Fiat 500 (2021): Preis, Elektro, Abarth, Motor, Cabrio
Fiat 500 – Kleinstwagen mit kultigem Design
Der Fiat 500 besticht mit seinem gelungenen Retrodesign. Neben Verbrennern ist auch eine E-Version im Programm. Alle Infos zu Preisen, Motoren und Gebrauchtwagen!
• Preise starten bei 14.990 Euro • Elektro-500 mit bis zu 321 Kilometer Reichweite • Als Abarth mit Turbobenziner und bis zu 180 PS
Varianten und Preise: Basis startet bei knapp unter 15.000 Euro
2007 brachte Fiat den 500 als Nachfolger des Seicento auf den Markt. Der Kleinstwagen wird als Limousine und Cabrio angeboten, die Preise des Verbrenners starten derzeit bei 14.990 Euro für die Limousine, die Frischluft-Variante geht bei 19.590 Euro los. Für den Elektro-500 werden mindestens 26.790 Euro fällig. Mit dem 500X ist auch ein praktischerer, fünftüriger Ableger des Retro-Stadtflitzers auf dem Markt. Dieser startet bei 23.990 Euro.
Fiat 500e
Neben den Verbrennern gibt es auch eine vollelektrische Version des Fiat 500. Nach 13 Jahren Bauzeit wird seit 2020 – parallel zum "klassischen" Verbrenner-Modell – eine zweite Generation verkauft, die auf einer neuen, eigenen Plattform steht. Neben Limousine und Cabrio gibt es erstmals ein Modell mit einer zusätzlichen dritten Tür auf der Beifahrerseite. Der Fiat 500 3+1 soll vor allem den Einstieg auf die Rücksitzbank erleichtern. Preislich geht die Elektro-Reise im 500e bei 26.790 Euro los, der "3+1" kostet mindestens 32.990 Euro.
Der Fiat 500e 3+1 kommt mit einer zweiten Tür auf der Beifahrerseite – für einen leichteren Einstieg hinten.
Bild: FCA Fiat Chrysler Automobiles
Preise des Elektro-500 im Überblick:
• Fiat 500e Limousine: ab 26.790 Euro • Fiat 500e 3+1: ab 32.990 Euro • Fiat 500e Cabrio: ab 31.990 Euro
Abarth 595
Auch die Freunde leistungsstarker Sportversionen kommen beim Fiat 500 auf ihre Kosten – dafür ist Haustuner Abarth zuständig. Der Power-500 hört auf den Namen Abarth 595 und wird als Limousine oder Cabrio angeboten. Mindestpreis für den Abarth: 21.990 Euro. Wer das offene Modell bevorzugt, muss bei Abarth wenigstens 24.590 Euro auf den Tisch legen.
Fiat 500X
Wenn es ein bisschen mehr Platz sein soll, dann ist der Fiat 500X auf Basis des Jeep Renegade eine Option. Der punktet vor allem mit seinen fünf Türen und den größeren Abmessungen, was mehr Platz im Innenraum bieten soll. Dazu kommen eine erhöhte Bodenfreiheit und eine höhere Sitzposition, die den Einstieg erleichtert. Der Startpreis für den Crossover liegt bei 23.990 Euro.
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Optik und Abmessungen: Der Elektro-500 ist leicht gewachsen
Der Fiat 500 ist ein Paradebeispiel für das Thema Retrodesign. Der Italo-Kleinstwagen lehnt sich optisch stark an den zwischen 1957 und 1977 gebauten Nuova 500 an. An der Front ist das an den runden, übereinander angeordneten Scheinwerfern und der mittigen Auswölbung zu erkennen, die einen Kühlergrill ersetzt. Beim Elektro-500 entfällt das Fiat-Logo vorne – es wird durch den Modellnamen ersetzt. Die Seitenlinie des rund 3,60 Meter langen 500 zieht sich von der Motorhaube bis zum Heck durch und teilt das Fahrzeug optisch zwischen oben und unten auf. Mit einer Zweifarbenlackierung wird dieser Effekt noch verstärkt. Im steil abfallenden Heck finden sich die ebenfalls an den Retro-Fiat der 60er-Jahre angelehnten Rückleuchten wieder.
Abmessungen im Überblick:
Fiat 500 Hybrid • Länge: 3,57 Meter • Breite: 1,63 Meter • Höhe: 1,49 Meter • Radstand: 2,30 Meter • Kofferraum: 185 Liter (550 Liter bei umgelegter Rücksitzbank)
Fiat 500e • Länge: 3,63 Meter • Breite: 1,68 Meter • Höhe: 1,53 Meter • Radstand: 2,32 Meter • Kofferraum: 185 Liter (550 Liter bei umgelegter Rücksitzbank)
Innenraum: Der 500e ist modern und aufgeräumter
Fiat 500: aufgeräumtes Design im Innenraum und Amaturenbrett mit Zierblende in Wagenfarbe.
Bild: Tobias Kempe
Im Innenraum setzt sich das Retro-Feeling fort. Auch hier gibt es Parallelen zum 60er-Jahre-Modell: So ist das Amaturenbrett mit einem in Wagenfarbe gehaltenen Paneel ausgestattet. Beim Basismodell befindet sich ein großes analoges Rundinstrument mit Drehzahl- und Geschwindigkeitsanzeige hinterm Lenkrad. Bei den gehobeneren Ausstattungslinien ist dort ein Digitaldisplay. Insgesamt ist der Innenraum sehr an das rundliche Außendesign angepasst. Zwischen den Lüftungsdüsen sitzt ein Zentraldisplay für Bedienung von Audio und Navigation. Je nach Ausstattungslinie bekommt man klassische Drehregler oder Knöpfe für die Klimabedienung. Beim Elektro-500 ist das Cockpit schon deutlich aufgeräumter, die Drehregler wurden durch Knöpfe ersetzt. Ein größeres Zentraldisplay steht jetzt frei über den Lüftungsdüsen. In der zweiten Sitzreihe ist Platz für zwei weitere Insassen, der Kofferraum ist mit 185 Litern angegeben. Legt man die Rückbank um, passen bis zu 550 Liter in den Fiat 500.
Motoren: Bis zu 180 PS im Abarth 595
Im aktuellen 500 kommt ausschließlich ein Einliter-Dreizylinder-Mildhybridantrieb mit 70 PS (51 kW) und 92 Nm maximalem Drehmoment zum Einsatz. Der Sprint auf Tempo 100 ist damit nach 14,7 Sekunden abgeschlossen. Beim Crossover 500X ist die Motoren-Auswahl etwas größer – hier gibt es die Wahl zwischen zwei Turbo-Benzinern mit 120 PS bzw. 150 PS und einem 1,6-Liter-Turbodiesel mit 130 PS. Wenn es doch etwas sportlicher werden soll, dann ist der Haustuner Abarth zur Stelle. Dessen turboaufgeladener 1,4-Liter-Vierzylinder wird in drei Leistungsstufen von 145 PS (107 kW) im "normalen" 595 bis 180 PS (132 kW), im 595 Essesse und im 595 Competizione angeboten. In der schnellsten Version ist die Tempo-100-Marke bereits nach 6,7 Sekunden geknackt.
Die eigenständige Elektro-Version ist in zwei verschiedenen Leistungsstufen erhältlich. Eine kleinere Motorisierung mit 70 kW (95 PS) und einem maximalen Drehmoment von 220 Nm macht den Anfang. Mit seinem 23,8 kWh großen Akku ist eine Reichweite von 190 Kilometern nach WLTP drin. Etwas weiter kommt man mit der 42 kWh-Batterie und 87 kW (118 PS), die bis zu 321 Kilometer nach WLTP schaffen soll.
