Jetzt ist es soweit. Nachdem Hyundai das Santa Cruz Concept schon 2015 in New York gezeigt hat, stellt man jetzt die Serienversion vor. Laut Hyundai sei der Santa Cruz kein reiner Pick-up, sondern eine Mischung aus Pick-up, SUV und Crossover, genannt "Sports Adventure Vehicle" (SAV). Tatsächlich erinnert der Santa Cruz etwas an Modelle wie den Subaru Baja als an ein klassisches Nutztier. Wir bleiben der Einfachheit halber trotzdem bei Pick-up. Er kommt mit der Front vom Kompakt-SUV Tucson und Pkw-mäßiger Connectivity. Zum Preis schweigen die Koreaner noch, wobei der Santa Cruz wohl ohnehin nicht nach Deutschland kommen wird. Gebaut wird er im US-Staat Alabama, der Produktionsstart ist für Sommer 2021 vorgesehen.
Hyundai Santa Cruz Sport Adventure
Die Ladefläche des Santa Cruz kann durch Anbauten verlängert werden, um etwa Motorräder zu transportieren.

Doppelkabine und 1,32 Meter Ladefläche

Von vorne ähnelt der Santa Cruz stark dem neuen Hyundai Tucson. Der Pick-up trägt denselben verspiegelten Grill mit integrierten Tagfahrleuchten. Kunststoffplanken lassen ihn robuster erscheinen, die Front verfügt über einen Unterfahrschutz. Das Heck ist mit seinen zweigeteilten, T-förmigen Leuchten ähnlich markant. In die Ladeklappe ist groß der Modellname eingestanzt. Auf der Ladefläche befinden sich abschließbare Fächer, die Ladefläche selbst verfügt über eine ebenfalls abschließbare Abdeckung.
Hinweis
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Die Felgen sind zwischen 18 und 20 Zoll zu haben, wobei die kleineren Räder mit Offroad-tauglicher Bereifung kommen. Zum Marktstart ist der Santa Cruz nur mit der auf dem US-Markt deutlich beliebteren Doppelkabine zu haben. Eine Einzelkabine wird Hyundai wahrscheinlich nicht anbieten.
Abmessungen:
● Länge: 4,97 m
● Breite: 1,9 m
● Höhe: 1,69 m
● Radstand: 3,0 m
● Länge Ladefläche: 1,32 m

Auch der Innenraum schreit "Tucson"

Das Interieur dürfte Tucson-Besitzern ebenfalls bekannt vorkommen. Auch im Santa Cruz findet sich die horizontale, zwischen den Passagieren zusammenlaufende Trennlinie, in welcher der Infotainment-Bildschirm sitzt. Der misst in der Basis acht, optional bis zu zehn Zoll und steuert die neueste Generation von Hyundais Blue-Link-Infotainment. Es beherrscht kabelloses Android Auto und Apple CarPlay. Via Smartphone-App lassen sich zudem verschiedene Fahrzeugfunktionen wie die Sitzkühlung oder die Verriegelung bedienen. Ebenfalls optional sind ein zehn Zoll großes Digitalcockpit und ein Bose-Soundsystem. Unter der hochklappbaren Rückbank finden sich zusätzliche Staufächer.
Hyundai Santa Cruz Sport Adventure
Dank flacher C-Säulen scheint es im Santa-Cruz-Fond luftig. Unter den Sitzflächen sind zusätzliche Staufächer.

Zwei Vierzylinder-Benziner mit bis zu 280 PS

Bei den Motoren wird man die Wahl haben zwischen zwei Vierzylinder-Benzinern mit je 2,5 Liter Hubraum. Zu den Leistungsdaten gibt Hyundai vorerst nur Richtwerte an, sie können zum Marktstart also noch leicht abweichen. Die Sauger-Variante soll knapp unter 200 PS und 260 Nm Drehmoment leisten und ist an eine Achtgang-Automatik gekoppelt. Die stärkere Version ist turboaufgeladen und leistet rund 280 PS sowie 420 Nm Drehmoment, hier wird über eine Achtgang-Doppelkupplung geschaltet.
Hinweis
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Der serienmäßige Allradantrieb verfügt über eine elektronisch geregelte Momentenverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Als nutzwertorientiertes Fahrzeug muss der Santa Cruz natürlich auch Anhänger ziehen können. Beim stärkeren Motor gibt Hyundai die Anhängelast mit rund 2270 Kilogramm an, beim schwächeren sind es noch knapp 1590 Kilogramm.

Marktstart ist im Sommer 2021

Hyundai Santa Cruz Sport Adventure
Die im Grill versteckten Leuchten sind Tagfahrlichter. Die Hauptscheinwerfer befinden sich darunter.
US-Kunden können den Santa Cruz ab sofort reservieren, die Produktion beginnt laut Plan im Juni 2021. Preise gibt Hyundai noch keine bekannt. Vorerst wird Hyundais erster Pick-up nur in den USA zu haben sein, weitere Märkte könnten folgen. Nach Deutschland schafft es der Santa Cruz auf Nachfrage von AUTO BILD ziemlich sicher nicht. Pick-up-Interessenten müssen hierzulande auf andere Modelle ausweichen, wobei die Palette überraschend groß ist. Im Santa Cruz-Segment heißt die Auswahl Ford Ranger, Nissan Navara, Mitsubishi L200, Toyota Hilux, Ssangyong Musso und Isuzu D-Max. Wenn es ein Gebrauchter sein darf, kämen auch Mercedes X-Klasse, Fiat Fullback, VW Amarok und Co. infrage. Hier geht es zum AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt.