E-Auto-Preise mit der neuen Umweltprämie

E-Autos: Innovationsprämie, Kaufprämie, Umweltbonus, Förderung, Zuschuss

Wie es bis zu 9000 Euro Kaufprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride gibt

Die Kaufprämie von bis zu 9000 Euro für E-Autos und Plug-in-Hybride ist weiter enorm gefragt. Hier der aktuelle Stand – und wie Sie an den Umweltbonus kommen!

Die Kaufprämie für Elektromobilität kurbelt den Verkauf von elektrifizierten Fahrzeugen in Deutschland enorm an. Seit Beginn der Förderung wurden bislang 641.727 Fahrzeugkäufe bezuschusst, davon 359.446 reine E-Autos (BEV) und 282.083 Plug-in-Hybride (PHEV; mit Verbrenner- und von außen aufladbarem Elektromotor). 198 Brennstoffzellenfahrzeuge komplettieren die Bilanz. Das teilte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit (Stand: 1. Juni 2021).
Allein in den ersten drei Monaten 2021 wurden etwa 153.000 Fahrzeuge (80.000 BEV/73.000 PHEV) mit dem Umweltbonus gefördert. Die staatlich aufgebrachte Fördersumme von rund 765 Millionen Euro übersteigt schon jetzt den Gesamtbetrag von zirka 625 Millionen in 2020 – dem Jahr, in dem die Prämie noch einmal erhöht wurde.

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Zuschuss von bis zu 9000 Euro – plus gesparte Steuer

Mit dieser erhöhten Kaufprämie unterstützt der Bund den Absatz elektrisch betriebener Neufahrzeuge in Deutschland bis mindestens Ende 2025. Kunden von E-Autos können bis dahin mit einem Zuschuss von bis zu 9000 Euro rechnen, darunter 6000 Euro vom Staat. Ursprünglich war nur ein Umweltbonus von 3000 Euro bis 2025 geplant. Als Resultat eines "Autogipfels" wird die Innovationsprämie als Verdoppelung des Umweltbonus vier weitere Jahre bis 31. Dezember 2025 gewährt. Ohne Einfluss ist dies alles auf die Prämie der Hersteller – sie beteiligen sich wie bisher mit bis zu 3000 Euro pro verkauftem Auto. Zudem spart man bei der Mehrwertsteuer. Auch eine doppelte Unterstützung durch Länderhilfen ist nach einem zwischenzeitlichen Stopp wieder möglich (siehe unten). Diese betrifft meist lokales Gewerbe oder Selbstständige, wie zum Beispiel Taxi-, Handwerker- oder Fahrschulbetriebe, Mietwagenunternehmer, Kurier- oder Lieferdienste.

E-Autos bis 40.000 Euro profitieren am meisten

Die Innovationsprämie gilt rückwirkend für Erstzulassungen ab dem 3. Juni 2020 (hier gibt es Beispiele), für mehr als 700 Modellvarianten in Deutschland. Am meisten profitieren Käufer eines reinen E-Autos bis 40.000 Euro Netto-Listenneupreis (mit 19 Prozent Mwst. 47.600 Euro brutto). Plug-in-Hybridmodelle mit einem Verbrennermotor und einem von außen aufladbaren E-Antrieb werden mit bis zu 6750 Euro gefördert, müssen aber ab 2022 für eine Prämie eine elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern vorweisen können, ab 2025 sogar von 80 Kilometern.

Elektroautos und Plug-in-Hybride bis 40.000 Euro netto

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Umweltbonus läuft generell bis 2025

Seit Anfang 2020 gilt das Antragsverfahren auch für Leasingfahrzeuge, allerdings gestaffelt. Die Umweltprämie verteilt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das dem Wirtschaftsministerium zugeordnet ist. Die Autohersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche E-Autos auf den Markt bringen, auch im Massenmarkt. Um die Klimaziele 2030 zu schaffen, sind bis dahin sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland notwendig, so steht es im "Masterplan Ladeinfrastruktur" der Bundesregierung. Hier gibt es eine Übersicht aller neuen E-Autos bis 2024.

