem Leasingfahrzeug?

Den Umweltbonus gibt es sowohl beim privaten als auch beim gewerblichen Leasing. Allerdings wird der Betrag künftig nach Laufzeit gestaffelt. Dabei muss der Kunde für den Anteil des Bundes erst mit einer Sonderzahlung in Vorleistung treten. Diese lässt er sich mit dem Prämienantrag beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) später erstatten. Beim Antrag benötigt werden folgende Dokumente: der Leasingvertrag, die verbindliche Bestellung, die Kalkulation der Leasingrate, die Zulassungsbescheinigung Teil II und das Nachweispaket bei Gebrauchtwagen. Gewerbetreibende können den Bundesanteil auch direkt an den Händler abtreten, das Formular gibt es hier.

Gibt es noch mehr Förderung?

Ja, Käufer von Elektroautos können ab dem 16. November 2020 doppelte Förderung beantragen, denn sie dürfen Förderprogramme von Bund UND Ländern gleichzeitig in Anspruch nehmen, beispielsweise zur Umrüstung von Taxis, Mietwagen, Carsharingautos oder kommunalen Fahrzeugen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Fördermittelgeber eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundeswirtschaftsministerium abgeschlossen hat. Diese legt fest, wie die Förderprogramme ineinandergreifen und stellt sicher, dass die haushalts- und beihilferechtlichen Vorgaben eingehalten werden.
Nach einem "Kumulationsverbot" des Wirtschaftsministeriums im Sommer 2020 war eine Doppelförderung zwischenzeitlich nicht mehr möglich. Dies betraf auch Sonderförderungen des Bundes von mehreren Tausend Fahrzeugen.

Wie viele Anträge wurden schon gestellt?

Bis Ende Oktober 2020 gingen beim BAFA genau 318.694 Förderanträge ein, im Oktober allein 34.212. Das ist der vierte Rekordmonat in Folge. Insgesamt entfielen 194.896 Anträge auf reine E-Autos, 123.625 auf Plug-in-Hybride und 173 auf Wasserstoff-Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle.

Für wen lohnt sich ein Elektroauto?

E-Autos sind vor allem eine Alternative für Autofahrer, die relativ viel Kurzstrecke fahren und über eine Lademöglichkeit verfügen – idealerweise eine eigene Garage mit Wallbox oder zumindest eine Ladestation um die Ecke. Und: Sie sollten Idealisten sein, denn auch mit Prämie sind Elektroautos noch meist teurer als vergleichbare konventionell angetriebene Modelle. Sollten die Spritpreise wieder deutlich anziehen, könnte sich der höhere Anschaffungspreis im Laufe eines Autolebens schneller amortisieren.

Warum hilft der Staat?

Die Autoindustrie ist eine deutsche Schlüsselbranche mit 830.000 Arbeitsplätzen und 370 Milliarden Euro Jahresumsatz. Daher unterstützt der Staat die Autobauer, damit sie den Anschluss an Zukunftstechnologien wie E-Mobilität oder autonomes Fahren nicht verpassen. Zudem ist die Politik durch EU-Vorgaben beim Klimaschutz unter Druck.

Mit Material von dpa und Reuters

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Fotos: AUTO BILD

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