Noch bis 2025 erleichtert der Staat den Kauf eines neuen lokal emissionsfreien Autos mit einer Kaufprämie von bis zu 9000 Euro. Und dabei wird es wohl auch bleiben.
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Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) dementierte eine Meldung, wonach die Förderung für reine E-Autos bis 2027 verlängert und sogar auf 10.800 Euro erhöht werden könnte. Die angeblichen Pläne hatten für großen Wirbel und massive Kritik von Umweltverbänden und den Koalitionspartnern SPD und Grünen gesorgt.
Volker Wissing
Verkehrsminister Wissing (FDP) plant offenbar doch keine längere und höhere Förderung für E-Autos.
Das "Handelsblatt" hatte von einem Regierungsgutachten berichtet, auf dessen Basis die Förderung um weitere Milliarden aufgestockt werden könnte. Danach sollten Käufer von Autos bis 40.000 Euro Nettolistenpreis statt bislang 6000 Euro einen Zuschuss von 10.800 Euro bekommen. Rechnet man den bisherigen Betrag der Hersteller von 3000 Euro hinzu, könnten E-Auto-Käufer in diesem Fall mit bis zu 13.800 Förderung rechnen – sofern die Hersteller den Zuschuss ebenfalls bis 2027 verlängern. Bei teureren Fahrzeugen bis 60.000 Euro plane das Ministerium mit einer Prämie von 8400 statt der bislang zugesagten 5000 Euro, hieß es.

Wissing dementiert auf Twitter

Doch dazu wird es wohl nicht kommen. "Weder will ich eine Abwrackprämie noch eine höhere Kaufprämie für Elektrofahrzeuge. Der Umstieg auf eine klimaneutrale Mobilität muss über marktwirtschaftliche Anreize gelingen", schrieb Wissing beim Kurznachrichtendienst. Im Deutschlandfunk bestätigte er den Austausch von Positionen auf Arbeitsebene zwischen einzelnen Ministerien, sagte aber auch: "Ich schließe aus, dass wir eine absurd hohe Förderung für den Kauf von E-Fahrzeugen einführen."

Kopplung an neue Abwrackprämie im Gespräch

Bei Twitter bezog er sich auch auf eine angebliche Neuauflage der Abwrackprämie. So müssten laut "Handelsblatt" Käufer, die die volle E-Auto-Kaufprämie bekommen wollen, ab dem zweiten Halbjahr 2023 ein mindestens elf Jahre altes Verbrenner-Auto verschrotten. Der Wert der Abwrackprämie könnte bei etwa 1500 Euro liegen. Ab 2025 sollten die Förderprämien dann absinken. Die Pläne würden laut Gutachten den Steuerzahler bis zu 73 Milliarden Euro kosten.

So hoch ist die Umweltprämie

Fahrzeugtyp
Netto-Listenpreis Basismodell
Bundesanteil (verdoppelt)
Herstelleranteil (netto)
Gesamt (netto)
Abzweigung
Elektroauto
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
bis 40.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro
bis 40.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro
6000 Euro
5000 Euro
4500 Euro
3750 Euro
3000 Euro
2500 Euro
2250 Euro
1875 Euro
9000 Euro
7500 Euro
6750 Euro
5625 Euro
Weiter hieß es in dem Bericht, den Kauf von Plug-in-Hybriden wolle das FDP-geführte Verkehrsministerium im Gegensatz zum grünen Wirtschaftsministerium unter Robert Habeck weiter bis 2024 fördern und nicht bereits 2022 beenden. Der Zuschuss solle auf 2250 beziehungsweise 1875 Euro halbiert werden.

Welche Verschärfung droht Plug-in-Hybriden?

Im Ampel-Koalitionsvertrag ist geplant, die Innovationsprämie ab 2023 nur noch für Kfz auszugeben, "die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben" – also nur für Autos mit hohem elektrischen Fahranteil und großer elektrischer Mindestreichweite.