Alle neuen E-Autos im Überblick

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Wie man an die Innovationsprämie kommt

Eingeführt wurde der Umweltbonus 2016, seit der Erhöhung des Zuschusses durch die Innovationsprämie zogen die Zulassungszahlen elektrifizierter Fahrzeugen sehr stark an (genaue Zahlen siehe unten). Bei Interesse am Umweltbonus für die Elektromobilität: Hier geht es zum Online-Antragsformular, hier zur offiziellen Förderliste des zuständigen BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Fragen und Antworten zur Umweltprämie

Alle Infos zur Elektro-Kaufprämie

Wie hoch ist der Elektro-Umweltbonus?

Seit dem 3. Juni 2020 gibt es einen Umweltbonus, mittlerweile auch Innovationsprämie genannt von bis zu 9000 Euro bei Kauf oder Leasing eines reinen E-Autos (BEV) oder eines Wasserstofffahrzeugs mit einem Listenneupreis von bis zu 40.000 Euro (6000 Euro vom Bund, 3000 Euro vom Hersteller). Für teurere Elektro- oder Wasserstoffautos bis 65.000 Euro Nettopreis liegt der Zuschuss bei 7500 Euro (5000/2500). Wer ein Plug-in-Hybridfahrzeug (PHEV; mit Elektro- und Verbrennungsmotor) in der niedrigen Preisklasse kauft, der bekommt 6750 Euro (4500/2250). Für entsprechende Fahrzeuge bis 65.000 Euro liegt der Bonus seit dem am 8. Juli (rückwirkend zum 3. Juni 2020) bei 5625 Euro (3750/1875). Dieser Umweltbonus gilt nach der Verlängerung des Programms bis Ende 2025. Allerdings werden PHEV ab 2022 nur noch gefördert, wenn sie eine Mindestreichweite von 60 Kilometer haben (derzeit 40 Kilometer), ab 2025 müssen es mindestens 80 Kilometer sein. Durch den sinkenden Herstelleranteil (der Listenpreis wird netto gerechnet) sparen private Autokäufer auch noch einen Teil der auf den Kaufpreis entfallenden Mehrwertsteuer. Bei einem Nettolistenpreis eines Fahrzeugs von 40.000 Euro sind dies 570 Euro.

Wo kann ich die Kaufprämie beantragen?

Wie schon bei der Abwrackprämie für Altautos 2009 verwaltet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch diese Prämienauszahlung.

Wer darf einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

Wird der Kauf aller Elektroautos gefördert?

Nein, es gibt die Prämie nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 65.000 Euro (siehe oben). Eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge gibt es hier, sie wird kontinuierlich erweitert.

Wie kommt man als Autokäufer an die Prämie?

Anträge für die Prämien können nur online beim BAFA gestellt werden. Der Schriftweg steht nicht zur Verfügung.

Wie lange läuft das Programm?

Der erhöhte Umweltbonus aus dem Konjunkturprogramm ist mindestens bis Ende 2025 wirksam.

Welche Unterlagen sind nötig?

Zum Erhalt der Prämie muss man eine Rechnungskopie vom Autohändler sowie den Zulassungsnachweis auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) vorlegen. Dafür hat man nach Eingang des Antrags beim BAFA einen Monat Zeit. Achtung: Um den Bonus vom Staat für ein E- oder Plug-in-Hybridauto zu bekommen, muss auf der Rechnung vom Autohändler stehen, dass der Hersteller eine Prämie in gleicher Höhe vom Netto-Kaufpreis bereits abgezogen hat. Die Dokumente können beim Antrag als Kopie hochgeladen werden.

Werden auch Gebrauchtwagen gefördert?

Der Umweltbonus wird nicht nur für Neufahrzeuge gezahlt, sondern auch bei der Zweitveräußerung, beim Weiterverkauf. Das heißt, auch junge gebrauchte Elektrofahrzeuge können die Umweltprämie kassieren. Voraussetzungen: Der Wagen wurde am 4. November 2019 oder später innerhalb der EU erstzugelassen (generell gilt ein maximales Alter von zwölf Monaten), er ist noch nicht mehr als 15.000 Kilometer gelaufen und wurde noch nicht gefördert. Die Förderung erfolgt in Höhe der Zuschüsse für Neufahrzeuge von 40.000 bis 65.000 Euro, also 7500 Euro für E-Autos und 5625 Euro für Plug-in-Hybridmodelle. Allerdings gibt es eine prozentuale Preisgrenze, die der Gebrauchte nicht überschreiten darf. Beim Nachweis der erfüllten Voraussetzungen kann ein DAT-Gutachten helfen. Alle Einzelheiten sind in einem Merkblatt des BAFA nachzulesen.

