Fords Elektro-Kleinwagen könnte in Köln gebaut werden. Wie die "Automobilwoche" aus einer konzernnahen Quelle erfahren hat, soll wohl ab 2024 das zweite E-Auto von Ford im Rheinland vom Band laufen. Damit konkretisiert der Autobauer sein Vorhaben, einen Großteil seiner Fahrzeuge zukünftig mit elektrischen Antrieben anbieten zu wollen. Der elektrische Nachfolger des Fiesta soll auf VWs Modularen-Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) aufbauen. Erste Infos zum elektrischen Ford-Kleinwagen.

MEB aktuell noch zu groß für einen Fiesta

Die Gerüchte von November 2020 scheinen sich zu bestätigen. Ford plant offenbar seinen ersten Elektro-Kleinwagen im deutschen Ford-Werk in Köln fertigen zu lassen. Dabei soll die Plattform des Autos aus der Kooperation mit Volkswagen stammen. Allerdings ist die aktuelle MEB-Bodengruppe für einen Kleinwagen zu groß skaliert. ID.3, ID.4 und Skoda Enyaq iV sind allesamt in der Kompaktklasse und aufwärts angesiedelt. Von daher müssen sich die Rheinländer noch etwas gedulden, bis VW eine gekürzte Version im Angebot hat. Gerüchten zufolge soll mit dem ID.2 2023 das elektrische Polo-Pendant auf den Markt gebracht werden, kurz darauf könnte dessen Bodengruppe dann auch für den Ford zur Verfügung stehen.

Fiesta-Nachfolger bleibt optisch eigenständig

Ford Baby E-SUV !! Illustration !!
Schon länger ist ein kleines Crossover im Stil des Mach-E im Gespräch. Es könnte nachgereicht werden.

Optisch soll der Nachfolger des konventionell betriebenen Fiesta ein echter Ford bleiben. An die Bodengruppe aus Wolfsburg soll zumindest optisch nichts erinnern. Schon länger kursieren Gerüchte um ein elektrisches Crossover, das unterhalb des Mustang Mach-E auf den Markt gebracht werden soll. Allerdings scheint es unwahrscheinlich, dass Ford seinen ersten Kleinwagen mit E-Antrieb gleich als teureres Crossover anbieten wird. Vielmehr könnte Ford zuerst ein klassisches Steilheck und später dann das Crossover präsentieren.

Noch keine Angaben zur Leistung

Zur Leistung und der Technik kann bislang nur spekuliert werden. Allerdings werden durch den gekürzten Rahmen nur kleinere Akkupakete Platz finden. Die Reichweite könnte allerdings ähnlich groß, wie bei ID.3 und Co. ausfallen. Mit einem gekürzten oder kleineren Elektromotor würde der Stromverbrauch sinken, gleichzeitig würde die etwas niedrigere Leistung für das kleinere Auto völlig ausreichen. Egal, wie der Kleinwagen technisch ausgestattet sein wird – für den Ford-Standort Köln wäre die Produktion des wichtigen Modells ein klares Zeichen der Konzernführung in Richtung Zukunft.