Zulassung entscheidend für Förderbewilligung

Für die Bewilligung der Förderung maßgeblich ist die Zulassung des Fahrzeugs. Forderungen aus der Industrie, angesichts gegenwärtig langer Lieferzeiten die Förderung an Zeitpunkt des Kaufs zu knüpfen, wies Habeck zurück. "Wir haben das erörtert, müssen aber dabei bleiben, dass die Kraftfahrzeugzulassung der relevante Zeitpunkt bleiben muss", sagte Habeck. Wenn man den Vertragsabschluss als Datum festschreiben würde und nicht die Zulassung, sei die "Anfälligkeit für Missbrauch" zu hoch, sagte er. Er fände es "hilfreich, wenn die Automobilhersteller selbst die Differenz ausgleichen würden, die durch die längeren Lieferzeiten entstehen kann".
Bislang wurden mehr als 1,125 Millionen Anträge auf Förderung gestellt. Damit wurde die Anzahl der E-Autos auf deutschen Straßen massiv angekurbelt, der Wandel zur Elektromobilität beschleunigt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 waren knapp 25 Prozent aller in Deutschland neu zugelassenen Fahrzeuge elektrifiziert, der Anteil von reinen Benzinern und Diesel betrug zusammen 55,5 Prozent. Der Rest entfiel auf Vollhybride und Gasautos. 

Wie viele Elektrofahrzeuge wurden bislang gefördert?

Interessanterweise zeigt die Zahl der geförderten Fahrzeuge, dass zuletzt batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) stärker nachgefragt wurden als Plug-in-Hybride. Den 494.331 geförderten teilelektrifizierten Plug-ins stehen Anträge für 631.000 reine E-Autos gegenüber, berichtete das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) am 1. März 2022. Macht zusammen 1.125.331 Fahrzeuge.

Das sind die zurzeit besten E-Autos:

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
BMW iX
UVP ab 77.300 EUR, Ersparnis: bis zu 13.386  EUR
Kia EV6
UVP ab 44.990 EUR, Ersparnis: bis zu 14.069 EUR / im Leasing schon ab 274  EUR
Mercedes EQS
UVP ab 97.807 EUR, Ersparnis: bis zu 6152  EUR
Hyundai Ioniq 5
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.280 EUR / im Leasing schon ab 234  EUR
Audi Q4 e-tron
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.420 EUR / Leasing-Bestpreis: 89  EUR
Skoda Enyaq iV
UVP ab 34.600 EUR, Ersparnis: bis zu 11.584 EUR / Leasing-Bestpreis 124  EUR
Mazda MX-30
UVP ab 34.490 EUR, Ersparnis: bis zu 13.035 EUR / im Leasing schon ab 90  EUR
Smart EQ fortwo
UVP ab 21.940 EUR, Ersparnis: bis zu 8240 EUR / im Leasing schon ab 77  EUR
Tesla Model 3
UVP ab 46.560 EUR; Ersparnis: bis zu 7975 EUR / Leasing-Bestpreis 289 ,00 EUR
Opel Corsa-e
UVP ab 30.400 EUR; Ersparnis: bis zu 11.920 ,00 EUR
Volvo XC40 Recharge
UVP ab 48.650 EUR; Ersparnis: bis zu 9570 ,00 EUR
Die Behörde zog jüngst eine Zwischenbilanz der seit 2016 laufenden Förderung: Demnach wurden bisher 1.125.876 elektrische und teilelektrische Fahrzeuge gefördert. Hinzu kommen noch 214 Brennstoffzellenfahrzeuge. Insgesamt unterstützte der Staat die Anschaffung von Elektroautos bislang mit 4,6 Milliarden Euro.

Umweltbonus oder Innovationsprämie?

Die Gesamtsumme der Förderung wird Umweltbonus oder auch Elektro-Kaufprämie genannt, der Betrag, mit dem der Staat seinen Anteil verdoppelt, heißt Innovationsprämie.

Innovationsprämie schon verlängert

Bis Ende 2022 können Käufer mit einem Zuschuss von bis zu 9000 Euro rechnen, das hatte die Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP beschlossen. Bis zu einer Neuaufstellung der Förderung von Elektromobilität "sichern wir aber Kontinuität und verlängern die derzeitige Innovationsprämie bis Ende 2022", heißt es in einem Statement des Wirtschafts- und Klimaschutzministers Robert Habeck (Grüne). Die aktuelle Förderrichtlinie trat am 1. Januar 2022 in Kraft.

Renault Zoe mehr als 72.000 Mal gefördert

Das am meisten geförderte E-Auto in Deutschland seit 2016 ist mit 72.293 Anträgen der Renault Zoe, der zuletzt mit einer Null-Sterne-Wertung beim Euro NCAP Crashtest in die Schlagzeilen geriet (hier ein Kommentar dazu). Der Tesla Model 3 (55.794) ist in der Modell-Rangliste auf Platz zwei geprescht, vor dem VW e-Up (39.110), dem Smart EQ fortwo (36.360) und dem Hyundai Kona Elektro (34.001).
Im Alltime-Ranking der Hersteller führt weiterhin Volkswagen (162.763) vor Mercedes-Benz (107.043), BMW (95.062), Renault (92.499) und Tesla (61.777).