Wie ist das Prozedere bei einem Leasingfahrzeug?

Den Umweltbonus gibt es sowohl beim privaten als auch beim gewerblichen Leasing. Allerdings wird der Betrag nach Laufzeit gestaffelt. Dabei muss der Kunde für den Anteil des Bundes erst mit einer Sonderzahlung in Vorleistung treten. Diese lässt er sich mit dem Prämienantrag beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) später erstatten. Beim Antrag benötigt werden folgende Dokumente: der Leasingvertrag, die verbindliche Bestellung, die Kalkulation der Leasingrate, die Zulassungsbescheinigung Teil II und das Nachweispaket bei Gebrauchtwagen. Gewerbetreibende können den Bundesanteil auch direkt an den Händler abtreten, das Formular gibt es hier.

Kann man noch mehr Förderung bekommen?

Ja, Käufer von Elektroautos können seit dem 16. November 2020 wieder doppelte Förderung beantragen, denn sie dürfen Förderprogramme von Bund UND Ländern gleichzeitig in Anspruch nehmen, beispielsweise zur Umrüstung von Taxis, Mietwagen, Carsharingautos oder kommunalen Fahrzeugen. Nach einem "Kumulationsverbot" des Wirtschaftsministeriums im Sommer 2020 war eine Doppelförderung zwischenzeitlich nicht mehr möglich. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Fördermittelgeber eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundeswirtschaftsministerium abgeschlossen hat. Diese legt fest, wie die Förderprogramme ineinandergreifen und stellt sicher, dass die haushalts- und beihilferechtlichen Vorgaben eingehalten werden.
Derzeit (Stand: 15. Juni 2021) sind folgende Förderprogramme mit dem Umweltbonus kombinierbar: Sofortprogramm Saubere Luft (zuständig: Bundesumweltministerium/BMU) – Flottenaustauschprogramm Sozial und Mobil (BMU) – Förderrichtlinie Elektromobilität (Bundesverkehrsministerium/BMVI) – Förderrichtlinie Markthochlauf NIP2 (BMVI) – Klimaschutzoffensive für den Mittelstand (Kreditanstalt für Wiederaufbau/KfW) – Wirtschaftsnahe Elektromobilität – WELMO (Land Berlin) – Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen (Mecklenburg-Vorpommern) – BW-e-Gutschein (Baden-Württemberg) – Förderprogramm Inklusionstaxi Berlin (Land Berlin). Die Liste gibt es auch beim BAFA.

Wie viele Anträge wurden schon gestellt?

Bis Ende Mai 2021 gingen beim BAFA genau 641.727 Förderanträge ein. Insgesamt entfielen 359.446 Anträge auf reine E-Autos, 282.083 auf Plug-in-Hybride und 198 auf Wasserstoff-Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle.

Für wen lohnt sich ein Elektroauto?

E-Autos sind vor allem eine Alternative für Autofahrer, die relativ viel Kurzstrecke fahren und über eine Lademöglichkeit verfügen – idealerweise eine eigene Garage mit Wallbox oder zumindest eine Ladestation um die Ecke. Und: Sie sollten ein Stück weit Idealisten sein, denn auch mit Prämie sind Elektroautos noch meist teurer als vergleichbare konventionell angetriebene Modelle. Nachdem die Spritpreise durch die CO2-Abgabe wieder anziehen, könnte sich der höhere Anschaffungspreis im Laufe eines Autolebens schneller amortisieren.

Warum fördert der Staat den E-Auto-Kauf mit der Umweltprämie?

Die Autoindustrie ist eine deutsche Schlüsselbranche mit 830.000 Arbeitsplätzen und 370 Milliarden Euro Jahresumsatz. Daher unterstützt der Staat die Autobauer, damit sie den Anschluss an Zukunftstechnologien wie E-Mobilität oder autonomes Fahren nicht verpassen. Zudem ist die Politik durch EU-Vorgaben beim Klimaschutz unter Druck, schlägt beim Tanken zunehmend die CO2-Abgabe drauf.
Mit Material von dpa und Reuters

Fotos: AUTO BILD

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