Bis zu 9570 Euro weniger zahlen Käufer von Elektroautos derzeit noch dank der Kaufprämie. Vom Staat gibt's 6000 Euro Zuschuss, vom Hersteller 3000 Euro; hinzu kommen 570 Euro Mehrwertsteuerersparnis. Doch damit ist im kommenden Jahr Schluss: 2023 stutzt die Bundesregierung den Umweltbonus zurecht, lässt ihn bei Plug-in-Hybriden sogar ganz wegfallen.
Auch wenn die neuen Richtlinien erst im neuen Jahr greifen, sind sie schon jetzt bei den allermeisten Elektromodellen ein Problem (Kaufberatung Elektroauto). Denn maßgeblich für die Höhe der Förderung ist und bleibt das Datum des Antrags – der nicht ohne die Fahrzeugzulassung gestellt werden kann. Und die wiederum ist erst nach der Auslieferung des neuen E-Autos möglich, die bei den aktuell langen Lieferzeiten meist erst im neuen Jahr erfolgen dürfte.

Die zurzeit besten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Audi Q4 e-tron
BMW iX
Hyundai Ioniq 5
Kia Niro EV
Kia EV6
Mazda MX-30
Opel Corsa-e
Skoda Enyaq iV
Tesla Model 3
Toyota bZ4X

Diese vertrackte Situation machen sich manche Hersteller zunutze. Sie garantieren für einige Modelle auch fürs kommende Jahr die derzeitige Prämie – und bewerben das natürlich entsprechend. Allerdings ist ein Blick ins Kleingedruckte ratsam.

Renault fördert einige Megane und Kangoo Rapid weiter

Renault beispielsweise stellt für Megane E-Tech Electric und Kangoo Rapid E-Tech Electric die volle Förderung in Aussicht, auch wenn das Fahrzeug nach dem 20. Dezember geliefert und damit erst 2023 zugelassen werden kann. Allerdings gilt dies nur für vordefinierte Fahrzeuge im Bestand und Zulauf des Handels sowie für "Bestellfahrzeuge, welche die Kunden im Rahmen der verfügbaren Kontingente selbst konfigurieren können". Diese Kontingente lassen sich bei den Renault-Händlern erfragen. Heißt: Nicht jedes Wunschauto der beiden Baureihen wird automatisch weiter voll bezuschusst.

So hoch war die Umweltprämie bis 31.12.2022

Fahrzeugtyp
Bundesanteil
Herstelleranteil (netto)
Gesamt (netto)
Abzweigung
Elektroauto (BEV) bis 40.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV) 40.000 bis 65.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid bis 40.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid 40.000 bis 65.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
6000 Euro
5000 Euro
4500 Euro
3750 Euro
3000 Euro
2500 Euro
2250 Euro
1875 Euro
9000 Euro
7500 Euro
6750 Euro
5625 Euro

Elektro-Kaufprämie 2023 und 2024*

Fahrzeugtyp
Bundesanteil seit 01.01.2023
Herstelleranteil (netto) seit 01.01.2023
Gesamt (netto) seit 01.01.2023
Geplanter Bundesanteil ab 01.01.2024
Herstelleranteil (netto) ab 01.01.2024
Gesamt (netto) ab 01.01.2024
Abzweigung
Elektroauto (BEV) bis 40.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV) 40.000 bis 65.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV) bis 45.000 Euro Netto-Listenpreis ab 01.01.2024
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
4500 Euro**
3000 Euro**
nicht mehr gefördert
2250 Euro**
1500 Euro**
nicht mehr gefördert
6750 Euro**
4500 Euro**
nicht mehr gefördert
3000 Euro***
nicht mehr gefördert
1500 Euro***
nicht mehr gefördert
4500 Euro***
nicht mehr gefördert

Tesla zahlt Kompensation für Model 3 und Model Y

Tesla wird laut Info auf der eigenen Website Privatkunden "eine Kompensation für jede Fahrzeugbestellung eines Model 3 oder Model Y gewähren, die bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen wird, falls das Fahrzeug erst im Jahr 2023 ausgeliefert wird". Allerdings wird nicht hundertprozentig deutlich, ob die Kompensation nur den niedrigeren Hersteller-, oder auch den geringeren Bundesanteil am Umweltbonus betrifft.

Jeep bezuschusst Renegade 4xe und Compass 4xe

Jeep zahlt für seine Plug-in-Hybridmodelle Renegade 4xe und Compass 4xe des Modelljahrs 2023 die Kaufprämie aus eigener Tasche, auch wenn das Auto erst im Jahr 2023 ausgeliefert werden sollte. Bis spätestens 31. Dezember 2022 muss bestellt werden, die "Limited"-Versionen fallen raus.

Ford Kuga bekommt weiterhin einen PHEV-Bonus

Großzügig zeigt sich auch Ford bei seinem Erfolgsmodell Kuga Plug-in-Hybrid. Die Kölner gewähren Käufern auch nach Ablauf der staatlichen Umweltprämie einen Bonus von bis zu 6750 Euro auf den Neupreis – wie gewohnt bei teilnehmenden Handelspartnern. Dies gilt für Fahrzeuge aus dem Bestand; alternativ könne der Neuwagen mit Wunschausstattung für einen Zulassung in 2023 bestellt werden, heißt es.
Ford Kuga 2.5 Duratec PHEV ST-Line
Der Ford Kuga Plug-in-Hybrid wird vom Hersteller auch bei Lieferung im Jahr 2023 mit einer Kaufprämie gefördert.

Rätselraten bei Skoda

Bei anderen Automarken wiederum gilt oder galt eine zeitliche Grenze, oder es gibt andere Einschränkungen. So bei Skoda: "Für Kunden eines BEV- oder PHEV-Modells gibt es ein Angebot, in dem der Umweltbonus bei einem von Skoda Auto Deutschland bestätigten Liefertermin für 2022 in der für 2022 gültigen Höhe übernommen wird", erklärte Peter Kühl, Leiter Vertrieb bei Skoda Deutschland, laut "Automobilwoche". Allerdings müsse der Wagen noch im Dezember geliefert werden, es würden somit nur Probleme durch Engpässe bei Zulassungsstellen ausgeschlossen. Auf der offiziellen deutschen Kundenseite der Tschechen findet sich jedoch kein Hinweis auf dieses Entgegenkommen.

Auch Mazda setzt zeitliches Limit für Kaufprämie

Ähnlich ging Mazda beim CX-60 vor, einem Plug-in-Hybrid (PHEV). Auch hier gewährten der Hersteller und seine teilnehmenden Händler den Umweltbonus bei Lieferung in 2023, allerdings ebenfalls nur bei einer Bestellung vor Oktober 2022. Zudem galt dies nur bei Leasingfahrzeugen "in der Ausstattung Homura oder Takumi, einschließlich Driver-Assistance-Paket und Convenience & Sound-Paket sowie optional Panorama-Glasschiebedach", wie es in der Fußnote heißt. Puh!
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Dass Hersteller bei der Umweltprämie für Elektromobilität noch unterstützend eingreifen, ist übrigens nichts Neues. Schon während der bisherigen Laufzeit in den vergangenen Jahren hatte so mancher Autobauer als Werbeangebot den eigenen Anteil auf eine runde Gesamtsumme erhöht.