Das sind die zurzeit besten E-Autos:

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
BMW iX
UVP ab 77.300 EUR, Ersparnis: bis zu 13.386  EUR
Kia EV6
UVP ab 44.990 EUR, Ersparnis: bis zu 14.069 EUR / im Leasing schon ab 274  EUR
Mercedes EQS
UVP ab 97.807 EUR, Ersparnis: bis zu 6152  EUR
Hyundai Ioniq 5
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.280 EUR / im Leasing schon ab 234  EUR
Audi Q4 e-tron
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.420 EUR / Leasing-Bestpreis: 89  EUR
Skoda Enyaq iV
UVP ab 34.600 EUR, Ersparnis: bis zu 11.584 EUR / Leasing-Bestpreis 124  EUR
Mazda MX-30
UVP ab 34.490 EUR, Ersparnis: bis zu 13.035 EUR / im Leasing schon ab 90  EUR
Smart EQ fortwo
UVP ab 21.940 EUR, Ersparnis: bis zu 8240 EUR / im Leasing schon ab 77  EUR
Tesla Model 3
UVP ab 46.560 EUR; Ersparnis: bis zu 7975 EUR / Leasing-Bestpreis 289 ,00 EUR
Opel Corsa-e
UVP ab 30.400 EUR; Ersparnis: bis zu 11.920 ,00 EUR
Volvo XC40 Recharge
UVP ab 48.650 EUR; Ersparnis: bis zu 9570 ,00 EUR

Was soll die Elektro-Kaufprämie bewirken?

Um die Klimaziele 2030 zu schaffen, sind bis dahin sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland notwendig, so stand es im "Masterplan Ladeinfrastruktur" der alten Bundesregierung. Die neue "Ampel" strebt nun sogar zum Beginn der neuen Dekade 15 Millionen vollelektrische Pkw auf deutschen Straßen an. Die Autohersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche E-Autos auf den Markt bringen, auch im Massenmarkt.

Bildergalerie

E-Auto bis 40.000 Euro
Skoda Enyaq iV 80
Citroën ë-C4
Kamera
E-Autos mit Förderung für 25.000 bis 40.000 Euro

Wie komme ich an die Elektro-Kaufprämie?

Eingeführt wurde der Umweltbonus 2016, seit der Erhöhung des Zuschusses durch die Innovationsprämie zogen die Zulassungszahlen elektrifizierter Fahrzeuge sehr stark an. Bei Interesse an der Kaufprämie für Elektromobilität: Hier geht es zum Online-Antragsformular, hier zur offiziellen Förderliste des zuständigen BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Alle Infos zur Elektro-Kaufprämie

Wie hoch ist der Elektro-Umweltbonus?

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Der Umweltbonus inklusive Innovationsprämie beträgt bislang 9000 Euro bei Kauf oder Leasing eines reinen E-Autos (BEV) oder eines Wasserstofffahrzeugs mit einem Netto-Listenneupreis von bis zu 40.000 Euro (6000 Euro vom Bund, 3000 Euro vom Hersteller). Für teurere Elektro- oder Wasserstoffautos bis 65.000 Euro Nettopreis liegt der Zuschuss bei 7500 Euro (5000/2500). Wer ein Plug-in-Hybridfahrzeug (PHEV; mit Elektro- und Verbrennungsmotor) in der niedrigen Preisklasse kauft, bekommt 6750 Euro (4500/2250). Für entsprechende Fahrzeuge bis 65.000 Euro liegt der Bonus seit dem am 8. Juli 2021 (rückwirkend zum 3. Juni 2020) bei 5625 Euro (3750/1875). Es gilt jeweils der Preis des Basismodells. Der Herstelleranteil wird frühzeitig vom Nettopreis abgezogen, sodass private Autokäufer auch noch Mehrwertsteuer (19 Prozent) sparen. Bei einem Herstellerzuschuss von 3000 Euro sind dies 570 Euro (3000:100 = 30 x 19).

Was sind die Pläne zum Auslaufen der Kaufprämie?

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Laut Plänen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sollen die Zuschüsse für Plug-in-Hybride Ende 2022 auslaufen. Zudem soll die Förderung für reine Elektroautos schrittweise gesenkt werden. Bei der Förderung für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge soll der Bundesanteil 2023 noch 4000 Euro betragen, 2024 und 2025 sollen es noch 3000 Euro sein.
Die Vorschläge aus dem Wirtschaftsministerium sind noch nicht innerhalb der Koalition abgestimmt und sollen nun in die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung gehen.