Fiat 500e 23,8 kWh • Motor: Elektro • Leistung/max. Drehmoment: 70 kW (95 PS)/220 Nm • 0-100 km/h: 9,5 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h • Akku: 23,8 kWh • Reichweite: 190 Kilometer nach WLTP
Fiat 500e 42 kWh • Motor: Elektro • Leistung/max. Drehmoment: 87 kW (118 PS)/220 Nm • 0-100 km/h: 9,0 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h • Akku: 42 kWh • Reichweite: 321 Kilometer nach WLTP
Fahrbericht: 500e büßt etwas Reichweite ein
Die elektrifizierten Motoren des Fiat 500 Hybrid ersetzen die Vierzylinder mit 69 PS und sollen 20 Prozent Sprit einsparen sowie die CO2-Emmisionen drücken. Damit schafft der Fiat 500 Hybrid die Abgasnorm Euro 6d. Im AUTO BILD-Test kann der Mildhybrid durchaus überzeugen. Der neue Benziner mit den drei Töpfen klingt schön heiser, wird aber nie zu vorlaut und zeigt insgesamt gute Manieren. Der sechste Gang des knackigen und gut abgestuften Schaltgetriebes sind für den Italiener ein echter Gewinn.
Der vollelektrische 500e fällt mit seinem leisen Fahrverhalten auf. Der Fiat lässt sich sanft rangieren, sauber dosieren und richtig kernig nach vorn drücken. Die angegebene Reichweite von 321 Kilometern schaffte der 500e aber nicht. Im Test bei kühlen fünf Grad Außentemperatur ergab sich ein Durchschnittsverbrauch von 22 kWh auf 100 Kilometer – macht bei einer nutzbaren Akkukapazität von 37 kWh (42 kWh brutto) und stark geforderter Innenraumheizung nur rund 200 Kilometer. Dank Schnellladesystem soll er aber in 35 Minuten wieder auf 80 Prozent geladen werden können.
Leasing: Fiat 500 ab 55 Euro pro Monat brutto
Ein nagelneuer Fiat 500 schlägt im Kauf mit mindestens 14.990 Euro zu Buche. Günstiger können Privatkunden den kleinen Italiener auch im Leasing bekommen. Bei sparneuwagen.de (Kooperationspartner von AUTO BILD) ist der Fiat 500 1.0 GSE mit 70 PS in der Basisausstattung "Cult" bereits für preiswerte 55 Euro im Monat zu haben – und das ohne einmalige Sonderzahlung.
Die Laufzeit ist mit 12 Monaten angegeben, die Freikilometer betragen 10.000 km pro Jahr. Wie bei den meisten Leasingdeals werden zusätzlich zu den monatlichen Leasingraten einmalig Bereitstellungskosten berechnet. Im Fall des Fiat 500 liegen diese bei 777 Euro brutto. Die Gesamtkosten belaufen sich somit auf 1437 Euro (55 Euro mal 12 plus 777 Euro).
Gebrauchtwagen-Check: Worauf beim Kauf zu achten ist
So niedlich und kultig der Fiat 500 auch sein mag, als Gebrauchtwagen verspielt er seinen Sympathiebonus bei der HU schon recht früh. Im AUTO BILD-Dauertestabsolvierte die Retro-Kugel die 100.000 Kilometer mit der Note 5+. Anschließend blieb der Fiat in der Redaktion, was jedoch ein teurer Spaß wurde. Motor und Lichtmaschine gingen kaputt, und nach 207.000 Kilometern hat sich das Getriebe verabschiedet. Im TÜV-Report wurden auch das zu schwache Fahrwerk, eine rostende Abgasanlage und die Scheinwerfer bemängelt. Auch leidet der Motor an Ölverlust. Bremsleitungen und Rückleuchten sind hingegen unauffällig. Grund zur Freude sind auch Antriebswellen und Lenkung, die durchweg keine Probleme machen. Die günstigsten Modelle im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt starten aktuell bei 6750 Euro, die Preise für gebrauchte 500e gehen derzeit bei 22.520 Euro los.