Wo kann ich die Kaufprämie beantragen?

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Wie bei der Abwrackprämie für Altautos 2009 verwaltet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Prämienauszahlung.

Wer darf einen Antrag stellen?

Pfeil

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

Wird der Kauf aller Elektrofahrzeuge gefördert?

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Die Prämie gibt es für Modelle mit einem Listenpreis bis maximal 65.000 Euro (siehe oben). Die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge wird kontinuierlich erweitert.
Plug-in-Hybride (PHEV) werden gefördert, wenn sie mindestens 60 Kilometer weit rein elektrisch fahren oder eine CO2-Bilanz von maximal 50 g/km vorweisen können. Damit wurde die bis Ende 2021 gültige Mindestreichweite von 40 Kilometer erhöht, wodurch einige bekannte PHEV wie der Audi Q8 TFSI e (46 Kilometer E-Reichweite) oder der Land Rover Defender PHEV (43 km) aus der Förderung fallen. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Zulassung, vorher kann kein Antrag gestellt werden. Ab 2023 fällt das CO2-Kriterium weg, dann zählen nur noch die Reichweite und der elektrische Fahranteil. Ab dem 1. Januar 2025 müssen es mindestens 80 Kilometer sein, damit ein Kauf von der Prämie unterstützt wird.

Wie lange muss ein Autokäufer ein gefördertes Auto behalten?

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Bislang gilt eine Haltefrist von sechs Monaten für geförderte E-Autos. Doch wegen zunehmenden Missbrauchs soll diese Frist auf ein Jahr verlängert werden, hieß es im  Februar 2022 aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums. Hintergrund ist, dass E-Auto-Käufer häufig ihren mit bis zu 9000 Euro vom Staat geförderten Wagen nach einem halben Jahr mit Gewinn ins Ausland verkaufen, beispielsweise nach Dänemark. Die Autos verlieren bitten sechs Monaten weniger an Wert als die Höhe der Förderung. Unterm Strich verdient der Käufer also Geld.

Wie kommt man als Autokäufer an die Prämie?

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Anträge für die Prämien können nur online beim BAFA gestellt werden. Der Schriftweg steht nicht zur Verfügung.

Wie lange läuft das Programm?

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Der erhöhte Umweltbonus mit Innovationsprämie soll der bisherigen Planung zufolge bis Ende 2022 gewährt werden.

Welche Unterlagen sind nötig?

Pfeil

Die Prämie erhält, wer eine Rechnungskopie vom Autohändler sowie den Zulassungsnachweis auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) vorlegen kann. Das muss binnen eines Monats nach Eingang des Antrags beim BAFA geschehen. Achtung: Um den Bonus vom Staat für ein E- oder Plug-in-Hybridauto zu bekommen, muss auf der Rechnung vom Autohändler stehen, dass der Hersteller eine Prämie in gleicher Höhe vom Netto-Kaufpreis bereits abgezogen hat. Die Dokumente können beim Antrag als Kopie hochgeladen werden.

Werden auch Gebrauchtwagen gefördert?

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Der Umweltbonus wird nicht nur für Neufahrzeuge gezahlt, sondern auch bei der Zweitveräußerung, beim Weiterverkauf. Das heißt, auch junge gebrauchte Elektrofahrzeuge können die Umweltprämie kassieren. Voraussetzungen: Der Wagen wurde am 4. November 2019 oder später innerhalb der EU erstzugelassen (generell gilt ein maximales Alter von zwölf Monaten), er ist noch nicht mehr als 15.000 Kilometer gelaufen und wurde noch nicht gefördert. Die Förderung erfolgt in Höhe der Zuschüsse für Neufahrzeuge von 40.000 bis 65.000 Euro, also 7500 Euro für E-Autos und 5625 Euro für Plug-in-Hybridmodelle. Allerdings gibt es eine prozentuale Preisgrenze, die der Gebrauchte nicht überschreiten darf. Beim Nachweis der erfüllten Voraussetzungen kann ein DAT-Gutachten helfen. Alle Einzelheiten sind in einem Merkblatt des BAFA nachzulesen.

Wie ist das Prozedere bei einem Leasingfahrzeug?

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Den Umweltbonus gibt es fürs private wie auch fürs gewerbliche Leasing. Allerdings wird der Betrag nach der Laufzeit gestaffelt. Dabei muss der Kunde für den Anteil des Bundes erst mit einer Sonderzahlung in Vorleistung treten. Diese lässt er sich mit dem Prämienantrag beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) später erstatten. Beim Antrag benötigt werden folgende Dokumente: der Leasingvertrag, die verbindliche Bestellung, die Kalkulation der Leasingrate, die Zulassungsbescheinigung Teil II und das Nachweispaket bei Gebrauchtwagen. Gewerbetreibende können den Bundesanteil auch direkt an den Händler abtreten, das Formular gibt es hier.

Gibt es weitere Möglichkeiten der Förderung?

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Ja, Käufer von Elektroautos können eine doppelte Förderung beantragen, denn sie dürfen Förderprogramme von Bund UND Ländern gleichzeitig in Anspruch nehmen, beispielsweise zur Umrüstung von Taxis, Mietwagen, Carsharingautos oder kommunalen Fahrzeugen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Fördermittelgeber eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundeswirtschaftsministerium abgeschlossen hat. Diese legt fest, wie die Förderprogramme ineinandergreifen und stellt sicher, dass die haushalts- und beihilferechtlichen Vorgaben eingehalten werden.
Derzeit (Stand: 1. Januar 2022) sind folgende Förderprogramme mit dem Umweltbonus kombinierbar: Sofortprogramm Saubere Luft (zuständig: Bundesumweltministerium/BMUV) – Flottenaustauschprogramm Sozial und Mobil (BMUV) – Förderrichtlinie Elektromobilität (Bundesverkehrsministerium/BMDV) – Förderrichtlinie Markthochlauf NIP2 (BMDV) – Klimaschutzoffensive für den Mittelstand (Kreditanstalt für Wiederaufbau/KfW) – Investitionskredit Nachhaltige Mobilität für Kommunen und Unternehmen (KfW) – Wirtschaftsnahe Elektromobilität – WELMO (Land Berlin) – Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen (Mecklenburg-Vorpommern) – BW-e-Gutschein (Baden-Württemberg) – Förderprogramm Inklusionstaxi Berlin (Land Berlin). Die Liste gibt es auch beim BAFA.

Wie viele E-Autos und Plug-in-Hybride wurden bislang gefördert?

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Interessanterweise zeigt die Zahl der geförderten Fahrzeuge, dass batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) stärker nachgefragt wurden als Plug-in-Hybride. Den 494.331 geförderten teilelektrifizierten Plug-ins stehen 631.000 reine E-Autos gegenüber, berichtete das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) am 1. März 2022.

Für wen lohnt sich ein Elektroauto?

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E-Autos eignen sich vor allem für Autofahrer, die häufig Kurzstrecke fahren und über eine Lademöglichkeit verfügen – idealerweise eine eigene Garage mit Wallbox oder zumindest eine Ladestation um die Ecke. Und: Sie sollten bereit sein, sich den geänderten Anforderungen beim Betrieb von E-Autos anzupassen – hier geht es etwa ums häufigere Nachladen und den Blick auf die verbleibende Restreichweite. Auch sind E-Autos trotz Prämie meist teurer als vergleichbare konventionell angetriebene Modelle. Mit dem weiteren Anziehen der Spritpreise durch die CO2-Abgabe könnte sich der höhere Anschaffungspreis im Laufe eines Autolebens schneller amortisieren. (Zum ausführlichen Kostenvergleich: Lohnt sich der Umstieg auf ein E-Auto?)

Warum fördert der Staat den E-Auto-Kauf mit der Umweltprämie?

Pfeil

Der Staat will die Autoindustrie als deutsche Schlüsselbranche mit 830.000 Arbeitsplätzen und 370 Milliarden Euro Jahresumsatz fördern. Sie soll den Anschluss an Zukunftstechnologien wie E-Mobilität oder autonomes Fahren nicht verpassen. So werden die Zulieferer mit einem Milliardenprogramm gefördert. Denn der Klimaschutz erfordert immer geringere CO2-Emissionen. Durch die steigende CO2-Abgabe macht der Staat daher das Fahren eines Verbrenners immer unattraktiver.

Wie stehen die Autokäufer zu E-Autos und Hybridmodellen?

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Laut des jüngsten Trendbarometers Elektromobilität der Technologieberatung BearingPoint hält der Trend zu elektrifizierten Antriebsarten an. Inzwischen werden wirtschaftliche Überlegungen immer wichtiger, und sie befeuern den Boom der Elektromobilität. Während vor einem Jahr nur jeder Sechste beim Neuwagenkauf auf ein E-Auto setzte, sei es jetzt schon jeder Vierte, hieß es im Trendbarometer. Von denjenigen, die bereits einmal E-Auto gefahren sind, wolle jeder Zweite als Nächstes ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb kaufen.

Mit Material von AFP, dpa und Reuters